10 Jahre World of Warcraft. Wie man einfach nicht ganz davon loskommt. Meine kleine (Charakter)Geschichte aus 10 Jahren

Vor ungefähr 10 Jahren begann meine Reise durch Azeroth. Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen:

Krank zu Hause und vor der Glotze sitzend, kam da diese Werbung mit einem gewissen Mr. T, der seine Rede mit der Frage beendete „Und was spielst Du?!“. Nun, ich hatte darauf keine Antwort und aufgrund meines Krankheitszustands fantasierte ich mir zusammen, dass der gute Mr. T aus dem Fernseher heraussteigen könnte…

Soweit wollte ich es dann nicht kommen lassen und hab mir dann mal das Spiel zugelegt. Ohne Plan und Ahnung saß ich dann nach der Installation vor der ersten wichtigen Entscheidung: Welche Fraktion, welches Volk, welche Klasse?

Als Metal Fan eignet sich so ein Untoter schon sehr, also fiel meine Wahl darauf. Damit war auch die Fraktion klar: Horde. Ja, aber welche Klasse? Ist das überhaupt wichtig? Was weiß denn ich. Also Magier. Sein Name „Ottacon“ (Versierte Metal Gear Fans können mit diesem Namen sogar etwas anfangen.)

Mir hätte da aber schon jemand sagen müssen, dass man als M A G I E R den Stock in der Hand nicht unbedingt zum permanenten Verprügeln seiner Gegner zu benutzen hat. Das war tatsächlich so. Außer dem Kloppen mit dem Stock hatte ich ja nichts Anderes in der Aktionsleiste. Es war also nicht weiter verwunderlich, dass mir das nach kurzer Zeit zu öde wurde und ich das Spiel wieder habe links liegen lassen.

Einige Wochen später kam das Thema „WoW“ dann woanders auf und da gab es dann die pure Entrüstung als ich sagte, dass ich ja auch einen Magier, so einen Untoten, habe. Nein, um Gottes Willen, Du MUSST für die Allianz spielen; dort wo wir auch sind. Auf Nozdormu.

Watt? Allianz? Ich stellte mir insgeheim die Frage, warum ich für ein Versicherungsunternehmen… Wie dem auch sei. Okay, dann wäre ich ja nicht alleine in dieser merkwürdigen Welt. Gut, also Magier gelöscht und einen Menschen erstellt. Schon wieder diese Frage nach der Klasse. Na gut, da mir anscheinend auf Gegner einknüppeln gefiel, nahm ich einen Krieger. Rollenspiel, Mittelalter – da muss dann auch der Name passen. Siehe da: Melchio.

Größtenteils war ich dann in dieser Welt auch wieder alleine unterwegs, aber eben nicht permanent. Überfordert war ich trotzdem immer noch von dem Ganzen. Schutz, Furor, Waffen, Talente, Werte?! Was bitte will das Spiel von mir? Ich lief tatsächlich herum wie ein bunter Vogel, was die Attribute betraf. Ja, ein Krieger mit Manareg und Intelligenz. Natürlich kann man nun sagen „ja, das brauchen Krieger auch“ – so gesehen nicht ganz falsch, was?

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Irgendwann, bei Level 40 ungefähr, brach ich erneut ab, da mir das ein weiteres Mal zu undurchsichtig wurde. Aber kurz vorher gab es noch ein Erlebnis, das ich bis heute noch weiß. Es war wohl relativ zum Ende des AddOns „Burning Crusade“. Okay, ich traf auf eine Spielerin, die mir ein wenig erklärt hatte. Dies und das und jenes. An einem Tag meinte sie aber, dass sie unbedingt irgendwohin muss, da es dort eine neue Tasche gibt. Tasche? Handtasche womöglich? Bitte was? Heute weiß ich, dass es sich um die Dolche und Giganta handelt. Shattrath.

Irgendwann kam dann auch das nächste AddOn heraus, das den Titel „Wrath oft he Lich King“ trug. Joa, also der Kerl da auf dem Titelbild war schon richtig Metal. Vielleicht einer der Gründe, warum ich dann doch weitergemacht habe.

Zum Glück fand ich in der Zeit eine Gilde, in der das Helfen untereinander und auch das Erklären der Grundelemente des Spiels zum Alltag gehörten. Hey endlich hatte ich einen Plan von diesem Spiel und konnte mich in Richtung der Stufe 80 begeben. Was ich dann auch irgendwann mit meinem dicklichen Menschenkrieger hinbekommen habe.

„Du musst Inis laufen, Du brauchst diese Teile.“ Aha okay – der Chef dieser Gilde hat mehr Plan als ich gehabt und mir wirklich sehr viel erklärt. Es ging also für mich los. Als Tank. Gleich so eine wichtige Rolle. Das lief anfangs eher schlecht als recht, aber mit der Zeit habe ich es dann hinbekommen.

Ich hatte also Blut geleckt, viel davon, sehr viel. So begann dann meine aktivere Zeit. Der Gildenchef, der seiner Zeit als Hexenmeisterin Finala in der Gilde „Ancient“ unterwegs war, hatte leider nicht immer die Zeit. Verständlich, da er sich in einer Progress Raidgilde aughielt. So passierte der erste Gildenwechsel mit gleich mehreren Leuten.

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Apropos Cheffe. Ganz amüsant war, dass er aus derselben Stadt kam. Wir wurden mit der Zeit auch außerhalb des Spiels sehr gute Freunde und das hat bis heute bestand, auch wenn er mittlerweile woanders ist.

Das Raiden begann. Oh Naxxramas. Der „Haigan Dance“ – na, wer kennt ihn noch? Anfangs habe ich diesen Boss gehasst, wie die Pest. Aber irgendwann hat man die Routine drin und kann die Abfolge auswendig. Es hatte tatsächlich mit den Leuten sehr viel Spaß gemacht. Keine Progress Raidgilde, aber man konnte etwas erreichen, was ich damals natürlich sehr toll fand.

Während Ulduar gab es aber den nächsten Wechsel. Für mich eine Verbesserung, denn die Spielerqualität war nun in der Gemeinde höher. Aber es war in jener Gilde schwierig, denn ein stetes Kommen und Gehen beherrschte das Bild. Das führte relativ schnell zu zwei weiteren Wechseln, ehe ich mit dem ehemaligen Cheffe aus meiner alten Gilde wieder vereint war. Ich bekam sogar eine Führungsrolle. Coole Sache und das Raiden mit Haupt- und Nebencharakteren fand seinen Höhepunkt: gleich mit mehreren Charakteren ging es hinein in die Eiskronenzitadelle. Krieger, Schamane, Todesritter und Schurke. Wo ich die ganze Zeit dafür hernahm, weiß ich bis heute nicht. Aber irgendwie klappte es und in manchen Nächten gab es die schicken Nachtraids. Zumeist sehr erfolgreich.

Nachdem sich meine Schamanin, mit dem Namen „Talesca“ (das wird später noch wichtig), als wahrer Glückspilz erwiesen hatte, war es tatsächlich auch so, dass ich mit diesem Charakter mit der Spezialisierung „Heilung“ meine ersten heroischen Bosse zerlegt hatte. Das war schon spaßig.

Zum Cataclysm Wechsel hatte ich eine erzwungene Auszeit und im Nachgang keine Lust auf meinen Krieger. Das Schurkengerät hatte mir zuletzt so gut gefallen, dass ich für eine Weile genau dieses als meinen Hauptcharakter spielte. Aber wirklich nicht lange. Das Experiment der eigenen Gilde schlug fehl. „In Vino Veritas“ verabschiedete sich schneller, als ich schauen konnte.

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Aber ich wollte dann doch wieder zum Krieger zurück. Aber definitiv nicht als Mensch. Die Draenei, insbesondere die weiblichen, hatten auf mich eine magische Anziehungskraft. Also war mir klar, was bei dem Volkswechsel herauskommen sollte: Draenei, weiblich.

Auf der einen Seite wollte ich einen Teil des alten Namens jedoch behalten. Es blieb das „Mel“ übrig. Aber die ersten Namen, die mir so einfielen, waren schon vergeben. Nun kam Talesca ins Spiel. Ich probierte einfach die Endung „esca“ aus und siehe da, das klappte. Nun hatte ich eine Talesca und eine Melesca.

In der Folgezeit führte es dazu, dass ich sämtliche Charaktere, die Draenei werden können, auch zu Draenei gemacht habe. Selbstverständlich weiblich. Man(n) möchte ja etwas zum Gucken haben, wenn man schon so lange vor der Kiste sitzt.

Für euch mal eine Auflistung mit Link zum Arsenal:

Melesca – Kriegerin

Talesca – Schamanin

Hellesca – Todesritterin

Kalesca – Jägerin

Selesca – Magierin

Silesca – Paladin

Sulesca – Priesterin

Chilesca – Mönch

Weitere Charaktere, die keine Draenei sind:

Haeredes – Dämonenjägerin

Mîreille – Schurkin

Fiovilia – Druidin

Talyndra – Hexenmeisterin

Nach einem kurzen Ausflug in die Gilde „natus iterum“ ging es ein weiteres Mal mit dem guten Kollegen in eine Gilde zusammen. „enProgresso“ und der Name war größtenteils Programm. Aber gegen Ende des AddOns verlief es sich erneut und auch ich nahm mir eine Auszeit von diesem Spiel.

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Erst kurz vor Pandaria kam ich wieder zurück, hatte noch ein paar Raids und zu Pandaria eine neue Gilde „Service not available“. Gute acht Monate lief es sehr gut und auch die Qualität der Spieler war so gut, dass wir zügig durch die Raids kamen. Zwar mit ein paar Startschwierigkeiten, aber der Kader nahm Formen an. Es kam aber mit der Zeit zu Spannungen innerhalb der Gemeinschaft, weshalb ein sehr großer Teil, darunter auch ich, kehrtmachten und mit „Rebirth“ neu starteten. Da wir fast den kompletten alten Kader zur Verfügung hatten, lief es auch sehr gut. Qualitativ konnten wir sogar noch zulegen.

rebirth02

Es war in beiden Gilden lustig und zugleich ernsthaft. Eine tolle Mischung, die in meiner Rebirth Zeit zur besten Zeit meiner WoW Laufbahn wurde. Menschen, mit denen man richtig viel Spaß haben und auch noch etwas erreichen konnte. Gespräche, die zumeist mitten in der Nacht erst endeten. Wir hatten die Raids in Pandaria gut im Griff und fanden uns immer wieder auf den guten Gildenrängen wieder. Ja gut, dass Server, wie Nozdormu, mit der Zeit ausstarben, dafür konnten wir nun wirklich nichts. Aber bis heute blieb mir auch von hier eine Person erhalten, mit der ich mich gut verstehe. Legolas (die Sonderzeichen lasse ich mal weg) – oder aber Mister Jäger Worg. Es ist gut, wenn man auch andere Themen hat, über die man so sprechen kann.

Auch in Draenor starteten wir ganz gut, aber ich war recht unzufrieden mit dem, was die Entwickleraus dem Krieger gemacht hatten. Mittlerweile war ich auf Angriff, sprich Furor, spezialisiert, doch Gladiator war das Maß der Dinge. Schwert und Schild und keinerlei passende Ausrüstung. Na danke vielmals.

Häufig habe ich mich, ob dieser Tatsache, durch die Raids gezwungen und irgendwann war es dann zu Ende. Das war so Anfang bis Mitte 2015. Seither schaue ich regelmäßig ins Spiel hinein, habe aber nicht mehr vor so viel wie früher zu spielen.

Das aktuelle AddOn „Battle for Azeroth“ hatte ich mir schon im Vorfeld zugelegt. Dabei noch ein wenig in Draenor für den ein oder anderen Erfolg gearbeitet aber nicht mehr zwingend auf das Raiden geschaut. Zudem bin ich zu einer aktiven Gilde, in der sich noch ein paar Bekannte befinden, gewechselt. „Lux Aeterna“

Dort bin ich zumindest nicht alleine und bin auch nicht unbedingt gezwungen zu raiden usw. Denn ich habe für mich festgestellt, dass mir doch schnell langweilig wird im Spiel, obwohl die Story mal wieder sehr interessant gestaltet ist.

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Meine Interessen haben sich jedoch völlig verlagert. Was man an meinem Blog unschwer erkennen kann. Ich möchte einfach keine Verpflichtung eingehen, sondern viel mehr einfach nur ein bisschen spielen, wann mir danach ist. Dass dazwischen immer wieder größere Pausen liegen, ist dabei völlig in Ordnung. Ein „Casual“ zu sein reicht auch völlig aus, bei dem was die Entwickler an Möglichkeiten anbieten, die Raids trotzdem sehen zu können. Wenngleich man da kaum Expertisen benötigt und sich häufig mit einem Hammer auf den Kopf schlagen könnte, wenn man sieht, was da andere Mitspieler so kurioses treiben.

Aber wozu aufregen? Dann lieber ausschalten und sich an anderen Dingen des Lebens erfreuen.

Special thanks to: Finala, Tabeea, Haiihappen, Bsuff, Ciona, Elanis, Casimier, Aciderus, Légólás, Eyefinder, Yaani, Tamuil, Darinus, Apalachin, Krait, Zalvador, Chivera, Suleyka, uvm.

 

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