3:5 Niederlage der Löwen Frankfurt zum Einstand in das DEL2 Finale gegen Ravensburg

Finale, was will man mehr? Mit Frankfurt und Ravensburg stehen sich die beiden besten Mannschaften der Hauptrunde gegenüber. Hinzu kommt, dass der aktuelle Trainer der Ravensburger Rich Chernomaz ist, wahrlich ein sehr guter Bekannter für die Frankfurter. Er wurde im Zuge der Starting Six auch zusätzlich begrüßt und bekam den ihm zustehenden Applaus.

Doch bevor das Spiel begann, wurde die Nationalhymne von der Sopranistin Anna Maria Kaufmann gesungen. Eine kleine Tradition, wenn Frankfurt im Finale steht.

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Als kurz darauf das Spiel begann hielt es von Beginn an, was es versprach: zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die um jeden Zentimeter des Eises kämpften. So war es nicht verwunderlich, dass das Spielgewicht mal zur einen und dann auch wieder zur anderen Seite schwappte, während sich auf beiden Seiten Chancen entwickelten. Auch eine gesunde Härte war über das ganze Spiel zu sehen, wenngleich diese manchmal ein wenig übertrieben wurde und zu Strafzeiten führte. Dafür waren es, so die Spieler denn durften, sehr schöne Zweikämpfe mit dem meist besseren Ausgang für den Frankfurter.

Aber wie gewohnt begannen die Löwen offensiv und konnten bereits nach vier Minuten mit 1:0 durch Breitkreuz in Überzahl in Führung gehen. Er konnte den Puck entscheidend durch die Beine des Goalies hindurchmanövrieren und das Tor für sich beanspruchen.

Folglich blieb es vor den Toren stets spannend, aber beide Defensivreihen und auch Torhüter schienen gut aufgelegt zu sein.

Mehr Tore gab es im zweiten Drittel, aber es dauerte bis in die 33. Minute ehe der Reigen an Treffern beginnen konnte. Zunächst fiel das 2:0 durch Tousignant, der den Pass an die blaue Linie erhielt, an welcher er völlig vergessen wurde und so alleine auf den Torwart zufahren und einnetzen konnte. Nur eine Minute später fiel der Anschluss zum 2:1 durch einen Konter, welchem ein Fehlpass vorausgegangen war. Anscheinend wurde der Treffer zu sehr gefeiert, denn nach nur neun weiteren Sekunden machte Skokan das 3:1. Alle drei Tore in etwas mehr als einer Minute.

Das war aber noch nicht alles an Toren in diesem Drittel, denn die Gäste kamen kurz vor Schluss noch einmal in einer Überzahlsituation zu Chancen und nutzten auch eine zum 2:3 und nur 40 Sekunden später kamen sie auch zum 3:3. Da hatte ein Löwe versucht mit der Hand den Puck aus der Luft zu pflücken und legte dem Ravensburger Stürmer den Puck damit ungewollt vor, welcher nur noch einnetzten musste.

Ein großartiges erstes Spiel bis hierhin, das alles beinhaltete, was man sich von einem Finalspiel, einer Finalserie erwartet. Aus meiner Sicht passten jedoch die Schiedsrichter nicht besonders zu diesem Spiel. Ihnen fehlte es an Souveränität, ein Finalspiel leiten zu können, wenngleich es einigermaßen in Ordnung, aber nicht dem Spiel entsprechend, war.

Im letzten Drittel hatten die Löwen Chance um Chance, kamen aber nicht zum Treffer, sondern gerieten in Rückstand. Dies in der 47. Minute. Danach war es ein einziger Sturmlauf der Löwen, der am Ende sogar ohne Torwart, dafür mit einem weiteren Feldspieler fortgeführt wurde. Leider resultierte daraus das 3:5 für die Gäste, was auch das Endergebnis an diesem Abend sein sollte. Die restliche Zeit war es schließlich nochmals wild und es gab erneut schön anzusehende Zweikämpfe; es wurden nochmal Zeichen gesetzt.

Ob sich diese im nächsten Spiel bemerkbar machen, wird sich zeigen.

Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars 3:5 (1:0 2:3 0:2)

1:0 Brett Breitkreuz ( Tim Schüle , Dávid Skokan ) PP1 03:59
2:0 Mathieu Tousignant ( Daniel Spang ) EQ 32:37
2:1 Mathieu Pompei EQ 33:31
3:1 Dávid Skokan ( Tim Schüle , Dalton Yorke ) EQ 33:40
3:2 Mathieu Pompei ( Robbie Czarnik , Ondrej Pozivil ) PP1 38:20
3:3 Vincenz Mayer ( Ondrej Pozivil , Daniel Pfaffengut ) EQ 39:00
3:4 Jakub Svoboda ( David Zucker , Thomas Supis ) EQ 46:14
3:5 Robin Just ( Vincenz Mayer ) EQ EN 58:00

Zuschauer: 5.683

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