Alles passte, nur das Ergebnis nicht – Football in Offenbach die Zweite

Ganz korrekt müsste ich sagen: „die Dritte“ – denn ich war an diesem Tag insgesamt zum dritten Mal bei einem Spiel der Rockets. Aber es war „die Zweite“ in dieser Saison unter diesen bestimmten Umständen.

Abgesehen von dem Wind, der mir beinahe die Kappe entrissen hätte, war das Wetter super. Weder zu warm noch zu kalt und überhaupt ein schöner Tag für ein Footballspiel. Nur die Sonne in Offenbach scheint mich nicht so sehr zu mögen. Erneut bin ich mit einem Sonnenbrand, diesmal in der Visage, aus dem Tag gegangen.

Es waren ungefähr 350 Menschen gekommen, um sich das Spiel anzusehen und auch um die leckeren Burger, den köstlichen Offenbacher Apfelwein und das hochgradig interessante Popcorn zu genießen. Aber auch den leckeren Kuchen und die Vielfalt, die es da gibt, darf man nicht unerwähnt lassen.

Mir ist schon bewusst, dass aufgrund des vergangenen Jahres, die Attraktivität des Footballs in Offenbach gelitten hat; jedoch wundert es mich, dass doch nur so wenige zu einem Ligaspiel kommen. Klar liegt mir etwas an dem Verein, sonst würde ich nicht das tun, was ich tue, jedoch weiß ich auch nicht so wirklich, was wir, was ich, noch tun können, damit mehr Menschen erreicht werden können.

Wünschen würde ich es insbesondere Thorsten Kruppka, denn er reißt sich für den Verein den Allerwertesten auf und darüber hinaus. Ebenfalls zu wünschen wären Ergebnisse, die den Verein attraktiver machen. Ein Geheimnis ist es nicht, dass Erfolg sexy macht. Von daher…

Mich hat übrigens sehr gefreut, dass eine gewisse junge Dame wieder da war. Sie wird schon wissen, dass sie gemeint ist. Eine junge Dame, die aufgrund ihrer gesünderen natürlichen Hautfarbe deutlich weniger Probleme mit der Sonnenbestrahlung hat, als ich. #gladtohaveyouback

Eine schöne Aktion während des Spiels war auf der Tribüne die „Kiss Cam“. Also die Kamera hatte ich, keine Videokamera, aber Bilder von den Personen, die „nominiert“ wurden, konnte ich schon machen. Und wie wurde nominiert? Nun, der liebe Herr Stadionsprecher hat sich mit einem Schild in Herzform hinter die Auserwählten gestellt und das Schild hochgehalten. Die Reaktionen waren durchaus interessant und selbst die Personen neben den Erwählten hatten ihre pure Freude daran. Eine wirklich lustige Aktion, die den meisten (bis auf wenige Ausnahmen) sichtlich Spaß gemacht hat.

Die Überleitung zu den Cheerleadern ist damit auch sehr einfach, denn die schönen Anblicke der sich Küssenden zu den strahlend hübschen Tänzerinnen, ist doch ganz einfach. Der Wind hat den Damen gutgetan; also meistens. Wenn nicht gerade die Haare beim Tanzen im Gesicht störten, dann strahlten und lächelten sie mit der Sonne um die Wette. Eines haben sie bei ihrer Performance der Sonne gegenüber voraus: sie können sich grazil bewegen. Und das haben sie wundervoll gemacht. Außerdem machen sie genau das, was „cheerleaden“ auch ist: sie geben den Takt vor und das durchaus sehr laut. Respekt auch hierfür, denn ich stelle mir das nicht gerade einfach vor, wenn man da so gut wie alleine in voller Lautstärke anfeuert und kaum bis keine Reaktionen vom Publikum kommen.

Dem Publikum möchte ich aber zu Gute halten, dass viele zumindest geklatscht haben und einige auch in die Anfeuerungen der Cheerleader mit eingestimmt haben. Aber hey, schon allein deswegen, also wegen dem Tanzen, der Schönheit und dem Anfeuern der jungen Damen, sollten doch mindestens nochmal 350 Zuschauer dazu kommen!

Nun gut, sie hätten in diesem Spiel eine Offenbacher Mannschaft gesehen, die aus erfahreneren Spielern und Anfängern besteht. In der sich aber jeder, so hat es zumindest den Anschein, allergrößte Mühen gibt.

Manchmal möchte ich dem ein oder anderen Receiver zurufen, dass er doch bitte die „Merkel-Raute“ benützen möge, um den Ball sicher zu fangen, aber dafür bin ich nicht zuständig.

In letzter Zeit entwickle ich übrigens eine gewisse Affinität dazu, Strafen zu sehen oder zu erahnen, weswegen Flaggen geflogen kamen. Vielleicht werde ich mal Schiedsrichter; irgendwann, wenn mein Bauch viel runder ist.

Jedenfalls haben sich die Mannen in Rot angestrengt und hatten beim ersten Touchdown von Kassel einfach Pech. Der Field Goal Versuch wurde geblockt, der Ball aber von einem Titan aufgenommen, der damit fast ungehindert in die Endzone laufen konnte. Wer rechnet denn bitte mit sowas?!

Beim zweiten Gäste Touchdown sah es schon anders aus, da hat die Verteidigung nämlich etwas geschlafen und war nicht nahe genug am Gegenspieler, der den Ball problemlos fangen und anschließend ausweichen, sowie zum Schluss den Ball in die Endzone tragen konnte.

Dennoch kamen sie in der zweiten Halbzeit zurück und verkürzten durch einen tollen Pass, dem ein toller Catch mit Touchdown folgte, auf 6:13.

Schade war später nur, dass der Ball zu fahrlässig hergegeben wurde und man damit den Gegner dazu einlud auf freier Strecke weitere Punkte machen zu können, ehe sich der Rockets Quarterback ein Herz nahm und selbst für den zweiten Touchdown sorgten konnte. Zwar stand es damit 12:20, aber es kam leider zu spät. Die Niederlage war schon besiegelt.

Ich hoffe doch sehr, dass die Mannschaft die nächsten Spiele erfolgreicher und mit Siegen gestalten kann. Es wäre sehr wichtig und ebenso wichtig wäre es, noch mehr Unterstützung von den Rängen zu bekommen!

P.S.: die Burger sind absolut lecker und jede Empfehlung wert. Wenn schon nicht wegen dem Spiel, dann wegen dem Essen und die entspannte Verdauung kann man sich bei einem Football Spiel der Rockets gönnen. Ich zähl auf euch „Stammis“ 😉

 

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