Amorphis – 31.08.2017 – Batschkapp Frankfurt

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20:00 Uhr: Licht aus, Spot an und die Bühne frei! Auf die Minute genau machten sich die Herren von „All will know“ auf die Bühne und binnen weniger Sekunden wurde es laut. Die bereits zu diesem Zeitpunkt gut gefüllte Batschkapp nahm es sehr gerne an und honorierten den Beginn des musikalischen abends mit Applaus und leichtem Jubel.

Wirklich gekannt habe ich diese Band nicht, obwohl sie scheinbar eine regionale Bekanntheit inne hat. All Will Know ist eine Zusammensetzung aus Darmstadt und Mainz.

AWK1Die Musik ist ihrem Genre entsprechend hart, aber melodisch. Während ihres Auftritts gab es laut vermischte Töne und Klänge, so wie ruhigre Passagen in den Liedern und auch hier und da ein schönes Gitarrensolo. Von den gespielten Songs konnte ich mir insbesronere „Counting Stars“ merken. Dieser gefiel und stach insbesondere dadurch hervor, dass alle besagten Elemente vorhanden waren.

Frank Richter, der für den Gessang gesorgt hat, ist definitiv ein Lob auszusprechen. Er beherrscht den gutturalen aber auch den normalen Gesang sehr gut. Zumindest nach dem zu urteilen, was die Tontechnik an diesem Abend angeboten hat. Diese war zwar nicht perfekt, aber sehr gut, so dass die unterschiedlichen Gitarren und der Gesang stets gut zu hören und zu unterscheiden waren.

AWK2Wirklich viel Interaktion Seitens der Band gab es nicht; aber das war auch nicht nötig, da das Publikum entsprechend positiv auf die Herren auf der Bühne reagiert hat. Es war sogar sehr gut zu erkennen, dass sich die Bandmitglieder durch die Reihe weg über das zahlreiche Publikum und die Resonanzen zu den Songs gefreut haben. Gerade Frank schien teilweise zu grinsen wie ein Honigkuchenpferd.

Zum Abschluss des 30 minütigen Auftrittes gab es noch das obligatorische Gruppenfoto, welches davor und danach mit Applaus begleitet wurde.

Kurze Informationen zu All Will Know:

Genre(s): Melodic Death Metal, Metalcore

Herkunft: Darmstadt und Mainz, Deutschland

Gründung: 2010

Aktuelle Besetzung:

Gesang, gutturaler Gesang:  Frank Richter

Gitarre, Hintergrundgesang:  Steffen Henneberger

Gitarre:  Jan Jansohn

Bass, gutturaler Hintergrundgesang:  Max Jänsch

Keyboard:  Felix Ü. Walzer

Schlagzeug, Hintergrundgesang:  Lukas Gröhl

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Nur eine kurze Umbau- bzw. Umräumphase begann, die gerade einmal 15 Minuten dauerte. Denn es stand noch eine weitere Band an, bevor es dann mit Amorphis zur Sache gehen sollte.

Mart1Nach und nach betraten die Mitglier der Band „Martyrion“ die Bühne. Die „kölsche Jungs“ bezeichnen ihre Musik selbst als postapokalyptischen melodic death metal. Als der Sänger oder besser gesagt „Growler“ David Schäfer dies über die Band erklärte, hoffte ich doch, dass Gesang und Musik wie zuvor in einem ähnlichen Stil bei All Will Know ausfallen würde. Aber leider ist dies nicht ganz der Fall gewesen.

Zwar ist die musikalische Ebene abwechslungsreich, schnell, langsamer und mit teils schönen ruhigeren Parts und dem ein oder anderen Solo geschmückt, doch der permanente gutturale Gesang erschwert es mir persönlich bei einer Dauerbeschallung dieses Genres Spaß zu empfinden.

Mart2Aus meiner Perspektive schien es so, als wäre ich nicht alleine mit dieser Empfindung. Die gesamte Stimmung schien etwas abzufallen. Selbstverständlich gab es nach jedem Song Applaus, aber auch der schien gedämpfter auszufallen als bei der Band zuvor. Wahrscheinlich lag es mitunter auch daran, dass David versuchte das Publikum zum Mitmachen zu animieren. Ob dies nun gelang oder nicht, kann ich nur schwer sagen und daher lasse ich es an dieser Stelle offen. Vielleicht hat es bei den Zuschauern weiter vorne an der Bühne gefruchtet.

Dennoch ist zu sagen, dass auch hier die Tontechniker eine sehr gute Arbeit geleistet haben. Melodien der unterschiedlichen Gitarren waren eindeutig zu erkennen. Auch die Musiker haben ihr Bestes gegeben. Jedenfalls sah es sehr danach aus.

Wirklich nichts gegen diese Band oder der Musikrichtung im Generellen, jedoch bleibt für mich persönlich festzuhalten, dass mir diese Art nicht so gut gefällt. Aber das ist Geschmackssache und kann nur subjektiv von jedem Einzelnen beurteilt werden.

Kurze Informationen zu Martyrion:

Genre(s): Melodic Death Metal

Herkunft: Köln, Deutschland

Gründung: 2006

Aktuelle Besetzung:

Gesang, gutturaler Gesang:  David Schäfer

Gitarre:  Felix Lüpke

Gitarre:  Marian Freye

Bass:  Hendrik Franke

Schlagzeug:  Jannik Baur

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Eine erneute Umbauphase begann, welche nun eine gute halbe Stunde in Anspruch nahm. Zeit genug um nochmal frische Luft draußen zu schnappen, das WC aufzusuchen und ein Getränk zu holen. In meinem Fall eine Cola mit Eiswürfeln ohne Ende.

Frisch und aufgeregt hieß es nun noch ein paar Minuten warten und dann sollte es mit Amorphis endlich losgehen. Mit mir warteten gut und gerne insgesamt 800 Menschen. (Ein geschätzter Wert)

Amo1Dann sollte das Spektakel beginnen und die Batschkapp erwachte zum Leben. Noch bevor überhaupt der erste Musiker auf der Bühne Stand gab es tosenden Applaus und Jubel und schließlich kamen sie nach der Reihe auf die Bühne, bis sie vollzählig waren. A-M-O-R-P-H-I-S | Da waren sie nun und schon ging es auch lautstark los. Frontmann Tomi Joutsen, der den gutturalen Gesang und natürlich auch normalen Gesang beherrscht, stand mit seinem faszinierend aussehendem Mikrofon auf der Bühne. Wobei „stand“? Der Gute war auf der Bühne viel unterwegs, gab das Headbangen vor, machte selbst mit und motivierte das Publikum ein ums andere Mal zum Mitmachen. Sei es das Klatschen, der Fauststoß oder zu einem späteren Zeitpunkt des Auftritts auch zum Mitsingen.

Das Faszinierende an und bei Amorphis ist die stete Abwechslung. Trotz der teilweise harten musikalischen Gangart und dem perfekten gutturalen Gesang, mischen sich immer wieder sehr klangvolle, melodische Parts mit ein. Die Klänge durch das Keyboard entschärfen meines Erachtens diese Härte wieder und bei ruhigeren Passagen in Songs lädt es förmlich dazu ein die Augen zu schließen und einfach nur zu genießen.

Der ganze Auftritt, das ganze Konzert, das Amorphis gegeben haben, war voller Energie und einfach nur eine riesengroße Party mit sehr guter Stimmung. Jeder Song wurde euphorisch gefeiert. Es ging nicht anders, man musste sich einfach mitbewegen, so es der Platz zuließ. Headbangen, mit den Beinen oder Füßen wippen, vollkommen durchdrehen; das alles habe ich in meiner näheren Umgebung beobachten können und habe selbst auch mitgemacht.

Amo2Rein vom Gefühl her würde ich sagen, dass sich Band und Publikum gegenseitig gepusht haben. Jeder hatte Spaß und Gefallen an dem was Amorphis angeboten hat. Nachdem Tomi auch noch sagte, dass es ihm bzw ihnen, mehr gefiele in so einer Lokalität Konzerte zu geben als auf großen Festivals war die Stimmung sogar für einen Moment so großartig, dass man beinahe das Dach der Batschkapp hätte wegfliegen sehen können. Zum Glück ist es aber fest verbaut.

Die Band fasziniert. Sie das erste Mal live zu sehen war grandios. Ich kann Amo3wirklich jedem, der Amorphis oder den Musikstil gut findet, nur empfehlen zu einem Konzert zu gehen. Die Zeit verflog nämlich wie im Fluge. Kaum, dass das Konzert begann, blickte ich einmal kurz auf die Uhr und stellte mit Schrecken fest, dass schon über eine Stunde vergangen war. Und es war nicht festzustellen, dass weder die Band noch das Publikum an Energie eingebüßt hätten. Während nun also die letzten Songs begannen, genoss ich einfach nur noch. Und um ca. 23:20 Uhr war dieser tolle Abend, dieses wunderbare Konzert, dann auch leider schon vorbei.

Man merkt, dass Amorphis auf eine lange Bühnenerfahrung zurückgreifen kann. Der Einsatz auf der Bühne, das „Spiel“ mit dem Publikum. Es passt perfekt zusammen. Die Tontechnik hat hier perfekte Arbeit geleistet. Wenn es mir möglich wäre Sterne zu vergeben, dann wären es deren 5 von 5 möglichen.

Kurze Informationen zu Amorphis:

Genre(s): Metal (mit vielen Sprüngen zu Subgenres)

Herkunft:  Helsinki, Finnland

Gründung:  1990

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Gutturaler Gesang:  Tomi Joutsen

Gitarre:  Tomi Koivusaari

Gitarre:  Esa Holopainen

Bass, Hintergrundgesang:  Niclas Etelävuori

Keyboard:  Santeri Kallio

Schlagzeug:  Jan „Snoopy“ Rechberger

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