Angetestet und gespielt: Steep Winter Games Edition für die Playstation 4 (PS4) – Wintersport in einer freien Welt mit olympischen Disziplinen, einem Olympia-Szenario und vielen Challenges

Nach den olympischen Wochen bekam ich irgendwie Lust auf ein Spiel für die Playstation, das sich mit Wintersport oder sogar Olympia selbst beschäftigt. Natürlich findet man Eishockey in Form von NHL 18 sehr schnell, aber die Auswahl an Wintersportspielen für die Playstation 4 ist doch sehr rar geworden.

Das Spiel Steep gibt es bereits seit dem 02.12.2016 und beinhaltet in der Basisversion zumindest zwei Disziplinen, die auch olympisch sind. Nämlich Snowboard und Skifahren. Da die Version mit dem Add-On „Road tot he Olympics“ günstig zu erwerben war, habe ich mir dies auch zugelegt, in der Hoffnung ein adäquates Wintersportspiel zu bekommen.

Nach einem großen Update und dem Herunterladen des Add-Ons erwartet mich ein Tutorial, das mir die grundlegenden Züge des Spiels erklärt. Dabei beginnt der Spaß mit dem Wingsuit, einer der vier möglichen Sportarten in der Basisversion.

Grafisch kann man schon erkennen, dass Ubisoft auch bei diesem Spiel sehr gute Arbeit geleistet hat. Die Welt sieht schon aus der Ferne (und später auch aus der Nähe) sehr schön und detailliert aus. Ebenso die Sportler, die man steuern kann. In Sachen Grafik kann man also beruhigt sein, hier gibt es die gewohnt sehr gute Ubisoft-Qualität.

Meine ersten Schritte in Steep

Auf geht es mit dem ersten Absturz im Wingsuit, ehe ich mich im zweiten Versuch verbessere und die Vorgabe erfüllen kann. Diese ist eigentlich ganz einfach, da man Kontrollpunkte durchfliegen muss. Das Tutorial erklärt mir noch allerhand bei der Steuerung und wie ich in der freien offenen Welt vorgehen kann. Die ersten Wettbewerbe sind auch schon dabei.

Nun habe ich also die Grundkenntnisse und kann mich dem widmen, worauf ich schon die ganze Zeit gewartet habe, nämlich Olympia. Okay, nicht sofort. Es heißt schließlich „Road to the Olympics“ und so beginnt das Ganze auch mit Trainings, Übungen und vielen Reisen zu Wettbewerben durch die verfügbaren Welten und Gebirge. Dabei erlernt man nach und nach den Umgang mit dem Snowboard, Tricks und noch mehr.

Hier gibt es häufige Hilfestellungen und Erklärungen, die einem veranschaulichen, wie man bestimmte Tricks mit der Steuerung machen kann. So geht es also mit dem Snowboard weiter um die Welt, durch Half-Pipes, zu Big Air Events und natürlich dem Slope-Style. Diese Art des Szenarios ist durchaus gut gemacht und schön durchdacht. Man hat auch immer wieder die Möglichkeit sich zurücksetzen zu lassen und seine Fahrten nochmals zu starten. Schließlich gilt es bestimmte Zielvorgaben zu erfüllen. Schafft man diese nicht, muss man so oder so nochmals beginnen.

Toll sind hierbei auch die anfangs unerwarteten Zwischensequenzen mit Interviews von Sportlern, die immer wieder von ihren Erfahrungen berichten. Mit dabei auch eine gewisse Lindsey Vonn.

Nun heißt es also üben, üben und nochmals üben. Hinfallen, stürzen, aufstehen und nochmal von vorne beginnen. Und zwar so lange, bis die gestellten Ziele erfüllt werden, die Tricks einigermaßen sitzen und sich somit auf das große Finale bei den olympischen Spielen vorbereitet hat.

Der Weg ist also durchaus lang und zwischendurch gibt es auch immer wieder mal die Möglichkeit sich über freies Gelände, durch die Natur, zu bewegen. Ob das nun wirklich sein muss, sei mal dahingestellt. Es erzählt aber die Geschichte von einem Sportler, der sich auch mal eine Auszeit nimmt, um sich die Schönheiten der Natur anzusehen. Sofern man davon überhaupt etwas mitbekommen kann, denn man ist mit dem Snowboard doch recht schnell unterwegs.

Und dann kommt auch der große Moment, auf den man sich so lange vorbereitet hat: die olympischen Spiele. Und hier geht es um nichts Anderes als drei Goldmedaillen in den drei Disziplinen als Snowboarder zu gewinnen. Am einfachsten war hierbei für mich das Big Air.

Und dann sind auch schon die olympischen Spiele vorbei. Ein schönes Add-On mit einer netten Story. Ich weiß nur nicht, ob man das noch einmal spielen könnte, das habe ich noch nicht herausgefunden. Vermutlich dürfte das aber möglich sein. Wäre auch irgendwie seltsam, wenn nicht.

Was kann man denn sonst noch so machen in Steep? Nun, da gibt es noch die Wingsuit und Paragliding Events, die mich persönlich aber wenig interessieren. Vielmehr interessiere ich mich persönlich für Snowboarden und Skifahren. Und da gibt es auch sehr viel zu tun und dementsprechend viele Events und Challenges, die man spielen kann. Diese unterteilen sich in drei Schwierigkeitsgrade. Grün ist einfach, gelb ist mittel und rot ist schwierig. So kann man sich Stück für Stück nach vorne arbeiten und die Events nach und nach abschließen.

Der Unterschied zu den olympischen Spielen ist aber sehr deutlich, denn diese Events finden in den Bergen statt. Also nicht unbedingt auf präparierten Strecken, sondern in der Natur. Häufig stehen Bäume oder Felsen im Weg, die man unbedingt beachten muss.

Auch die Wettbewerbe sind unterschiedlich. Geht es um Punkte? Geht es um Zeit? Oder muss man das Ziel finden, das sich zwischen all den Gebirgen und Tälern versteckt wiederfindet. Vieles ist möglich. Auch Live- Events gibt es immer wieder, doch wie genau diese funktionieren, kann ich nicht sagen, da ich noch keinen direkt ausprobiert habe.

Man ist auch nicht an eine Spielfigur gebunden, denn es gibt acht mögliche aus denen man auswählen kann. Vier männliche und vier weibliche Charaktere stehen dabei zur Verfügung.

Selbstverständlich lassen sich weitere Events freischalten und auch Kleidungsstücke, sowie Sportausrüstung, können mit erfolgreichem Abschluss von Events freigeschaltet werden. Hinzu kommt, dass man levelt. Abgeschlossene Events geben Erfahrungspunkte und auch hier lassen sich weitere Events freischalten, sobald man ein bestimmtes Level erreicht hat.

Für den begeisterten Wintersportfan gibt es also reichlich zu tun und wer sich auch mit den weiteren verfügbaren Add-Ons beschäftigt und sich diese zulegt kann sogar noch mehr machen. Aber das obliegt natürlich jedem selbst, ob man dies möchte oder nicht. Wobei Schlittenfahren schon seinen Reiz hat, muss ich sagen.

Mir persönlich fehlt hierbei noch eine Art Karrieremodus mit geradlinigen Wettbewerben und den entsprechenden Events, sowie vielleicht auch das Skispringen. Steep hätte durchaus die Basis und die Möglichkeiten dafür, dies umzusetzen.

Ansonsten ist es aber ein sehr gutes Wintersportspiel, das mehr als nur eine Sportart anbietet und das mit einer sehr schönen Grafik, vielen Events, einer anspruchsvollen Steuerung und vielen Spielorten.

Wirkliche Alternativen in Sachen Wintersport gibt es nicht wirklich, sodass ich Steep absolut bedenkenlos jedem Wintersportfan empfehlen kann.

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