Blogparade: Darum ist die Fotografie ein tolles Hobby, das glücklich macht.

Mehr durch Zufall als bewusst bin ich auf einen Beitrag gestoßen, der für mich persönlich sehr interessant war. Mit dazu gibt es eine Blogparade, die von Melanie und Thomas von https://www.reisen-fotografie.de/ ins Leben gerufen wurde. Der Beitrag zur Blogparade selbst ist genau hier https://www.reisen-fotografie.de/blogparade-fotografie-hobby/ zu finden.

Wie kam ich überhaupt zur Fotografie?

Das hängt durchaus mit diesem kleinen Blog hier zusammen. Noch bevor ich diesen gestartet hatte, hielt ich bestimmte Ereignisse und Events schriftlich fest. Das Schreiben liegt mir einfach und ich wollte mir die Erinnerungen behalten. Aber warum einfach nur für mich selbst in einem Ordner auf dem PC liegen lassen? Zudem wollte ich damit meiner Erkrankung entgegenwirken. (Vielleicht mache ich dazu mal einen eigenen Beitrag, aber derzeit möchte ich noch keine weiteren Details zu meiner Angst- Panikstörung eröffnen.)

Über einen Bekannten, der schon vor einigen Jahren Konzertfotografie betrieb und mittlerweile auch American Football Spiele mit der Kamera dokumentiert, kam ich dann selbst zur Fotografie. „Mach doch einfach mal Fotos mit einer richtigen Kamera“ – so oder so ähnlich war das dann wohl vor circa einem Jahr, als mich Marc Junge (https://all-about-football.de/) davon überzeugen wollte von Handyfotos auf vernünftige umzusteigen.

Nun gut, schaden konnte es nicht, es zumindest auszuprobieren. Eine gebrauchte Kamera legte ich mir dann zu und Marc sponserte mir die ersten beiden Objektive, da sie für ihn schon ausgedient hatten, aber für mich ein guter Start waren.

Okay, diese Canon hat viele Knöpfe und Einstellungsmöglichkeiten. Was zum §$%&/ bedeuten diese Kürzel und überhaupt, warum erkennt man nichts auf meinen Bildern? Das war also meine erste Begegnung mit der Canon. Praktisch ist dann, wenn man jemanden hat, der einem die Kamera für den ersten richtigen Gebrauch einstellt und ein wenig erklärt, wie damit umzugehen ist und was die Kürzel eigentlich zu bedeuten haben. Mit den Begriffen „ISO“ und Brennweite konnte ich schließlich noch nicht viel anfangen. Oder war die Brennweite ein Begriff der Feuerwehr, bis in welche Entfernung man ein Feuer sehen kann?

A01

Die ersten Bilder waren gewiss nicht perfekt. Da war noch so viel Luft nach oben, was die Aufnahmen selbst und die Nachbearbeitung betraf. Hier kann man sich die Galerie meiner ersten Bilder gerne einmal ansehen: Frankfurt Universe vom 20.08.2017

Das entscheidende Erlebnis war dann das Spiel zwischen den New Yorker Lions Braunschweig und der Samsung Frankfurt Universe im Halbfinale der GFL. Dieses Erlebnis war dermaßen einprägend und überwältigend, dass ich dieses durchaus für das Bleiben bei der Fotografie, zusätzlich zum Schreiben auf meinem Blog, als Schlüsselmoment bezeichnen kann. Zwar immer noch weit weg von den supertollen hammermäßigen genialen Bildern, die Profifotografen machen, aber das war nicht entscheidend.

 

Konzerte, Bildbearbeitung und neue Objektive

Während der footballfreien Zeit machte ich zunächst erstmal nicht viel mit der Kamera, ehe zu Beginn des Jahres die Möglichkeit entstand, bei einigen Konzerten ebenfalls Aufnahmen der Musiker / Künstler zu machen. Auch das war eine interessante und irgendwie auch berauschende Erfahrung aber stimmte mich auch gleichzeitig unzufrieden. Accept04122018p (40 von 46)

Zwar sahen die Bilder schon recht gut aus, aber ein steifes 50mm Objektiv bringt da schon Probleme mit sich. Insbesondere dann, wenn die Künstler in kleineren Clubs gerade einmal eine Armlänge entfernt stehen und dieses Objektiv damit kaum einen Spielraum lässt. Das war übrigens mein drittes Objektiv, das erste, das ich mir nach Beratung mit Marc zugelegt habe. Dem folgte nur kurze Zeit später ein Weiteres, das mit 17mm bis 50mm deutlich mehr Spielräume zulässt.

Ihr könnt gerne einmal den Vergleich anschauen:

„Steifes“ 50mm Objektiv: Accept Batschkapp 04.02.2018 oder Galerie Enemy Inside, Concept Insomnia

Objektiv mit 17mm bis 50mm: Otis nachtleben Frankfurt 09.03.2018

Wie man sehen kann, war es schon schwierig die drei Künstler der Band „Accept“ auf ein Bild zu bekommen bei dem „steifen“ 50mm Objektiv. Bei dem anderen konnte ich, obwohl nicht viel mehr als eine Armlänge zwischen mir und den Künstlern von Otis war, ein besseres Bild der ganzen Band machen.

So bin ich seit dem Otis Konzert mit meinen vier Objektiven erstmal sehr zufrieden und kann damit bei Konzerten und auch beim Football sehr gut arbeiten.

Aber ohne Bildbearbeitung wäre das alles nur die halbe Wahrheit. Nach dem Fotografieren kommt das Sichten, das Aussortieren und am Ende auch das Bearbeiten der Bilder. Auch hier hatte ich Hilfestellungen von gleich mehreren Personen. Neben Marc Junge auch von Stefan Claus (https://www.konzert-nerd.de/).

Gerade die Bilder vom Football, die ich zu Beginn dieser Saison ab Anfang Mai (ist also noch gar nicht so lange her) gemacht habe, ist deutlich zu erkennen, dass die Nachbearbeitung der Bilder noch nicht wirklich mein Thema war. In der Folge wurde es das aber, erneut unter freundlicher Anleitung und Hilfestellung von den genannten Personen.

Dabei sind nach und nach immer schönere und sehr ansehnliche Bilder von Spielsituationen und auch von den tanzenden Cheerleadern entstanden, mit denen ich durchaus sehr zufrieden bin. Also mit den Bildern, meine ich. DDCheers-43

Mittlerweile „spiele“ ich viel bei den Einstellungen in der Bildbearbeitung herum und dann entsteht auch schon mal so ein Bild, wie oben. Natürlich gibt es immer noch Verbesserungsmöglichkeiten, aber wenn ich die Vergleiche zu meinen ersten Bildern ziehe, die unterschiedlichen Objektive nehme und wie ich mittlerweile damit umgehe, möchte ich weder die Fotografie an sich, noch die Bearbeitung der gemachten Bilder missen. Denn….

 

Was macht mir an der Fotografie Spaß?

Es sind durchaus mehrere Punkte, die hierbei mit einfließen und eine Rolle spielen.

Für mich ist einer der wichtigsten das Rauskommen. Aus der Wohnung zu einem Sportplatz, in ein Stadion, in einen Club. Raus aus der Einsamkeit und hinein in die Welt der Lebenden, also unter Menschen kommen. Wie bereits weiter oben erwähnt, ist das ein immens wichtiger Punkt für mich vor dem Hintergrund meiner Erkrankung.

Ob ich nun ein Footballspiel oder eine Band beim Auftritt fotografiere, ich vergesse für diese Zeit, in diesen Momenten, alles um mich herum. Selbst wenn es mir krankheitsbedingt nicht so gut geht und ich durchaus Bedenken wegen des Ortes habe, verschwinden diese Gedanken. Und wenn alles vorbei ist, bin ich glücklich und zufrieden. Wie man sich denken kann, wegen mehreren Dingen.

Der nächste Punkt steht in Verbindung mit dem „unter Menschen kommen“, denn man lernt automatisch Menschen kennen. Ob es nun andere Fotografen sind, oder wer auch immer. Es entwickeln sich häufig Gespräche über Themen, die durchaus Gott und die Welt beinhalten können. Man kann also durchaus sagen, dass Fotografie verbindet.

Es mag zwar manchmal der Fall sein, dass ich mich über die Menge der gemachten Bilder wundere und schon vor dem Sichten aufgrund der Anzahl denke „Ohje, das wird viel Arbeit“, aber wenn ich dann erstmal dabei bin, entdecke ich so viele schöne Aufnahmen, die ich beim Fotografieren gar nicht bewusst wahrgenommen habe, bzw. wahrnehmen konnte. Das folgende Bild zum Beispiel. DDTS05052018 (16 von 139)

Beim Aufnehmen des Bildes habe ich gar nicht bemerkt, dass hier der Schiedsrichter eine Flagge wirft. Das habe ich erst beim Sichten der Bilder gesehen. Irgendwie ein cooler Moment, der mich durchaus happy gemacht hat. Das ist nur ein Beispiel von vielen ähnlichen Bildern, die so passiert sind, ohne, dass es gewollt war.

Sicher ist das Bearbeiten ein gewisser Zeitaufwand, aber für mich sind das sehr schöne Erinnerungen, die wesentlich besser sind, als lapidare Bilder mit dem Handy.

Aber am schönsten ist es, wenn der Aufwand honoriert wird. Nein, ich meine nicht Geld, das wäre vermessen. Ich sehe natürlich, wie viele Menschen sich die Bilder ansehen, welche wie häufig angeklickt werden und ob diese auf Facebook geliked / geteilt werden. Jeder Klick auf die Bildergalerie, jedes Foto, jeder Like usw. all dies erfreut mich.

Wenn sich dann noch abgebildete Menschen bedanken und manchmal auch fragen, ob sie dieses oder jenes Bild haben können, dann macht mich das glücklich. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass sich der gemachte Aufwand lohnt und nicht nur meiner eigenen Erinnerung an ein bestimmtes Ereignis / Spiel dient.

Oder kurz gesagt: Fotografie macht glücklich. Mich zumindest.

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1 comment

Thomas 12. August 2018 at 15:50

Hi Pat,

jetzt nach dem Urlaub komme ich auch endlich dazu, mich mal für den schönen Beitrag für unsere Blogparade zu bedanken.

Das Rauskommen ist bei uns auch einer Hauptgründe. Gerade bei unseren Bürojobs ist es toll am Wochenende mit der Fotografie eine Motivation zum rauskommen zu haben.

LG Thomas

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