Buch-Rezension zu „Absolution“

Meine erste Buchrezension überhaupt. Ich gebe zu, dass ich mich absolut nicht darüber informiert habe, wie sowas aussehen soll. Aber vielleicht ist es auch einfach besser, wenn ich das schreibe, was ich denke und mir nicht unbedingt irgendwo etwas abschaue.

Nach der Buchmesse musste ich einfach anfangen mit dem Lesen der Bücher und so entschied ich mich für das erste Buch, das mir auf selbiger ins Auge fiel.

Absolution – Wie man eine Sünde überlebt“ von Jasmin Romana Welsch aus dem Sternensand Verlag in der Schweiz.

Genre: Fantasy / Urban Fantasy / Paranormal

Es ist eine in sich abgeschlossene Geschichte, was meine Wahl zum Lesestart vereinfachte.

Erschienen ist es bereits am 22.03.2016 mit 224 Seiten. Meine Lesedauer betrug hierfür ca. 4,5 Stunden. Die Geschichte ist spannend und es fiel mir schwer das Buch wegzulegen.

Doch zuerst der Klappentext, sprich die Information, die man auf der Rückseite finden kann:

Mein Name ist Sixten. Ich denke, ich war ein durchschnittlicher Absteiger: unterbezahlt, launisch und auf das Leben und die ach so verkommene Welt schlecht zu sprechen. Da war mein kleines Drogenproblem, diese nervenaufreibenden Sitzungen bei Doktor Mattson und mein Kumpel Nils, der seit der Grundschule nicht gelernt hat, länger als zehn Stunden sauer auf mich zu sein. Summa summarum war mein Leben Mist, aber unkompliziert genug, um den Pessimismus in die tägliche Routine einfließen zu lassen. Ich hätte genau so weitergemacht, wäre nicht alles plötzlich unwirklich geworden. Auf einmal soll ich ein Todsünder sein und der Sklave eines Dämons werden das behauptet zumindest die sprechende Katze, die will, dass ich sie Meisterin nenne. Vielleicht habe ich auch einfach Wahnvorstellungen von der Kokserei bekommen. So oder so, mein Leben braucht eine Kehrtwende. Dann muss ich mich eben damit abfinden, dass es Himmel und Hölle gibt, auch wenn ich bisher Atheist war. Ich war ja auch ein gefühlskaltes Arschloch und finde mich jetzt damit ab, dass ich die Dämonen-Katze, die meine Seele verschachern will, irgendwie mag. Einer von uns wird trotzdem verlieren. Am Ende bin ich vielleicht tot, verrückt oder clean, aber das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Allein diese Dämonen-Katze hat mich sehr neugierig gemacht. Vielleicht liegt es daran, dass ich Katzenbesitzer bin und ich meine kleine Mieze im Verlauf des Lesens mit anderen Augen gesehen habe.

Zu Beginn erfährt man recht viel über die aktuellen Lebensumstände der Hauptfigur Sixten. Ein Drogenabhängiger durch und durch. Jedoch mit Sympathiewerten, was mich durchaus überrascht. Während er sich immer wieder zudröhnt und von seiner Weltanschauung berichtet, dauert es einige Zeit bis ein spezielles Erlebnis dem anderen folgt. Eines davon ist natürlich das Auftauchen der Dämonen-Katze.

Irgendwie scheint eine Hassliebe zwischen beiden zu bestehen, obwohl stets an den Punkt gedacht werden muss, dass diese Katze die Seele von Sixten verkaufen möchte, bzw. unbedingt will um sich daraus ihren eigenen Vorteil verschaffen zu können. Diese sarkastisch ironische Beziehung zwischen beiden setzt sich fort und als ihnen dann noch eine weitere – nennen wir sie einfach mal paranormale Person – erscheint, beginnt das Abenteuer von beiden erst so richtig. Es bleibt übrigens nicht bei einer paranormalen Person.

So viel zum Inhalt an sich. Würde ich mehr darüber schreiben, dann bräuchte man sich das Buch kaum noch kaufen und das ist nicht Sinn dieser Übung.

Mich persönlich hat der Schreibstil beim Lesen gehalten. Auch die Wortwahl ist interessant und erfrischend umgangssprachlich. Da diese Geschichte in der Gegenwart geschrieben wurde, ist es mir sehr leicht gefallen mit meiner Fantasie, wie in einem Film, in das Buch hinein zu tauchen.

Zwar mag diese Story relativ trist und grau beginnen, wie es zu einem Drogenabhängigen passt, jedoch wird das Spannungslevel und die Intensität der Geschichte, je länger sie dauert, höher. Immer wieder musste ich lachen oder zumindest grinsen. Und das trotz des recht heiklen Themas für den Protagonisten Sixten.

Und das Ende, meine Lieben, das Ende ist raffiniert und genial. Dafür gibt es einen ausgestreckten Daumen nach oben. Also nicht nur für das Ende, sondern für die Geschichte, den Schreibstil, den Aufbau und die Wahl der Charaktere.

Es ist definitiv eine spannende und fesselnde Geschichte, die ich Fans der urbanen Fantasy guten Gewissens ans Herz legen kann. Doch auch wer sich für Paranormales interessiert, oder zum Beispiel Fan der Serie „Supernatural“ ist, wird sich hier sehr gut aufgehoben fühlen.

Mein Gefühl beim Kauf hat mich also nicht getäuscht. Nach dem Lesen war ich belustigt, zufrieden und entspannt. Mit einem Grinsen konnte ich das Buch wieder zurück ins Regal stellen. Klare Kaufempfehlung von mir.

Übrigens stammt das Titelbild von der Internetseite des Sternensand Verlags. (ich hoffe ihr habt nichts dagegen)

Bildquelle: www.sternensand-verlag.ch

Anmeldung zum Newsletter und zur Benachrichtigung neuer Beiträge ausschließlich aus der Kategorie „Bücher“:

Anzeige – Werbung





Kommentar verfassen