Buch-Rezension zu „Jägerseele“

Die Lust auf dieses Buch war schon vor dem Lesen groß, da ich mich zu sehr gespoilert hatte. Lag es an der Autorin? Am Coverbild? An den Textschnipseln? Jedenfalls war ich so schnell durch, dass ich mich fragte, wo die 400 Seiten hin sind?!

Jägerseele“ von Nicole Schuhmacher, die leider ohne Verlag ist.

Genre: Urban Fantasy

Schön ist, dass es sich um eine abgeschlossene Geschichte handelt, die auf 400 Seiten verteilt ist. Erschienen ist es am 31.10.2017 und meine Lesezeit betrug ca 6,5 Stunden.

Klappentext:

Tess Carlisles Leben als »Jäger« im magischen New Orleans ist nicht immer einfach. Stinkende Trolle, pöbelnde Kleinganoven und so manch unschöne Begegnung mit unkooperativen Nymphen und unheimlichen Voodoo-Shop-Besitzern bestimmen nur allzu oft den Alltag der jungen Kautionsdetektivin, die selbst ein mystisches Geheimnis birgt. Ein ständig Streiche spielender Mitbewohner und der immerwährende Kampf, die nächste Miete zahlen zu können, tragen auch nur wenig zum allgemeinen Wohlbefinden der jungen Frau bei. Da kommt ein gut bezahlter Auftrag für den selbst ernannten Wohltäter der Stadt doch gerade recht. Ein unerwartetes Ereignis jagt plötzlich das nächste, und als auch noch vom Ende der Welt die Rede ist, zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, Freunde zu haben, auch wenn diese nicht immer menschlich sind.

Nachdem ich nun das Buch in einem Rutsch durchgelesen hatte, stellte sich mir als aller Erstes die Frage, warum die Autorin keinem Verlag angehört. Als Verlag hätte ich diese Autorin sofort genommen. Unter Vertrag(!)

Die erste Hälfte des Buches enthält eine herrlich normale Story, die die alltäglichen Probleme und Gedanken von Tess beschreibt. Abgesehen von den Fantasiefiguren unterschiedlichster Herkunft natürlich. Dabei lässt sich viel über Tess‘ Gedankenwelt, ihre Umgebung und ihre Probleme im Job, der WG, jene mit der Mutter und auch der Liebe, in Erfahrung bringen.

Das klingt im ersten Moment vielleicht trocken, ist es aber nicht, denn der unbefangene Schreibstil der Autorin, der jugendlich erfrischend ist, lässt dies gar nicht erst zu. Was sicherlich auch hilfreich ist, ist die gewählte Schriftgröße des Textes, die nicht zu klein geraten ist. Zudem ist die Ich-Perspektive als auch die Gegenwartsform sehr gut gewählt, denn mit den zahlreichen Beschreibungen zu Charakteren und Orten, konnte ich mich sehr schnell in die Szenerie hineinversetzen.

Übrigens sind Fin, Tess‘ Assistentin in der Kautionsagentur, als auch Puck, der Vermieter und gleichzeitige Mitbewohner von Tess, einfach wunderbar. Während man Fin am Liebsten des Öfteren einfach nur, aufgrund ihrem Hang in Fettnäpfe zu treten, einfach nur umarmen möchte, ist die Rolle von Puck in Tess‘ Leben durchaus vielschichtiger als man zunächst meinen möchte. Seine Kommentare und Aussagen sind manchmal witzig, unpassend und führen auch zu manchem Ärgernis von Tess.

Witzige Passagen, bei denen ich oftmals auch lachen musste, erschienen ebenso häufig wie unerwartete Ereignisse, in der geradlinig geschriebenen Geschichte.

In der zweiten Hälfte der Story kommt noch der Faktor der Spannung hinzu. Diese steigt und fällt immer wieder mal. Dennoch wird die Struktur weiter beibehalten und lässt auch weiterhin keine Langeweile aufkommen. Dafür sorgt auch das kleine Teacup-Schweinchen.

Der verträumte, fantasievolle und sympathisch lustige Charakter der Autorin spiegelt sich in der eigenen Art dieser außergewöhnlichen Fantasygeschichte wieder und kommt sehr häufig, insbesondere durch Tess selbst, zum Vorschein.

Abschließend ist es für mich eine sehr schöne Geschichte, die durch den Schreibstil, Humor und ihre Charaktere besticht. Etwas in dieser Art und Form habe ich noch nicht gelesen und bin froh, dass ich es durfte. Genauso froh bin ich, dass eine Fortsetzung kommen wird. Kurzum: ein klasse Debüt!

Wer dieses Buch nicht liest, der verpasst etwas Großartiges. Daher kann ich nur sagen: kaufen. Jetzt. Sofort.

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Bildquelle: Facebook: Nicole Schuhmacher – Autorin

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