Die White Wings Hanau siegen im spannenden Verlängerungskrimi in Hagen mit 76:82

An diesem Samstag hatte ich mich auf den Weg nach Hagen gemacht, um mir das Auswärtsspiel der White Wings Hanau anzusehen. Das erste Auswärtsspiel für mich, um genau zu sein.

Die Halle in Hagen ist durchaus sehr ansehnlich und bietet Platz für 3.145 Zuschauer (Info aus Wikipedia). Zum Spiel kamen anschließend insgesamt 2.316 Menschen, die für eine sehr gute Stimmung und tolle Atmosphäre sorgten. Insgesamt empfand ich das ganze Umfeld als sehr freundlich und durchaus offen mit einem sehr angenehmen Umfeld für Basketball.

Bilder zum Spiel gibt es hier

Ganz besonders stach das Maskottchen der Hagener heraus. Sein Name ist Felix und es ist ganz klar und offensichtlich zu erkennen, dass sich darunter ein professioneller Entertainer versteckt, der seinen Job wirklich sehr gut erledigt und immer wieder Stimmung anfacht.

Ein paar direkte Begegnungen hatte auch ich mit ihm, denn ihm muss aufgefallen sein, dass meine Kappe mit dem White WIngs Logo darauf, ein gewisses gefundenes „Fressen“ für ihn darstellt. Erst dreht er mir die Kappe um, dann spielt er mit der Kapuze meines Hoodies aber am Ende zeigte er sich sportlich fair und es gab einen Handschlag auf das tolle und spannende Spiel. Felix ist sympathisch.

Ein Basketballspiel gab es natürlich auch noch zu sehen und das hatte es wirklich in sich.
Hagen begann stark und mit vollem Einsatz und überrannte die Hanauer zu Beginn beinahe. Sie zogen schnell auf 20:6 davon, ehe auch die Hanauer so langsam ins Spiel fanden und Punkte machten. Nach dem ersten Viertel stand es 25:17 während die heimischen Zuschauer und Fans jeden Punkt, jeden Treffer lautstark zelebrierten.

Das zweite Viertel endete mit 19:19 und auch auf dem Feld sah das Spiel nun deutlich ausgeglichener aus. Mal hatten die Haganer die Vorteile für sich und mal die Hanauer. Somit ging es mit einem Zwischenstand von 44:36 in die Pause und das Auftreten der Hanauer durfte durchaus Hoffnung machen, dass das Spiel noch ein wenig enger werden konnte.

Dies geschah im dritten Viertel auch tatsächlich. Die Gäste aus Hanau machten ein paar Flügelschläge, verkürzten, glichen aus und holten sich sogar die Führung in diesem Spiel. Dieses Viertel dominierten sie förmlich und zeigten eine sehr gute mannschaftliche Leistung. Hagen hingegen offenbarte Probleme beim Abschluss und produzierte zu viele Turnover. So ging das dritte Viertel mit 24:11 an die Hanauer.

 

So punktreich das Spiel bislang gewesen war, so punktarm zeigte sich das letzte Viertel. Nun wollte keiner zu kompliziert werden und auf Sicherheit spielen, was aber über eine lange Zeit keinem so richtig gelang, denn der Punktestand änderte sich für gefühlte fünf Minuten überhaupt nicht.

Dadurch schafften die Hagener eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit auch den Ausgleich zum 68:68 ehe die letzte Minute punktlos, trotz weiterer guten Gelegenheiten auf beiden Seiten, verstrich.
Dies bedeutete Verlängerung. Weitere fünf Minuten um eine Entscheidung in dieser spannenden und zu diesem Zeitpunkt offenen Begegnung zu finden.

Zwischendurch kamen auch immer wieder ein paar hübsche junge Damen auf das Parkett, um das Publikum mit einstudierten Tänzen zu unterhalten. Manchmal mit und manchmal ohne Felix, der einen ziemlich großen Akku und sehr viel Energie zu haben schien.

Das Spiel aber blieb kriminell spannend. Eine Minute vor Schluss war es weiterhin ein Kopf an Kopf Rennen. Die Hanauer konnten das Spiel letztlich für sich entscheiden, da sie sich als sicherere Freiwurfschützen zeigten, was in der letzten Spielminute den Unterschied machte.

Wow! Das erste Auswärtsspiel und gleich ein Sieg. Die Reise hat sich für mich gelohnt. Aber nicht nur wegen des Sieges der Hanauer, sondern auch, weil es in Hagen eine tolle Atmosphäre gibt, die man sich durchaus öfter antun könnte. Es war schön in Hagen.

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Großer Kampf wird nicht belohnt. Die White Wings Hanau unterliegen am Ende unglücklich mit 79:80 gegen PS Karlsruhe

Beinahe zu spät aber gerade noch rechtzeitig kam ich zum Heimspiel der Hanauer an diesem Abend. Die Mannschaft lief gerade ein und die Zuschauer waren auch schon gespannt. Einige Gästefans aus Karlsruhe waren ebenfalls mitgereist.

Das Spiel selbst begann dementsprechend zügig und beide Teams geizten nicht mit Punkten. Erst Hanau, dann Karlsruhe und am Ende des ersten Viertels erneut die White Wings. Dabei verteidigten die Gäste aus Karlsruhe sehr früh und stellten ihre Gegenspieler schon in der eigenen Hälfte. Dies führte zu einem schnellen Passspiel und guten Abschlüssen der heimischen White Wings.

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Diese profitierten auch immer wieder von Rebounds in der Defensive als auch in der Offensive. Die Gäste hingegen schienen noch einige Probleme am Korb selbst zu haben und so endete das erste Viertel mit 28:23 für Hanau.

Im zweiten Viertel ein ähnliches Bild. Nur Hanau kämpfte mit vollem Einsatz und Herzblut um jeden Ball. Dabei spielte es keine Rolle, ob dies in der Defensive oder aber in der Offensive von statten ging. Man konnte sehen und spüren, dass sie selbst die Punkte machen und den Gegner vom Punktemachen abhalten wollten. Das gelang auch sehr oft. Hin und wieder wurde jedoch vergessen die einfachen Würfe in Punkte umzumünzen.

Es reichte dennoch aus um die Führung bis zur Pause auf zehn Punkte auszubauen. Mit dem zwischenstand von 48:38 ging es zum Pausentee.

In der Halbzeitpause gab es eine wundervolle Aufführung einer Tanzschule. Im Dunkeln mit dem Spiel der Lichter an ihrer Kleidung war es ein absoluter Hingucker, der über mehrere Minuten die Aufmerksamkeit der Zuschauer einfing.

Mit dem Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das Spiel beinahe völlig. Nun waren es die Gäste, die den Kampf annahmen und den Rückstand Stück für Stück reduzieren konnten. Steals, Blocks, Rebounds. Den Gästen gelang nun das, was die Hanauer in der ersten Hälfte auszeichnete. Aber beide Teams kämpften um die Punkte und dadurch blieb das Spiel auch über das dritte Viertel hinaus hochspannend.

Manchmal versäumten es beide Punkte zu machen und es ging aufregend von der einen in die andere Richtung. Jedoch verteidigten die Gäste sichtlich besser als die White Wings und konnten sehr häufig ihre Vorteile daraus ziehen.

Eine Minute vor Ende stand es 79:78 für Hanau. Die Minute wurde lang und länger und es fielen zunächst überhaupt keine Punkte mehr. Doch 13 Sekunden vor Ende hatte Woods die Gelegenheit für Hanau mit zwei Freiwürfen für eine Absicherung, gewiss noch nicht Entscheidung, zu sorgen. Aber die Nervosität stand ihm ins Gesicht geschrieben und so vergab er beide Chancen.

Dies war die Chance für den Gast, die Punkte für den möglichen Sieg zu machen, was auch gelang. Nach einer langen Zeit des Rückstands führten die Gäste nun mit 80:79 und nur noch vier Sekunden waren auf der Uhr. Dies reichte nicht mehr, um nochmal für Punkte auf Hanauer Seite zu sorgen und somit verloren sie dieses Spiel ganz unglücklich kurz vor Schluss mit gerade einmal einem Punkt unterschied.

Es mangelte den Hanauern sicherlich nicht an Einsatz, Kampfeswillen und Herzblut. Nur leider an den entscheidenden Punkten zum Ende raus. Kopf hoch und genauso weitermachen White Wings.

Die Fraport Skyliners verlieren zum Abschluss der Gruppenphase im 7Days EuroCup gegen Unics Kazan mit 65:72

Es war ein Abend und ein Spiel, das nur noch statistische Werte hatte. Der letzte Spieltag der Vorrunde im 7Days Eurocup zwischen den Fraport Skyliners und den Gästen aus dem russischen Kazan endete mit einem knappen 65:72 aus Sicht der Skyliners.

Vor dem Spiel stand bereits fest, dass beide Teams für die nächste Gruppenrunde qualifiziert waren. Kazan als Gruppensieger und die Frankfurter als Dritter. An diesen Positionen hätte sich bei keinem Ergebnis etwas verändert. Dennoch war es interessant zu sehen, wie sich der kleinere Frankfurter Kader gegen die Mannschaft aus Russland schlagen würde.

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Einige Spieler, die sonst einen Platz als Starter innehaben, wurden für die kommenden Aufgaben in Pokal und Liga geschont. Verständlich, wenn man bedenkt, dass das kommende Pokalspiel gegen Braunschweig einen höheren Stellenwert für die Skyliners hat.

Zum Spiel am frühen Mittwochabend kamen 1.350 Menschen und davon sogar einige russische Fans. Ob diese jedoch tatsächlich aus Kazan anreisten, kann ich nicht sagen. Jedenfalls machten auch sie Stimmung für ihre Mannschaft und jubelten lautstark.

Nachdem ich zuletzt einen Sieg, den ersten wohlbemerk, in Hanau für die Hanauer sehen konnte, hatte ich die Hoffnung, dass an diesem Abend die Frankfurter vielleicht auch einen Sieg einfahren können. Doch zu Beginn des Spiels liefen die Skyliners einem Rückstand hinterher, der mal größer und mal kleiner war. Aufopferungsvoll kämpfte die Mannschaft und konnte unter großem Jubel der Fans sogar ausgleichen. Aber am Ende konnten sie mit der Abgeklärtheit der erfahrenen Spieler aus Kazan nicht ganz mithalten.

Interessant fand ich es zu sehen, dass die zweite Hälfte von sehr vielen Fehlversuchen und Rebounds geprägt war. Auf beiden Seiten. So kamen im dritten Viertel gerade einmal insgesamt 22 Punkte zustande, davon 13 für die Frankfurter. Mit ein wenig mehr Glück am Korb wäre sogar eine große Führung drin gewesen.

Vielleicht klappt es, wie bei den White Wings in Hanau. Beim dritten Spiel der erste Sieg. Ob ich darauf eine Wette abschließen sollte?

Für einen weiteren optischen Leckerbissen sorgten die Damen des Dance Teams, die sich unter anderem in einem golden glänzend glitzernden Outfit präsentierten, das mich sehr an Lametta erinnerte. Die kurzen Auftritte in den Unterbrechungen sind wirklich sehenswert. Man kann durchaus erkennen, dass die Damen Spaß daran haben und eifrig an den Choreographien geübt haben. Sie erfüllen ihre Aufgabe wirklich sehr gut.

Weitere Bilder des Dance Teams gibt es hier

Apropos Aufgaben: die nächsten Gegner und Termine für die Zwischenrunde, die ebenfalls im Gruppenmodus ausgespielt wird, stehen bereits fest:

Lokomotiv Kuban Krasnodar (Heimspiel am 08.01.2019 um 19:15)
LDLC Asvel Villeurbanne (Heimspiel am 16.01.2019 um 19:30)
Ratiopharm Ulm (Heimspielterminierung noch offen)

Sieg für Hanau! Die White Wings besiegen die Gäste aus Trier mit 81:66

So ein schöner Abend, der mit einem Sieg für die White Wings aus Hanau endete. Und ich muss dazu sagen, dass es endlich auch für mich der erste Sieg bei einem Basketballspiel war, bei dem ich vor Ort gewesen bin. Also der Sieg einer Mannschaft, für welche ich vor Ort war, um genau zu sein.

Bereits zwei Mal zuvor in Hanau und einmal bei den Skyliners im internationalen Geschäft, konnte ich nur die Gäste siegen sehen, die die Punkte entführten. Doch an diesem Abend, im dritten Anlauf in Hanau, war es endlich soweit: ein Sieg für die mir immer sympathischer werdenden White Wings.

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Vor dem Spiel hatten Christian Roth (american-sports.info) und ich noch eine kleine Wette ausgemacht. Es war folgende: gewinnen die White Wings, legt sich Christian eine Kappe selbiger zu. Ich hatte mir zuvor bereits Fanartikel Nummer 3 gegönnt, einen Fanschal. Kappe, T-Shirt und Schal. Die Sammlung wird größer.

Ich muss wirklich gestehen, dass ich schon langsam mit den White Wings mitfiebere. Wenn ein ball daneben geht ist das wirklich ärgerlich, aber wenn er mal für drei Punkte reingeht, jawoll, das ist super! Ich verstehe zwar immer noch nicht das ganze Regelwerk, aber die Basics reichen doch sehr gut aus, um im gesunden Maß mitfiebern zu können.

Es waren an diesem Abend reichlich Gäste aus Trier anwesend, die die Gegenseite hinter dem Korb bevölkerten. Fahnen, eine Trommel und ganz viel Grün waren dort versammelt. Ich meine herausgehört zu haben, dass es sich um rund 70 Gästefans gehandelt haben soll.

Respekt habe ich auch immer wieder vor den vielen Trommlern und Anstimmern, die fast ununterbrochen Einsatz zeigen. Ob jung, ob alt, ob männlich oder weiblich. Völlig egal, denn es wird angefeuert. Eine Schönheit ist übrigens auch darunter und nein, da gibt es jetzt kein Bild.

Kommen wir lieber zum Spiel selbst.

Die ersten Punkte im Spiel machten die Gäste, doch beflügelt ließen sich die Hanauer davon nicht beeindrucken und sorgten selbst für Punkte. Auch die Verteidigung stand sehr gut und Rebounds landeten in den Händen der Hanauer. So war es ein sehr ungewohntes Bild, als die Hanauer nach Punkten davonzogen.

Während sich die Hausherren auf das Punkten und Verteidigen konzentrierten, waren die Gäste häufig nicht gedankenschnell und zogen Fouls, welche die White Wings dazu einluden, munter weiter ihre Punkte zu machen.

Erstaunlich war für mich, dass das Spiel doch sehr körperlich geführt wurde. Scheinbar häufig im erlaubten Rahmen. Da verändert sich mein Bild, das ich vom Basketball hatte, doch zusehends. Während sich also die Hanauer solide zeigten und die Fehler des Gegners ausnutzten, ging das erste Viertel mit einem Zwischenstand von 26:11 zu Ende.

Gefoult wurde auf beiden Seiten und das störte den Spielfluss als auch das Erzielen der Punkte sehr. Häufige Unterbrechungen und teilweise (vor allem für mich) noch undurchsichtige Entscheidungen der Unparteiischen, ließen auch die ein oder andere Diskussion aufkommen.

Aber die Hanauer blieben dran und entschieden auch das zweite Viertel mit 14:12 für sich, was einen halbzeitstand von 40:23 bedeutete. Nicht übel dieser Vorsprung.

Während sich in der Halbzeitpause das Tanzteam der Patriots vom TSV Heusenstamm präsentierte, ging ich hinaus, um Dampf zu machen. Aber noch etwas zur Truppe aus Heusenstamm: viel Tanz gab es nicht, aber dafür gab es schicke Hebefiguren und einige der jungen Mädels flogen beinahe bis an die Hallendecke hoch. Das können sie echt sehr gut. Bilder gibt es hiervon keine, denn mir ist das mit unter 18-Jährigen und der DSGVO einfach zu schwammig. Abgesehen davon finde ich, dass das Präsentieren von den jungen Damen auf öffentlich zugänglicher Ebene nicht sein muss. Außer das läuft über den Verein selbst, aber das ist deren Sache.

Zurück zum Spiel und zum Weiteren Davonschreiten der White Wings. Das dritte Viertel war für beide Seiten sehr punktreich. Aber auch die 21 erzielten Punkte der Gäste wurden von den Hausherren mit ihren 24 erzielten Punkten übertroffen. Es war währenddessen auch zu bemerken, dass eine gewisse Unzufriedenheit und Frustration auf Seiten der Gäste aufkam. Aber nicht nur das, auch ein Spieler hatte zu viele persönliche Fouls und hat sich damit selbst aus dem Spiel genommen.

Mit dem zwischenstand von 64:44 ging es in das letzte Viertel hinein. Zunächst zogen die White Wings noch ein wenig davon, ehe sie versuchten für die Galerie zu spielen und mögliche einfache Punkte nicht machten. Manchmal wollte der Ball auch nicht und sprang wieder vom Korbrand weg und befand sich danach in den Armen der Trierer wieder. Diese kamen auch wieder näher heran.

Ich hatte schon die Befürchtung, dass die Hanauer den sicher geglaubten Sieg verspielen könnten, doch zum Glück für Hanau war ihre Defensive auf der Höhe und konnte eine Aufholjagd der Gäste im Zaun halten. Die nötigen Punkte wurden gemacht und damit die Gäste auf Abstand gehalten. Dies verlief bis zum Ende hin weiter und als die letzten Sekunden anbrachen, fühlte ich eine gewisse Erleichterung. Der Sieg, der ganz wichtige Sieg war eingefahren – der Endstand 81:66. Die Freude auf Seiten der Hanauer und ihren Fans war praktisch greifbar.

Christian musste nun auch seine Wettschuld einlösen und besorgte sich den entsprechende Cap der Wild Wings. Wobei „Schuld“ – das Geld kommt dem Team zugute. Also alles Bestens.

Nehmen lassen konnte ich es mir anschließend auch nicht, die Jungs, die sich den Sieg wirklich verdient hatten, abzuklatschen. Ziemlich groß diese Basketballer.

Knapp an der Sensation vorbei. Hanau unterliegt Chemnitz nach großem Kampf knapp mit 68:73

Nachdem mir die ersten Basketballspiele am Ort des Geschehens durchaus besser gefallen haben, als die eher spärlich spannenden TV Übertragungen, erfreute ich mich ein weiteres Mal in Hanau bei den White Wings zu sein.

Die Hanauer haben einen schweren Stand und die Bürde den letzten Platz endlich verlassen zu wollen. Das ist so oder so keine einfache Aufgabe, insbesondere dann nicht, wenn der bisher noch ungeschlagene Tabellenführer aus Chemnitz zu seinem Gastspiel bei den White Wings anreist.

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So gesehen waren die Vorzeichen relativ eindeutig. Das Gute in so einer Situation ist, dass das Team, das unten steht, gar nichts zu verlieren hat und einfach das Beste geben kann.

Doch zunächst kamen die Gäste aus Chemnitz, beinahe wie erwartet, besser ins Spiel und machten die ersten Punkte, ehe die Hanauer nach einer frühen Auszeit den Spielstand zunächst auf 6:6 ausgleichen konnten. Nach einem Hin und Her, bei dem beide Mannschaften zu Punkten kamen und sich die Hausherren nun stärker zeigten, kamen sie zur ersten Führung, die sie auch bis zum Ende des ersten Viertels halten konnten.

Mit 17:14 ging es im zweiten Viertel weiter. Man konnte vom Spiel her nicht erkennen, dass sich hier der Tabellenführer mit dem Schlusslicht misst. Mal hatten die Hausherren ihre Vorteile, mal die Gäste aus Chemnitz. Bis zur Halbzeit stand es 30:34. Es war bis hierhin knapp und aufgrund des guten Spiels, bei dem auch die 3er recht gut funktionierten bei den Hanauern, konnte man es den Hanauern zutrauen, dass sie dieses Spiel sogar für sich entscheiden könnten.

Doch nach der Halbzeit legten die Gäste eine Serie hin und spielten sich zwischenzeitlich eine 13 Punkte Führung heraus. Diese schien den Gästen zur Verwaltung zu genügen, doch die Hanauer wachten und drehten auf. Plötzlich lief bei Hanau fast alles. Die 3er fielen, die Rebounds landeten in den Händen der Hausherren und am Ende des dritten Viertels stand es völlig unerwartet 53:52. Für Hanau.

Die Chance war also da, doch mit den letzten Minuten schien auch die Nervosität zurückzukommen. Das Punkten klappte nicht mehr so, wie noch im dritten Viertel und die Rebounds landeten öfter beim Gegner. Die Gäste hingegen spielten routiniert zu Ende, ließen sich keine Nervosität anmerken und eroberten die Führung zurück. Diese wollten sie sich auch nicht mehr nehmen lassen und gingen am Ende auch als Sieger vom Feld und sind damit weiterhin der ungeschlagene Spitzenreiter in der Pro A.

Es war für Hanau nicht der Gegner, den man schlagen musste, aber die sehr gute Leistung zeigte, dass man darauf aufbauen und sich in den kommenden Spielen auf die Siegerstraße arbeiten kann.

Frasport Skyliners unterliegen Malaga mit 78:84 im EuroCup

Von der 2. Basketball Bundesliga ging es am vergangenen Mittwoch für mich zum nächsten Spiel. Dieses Mal bei den Frankfurtern, den Fraport Skyliners, die im Europacup gegen Unicaja Malaga spielten. Mir wurde vorher gesagt, dass es wohl eines der stärksten Teams in Europa sein soll. Nun gut, okay, dann wollte ich mich mal überraschen lassen.

Einige Bilder zum Spiel gibt es hier

Die Ballsporthalle, bzw. Fraport Arena, liegt in Frankfurt Höchst und damit genau am anderen Ende von Frankfurt für mich. Aber bevor man zu Hause vergammelt, begibt man sich doch lieber dorthin, um ein Event zu sehen. Mit Christian Roth von american-sports.info wurde die Halle betreten, nachdem wir sehr freundlich an der Abholkasse bedient wurden.

Die Halle ist natürlich von der Optik ganz anders, als die Turnhalle in Hanau. Eine richtig schicke Sporthalle, bzw. Arena, in der 5.002 (die 2 waren bestimmt vom Architekten geplant – definitiv) Menschen Platz finden können.

Nun, an diesem Mittwochabend waren aber nicht ganz so viele vor Ort. Unter der Woche und ein Spielbeginn um 19 Uhr haben sicherlich dazu beigetragen, dass nur um die 1.400 Zuschauer da waren. Der Schnitt in der BBL liegt nach drei Heimspielen bei 4.257 Zuschauern. Also beim Dreifachen.

Ein wenig schlenderten wir durch die Halle und am Fanartikelstand musste ich mir unbedingt ein Schlüsselband besorgen. Es erfüllte sofort seinen Zweck und ist in gewisser Weise auch der Nachweis, dass ich da war. Beim Schlendern sah ich eine Person, die ich bisher nicht mit Basketball in Verbindung gebracht habe. Und ich dachte auch im ersten Moment, dass es nicht „Der“ ist, den ich meinte gesehen zu haben.

Ich spreche von Rudi Völler. Ja genau – DER – Rudi Völler. Nachdem Christian aber so nett war mir zu erklären, dass der Sohn, Marco Völler, für die Skyliners spielt, war es dann nicht mehr ganz so abwegig, dass Herr Völler in der Halle war. Woher sollte ich das denn auch wissen? Mein bisheriges Basketballinteresse begrenzte sich auf die Spiele von 2K (NBA 2K18 und 19).

Nachdem sich also meine Verwunderung legte, konnte das Spiel auch so langsam losgehen. Die Gastmannschaft wurde vorgestellt und im Anschluss die Gastgeber, die Skyliners, deren Spieler namentlich von den Fans gerufen wurden.

Die Trommler machten schon ordentlich Lärm, wobei ich sagen muss, dass es in Hanau deren mehr gibt. Aber vielleicht ist das bei einem Ligaspiel anders, das müsste ich noch herausfinden bei einem Besuch.

Jedenfalls machten die Fans insgesamt eine gute Stimmung und sogar ein paar spanische Fans waren vor Ort und unterstützten ihr Team.

Spielbericht

Das erste Viertel lief wirklich gut für die Frankfurter. Die Pässe kamen an und die Würfe landeten fast immer im Korb. So kamen sie zu 25 Punkten während die spanischen Gäste nur 16 machten. Das lag auch daran, dass die Skyliners gut verteidigten und der Gegner zusätzlich auch Pech bei einigen Abschlüssen hatte.

Mir fiel recht schnell auf, dass das Spiel deutlich schneller und qualitativ hochwertiger war, als es beim Spiel in Hanau der Fall war. Aber okay die zweite Liga mit europäischen Top Teams zu vergleichen wäre so, als würde man den FC St. Pauli auf eine Stufe mit Real Madrid zu setzen. Das sind einfach verschiedene Obstsorten.

Es war also deutlich schneller und auch hier war Körperkontakt wesentlich häufiger und teilweise sogar noch intensiver. Ein paar „Checks“ bei dem ein Spieler mit der Schulter gegen den Kiefer des Gegenspielers knallte, gab es auch. Und es wurde zu meiner Überraschung nicht abgepfiffen.

Zum Zuschauen war es also sehr interessant, auch wenn ich bei den Schrittfehlern oder abgepfiffenen Szenen immer noch nicht so ganz durchsehe. Genauso interessant war es aber dem Dance Team, den hübschen Damen, zuzusehen, die in einigen Unterbrechungen ihre tänzerischen Künste mit strahlendem Lächeln vorführten.

So strahlend ging es für die Frankfurter im zweiten Viertel aber nicht weiter. Hatten im ersten Viertel noch die Gäste Pech bei Abschlüssen, so gelang den Frankfurtern nun fast gar nichts mehr. Die Würfe, insbesondere die 3-Punkte-Versuche, landeten überall, nur nicht im Korb. Manchmal sprangen sie vom Rand wieder zurück oder die Bälle entschieden sich nach oben rauszuspringen, anstatt runterzufallen.

Die Spanier spielten ihrerseits routinierter und nutzen dies zu ihrem Vorteil und machten ihrerseits 28 Punkte, während die Frankfurter in den zehn Minuten gerade einmal 8 Punkte erzielen konnten. Zur Halbzeit stand es also 33:44. Aber es kam mir nicht so vor, als wäre der Gast diese 11 Punkte besser.

Nach der Pause ging die Aufholjagd los und das Spiel schien recht ausgeglichen zu sein. Die Fans wurden mit jedem Viertel lauter und trugen die Mannschaft praktisch mit. So konnte der Rückstand auf 5 Punkte reduziert werden, nachdem das dritte Viertel mit 25:19 an die Skyliners ging.

Mit diesem Elan und den noch lauter werdenden Fans im Rücken punkteten sich die Frankfurter zum Ausgleich. Beinahe jeder Treffer in den Korb wurde wie ein Tor im Fussball bejubelt. Das fand ich schon sehr faszinierend. Aber die Klasse der Gäste zeigte sich, je weniger Spielzeit auf der Uhr war, denn sie spielten ihren Stiefel einfach herunter, nutzten ihre Möglichkeiten Punkte zu erzielen und profitierten von Fehlwürfen der Frankfurter, die sich wenige Sekunden vor Ende im Rückstand befanden.

In den letzten Sekunden wollten die Frankfurter, aber der Rückstand führte zu taktischen Spielchen, die die Uhr anhielten und dem Gegner Freiwürfe verschaffte. Aber ganz abgeklärt wurden diese verwandelt, so dass daraus kein Vorteil gezogen werden konnte.

Am Ende stand es 78:84 und die Skyliners mussten sich knapp geschlagen geben. Sehr schade nach der tollen Aufholjagd im dritten und letzten Viertel, aber entscheidend war das zweite Viertel, in dem die Punkte ausblieben.

Damit stehen die Frankfurter in der Gruppe D des 7Days Eurocup auf Rang drei. Und drei Spiele gibt es noch. Vielleicht schaue ich mir auch das nächste Spiel an und dann gewinnen sie ganz bestimmt, wenn sie das Punktemachen nicht vergessen.

Erstmalig beim Basketball – Hanau verliert knapp gegen Rostock mit 73:75

Da war ich also auch erstmalig beim Basketball und das in Hanau. Hanau? Ja, in Hanau gibt es auch Basketball und das sogar in der 2. Liga, die sich in dieser Sportart „Pro A“ bezeichnet. Bis vor wenigen Wochen wusste ich auch nicht, dass es in Hanau eine Basketballmannschaft gibt, die auch noch so hochklassig spielt.

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Glücklicherweise ist mir Basketball nicht so fremd, wie es damals beim American Football der Fall war. Das liegt auch mitunter daran, dass meine Freunde aus Kindheitstagen, und ich selbst natürlich, auf unserem Spielplatz die Möglichkeit hatten Basketball zu spielen. Aber auch unsere Schule hatte im Außenbereich gleich deren vier hängen.

Zudem war es damals die Zeit von Michael Jordan bei den Chicago Bulls, den man einfach kennen musste. Und so kam auch Basketball auf meine damalige Konsole. Auch wenn ich nicht unbedingt mit den Regeln vertraut war, war es irgendwie Pflicht irgendeine Form von Basketball auf der Konsole zu haben. Zudem habe ich in den letzten Jahren mit dem Basketballspiel „NBA 2K 18 und 19“ die Basics im Basketball wieder aufgefrischt. So war ich immerhin nicht ganz unvorbereitet als ich zum Spiel der Hebeisen White Wings Hanau gegen die Rostock Seawolves gegangen bin.

Natürlich weiß ich, dass es auch in Frankfurt Basketball gibt. Fraport Skyliners ist hier der Name. Hießen sie nicht mal anders? Die bekannten Vereine aus Berlin, Ulm, Bayreuth oder auch Bonn, sind wahrlich nicht unbekannt. Sogar mir nicht. Außerdem gibt es meistens vor Eishockey auf Sport1 ein Basketballspiel der BBL zu schauen.

Ich muss dazu sagen, dass ich hin und wieder versuchte mir ein Spiel anzusehen, es aber doch als langweilig empfunden hatte. Es geht hin und her, mal wirft einer und der trifft dann, oder auch nicht. Bis kurz vor Ende kann es doch gar nicht spannend sein; so mein Gedankengang.

So kam ich also an der main-Kinzig-Halle in Hanau an und war tatsächlich ein wenig skeptisch, ob dessen, was mich erwarten würde. Nun gut, ich wurde vorgewarnt, dass es nicht so eine Halle ist, wie in Frankfurt. Vielmehr handelt es sich in Hanau um eine Turnhalle einer Schule, die um aufgebaute Tribünen erweitert ist. Im Nachhinein musste ich ein wenig suchen, um eine Kapazität und die Zuschauerzahl herauszufinden, aber es hat geklappt. Laut offiziellen Angaben können bis zu 1.564 Zuschauer Platz finden. Im Schnitt sind es sogar 822 und beim Spiel gegen Rostock waren es 740. Ich hätte deutlich weniger geschätzt. Weswegen mich diese Zahlen doch überrascht haben.

Essen und Getränke, sowie Sanitäranlagen gibt es und die Preise sind auch human. Es wird auch an die Umwelt gedacht, denn die Plastikbecher müssen zurückgegeben werden. Und so wie es nach dem Spiel aussah, haben sich auch alle daran gehalten. Es hat einen gewissen Charme und die Personen, die dort an offiziellen Stellen arbeiten, sind durch die Reihe sehr freundlich. Apropos offizielle Stellen: der Stadionsprecher, bzw. Hallensprecher, ist mir kein Unbekannter gewesen, denn es ist der gleiche Herr, der sich als Stadionsprecher der Frankfurt Universe (American Football) und als Cheerleader in der vergangenen Saison einen Namen gemacht hat. Ihn treffe ich übrigens auch sehr häufig bei den Löwen Frankfurt, also beim Eishockey. Wenn ich nun also in Kürze an Verfolgungswahn erkranke – ihr kennt den Schuldigen nun.

Die Mannschaften machten sich warm, warfen ein paar Körbe, aber mehr als das war es auch nicht für mich. Ich besorgte mir etwas zu trinken und nahm mir ein paar Infomaterialien von einem Tisch weg, die es kostenlos für Interessierte gibt. So wartete ich auf den Beginn des Spiels und sah mir bis dahin das Treiben in der Halle ein wenig an. Ach ja: Fanartikel gibt es auch und sogar sehr schöne, sowie eine reichhaltige Auswahl.

Nach der Vorstellung der Gäste liefen auch die heimischen Hanauer ein und da war schon eine gute und laute Stimmung in der Halle. Das hatte ich so nicht erwartet. Bevor ich aber zum Spiel selbst komme, möchte ich durchaus noch ein paar Feststellungen niederschreiben, denn es gab durchaus einige Dinge, die mir in dieser Form gar nicht so bewusst gewesen sind.

Zunächst zur Fans und zur Stimmung, denn diese ist wirklich auf einem sehr hohen Level. Die Lautstärke der Trommler und der Zuschauer, sowie Fans, im Allgemeinen ist sehr hoch. Da ziehen wirklich (fast) alle mit. Das kam bei den Spielen, die ich im Fernsehen sah, nie so rüber. Klar gibt es auch da die Trommler und gejubelt wird auch. Aber meistens sieht es irgendwie so aus, als ob die Zuschauer eine ruhige Kugel schieben würden. Gerade den Trommlerinnen(!) und Trommlern muss ich an dieser Stelle ein Lob aussprechen, denn sie sind tatsächlich das ganze Spiel bei der Arbeit und sogar in den Unterbrechungen machen sie weiter. Sogar ein Stick eines Trommlers ging kaputt, als er voller Einsatz auf die kleine Snare Drum vor ihm einhämmerte.

Dass Basketball eher körperlos als körperbetont ist, gerade im Vergleich mit Eishockey oder American Football, war mir schon bekannt und auch klar. Das Spiel ist deutlich athletischer und hat einen anderen Fokus. Bisher bin ich aber jedoch davon ausgegangen, dass im Prinzip jede Berührung seines Gegenspielers untersagt ist und zu einem Foul und Freiwürfen führt.

Durch die Spiele von 2K (NBA 2K 18 und 19) wurde mir aber schon vorher klar, dass nicht jedes Foul zu Freiwürfen führt. Es gibt auch welche, die zu „Einwürfen“ vom Spielfeldrand aus führen. Wann da genau unterschieden wird, ist mir aber auch nach dem gesehenen Spiel noch nicht so ganz klar.

Dass aber auch nicht jeder Körperkontakt zu einem Foul führt, das war mir neu. Ich war sogar sehr überrascht davon, wie viel Körperkontakt doch erlaubt ist. Deutlich mehr, als ich bisher annahm.

Und nein, ich habe keinen der Spieler weinen gesehen, nachdem er von einem Gegenspieler berührt wurde. So „weich“ oder „soft“ ist der Sport dann wohl doch nicht. Dafür aber deutlich spannender, als es das Fernsehen rüberbringen kann. Womit ich nach der langen „Ersteinführung“ dann zum Spiel komme.

Aber noch eine Kleinigkeit, bevor ich diese wieder vergesse, denn beim Basketball gitb es auch Cheerleader. Wobei, besser gesagt, Danceteams, die in der ein oder anderen Unterbrechung für ein wenig Unterhaltung sorgen. So auch in Hanau. Ganz junge Damen von einer Tanzschule, wenn ich mich richtig erinnere. Sie kamen zum Einsatz und zeigten schick einstudierte Choreographien.

Mein Spielbericht

In den ersten Minuten gab es einfach mal gar keine Punkte, was mich ein wenig irritierte, denn ich dachte eigentlich, dass dieses Hin und Her für Punkte von Beginn bis Ende sorgen müsste. Also erstmal nicht. Es dauerte ein wenig bis tatsächlich Punkte gemacht wurden und dann ging das Hin und das Her auch mal los, wie ich es in etwa erwartet hatte.

Beide Mannschaften schienen einigermaßen gleichauf zu sein, insbesondere, was die verworfenen Versuche auf den Korb betraf.

Die Gäste aus Rostock waren aber etwas mehr auf der Höhe und konnten bis zum Ende des ersten Viertels eine 19:13 Führung verbuchen.

Zu Beginn des zweiten Viertels drehten die heimischen Hanauer auf und konnten den Punktestand zu ihren Gunsten drehen. Zwischenzeitlich stand es 35:28 und ich war durchaus davon beeindruckt, wie sich das Spiel entwickelte und die Fans ihre Mannschaft lautstark unterstützten. Dabei war es egal, ob sich die Mannschaft in der Offensive oder der Defensive befand.

Doch irgendwie gab es einen Knacks im Spiel und bis zur Pause konnte der Gast aus Rostock das Spiel wieder für sich gestalten und eine Führung für sich verzeichnen. Mit 37:41 ging es in die Pause.

Ich fand es zu dem Zeitpunkt echt schade, dass die Hanauer irgendwie den Faden verloren hatten und anstatt mit einer Führung den Rückstand in die Pause mitnehmen mussten.

Im dritten Viertel konnten die Rostocker sogar die Führung ausbauen, da sich die White Wings im Treffen des Korbs häufig sehr schwer taten. Dies war dann auch zeitweise bei den Rostockern der Fall, weshalb es für einige Momente gar keine Punkte gab. Mit 50:59 ging es in das letzte Viertel.

Dieses kontrollierten die Gäste aus Rostock, obgleich die Hanauer mit ihren lautstarken Fans im Rücken, den Spielstand stets knapp halten konnten. Doch am Ende wurden wieder Versuche vergeben. Bei zwei Sekunden vor Schluss kamen sie auf 73:75 heran und zogen das taktische Foul, das zu zwei Freiwürfen für Rostock führte.

Doch anstatt das Spiel mit diesen beiden Freiwürfen gänzlich zu entscheiden, wurden diese vergeben und so konnte Hanau mit einem Verzweiflungswurf aus der eigenen Hälfte noch auf die Siegchance hoffen. Der Ball flog weit und die Richtung stimmte, doch er landete nur auf dem Rand des Korbes. Keine drei Punkte, kein Sieg.

Es fehlte aus meiner Sicht die Konstanz vor dem Korb. Die Defensive schien so weit okay, aber gerade die vergebenen Punkte aus der ersten Hälfte, insbesondere nach dem Einnehmen der Führung, waren vermutlich ein großer Knackpunkt im Spiel, der sich am Ende zugunsten der Rostocker entwickelte.

Ich war jedenfalls sehr angetan von dem Spiel, das so knapp und so lautstark geführt wurde, dass ich sicherlich wiederkommen werde. Es ist wirklich ein ganz anderes Erlebnis, als das, was die TV Übertragung anbietet. Ein deutlich besseres Erlebnis.