Buch-Rezension zu „Blutroter Sonntag“

Mein erstes offizielles Rezensionsexemplar, das man mir zukommen ließ. An dieser Stelle natürlich vielen Dank an den C. Bertelsmann Verlag aus der Random House Verlagsgruppe für dieses Rezensionsexemplar.

Blutroter Sonntag“ von Nicci French aus dem C. Bertelsmann Verlag. Der englische Originaltitel lautet „Sunday Morning Coming Down“. Übersetzt von Birgit Moosmüller.

Genre: Thriller, Krimi

Auf insgesamt 448 Seiten erstreckt sich diese spannungsgeladene Geschichte, die in sich abgeschlossen ist. Meine Lesedauer betrug ca. 10,5 Stunden. Wichtig ist zu sagen, dass dies der siebte Band um die Hauptfigur Frieda Klein ist, der aber unabhängig von den vorhergehenden Büchern gelesen werden kann. Erschienen ist es am 30.10.2017.

Übrigens ist Nicci French das Pseudonym für das Autorenehepaar Nicci Gerrard und Sean French.

Klappentext:

In dem gemütlichen Heim von Psychoanalytikerin Frieda Klein wird die Leiche eines Privatdetektivs gefunden … War Friedas Erzfeind und obskurer Beschützer Dean Reeve der Mörder? Dann überschlagen sich die Ereignisse: Jemand trachtet Frieda nach dem Leben, doch zuvor versucht er sie einzuschüchtern. Ihre Nichte Chloe, Freund Jack, der schwer krebskranke Reuben und Josefs kleiner Sohn – sie alle werden Opfer von Anschlägen. Die Polizei tappt im Dunkeln, aber Frieda ist bald klar, dass die Verbrechen nicht Reeves Handschrift tragen. Doch wer ist der Unbekannte, der ihm nacheifert?
Ein atemloser Thriller, in dem Frieda sich von ihrer verwundbaren Seite zeigt – denn es sind alle bedroht, die sie liebt…

Wenn jemand nicht unbedingt selbst lesen, sondern das Ganze lieber als Hörbuch vorgelesen bekommen möchte, kann dies bei audible tun. Dort gibt es sogar eine Hörprobe zu diesem Titel.

Wie erwähnt, lässt sich dieser Thriller, auch ohne die vorherigen Bände zu kennen, lesen. Zwar ist es sicherlich hilfreich, die Hauptfiguren in der Handlung bereits zu kennen, jedoch ist dies keine Voraussetzung, um sich schnell in dieses Buch mit ihren unterschiedlichen Figuren hineinzufinden. Diese werden optisch und charakterlich bereits zu Beginn sehr gut beschrieben, so dass es keine Unklarheiten gibt.

Die Story beginnt schon mal relativ heftig. Schließlich wird eine zu verwesen beginnende Leiche unter dem Fußboden in der Privatwohnung von Frieda Klein, der Hauptfigur, gefunden. Ab diesem Moment beginnen die Ermittlungen, insbesondere in Richtung eines gewissen Dean Reeve, der bereits in früheren Büchern für jede Menge Sorgenfalten und unruhige Nächte bei Friede Klein gesorgt hat.

In der Folge werden Freunde von Frieda entführt oder auch ins Krankenhaus geprügelt, selbst ein weiterer Mord bleibt nicht aus. Ist es erneut Dean Reeve, der sich auf diese obszöne Art und Weise in das Leben von Frieda Klein mischt, oder doch ein Nachahmungstäter? Das wird im Verlauf der Geschichte gelöst. Dabei spielen die Fähigkeiten von Frieda als Psychoanalytikerin eine entscheidende Rolle.

Der Schreibstil, bzw. die Übersetzung, ist sehr gut und flüssig, was einem das Lesen der langen Geschichte erleichtert und nicht behäbig durch das Buch führt. Das ist sehr schön gelungen.

Die einzelnen Kapitel sind recht kurz und knackig gehalten. Auf diese Weise wirkt die Geschichte auf mich schnelllebig und führt auch dazu, dass man auch mal nur ein paar Seiten lesen kann, wenn die Zeit knapp bemessen ist.

Es ist ein klarer Verlauf in der Geschichte festzustellen, die auf mehrere Schauplätze verteilt ist. So handelt natürlich der Großteil von Frieda Klein, aber auch die Polizeiarbeit, die Arbeit von Journalisten und auch das Leben der Freunde, werden in separierten Stücken abgehandelt. Dies rundet die gesamte Geschichte ab.

Auch das Spannungslevel ist prinzipiell permanent vorhanden, da immer wieder etwas Neues passiert und sich die Ermittlungen und Friedas Gedanken stets um den Fall, bzw. die Ereignisse, drehen.

Manche Ereignisse mögen zu erwarten sein, während andere unerwartet über den Leser einbrechen. Das Ende war für mich ein erwartetes Ereignis, wenngleich der Schlusspunkt mit einem sogenannten Cliffhanger gesetzt wurde, der ein weiteres, spannendes Buch versprechen sollte.

Insgesamt fand ich diesen Krimi sehr interessant, ohne die vorherigen Bücher zu kennen. Es fiel mir leicht in die Geschichte herein zu finden und die agierenden Personen vor meinem geistigen Auge zu sehen. Selbst ein leichtes Hassgefühl gegenüber einer bestimmten Person im Buch konnte ich feststellen. Gelungen und lesenswert. Wie das wohl zu Ende gehen wird…?

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Buch-Rezension zu „Testlesen – Handbuch für effektives Feedback“

Zu allererst vielen lieben Dank an Sonja Rüther und den Briefgestöber Verlag für das Rezensionsexemplar.

Testlesen – Handbuch für effektives Feedback“ von Sonja Rüther aus dem Briefgestöber Verlag.

Es ist ein Sachbuch über das Thema wie sich Autoren und Testleser bei ihrer Zusammenarbeit effektive Feedbacks geben können.

Auf insgesamt 77 Seiten wird dem Leser, ob (zukünftiger) Autor oder (zukünftiger) Testleser, auf verständliche und teils auch amüsante Weise erklärt, wie Feedbacks in beide Richtungen auszusehen haben. Erschienen ist dieses Handbuch am 19.11.2017.

Klappentext:

Testleser. Viele Schriftsteller/-innen haben welche, aber was machen sie eigentlich genau? Und wenn man noch keine Testleser/-innen hat, wo findet man die am besten? Wie wird man Testleser/-in? Was muss man dafür können? Für eine möglichst effektive Zusammenarbeit gibt es ein paar wichtige Punkte zu beachten, die in diesem Handbuch für Autoren und Testleser praxisnah dargestellt werden. Denn gute Testleser sind Gold wert und helfen maßgeblich, das Beste aus Texten herauszuholen.

Es dreht sich, wie bereits erwähnt, um die Zusammenarbeit zwischen Autoren und Testlesern. Zunächst wird darauf eingegangen, wo man überhaupt Testleser findet und welcher Typ Testleser zum Typen des Autors passt. Dabei sind ein paar Charakterisierungen von beiden Gruppen etwas überspitzt illustriert dargestellt. Das ist durchaus amüsant, trifft aber gewiss den Nagel auf den Kopf. Schließlich passt nicht jeder mit jedem zusammen, das gilt auch bei dieser Verbindung.

Insgesamt ist es so verständlich beschrieben, dass der Inhalt leicht verständlich ist. Die Textbeispiele, die als Referenz für mögliche Verbesserungsvorschläge durch Testleser genutzt werden, sind ebenfalls sehr anschaulich dargestellt. Auch wie diese als Kommentare für den Autor geschrieben sein sollten.

Ob man nun bereits Autor ist oder plant es zu werden, spielt, denke ich, nicht die Rolle, denn ich bin davon überzeugt, dass jeder Schreiber hier noch etwas aus den Beispielen lernen kann. Doch gerade für Testleser sind die Punkte ebenfalls sehr interessant, denn sie beschreiben den korrekten Umgang des Feedbacks mit konstruktiv genutzter Kritik.

Ich sehe dieses kleine Büchlein, dieses Handbuch, als sehr nützlich für beide Seiten an. Fast bin ich geneigt zu sagen, dass es eine kleine Richtlinie darstellt, die einen sehr effektiven Weg für beide Seiten beschreibt. Zusätzlich gibt es am Ende noch Checklisten für Autoren und Testleser, was ich sehr toll finde.

Es ist definitiv sehr empfehlenswert, da auch Autoren noch einiges lernen können; nicht nur die Testleser.

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Buch-Rezension zu „Bin Hexen – wünscht mir Glück“

Bei diesem Buch hat mich insbesondere das Cover sehr angesprochen und auch der Klappentext, der auf eine lustige aber interessante Geschichte hindeutete, schien meinem Geschmack zu entsprechen.

Bin hexen – wünscht mir Glück“ von Liane Mars aus dem Drachenmond Verlag.

Genre: Fantasy

Es handelt sich um eine abgeschlossene Geschichte. Zwar wird überall angegeben, dass sie 280 Seiten lang ist, jedoch endet die Story auf Seite 254. Erschienen ist das Buch am 20.09.2017 und ich habe (bei chronischer Müdigkeit) ca. 8 Stunden gelesen.

Klappentext:

Hexe Prim hasst die Magie. Bei keinem einzigen Zauberspruch kann sie sicher sein, was am Ende daraus entsteht. Kein Wunder, dass Prim nur äußerst ungern hext. Doch das ist nun einmal Pflicht, sonst spielt die Magie vollkommen verrückt. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird die Zauberwelt auch noch vom Hexenjäger Liam enttarnt. Der ist nicht nur sexy und gefährlich, sondern auf magische Weise mit Prim verbunden. Was das angeht, ist die Zauberwelt unerbittlich. Prim muss das Herz des Jägers erobern, um die Magie zu beruhigen. Doch wie soll sie das machen, ohne von ihm verhaftet zu werden?

Prim ist also die Hexe, die am liebsten keine wäre und von der Magie mehr als nur genervt ist. Ihr wäre es sogar ganz Recht gar keine Hexe zu sein, dann hätte sie viele Probleme nicht und könnte sogar einem gewöhnlichen Beruf in der Welt der Menschen nachgehen. Viel schlimmer ist jedoch die Tatsache, dass sie immer wieder hexen muss, damit sich die Magie beruhigen kann und nicht noch chaotischer wird, als sie ohnehin schon ist. Darauf könnte sie genauso gut verzichten.

Zum Hexenleben, ob männlich oder weiblich, gehört es aber auch dazu seinen magischen Zwilling zu finden; welchen sie aber noch nicht gefunden hat. Eigentlich hat sie hierbei auch keine große Hoffnung diesen einen Zwilling zu finden, bis Kommissar Zufall zuschlägt und sie in Liam, den Hexenjäger, ihren Zwilling erkennt. Eine durchaus prekäre Situation für Prim, aber es entwickelt sich eine interessante Geschichte zwischen beiden, die Spannung und Erotik enthält.

Aber die Magie selbst hat da noch einen Joker, denn schließlich sind aller guten Dinge deren drei und siehe da, es sind Drillinge. Diese Komponenten führen unweigerlich zu schwierigen Konstellationen und Ereignissen, die Prims Leben dramatisch auf den Kopf stellen. Jedoch nicht nur ihr Leben, sondern auch das von allen Menschen und Hexen.

Am Anfang der Geschichte erfährt man sehr viel über die Hexer und Hexen, das Leben und die Arbeit von Prim, so wie ihr Leben und wie sie mit der Magie und der ergebnislosen Suche nach ihrem magischen Zwilling zurechtkommen muss. Das ist für den späteren Verlauf der Geschichte sehr wichtig, aber zieht sich doch relativ lang, ohne dass große Spannungselemente auftreten. Diese Elemente finden sich dann später ab der zweiten Hälfte der Geschichte wieder, in der sich auch Ereignisse überschlagen können.

Der Schreibstil ist dafür aber sehr angenehm und lässt sich sehr flüssig lesen, sodass es nicht anstrengend wird durch die erste Hälfte des Buches zu kommen. Dabei wird die Vergangenheitsform genutzt, die aus der Egoperspektive, gepaart mit eigenen Gedankengängen von Prim selbst, erzählt.

Für mich persönlich war es schon beinahe zu viel der Erotik, aber das ist ein rein subjektiver Eindruck, da das bei Büchern nicht wirklich mein Fall ist. Es sei aber gesagt, dass dieser Part beinahe unerlässlich für die Geschichte selbst ist. Dadurch bekommt diese Verworrenheit und das Chaos noch besser zur Geltung.

Die Hauptfigur Prim wirkt oftmals etwas zerstreut und verwirrt, bzw. irritiert, was aber gut zu ihr passt. Dadurch entstehen auch ganz amüsante Momente, gerade wenn man sich nochmal den Buchtitel in Erinnerung ruft, denn nicht ohne Grund heißt es „…wünscht mir Glück“. Ach ja, der Footballhelm ist auch nicht grundlos auf dem Cover. Insgesamt hatte ich aber etwas mehr von diesen lustigen, schiefgehenden Zaubern erwartet.

Dennoch ist die Geschichte stimmig, schlüssig, verfolgt eine recht gerade Linie und der Aspekt der Magie, bzw. der Zauberei ist nicht zu sehr abgehoben. Das finde ich persönlich sehr gut. Zwar hat mich dieses Buch nicht so sehr gefesselt, wie es andere zuletzt getan haben, was auch durch den erotischen Part bedingt ist, dennoch wollte ich gerne wissen, wie die Geschichte ausgeht. Das Buch weglegen war also absolut keine Option.

Ich glaube, dass das Buch für Frauen interessanter ist, als für uns Herren. Wobei wir Herren der Zunft gerade durch solche Geschichten den Blickwinkel von Frauen vielleicht ein klein wenig besser verstehen lernen können.

Bildquelle: Drachenmond Verlag

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Buch-Rezension zu „Jägerseele“

Die Lust auf dieses Buch war schon vor dem Lesen groß, da ich mich zu sehr gespoilert hatte. Lag es an der Autorin? Am Coverbild? An den Textschnipseln? Jedenfalls war ich so schnell durch, dass ich mich fragte, wo die 400 Seiten hin sind?!

Jägerseele“ von Nicole Schuhmacher, die leider ohne Verlag ist.

Genre: Urban Fantasy

Schön ist, dass es sich um eine abgeschlossene Geschichte handelt, die auf 400 Seiten verteilt ist. Erschienen ist es am 31.10.2017 und meine Lesezeit betrug ca 6,5 Stunden.

Klappentext:

Tess Carlisles Leben als »Jäger« im magischen New Orleans ist nicht immer einfach. Stinkende Trolle, pöbelnde Kleinganoven und so manch unschöne Begegnung mit unkooperativen Nymphen und unheimlichen Voodoo-Shop-Besitzern bestimmen nur allzu oft den Alltag der jungen Kautionsdetektivin, die selbst ein mystisches Geheimnis birgt. Ein ständig Streiche spielender Mitbewohner und der immerwährende Kampf, die nächste Miete zahlen zu können, tragen auch nur wenig zum allgemeinen Wohlbefinden der jungen Frau bei. Da kommt ein gut bezahlter Auftrag für den selbst ernannten Wohltäter der Stadt doch gerade recht. Ein unerwartetes Ereignis jagt plötzlich das nächste, und als auch noch vom Ende der Welt die Rede ist, zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, Freunde zu haben, auch wenn diese nicht immer menschlich sind.

Nachdem ich nun das Buch in einem Rutsch durchgelesen hatte, stellte sich mir als aller Erstes die Frage, warum die Autorin keinem Verlag angehört. Als Verlag hätte ich diese Autorin sofort genommen. Unter Vertrag(!)

Die erste Hälfte des Buches enthält eine herrlich normale Story, die die alltäglichen Probleme und Gedanken von Tess beschreibt. Abgesehen von den Fantasiefiguren unterschiedlichster Herkunft natürlich. Dabei lässt sich viel über Tess‘ Gedankenwelt, ihre Umgebung und ihre Probleme im Job, der WG, jene mit der Mutter und auch der Liebe, in Erfahrung bringen.

Das klingt im ersten Moment vielleicht trocken, ist es aber nicht, denn der unbefangene Schreibstil der Autorin, der jugendlich erfrischend ist, lässt dies gar nicht erst zu. Was sicherlich auch hilfreich ist, ist die gewählte Schriftgröße des Textes, die nicht zu klein geraten ist. Zudem ist die Ich-Perspektive als auch die Gegenwartsform sehr gut gewählt, denn mit den zahlreichen Beschreibungen zu Charakteren und Orten, konnte ich mich sehr schnell in die Szenerie hineinversetzen.

Übrigens sind Fin, Tess‘ Assistentin in der Kautionsagentur, als auch Puck, der Vermieter und gleichzeitige Mitbewohner von Tess, einfach wunderbar. Während man Fin am Liebsten des Öfteren einfach nur, aufgrund ihrem Hang in Fettnäpfe zu treten, einfach nur umarmen möchte, ist die Rolle von Puck in Tess‘ Leben durchaus vielschichtiger als man zunächst meinen möchte. Seine Kommentare und Aussagen sind manchmal witzig, unpassend und führen auch zu manchem Ärgernis von Tess.

Witzige Passagen, bei denen ich oftmals auch lachen musste, erschienen ebenso häufig wie unerwartete Ereignisse, in der geradlinig geschriebenen Geschichte.

In der zweiten Hälfte der Story kommt noch der Faktor der Spannung hinzu. Diese steigt und fällt immer wieder mal. Dennoch wird die Struktur weiter beibehalten und lässt auch weiterhin keine Langeweile aufkommen. Dafür sorgt auch das kleine Teacup-Schweinchen.

Der verträumte, fantasievolle und sympathisch lustige Charakter der Autorin spiegelt sich in der eigenen Art dieser außergewöhnlichen Fantasygeschichte wieder und kommt sehr häufig, insbesondere durch Tess selbst, zum Vorschein.

Abschließend ist es für mich eine sehr schöne Geschichte, die durch den Schreibstil, Humor und ihre Charaktere besticht. Etwas in dieser Art und Form habe ich noch nicht gelesen und bin froh, dass ich es durfte. Genauso froh bin ich, dass eine Fortsetzung kommen wird. Kurzum: ein klasse Debüt!

Wer dieses Buch nicht liest, der verpasst etwas Großartiges. Daher kann ich nur sagen: kaufen. Jetzt. Sofort.

Bildquelle: Facebook: Nicole Schuhmacher – Autorin

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Buch-Rezension zu „Frost & Payne – Die Jagd beginnt“

Bisher hatte ich ein gutes Händchen, im Bezug auf die Bücher, die ich bei der Frankfurter Buchmesse erstanden habe. So auch beim folgenden Buch.

Frost & Payne – Die Jagd beginnt“ von Luzia Pfyl aus der Greenlight Press.

Genre: Fantasy, Science-Fiction, Krimi, Thriller, Steampunk

Dieses Taschenbuch beinhaltet die ersten drei Bände der E-Book-Reihe auf insgesamt 365 Seiten. Mit Glossar 368 Seiten. Erschienen ist dieses am 22.05.2017 und meine Lesezeit betrug ca. 7 Stunden.

Die E-Book-Reihe umfasst mittlerweile 10 veröffentlichte Bände mit jeweils ca. 120 Seiten. Nach Rücksprache mit der Autorin sollen die nächsten Bände, also 4, 5 und 6, ebenfalls als Taschenbuch erscheinen. Eventuell sogar die Bände 7, 8 und 9. Jedoch nicht vor Frühjahr 2018.

Klappentext:

Die ehemalige Diebin Lydia Frost eröffnet eine Agentur für Verlorenes und Vermisstes. Ihr neuster Auftrag führt sie ausgerechnet zurück zur berüchtigten Madame Yueh und den ‚Dragons‘, der Organisation, von der sie sich gerade erst hart ihre Freiheit erkämpft hat. Als gäbe das nicht schon genug Probleme, muss sie auch noch den Pinkerton Jackson Payne ausfindig machen. Doch der Amerikaner hat seine eigenen Aufträge. Frost steht plötzlich im Kreuzfeuer und muss sich zwischen Paynes Leben und ihrer Freiheit entscheiden.

Was ist eigentlich Steampunk? Okay, ich wusste das glücklicherweise schon bevor ich das Buch kaufte, aber vermutlich entstehen bei der ein oder anderen Person ein paar gedankliche Fragezeichen bei diesem Begriff.

Steampunk: Der Begriff beschreibt die heutige Vorstellung davon, wie sich die Menschen aus dem viktorianischen Zeitalter (1837 – 1901) die technische Zukunft vorgestellt haben könnten. Dabei spielt der Faktor der Dampfmaschinen, die seinerzeit neu waren, eine große Rolle.

Die Geschichte um Lydia Frost und Jackson Payne spielt tatsächlich in diesem Zeitalter in London. Zudem enthält sie viele Aspekte aus den benannten Genres, die die Geschichte sehr abwechslungsreich gestalten.

Das Coverbild, das einen Schlüssel zeigt, wird im Verlauf der Geschichte ebenfalls erklärt und dabei bringt man in Erfahrung, dass dieser überlebenswichtig für Lydia Frost ist.

Ein verschwundener Ehemann, die chinesische Mafia, eine Verfolgungsjagd, Mordanschläge, ermordete Jugendliche, ein Serienmörder, beinahe verstörende Zwischenspiele und die interessante Entwicklung der beiden Hauptcharaktere sind allein in diesem Buch vorhanden.

Viel mehr als das möchte ich gar nicht über den Inhalt an sich sagen, denn jedes weitere Wort, das den Inhalt direkt beschreib, wäre eines zu viel.

Es ist eine brisante und beinahe explosive Mischung, die die Autorin in einem sehr angenehmen Schreibstil zusammengemischt hat. Nicht nur, dass sich die Protagonisten weiterentwickeln und man Stück für Stück mehr über sie erfährt, sondern auch die – sagen wir mal Nebencharaktere – haben einen sehr wichtigen Platz in dieser Geschichte.

Dabei kann man festhalten, dass es eine Hauptgeschichte gibt, die von Nebengeschichten begleitet wird. Manchmal sind diese länger, manchmal kürzer. Dennoch kreuzen sich diese immer wieder mit der Hauptgeschichte um Frost und Payne. Die Informationen, die man durch diese Nebengeschichten erhält, sind durchaus wichtig für die Zusammenhänge der Hauptgeschichte. Zudem unterbrechen sie geschickt die Haupthandlung an clever gewählten Stellen, sodass man sich beinahe gezwungen fühlt, weiterlesen zu müssen.

Es ist eine tolle und wirklich sehr abwechslungsreiche Geschichte, die mit den Worten „to be continued“ endet. Und ausgerechnet an einer Stelle, an der man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Klasse Abschluss für das Taschenbuch.

Nun aber der Haken – also der Haken aus meiner Sicht:

Wie bereits weiter oben erwähnt, gibt es schon 10 veröffentlichte E-Book-Bände. Ich könnte also ungehemmt bis dahin weiterlesen. Aber ich mag E-Books überhaupt nicht. Selbstverständlich finde ich Technik usw. toll, aber nicht bei Büchern. Diese möchte ich viel lieber in der Hand halten, darin blättern, das Cover ansehen und vor allem in den Schrank zurückstellen.

Da sehe ich den Verlag in der Pflicht die dampfenden Zahnräder etwas zu beschleunigen und die Taschenbuchreihe an die erschienenen E-Books anzupassen. Das wären zwei weitere Bücher, die die Geschichte bis einschließlich Band 9 beinhaltet.

Bis auf diesen Haken ist das Buch und die Geschichte bis dato sehr lesenswert und daher auch für Fans der besagten Genres sehr empfehlenswert.

Bildquelle: buecher.de

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Buch-Rezension zu „Jamil – Zerrissene Seele“

Dieses Buch und diese Geschichte haben es in sich. Nicht nur, dass mir eine Nacht mit Schlaf geraubt wurde, nein die Story ist so toll und einnehmend, dass ich dieses Buch nicht weglegen konnte.

Neugierig geworden?

Erstmal ein paar Fakten:

Jamil – Zerrissene Seele“ von Farina De Waard aus dem Fanowa Verlag in Bosau.

Genre: Fantasy

Eine vorerst abgeschlossene Handlung auf insgesamt 468 Seiten. Das Buch erschien bereits am 05.03.2016. Meine Lesezeit betrug ca. 9 Stunden (so gut wie durchgehend).

Klappentext:

„Es heißt, vor vielen hundert Wintern erleuchteten unzählige Sterne den Nachthimmel taghell“, begann Ashanee und deutete hinauf in die Dunkelheit. „Doch etliche Sterne sehnten sich danach, der Welt Wärme und Wandel zu schenken und lösten sich daher vom Himmel. Begierig nach Macht, wollten manche so viel Einfluss wie die strahlende Sonne und vergaßen sich darüber selbst. Sie verglühten als Feuerregen und entstiegen den Flammen als Dämonen. Erfüllt von Hass, brachten sie Krieg und Mord über die Menschen. Die ruhigeren Sterne aber hüllten sich bei ihrer Ankunft in Wasser und Nebel. Sie verglühten nicht, sondern kühlten ab und wurden so zu Geistern des Mondes, die uns Schutz und Heilung gewähren, wenn wir ihrer würdig sind.“

Jamil starrte hinaus aufs Meer, während er der Legende lauschte. Er spürte die prickelnde Kraft des Mondes auf seiner Haut doch in seinem Inneren tobte ein fremdes, brodelndes Feuer.“

Bevor es an den Inhalt geht, zunächst ein paar Worte zum besonderen Cover. Denn es handelt sich um ein Wechselbild. Je nachdem, wie man das Buch hält, sieht man entweder einen bläulichen friedlichen jungen Mann oder aber einen feurigen, düster dreinschauenden jungen Mann. Beides die Hauptfigur Jamil.

Der Anfang ist etwas schwierig, da relativ hektisch. Es fallen viele Namen, denen eine Zuordnung noch etwas schwer fällt.

Die spätmittelalterliche Stadt, in der Jamil und seine Familie leben, wird angegriffen und sie müssen fliehen. Gerade so schaffen sie es auf eines der letzten verbliebenen Schiffe, die noch seetauglich sind, und stechen in See. Die lange Fahrt führt sie zu einem weit entfernten Land und einer Küste, die sie notgedrungen besiedeln.

Dort ist Jamil nach weniger Zeit auf einer kleinen Erkundungstour und begegnet einer fremden jungen Frau. Er möchte sich ihr nähern, aber wird von Pfeilen getroffen und stürzt eine Klippe hinunter. Eigentlich dürfte er diesen Sturz nicht überleben, wird aber an der Küste vor den Klippen gefunden. Lebend!

Eine Seherin, die ebenfalls mit Jamils Leuten auf dem Schiff war, macht ihn als Dämon aus und brandmarkt ihn metaphorisch. Seine Familie und alle anderen wenden sich von ihm ab und ihm wird nicht geholfen.

Ashanee, die bereits im Klappentext erwähnt wird, ist die einzige Person, die ihm hilft. Sie gehört nicht zu den Geflohenen vom Schiff, sondern stammt aus einer kleinen Siedlung, welche bereits schon lange an diesem Ort existiert. Sie hilft ihm heimlich über einen längeren Zeitraum hinweg.

Ab diesem Punkt beginnt die Geschichte, die in drei Handlungssträngen parallel verläuft. Natürlich ist eine davon die von Jamil, der mit seiner neuen Identität als Dämon zurechtkommen muss. Eine weitere handelt von Ashanee und den Siedlern des Landes während die dritte von Jamils Bruder, Balor, und den Geflohenen handelt.

Gewiss überschneiden sich die Handlungsstränge immer wieder, liefern aber sehr tiefgründige Einblicke in die Zustände und Weltanschauung aller Beteiligten.

Die Geschichte ist sehr durchdacht und überrascht häufiger mit unerwarteten Ereignissen oder Wendungen. Auch der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und durchaus wortgewandt. Es ist nicht wirklich ermüdend oder anstrengend auch über eine längere Zeit hinaus zu lesen.

Menschen mit einer blühenden und lebhaften Fantasie, so wie ich einer bin, werden es sehr schwer haben das Buch für einen längeren Zeitraum aus der Hand zu legen. Dabei ist es sehr hilfreich, dass Situationen recht detailliert beschrieben werden.

Mir erging es tatsächlich so, dass ich in der Nacht vor dieser Rezension, als ich das Buch las, kein Auge zumachen konnte. Das Buch und die Geschichte hielten mich wach. Ich war so sehr vertieft und gebannt, dass ich sogar ungewollt meine Katze ignorierte.

Wäre ich Regiesseur, würde ich sofort damit beginnen, eine Verfilmung dieses Meisterstücks aus der Feder von Farina De Waard zu planen.

Aus den oben benannten Gründen, kann ich dieses tolle Buch für Fantasy-Fans absolut empfehlen.

Quelle des Beitragsbildes: Jamil Demon within

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Buch-Rezension zu „Die Katze mit dem abgebissenen Ohr oder wie das Leben ist“

Ein sehr langer Titel für ein Buch, das leider viel zu schnell zu Ende gelesen wurde.

Auch dieses Buch habe ich über die Frankfurter Buchmesse kennen gelernt, wenngleich ich es dort nicht erwerben konnte. Das tat ich direkt im Nachgang zur Buchmesse, denn die kleine Leseprobe, die ich bekam, klang vielversprechend.

Übrigens bekam ich die Leseprobe von der Autorin selbst, die in Eigenmanier Personen selbst ansprach, um auf ihr Büchlein aufmerksam zu machen.

Die Katze mit dem abgebissenen Ohr oder wie das Leben ist“ von Rebecca Buchwald aus dem tredition Verlag in Hamburg.

Genre(s): Philosophie und Kurzgeschichten / Märchen, Lyrik und Poesie

In 13 Parabeln auf 155 Seiten werden unterschiedliche Themen behandelt. Leider war die Lesezeit mit etwas unter 2 Stunden etwas kurz. Erschienen ist es bereits am 08. Dezember 2016.

Klappentext:

„“Oh, das ist ja spannend“, sagte der Habicht. „Du willst mich zähmen? Wie kommst Du denn darauf?“ „Ich sammle Erfahrungen“, erwidert die Katze, „und ich suche einen guten Freund.“

Es sind die leisen, kleinen Rebellionen im Inneren, von denen dieses Buch erzählt. Von der Suche nach Wahrheit, nach dem richtigen Standpunkt, nach einem individuellen Blick auf die Dinge. Aber auch von der Sehnsucht nach Geborgenheit, nach Wachstum, Verantwortung und Sinn.

Die größten Wunder passieren im Verborgenen, nämlich in uns selbst. Und jeder hat das Recht auf seine eigenen Fehler und Irrtümer, um Stellung zu beziehen im großen Getriebe der Welt.“

Zunächst einmal die Erklärung was eine Parabel überhaupt ist. Vielen dürfte dieser Begriff vielleicht noch aus der Schulzeit, aus dem Fach Mathematik, in Erinnerung liegen. Das hat aber in diesen Fällen nichts damit zu tun. Eine Parabel ist in der Literatur eine Erzählung, die einem Gleichnis entspricht. Sie kann dazu dienen ethische und moralische Fragen zu stellen, aber auch in der ironischen Form, auf diese einzugehen.

Insgesamt sind es, wie eingangs bereits geschrieben, 13 dieser Parabeln. Eine davon handelt von der kleinen Katze, der ein Ohr abgebissen wurde. Das ist aber tatsächlich nur eine von den 13 Geschichten. Dafür ist diese als Titelgeber für dieses Buch sehr gut gewählt.

Vielleicht schreibe ich das, weil ich mich sehr gut mit der kleinen Mieze identifizieren kann und / oder ich Katzenbesitzer bin. Möglicherweise auch beides. Vielmehr wird es aber daran liegen, dass die Katze in jungen Jahren Dinge versucht, die eigentlich keine Katze macht. Wie das Finden von einem Freund, der keine Katze ist. (Siehe Klappentext) Dass sie es dennoch versucht, um ihre eigenen Erfahrungen in ihrem eigenen Leben zu machen, spricht für die Katze, wenngleich sie dabei nicht immer erfolgreich ist.

Das ist durchaus ein Gleichnis, also ein Spiegelbild zum menschlichen Verhalten. Schließlich können auch wir nur dann eigene Erfahrungen machen, wenn wir selbst etwas versuchen oder ausprobieren. Die Erfahrungen von anderen Personen können hilfreich sein, sind aber immer noch die von anderen Personen.

Und so spiegeln die verschiedenen Geschichten, die oftmals ganz märchengleich mit „Es war einmal…“ beginnen, viele Dinge aus dem Leben eines Menschen wieder: Hoffnung, Glück, Geduld, die Suche nach etwas Bestimmten, sogar Politik und Ängste.

Die gewählten Hauptfiguren in jeder Geschichte agieren ganz unterschiedlich. Mal sind sie unerfahren, handeln überstürzt oder naiv, mal überlegt und mal vergessen sie das Wesentliche.

In vielen dieser Gleichnisse kann ich mich selbst auch wiederfinden und habe durchaus die beschriebenen Erlebnisse mit den meinen verglichen. Die Parallelen sind schon beinahe erschreckend aber doch so wahr.

Auch die Art, in der die Geschichten geschrieben sind, ist leicht und verständlich, so dass das Lesen am Stück keine große Schwierigkeit darstellt.

Ich finde, dass die gewählten Themen und Geschichten durchaus zum Nachdenken anregen. Ob über sich selbst, das Leben oder zu bestimmten Situationen im Leben und in der Welt, ist dabei jedem anhand seiner Erfahrungswerte selbst überlassen. Schön ist auch, dass man sich nicht nur in die Agierenden, sondern auch in die gewählten Umgebungen, hineinversetzen kann.  Dabei helfen die schönen Beschreibungen der Orte und Umgebungen sehr.

Persönlich würde ich jedoch nicht sagen, dass die Geschichten geeignet für Kinder sind; jedenfalls nicht alle von ihnen. Vielmehr meine ich, dass eine gewisse Lebenserfahrung schon vorhanden sein sollte, um den Inhalt der Worte auch nachhaltig zu verstehen.

Das einzige Manko, das ich diesem Buch geben kann, ist, dass es zu kurz ist. Ansonsten hat es mich angesprochen und dazu gebracht, mir einige meiner Lebenssituationen nochmals vor Augen zu führen. Manchmal schön, manchmal weniger. Vielleicht auch gerade deswegen, würde ich dieses Buch nochmals kaufen.

Bildquelle: Tredition Verlag

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