Löwen lassen sich im letzten Drittel von Ravensburg deklassieren und geben sicher geglaubten Sieg mit 5:6 aus der Hand

Für einen neutralen Zuschauer oder aber Journalisten, der nicht unbedingt zu einer dieser beiden Mannschaften hält, war das ein grandioses Spiel, über das man viel schreiben konnte.

Hat man es, so wie in meinem Fall, schon seit mittlerweile 15 Jahren mit den Löwen, dann muss man das Gesehene doch erstmal sacken lassen, ehe man sich an einen Rückblick, Bericht wagen kann; will man das Gesehene doch am liebsten aus dem Gedächtnis streichen.

Ostermontag, über 6.000 Zuschauer trotz Parkplatznotstand in der Eissporthalle zu Frankfurt. Die Stimmung eines Finales würdig und der Leckerbissen angerichtet.

Meine Bilder zum Spiel gibt es hier

Zunächst zeigten sich die Frankfurter wie im zweiten Spiel der Serie in Ravensburg: solide und stark in der Verteidigung, aggressiv und zielstrebig in der Offensive. Der Gegner wurde im Zaun gehalten und selbiger konnte keine allzu großen Chancen herausspielen.

Doch auch auf der eigenen Seite blieben die Hochkaräter aus. Erst in der dritten Überzahlsituation konnte der Vorteil dann auch schnell in die Führung in der 17. Minute umgemünzt werden.

Ähnlich verlief das zweite Drittel, in dem auch etwas mehr Härte im Spiel aufkam. Verglichen mit dem ersten Spiel in der Serie hielten sich die Auseinandersetzungen jedoch deutlich in Grenzen.

Aber auch in diesem Drittel waren es die Special Teams, die den Unterscheid auf die Anzeigetafel brachten. Zunächst bei 5 gegen 3 und kurz darauf bei 5 gegen 4 zeigte sich die starke Frankfurter Überzahl mit zwei Toren, die zum 3:0 innerhalb einer Minute führten.

Wenige Minuten später gab es einen Penalty für die Löwen, der von Skokan eindrucksvoll verwandelt wurde. Er setzte das 4:0 und damit auch den zweiten Pausenstand auf die Anzeigetafel.

So weit, so gut. Haken dran, das Spiel ist wohl gegessen.

Als Zuschauer darf man so denken und dies auch so erwarten. Allem Anschein aber nach haben auch die Löwen so gedacht und das folgende letzte Drittel des Spiels war, als hätte man sämtliche Akteure auf beiden Seiten ausgetauscht.

Während sich die Frankfurter nicht mehr so intensiv um die Verteidigung kümmerten und auch beim Anschlusstreffer Driendl frei im Slot einfach mal stehen ließen, war es beim zweiten Tor für die Gäste, welches in Unterzahl fiel, schon erschreckend zu beobachten, wie halbherzig dem Spieler nachgegangen wurde, der mit einem schönen Schuss in den Winkel auch Andryukhov im Tor keine Chance ließ.

Zwei Warn- und Weckschüsse, aus denen die Frankfurter aufwachen hätten müssen. Was sie für einen Moment auch taten, denn das 5:2 folgte nur 16 Sekunden später.

Zunächst schien es beruhigend. Doch das sollte sich als Fehleinschätzung erweisen.

Es folgte eine doppelte Überzahl für die Gäste, die in dieser sogar den Torwart vom Eis nahmen und somit ein 6 gegen 3 spielten, was ihnen den erhofften Erfolg einbrachte. 5:3 stand es nur noch und man erwartete nun eine gewisse Gegenreaktion der Löwen, die die einfache Unterzahl gut runterspielen konnten.

Die nächste Situation war kurios. Ein Schuss der Löwen von der blauen Linie ging an den Pfosten (leider wirklich nur an den Pfosten), sprang aber so ins Feld zurück, dass Spieler, Fans und auch die Torsirene für einen kurzen Moment den Torjubel einstimmten. Die Refs winkten korrekterweise ab, jedoch schalteten nur die Gäste wirklich schnell und konterten die Löwen einfach aus, welche so konsterniert waren, dass sie das Spielen so gut wie eingestellt hatten.

Auch Andryukhov machte keine gute Figur, denn eine Reaktion zeigte er bei diesem Gegentreffer nicht. Es mag aber auch daran gelegen haben, dass er den Puck wirklich nicht gesehen hat, denn dieser sprang bei einem Verteidigungsversuch zuvor hoch. Scheinbar bemerkte er nicht, dass Pompei diesen mit der Hand mitnahm und ihn sich selbst zur Vorlage für den Torschuss hinlegte. 5:4.

Dass das Spiel auf die letzten Minuten noch einmal so spannend werden würde, hätte man nach den ersten beiden Dritteln absolut nicht mehr erwartet. Aber es war auch noch nicht zu Ende.

Verunsicherte Löwen, die nun ein ganz anderes Gesicht als in den ersten beiden Dritteln zeigten, schwammen förmlich bei den Angriffen der Gäste, die ihren Goalie fast permanent vom Eis hatten. Das Empty Net Tor wollte aber nicht fallen.

Dafür hatten die Gäste das Glück auf ihrer Seite beim 5:5 in der 60. Minute. War es nicht Abseits? Nach meinem Wissen über Eishockey war es das nämlich. Jedoch bin ich mir nicht sicher, wie der Abwehrversuch des Löwen-Spielers bewertet wurde. Ich kann mir aber nur schwer vorstellen, dass das Reinhalten des Schlägers als aktive Passbewegung angesehen wurde. Dennoch wurde es nicht geahndet.

Eine unglückliche Figur machte auch Andryukhov, dessen Fangversuch irgendwie unvollständig war und den Puck in den Torraum fallen ließ, aus dem es für Just ein Leichtes war, aus geringer Entfernung abzustauben.

Ausgleich also und knappe 40 Sekunden in der regulären Spielzeit.

Man machte sich gedanklich schon mit der Verlängerung vertraut, aber die Ravensburger drängten und die Löwen schwammen und ertranken in letzter Sekunde. Exakt bei 59:59 zappelte der Puck zum sechsten Mal in diesem Drittel im Netz der Löwen. Ein regulärer Treffer, ein Montagsschuss aus halbrechter Position, der verdeckt und somit nicht wirklich gehalten werden konnte.

Ob es nun Abseits war oder nicht beim Ausgleich; entscheidend war dies so gesehen nicht. Es waren schlichtweg die schwächsten zehn Minuten, gar das schwächste Drittel in dieser Saison, das die Löwen gespielt haben. Selbst den Gegner einladen und aufbauen, zu selten mit eigenen Offensivaktionen vor dem gegnerischen Gehäuse und am Ende fehlte auch die beruhigende Reaktion der Trainer mit einer möglichen Auszeit. Oder war diese bereits genommen worden? Ich meine nicht.

In wie weit dieses Spiel, dieser Verlauf, in den Köpfen der Spieler bleibt, gilt es abzuwarten. Am Mittwoch geht es in Ravensburg weiter und bei diesem Spiel können die Puzzle-Städter durchaus schon eine Weiche stellen. Es sei denn, die Löwen trotzen den Towerstars nun die Serie komplett aus der Hand. Beide Richtungen sind möglich.

Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars 5:6 (1:0 3:0 1:6)

1:0 Brett Breitkreuz ( Dávid Skokan , Matthew Pistilli ) PP1 16:14
2:0 Dávid Skokan ( Matthew Pistilli , Maximilian Faber ) PP2 31:27
3:0 Adam Mitchell ( Eduard Lewandowski , Mathieu Tousignant ) PP1 32:22
4:0 Dávid Skokan – Penalty 37:07
4:1 Andreas Driendl ( Mathieu Pompei ) EQ 42:54
4:2 Robin Just ( Pawel Dronia , Andreas Driendl )  SH1 49:21
5:2 Lukas Koziol ( Carter Proft , Dalton Yorke ) EQ 49:37
5:3 Robin Just ( Robbie Czarnik , Andreas Driendl ) PP2 EA 52:47
5:4 Mathieu Pompei ( Andreas Driendl , Robin Just ) EQ 56:26
5:5 Robin Just ( Andreas Driendl , Daniel Pfaffengut ) EQ EA 59:22
5:6 Thomas Supis ( Pawel Dronia , Robbie Czarnik ) EQ 19:59

Zuschauer: 6.267

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3:5 Niederlage der Löwen Frankfurt zum Einstand in das DEL2 Finale gegen Ravensburg

Finale, was will man mehr? Mit Frankfurt und Ravensburg stehen sich die beiden besten Mannschaften der Hauptrunde gegenüber. Hinzu kommt, dass der aktuelle Trainer der Ravensburger Rich Chernomaz ist, wahrlich ein sehr guter Bekannter für die Frankfurter. Er wurde im Zuge der Starting Six auch zusätzlich begrüßt und bekam den ihm zustehenden Applaus.

Doch bevor das Spiel begann, wurde die Nationalhymne von der Sopranistin Anna Maria Kaufmann gesungen. Eine kleine Tradition, wenn Frankfurt im Finale steht.

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Als kurz darauf das Spiel begann hielt es von Beginn an, was es versprach: zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die um jeden Zentimeter des Eises kämpften. So war es nicht verwunderlich, dass das Spielgewicht mal zur einen und dann auch wieder zur anderen Seite schwappte, während sich auf beiden Seiten Chancen entwickelten. Auch eine gesunde Härte war über das ganze Spiel zu sehen, wenngleich diese manchmal ein wenig übertrieben wurde und zu Strafzeiten führte. Dafür waren es, so die Spieler denn durften, sehr schöne Zweikämpfe mit dem meist besseren Ausgang für den Frankfurter.

Aber wie gewohnt begannen die Löwen offensiv und konnten bereits nach vier Minuten mit 1:0 durch Breitkreuz in Überzahl in Führung gehen. Er konnte den Puck entscheidend durch die Beine des Goalies hindurchmanövrieren und das Tor für sich beanspruchen.

Folglich blieb es vor den Toren stets spannend, aber beide Defensivreihen und auch Torhüter schienen gut aufgelegt zu sein.

Mehr Tore gab es im zweiten Drittel, aber es dauerte bis in die 33. Minute ehe der Reigen an Treffern beginnen konnte. Zunächst fiel das 2:0 durch Tousignant, der den Pass an die blaue Linie erhielt, an welcher er völlig vergessen wurde und so alleine auf den Torwart zufahren und einnetzen konnte. Nur eine Minute später fiel der Anschluss zum 2:1 durch einen Konter, welchem ein Fehlpass vorausgegangen war. Anscheinend wurde der Treffer zu sehr gefeiert, denn nach nur neun weiteren Sekunden machte Skokan das 3:1. Alle drei Tore in etwas mehr als einer Minute.

Das war aber noch nicht alles an Toren in diesem Drittel, denn die Gäste kamen kurz vor Schluss noch einmal in einer Überzahlsituation zu Chancen und nutzten auch eine zum 2:3 und nur 40 Sekunden später kamen sie auch zum 3:3. Da hatte ein Löwe versucht mit der Hand den Puck aus der Luft zu pflücken und legte dem Ravensburger Stürmer den Puck damit ungewollt vor, welcher nur noch einnetzten musste.

Ein großartiges erstes Spiel bis hierhin, das alles beinhaltete, was man sich von einem Finalspiel, einer Finalserie erwartet. Aus meiner Sicht passten jedoch die Schiedsrichter nicht besonders zu diesem Spiel. Ihnen fehlte es an Souveränität, ein Finalspiel leiten zu können, wenngleich es einigermaßen in Ordnung, aber nicht dem Spiel entsprechend, war.

Im letzten Drittel hatten die Löwen Chance um Chance, kamen aber nicht zum Treffer, sondern gerieten in Rückstand. Dies in der 47. Minute. Danach war es ein einziger Sturmlauf der Löwen, der am Ende sogar ohne Torwart, dafür mit einem weiteren Feldspieler fortgeführt wurde. Leider resultierte daraus das 3:5 für die Gäste, was auch das Endergebnis an diesem Abend sein sollte. Die restliche Zeit war es schließlich nochmals wild und es gab erneut schön anzusehende Zweikämpfe; es wurden nochmal Zeichen gesetzt.

Ob sich diese im nächsten Spiel bemerkbar machen, wird sich zeigen.

Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars 3:5 (1:0 2:3 0:2)

1:0 Brett Breitkreuz ( Tim Schüle , Dávid Skokan ) PP1 03:59
2:0 Mathieu Tousignant ( Daniel Spang ) EQ 32:37
2:1 Mathieu Pompei EQ 33:31
3:1 Dávid Skokan ( Tim Schüle , Dalton Yorke ) EQ 33:40
3:2 Mathieu Pompei ( Robbie Czarnik , Ondrej Pozivil ) PP1 38:20
3:3 Vincenz Mayer ( Ondrej Pozivil , Daniel Pfaffengut ) EQ 39:00
3:4 Jakub Svoboda ( David Zucker , Thomas Supis ) EQ 46:14
3:5 Robin Just ( Vincenz Mayer ) EQ EN 58:00

Zuschauer: 5.683

4:1 Sieg der Löwen Frankfurt zum Auftakt ins DEL2 Halbfinale gegen Dresden

Die Löwen aus Frankfurt konnten einige Tage Regeneration und Erholung genießen und hatten damit einen vermeintlichen Vorteil gegenüber dem Gast aus Dresden, der bereits insgesamt fünf Spiele mehr absolvieren musste, da sie auch die Pre-Playoffs spielen mussten.

Müde waren sie jedoch zu Beginn nicht, auch wenn sie sich den fast ununterbrochenen Angriffsbemühungen der Hausherren stellen mussten.

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Die Marschrichtung der Frankfurter war klar: die Frische ausnutzen und mit geballter Offensivkraft auf die Führung drängen. Aber es klappte nicht. Beste Chancen wurden ausgelassen und die beste Chance ging an die Querlatte.

Der Gast aus Dresden suchte nach Kontergelegenheiten, die sie auch gelegentlich bekamen. In der 17. Spielminute gelang den Gästen auch die überraschende Führung. Ein schneller Konter fand den Weg vor das Frankfurter Gehäuse und der Puck zappelte im Netz. Knackstedt ließ die Eislöwen jubeln und stellte damit den bisherigen Spielverlauf des ersten Drittels völlig auf den Kopf.

Mit dem zwischenstand von 0:1 ging es also in die Drittelpause und anschließend wurde das Spiel im zweiten Drittel deutlich interessanter. Motiviert durch die Führung und einigen Abspielfehlern der Frankfurter kamen die Gäste immer wieder zu guten Chancen. Aber es war eine Art Schlagabtausch, es ging hin und her und Chancen gab es hüben wie drüben. Nur die Tore fehlten. Man konnte nicht unbedingt sagen, was nun mehr in der Luft lag: der 1:1 Ausgleich oder das 0:2.

Doch es war Breitkreuz, der den Puck in der 36. Spielminute zum Ausgleich ins Tor bugsieren konnte. Nur etwas mehr als eine Minute später fiel die lautstark gefeierte Führung zum 2.1 in Überzahl für die Hausherren. Koziol ließ Eisenhut im Tor der Gäste keine Chance.

Das Spiel war binnen kurzer Zeit gedreht, aber es ging munter weiter rauf und runter, auch über die Drittelpause hinaus. Die Dresdner mussten nach vorne spielen und die Hausherren aus Frankfurt wollten den Sack zu machen.

So gestaltete sich dieses Drittel nicht ganz so offensiv wie der Schlagabtausch im zweiten Drittel. Dies lag aber auch daran, dass die Frankfurter stets einen Schläger zwischen Pässe und Schüsse bekamen und es den Gästen noch schwerer machten gute Aktionen auszuspielen.

Es sollte jedoch bis in die 56. Minute dauern, ehe das Spiel eine Vorentscheidung bekommen sollte. Adam Mitchell netzte mit einem wuchtigen Schuss zum 3:1 ein, was dazu führte, dass die Gäste es ohne Torwart versuchen wollten, aber aufgrund eines verlorenen Bullys und einem traumhaften Schuss aus dem eigenen Drittel von Schüle das Nachsehen hatten, denn Schüle traf das verwaiste Tor und entschied mit diesem 4:1 die erste Partie der Halbfinalserie.

Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen 4:1 (0:1 2:0 2:0)

 0:1 Jordan Knackstedt ( Stefan Della Rovere , Arne Uplegger ) EQ 16:33
1:1 Brett Breitkreuz ( Kevin Maginot , Dávid Skokan ) EQ 35:26
2:1 Lukas Koziol ( Tim Schüle , Matthew Pistilli ) PP1 36:46
3:1 Adam Mitchell ( Carter Proft , Mathieu Tousignant ) EQ 55:55
4:1 Tim Schüle ( Carter Proft ) EN EQ 58:12

Zuschauer: 4.137

Schwer erarbeiteter 7:4 Sieg der Löwen Frankfurt in Spiel 5 gegen Crimmitschau bringt den Halbfinaleinzug

Eigentlich hatte man mit einem fünften Spiel in diesem Viertelfinalduell der Löwen Frankfurt gegen die Eispiraten aus Crimmitschau nicht unbedingt gerechnet, doch am vergangenen Sonntag in Crimmitschau waren es die Sachsen, die den Sieg mehr wollten und das fünfte Spiel erzwangen.

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So mussten die Löwen nochmal ran an diesem Dienstag und sie präsentierten sich von Beginn an angriffslustig. Dies führte auch schnell zum Erfolg: bereits nach etwas mehr als drei Minuten konnte der Puck zur 1:0 Führung durch Maginot über die Linie ins Tor gebracht werden; samt Löwenspieler.

Dass es bei dem Tor vor dem Gehäuse eng zuging gefiel den Crimmitschauern nicht, die dies auch durch erste kleine Sticheleien und gewiss einiger unschöner Worte und dem ersten Abtasten zeigten. Beide Mannschaften mussten danach mit je vier Feldspielern weiterspielen.

Damit war das Spiel für einen Kampf auf Augenhöhe eröffnet, denn die Gäste aus Sachsen zeigten bei Vier gegen Vier durchaus gute Offensivbemühungen, bei denen die Löwenverteidigung oftmals Probleme hatte. Dennoch gelang es ihnen zu diesem Zeitpunkt stets den Puck zu klären. Aber nach knapp acht gespielten Minuten klingelte es im Netz der Löwen. Etwas unerwartet fiel der Ausgleich durch Pohl.

Damit war auch klar, dass es erneut ein enges Spiel werden sollte. Die Frankfurter, die vom Gegentreffer zunächst unbeeindruckt schienen, agierten weiterhin offensiv und kamen auch zur erneuten Führung durch Tousignant nach 10 Minuten. Ein schnell und geradliniger Angriff zum Tor überrumpelte die Verteidigung der Sachsen.

Nur knapp fünf Minuten später war es Pistilli, der bei einem ähnlichen Angriffsspielzug auf 3:1 stellen konnte. Der Jubel war groß und man sah den Spielern auch eine gewisse Erleichterung an, doch praktisch mitten in den Jubel, als der Torschütze noch durchgesagt wurde, fiel auch schon das 3:2 durch Schlenker. Da hatten die Frankfurter noch das Tor gefeiert und in der Abwehr etwas geschlafen.

Zwar fiel im ersten Drittel kein weiteres Tor mehr, doch die Gäste rochen ihre Chance und kamen immer wieder gefährlich vor das Löwengehäuse.

Dies blieb auch zu Beginn des zweiten Drittels so, während den Löwen eine gewisse Verunsicherung anzusehen war. Diese wurde von Hilbrich zum 3:3 genutzt, als er einen Bauerntrick erfolgreich in ein Tor ummünzen konnte.

Ab diesem Zeitpunkt war es beinahe ein offener Schlagabtausch, bei dem sich beide Mannschaften immer wieder gut vor dem Tor zeigten, aber zunächst kein weiteres erzielen konnten. Selbst bei einer doppelten Überzahl gelang es den Gästen nicht, diese Situation für sich auszunutzen. Mit Herz und großem Einsatz zeigten sich die Frankfurter und konnten Schüsse auf das Tor verhindern, oder aber klären. Auch Andryukhov im Tor der Löwen konnte mit schönen Paraden den Rückstand verhindern.

Es dauerte dann bis in die 36. Spielminute, als Skokan in Überzahl einen Abpraller zum 4:3 ausnutzen konnte. Dieser Treffer wirkte befreiend und man sah, dass die Löwen wieder sicherer im Angriffsspiel wurden.

Kurz vor Ende des Drittels gab es noch einen schnell ausgespielten Konter für die Löwen, den Mitchell mit einem fulminanten Schuss zum 5:3 abschließen konnte. Der Jubel der Fans in der Eissporthalle war groß, doch Crimmitschau war noch nicht geschlagen.

Im letzten Drittel war das Spiel vor allem defensiv durch die Löwen geprägt. Chancen gab es auf beiden Seiten nur wenige, wenngleich man den Gästen ansah, dass sie wollten, aber zumeist nicht an der gut stehenden Verteidigung vorbeikamen.

Selbst als die Frankfurter die Gäste durch alptraumhafte Fehlpässe zu guten Chancen einluden, blieben diese ungenutzt.

Lange Zeit hielt das Konzept des Verteidigens, doch in einer etwas unübersichtlichen Situation, als ein Schuss abprallte und zur Bogenlampe wurde, reagierte Flick am schnellsten und konnte mit dem 5:4 das Spiel noch einmal spannend machen.

Während die Gäste nun wieder obenauf waren und alles versuchten, war es abermals Flick, der vor dem gegnerischen Tor etwas zu heftig aufräumte und für 2 + 2 Minuten wegen Stockschlags und unsportlichem Verhaltens auf die Bank musste. Damit erwies er seiner Mannschaft einen Bärendienst, die nun für den Rest des Spiels in Unterzahl agieren mussten, was die Chancen auf den Ausgleich minderte.

Dennoch versuchten sie mit Herausnahme des Torwarts weiter Druck aufzubauen, doch Max Eisenmenger konnte den Puck gewinnen und auf das verwaiste Crimmitschauer Gehäuse zufahren. Zwar wurde er gestoppt, aber dies mit nicht legalen Mitteln. Die Schiedsrichter entschieden sofort auf ein technisches Tor, das das Spiel knapp eine Minute vor Schluss entschieden hatte.

Dass kurz darauf noch das 7:4 durch Lewandowski fiel, war das Ergebnis aus schnellem Angriffsspiel und einer zu weit aufgerückten Unterzahlreihe der Gäste.

Der Sack wurde nun endgültig zugemacht und die Löwen Frankfurt konnten die Serie mit 4:1 gegen einen hart kämpfenden Gegner aus Crimmitschau für sich entscheiden.

Wer am 3. April der Halbfinalgegner sein wird steht noch offen, da die potentiellen Gegner ihre Serien noch zu Ende spielen müssen.

ESV Kaufbeuren – Lausitzer Füchse 2:3 (Serienstand)

Bietigheim Steelers – Dresdner Eislöwen 3:2 (Serienstand)

 

Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau 7:4 (3:2 2:1 2:1)

1:0 Kevin Maginot ( Maximilian Eisenmenger , Lukas Koziol ) EQ 3:04
1:1 Patrick Pohl ( Vincent Schlenker , Yannick Mund ) EQ 07:54
2:1 Mathieu Tousignant ( Adam Mitchell , Dalton Yorke ) EQ 10:08
3:1 Matthew Pistilli ( Dávid Skokan , Brett Breitkreuz ) EQ 14:50
3:2 Vincent Schlenker ( Patrick Pohl , Christian Hilbrich ) EQ 15:17
3:3 Christian Hilbrich ( Vincent Schlenker , Ole Olleff ) EQ 23:31
4:3 Dávid Skokan ( Matthew Pistilli , Maximilian Faber ) PP1 35:40
5:3 Adam Mitchell ( Mathieu Tousignant , Carter Proft ) EQ 39:06
5:4 Rob Flick ( Carl Hudson , Adrian Grygiel ) EQ 55:22
6:4 Maximilian Eisenmenger ( Carter Proft , Eduard Lewandowski ) EN PP1 59:12
7:4 Eduard Lewandowski ( Lukas Koziol , Maximilian Faber ) PP1 59:26

Zuschauer: 3.388

Löwen Frankfurt: Mit dem 2:0 zur 3:0 Führung in der Serie im Viertelfinale gegen Crimmitschau

An diesem Freitag trafen die Löwen aus Frankfurt und die Eispiraten aus Crimmitschau im Spiel 3 des DEL 2 Viertelfinals ein weiteres Mal aufeinander.

Nachdem die ersten beiden Spiele knapp, aber dennoch durch geschlossen gute Mannschaftsleistungen gewonnen werden konnten, war klar, dass auch dieses Spiel eng werden sollte.

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Die Löwen zeigten sich von Beginn an angriffslustig und waren optisch auch überlegen im ersten Drittel. Es fehlte bei den Offensivbemühungen lediglich das Tor, das die Bemühungen belohnt hätte.

So blieben die Gäste im Spiel und konnten kleine Nadelstiche setzen, wenngleich diese ihr Ende stets am sehr gut aufgelegten Ilya Andryukhov ihr Ende fanden.

Beiden Teams gelang es jedoch nicht im ersten Drittel auf die Anzeigetafel zu kommen, weswegen es mit dem 0:0 in die erste Drittelpause ging.

Auch im zweiten Drittel hielten die Löwen den Offensivdruck aufrecht und wurden kurz nach Wiederbeginn mit der 1:0 Führung belohnt. Lukas Koziol konnte mit einem langen Pass auf den linken Flügel Maximilian Eisenmenger bedienen, der sich gut im Zweikampf durchsetzen und den Schuss aufs Tor abgeben konnte.

Zunächst sah es aus, als wäre der Schuss leichte Beute für Sebastian Albrecht im Tor der Gäste gewesen, doch der Puck rutschte durch und schlidderte langsam, aber kontinuierlich über die Linie, ehe der geschlagene Goalie reagieren konnte.

In der Folge wirkte das Spiel etwas zerfahren. Beide Mannschaften taten sich äußerst schwer Chancen herauszuspielen. Beide Defensivreihen zeigten ihre Stärken und durch frühes Pressing wurden Fehlpässe erzwungen. Doch selbst bei eigener Überzahl fiel es insbesondere den Gästen schwer brauchbare Schüsse aufs Tor abzugeben. Und wenn dies doch passierte, war Andryukhov zur Stelle und hielt seinen Kasten sauber.

Im letzten Drittel zeigten die Gäste Herz und versuchten ihr bestmöglichstes Eishockey zu spielen und dies gelang auch, da sie sich einige sehr gute Chancen herausspielten, teilweise sogar in Unterzahl.

Der Ausgleich war in der 48. Minute zum Greifen nahe, doch der Puck ging nur an Pfosten und / oder Latte. Da war Andryukhov geschlagen und es reichte doch nicht zu einem Tor.

Nur kurze Zeit später war es Daniel Spang für die Löwen, der per Schuss von der blauen Linie zum 2:0 erhöhen konnte.

Zwar bemühten sich die Gäste aus Sachsen und zeigten große Einsatzebreitschaft, aber auch das Herausnehmen des Torwarts für einen weiteren Feldspieler brachte keinen Torerfolg mit sich.

Gegen Ende überwogen Icing-Unterbrechungen das Spielgeschehen, da die Löwen aus der Verteidigung heraus versuchten, das leere Tor zu treffen.

Es blieb aber beim 2:0 und somit steht es in der Serie 3:0 für die Frankfurter, die am kommenden Sonntag bereits den Sack zu machen können. Noch ein Sieg bis zum Halbfinale.

Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau 2:0 (0:0 1:0 1:0)

1:0 Maximilian Eisenmenger ( Lukas Koziol , Leon Hüttl ) 22:34 EQ
2:0 Daniel Spang ( Adam Mitchell , Carter Proft ) 51:26 EQ

Zuschauer: 5.516

Das macht Lust auf PlayOffs – Löwen Frankfurt siegen 5:4 nach Verlängerung gegen Bietigheim

Kurz vor Ende der Hauptrunde in der DEL2 ist es an der Spitze spannend wie nie. Noch immer können 6 Mannschaften den Spitzenplatz erobern, der von den Löwen aus Frankfurt belegt wird.

Jeder noch so kleine Fehler kann durchaus bewirken, dass man mehrere Plätze abrutschen kann und somit seine Ausgangslage für die PlayOffs drastisch verschlechtert.

Da ist es schon beinahe so, als wäre für diese Saison ein Drehbuch geschrieben worden, in welchem die letzten Spieltage mit direkten Duellen um diese Plätze ausgeschrieben sind.

Eines davon war das Spiel der Löwen Frankfurt gegen die Bietigheim Steelers, die vor dem Spiel punktgleich ganz vorne standen.

Dieses Spitzenspiel ließen sich 5.457 Zuschauer nicht entgehen und sahen ein Spiel, das auf Augenhöhe geführt wurde.  Ein Spitzenspiel, das seiner Erwartung auch tatsächlich gerecht werden konnte.

Zu den Bildern des Spiels

Zu Beginn nahmen sich beide Mannschaften nichts und es gab Überzahlspiele auf beiden Seiten. Doch diese führten zu keinen Treffern. Die Defensivreihen zeigten ihre Qualitäten und machten es den Offensivspielern ein ums andere Mal schwierig gute Schüsse auf das Tor abzugeben.

Doch das was an Toren noch fehlte, änderte sich in den letzten Minuten des ersten Drittels. Zunächst konnten die Löwen einen tollen Konter fahren, der das 1:0 bedeutete. Der Jubel war groß und mitten im Jubel fiel sogleich das 2:0 nur wenige Momente später. Ein Doppelschlag binnen 26 Sekunden durch Proft und Skokan.

War Bietigheim davon geschockt? Nicht wirklich. Bei eigener Überzahl gelang es den Gästen nicht einmal eineinhalb Minuten später den Anschluss zu erzielen. McKnight fand irgendwo eine Lücke bei Kucis im Tor der Löwen und verkürzte zum 2:1, was auch gleich den ersten Pausenstand bedeutete.

Im zweiten Drittel waren es zunächst die Gäste, die angetrieben vom Anschlusstreffer offensiver wurden. Hauner konnte den Ausgleich für die Gäste erzielen, nachdem er Geschwindigkeit aufnahm und mit vollem Tempo den Puck erhielt und somit nicht mehr aufzuhalten war. Ein ausgeglichenes Spitzenspiel. Da war dann auch sofort laute Stimmung bei den zahlreich mitgereisten Gästefans.

Das Spiel war nun sehr offen und beide Torhüter konnten sich profilieren. Man konnte wirklich gut erkennen, dass beide Teams gut aufeinander eingestellt waren. Die erneute Führung für die Löwen zum 3:2 kam, so gesehen, völlig überraschend. Nach einem Bully auf der rechten Seite, kam der Schuss von sehr weit rechts an der blauen Linie. Dieser fand jedoch den Weg ins Tor und überraschte Zuschauer und Gegner gleichermaßen. Dafür war der Jubel bei den Löwen umso größer.

Aber der Gast aus Bietigheim kam erneut zurück und Shawn Weller glich erneut aus. Er ist schon sowas wie ein Publikumsliebling. Nur anders herum.

Jedenfalls spiegelte der Zwischenstand, der auch bis zur Drittelpause bestehen blieb, das Spiel und die Qualität beider Teams wieder.

Im letzten Drittel war es zunächst ein sehr sehenswertes Hin und Her beider Mannschaften. Jeder wollte die Führung erzielen und gleichzeitig das Gegentor verhindern. Spannung lag schon da in der Luft und die Löwen, aber auch die Steelers verteidigten sehr gut.

Gegen Mitte des Drittels gingen die Bietigheimer erstmals in Führung. Das mit einem Schuss, der mehr aus der Not heraus abgegeben wurde. Selbst Kucis im Tor schien davon etwas zu überrascht zu sein, so dass er die Schoner nicht schnell genug auf das Eis bekam und der Puck gerade noch so hindurch rutschen konnte.

Nun war es an den Löwen das Spiel auszugleichen. Sie legten nochmal zu, erhöhten das Tempo und kurz vor Ende des Spiels schnürten sie die Gäste förmlich in ihrem eigenen Drittel ein. Der immense Druck und das Herausnehmen des Goalies wurden auch belohnt. Der Ausgleich fiel nur gut eineinhalb Minuten vor Ende. Ein riesiger Jubel brach in der Eissporthalle aus. Angetrieben von diesem Erfolgserlebnis wollten die Löwen noch direkt den nächsten Treffer erzielen und die Gäste fanden nicht mehr aus ihrem eigenen Drittel heraus. Chancen waren da, doch Martinovic konnte die Gäste mit seinen Paraden in die Verlängerung retten.

Die Löwen nahmen dieses Momentum mit in die Verlängerung, gewannen das Bully und beendeten das Spiel nach gerade einmal 18 Sekunden in der Verlängerung mit dem viel umjubelten Siegtreffer.

Ein Schuss von der linken Seite rutschte durch die Hosenträger von Martinovic, der etwas weit vor seinem Tor war. Adam Mitchell schaltete am schnellsten, gewann den kurzen Sprint gegen seinen Gegenspieler und beförderte den Puck ins Netz.

Wow, das hatte wirklich PlayOff Charakter und macht, bei mir zumindest, schon richtig Lust auf genau diese.

Durch diesen Sieg konnten die Löwen ihre Spitzenposition verteidigen, doch ist diese auf die letzten beiden Spieltage immer noch nicht sicher. Weiterhin können die ersten sechs der Tabelle noch jede Position von 1 bis 6 erreichen. Auch wenn dies in manchen Fällen mehr theoretischer als realistischer Natur ist. Es bleib also noch spannend.

Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers 5:4 n.V. (2:1 1:2 1:1 1:0)

1:0 Carter Proft ( Adam Mitchell , Dalton Yorke ) EQ 16:50
2:0 Dávid Skokan ( Brett Breitkreuz , Matthew Pistilli ) EQ 17:16
2:1 Matt McKnight ( Bastian Steingross , Shawn Weller ) PP1 18:40
2:2 Norman Hauner ( Nicolai Goc , Shawn Weller ) EQ 23:05
3:2 Maximilian Faber ( Dominik Meisinger , Magnus Eisenmenger ) EQ 29:35
3:3 Shawn Weller ( Norman Hauner , Tyler McNeely ) EQ 34:39
3:4 Norman Hauner ( Benjamin Hüfner , Willie Corrin ) EQ 51:33
4:4 Matthew Pistilli ( Brett Breitkreuz , Dávid Skokan ) EQ 58:11
5:4 Adam Mitchell ( Tim Schüle ) 60:18

Zuschauer: 5.457

Special Teams ausschlaggebend für den 5:1 Erfolg der Löwen Frankfurt gegen die Lausitzer Füchse

Ein weiteres Mal hatten die Löwen die Tabellenführung inne und dieses Mal war es kein Kellerkind, sondern eine Spitzenmannschaft, die zum Gastspiel in Frankfurt antrat.

Mit den Lausitzer Füchsen aus Weißwasser kam ein Gegner in die Mainmetropole, der sich, zumindest nach Tabellenplatzierung, als ebenbürtig erweisen sollte. Zumindest in Teilen des Spiels war dem auch so.

Das Spiel verfolgte auch ein altbekannter Gast in der Eissporthalle zwischen den 5.228 Zuschauern: Pat Lebeau. Mehr als den Namen muss man doch nicht sagen, oder?!

Hier geht es zu den Bildern des Spiels

Zu sehen war, dass die Hausherren das Spiel, wie immer, offensiv gestalteten, aber im Abschluss noch erfolglos blieben. Das hätte sich in der ersten Überzahlsituation ändern können, aber eine unglückliche Strafe beendete diese frühzeitig. Bei 4 gegen 4 schienen die Gäste etwas effektiver zu sein und spielten ihre kurze Überzahl auch gut aus. Sogar so gut, dass mit Ende der Löwen-Strafzeit auch das Tor zum 0:1 fiel.

Frankfurt blieb dennoch spielbestimmend, fand aber im ersten Drittel noch keine Antwort und hätten beinahe im zweiten Drittel das nächste Gegentor hinnehmen müssen, doch Ilya Andryukhov rettete zwei Mal kurz hintereinander mit tollen Reaktionen und beließ es bei dem einen Tor Rückstand.

Dieser Rückstand wurde kurz darauf egalisiert. Mick Köhler ließ Franzreb im Tor der Gäste keine Chance bei seinem Schuss links vor dem Tor.

Das Spiel war nun offener, beide Seiten kamen zu Chancen. Während die Löwen bei eigener Unterzahl fast den Führungstreffer erzielten, hatten die Gäste in ihrer Überzahlsituation Schwierigkeiten eine gute Schussposition zu finden. Hier zeigten die Löwen ein sehr gutes Unterzahlspiel, das aggressiv, aber nicht übermotiviert aussah.

Gut eine Minute vor Ende des zweiten Drittels nutzte Tim Schüle die Spielertraube vor dem Tor, um einen seiner starken Direktschüsse von der blauen Linie abzufeuern. Mit Erfolg. Der Puck landete zur 2:1 Führung im Netz und diese wurde in das letzte Drittel mitgenommen. Ebenso eine Strafzeit von Daniel Spang.

Aber die Unterzahl wurde zu Beginn des letzten Drittels überstanden. Dafür zeigten die Löwen einige Minuten später, wie ein erfolgreiches Überzahlspiel aussieht. Mit Druck und guten Pässen landete der Puck bei Tim Schüle, der ein weiteres Mal von der blauen Linie einnetzen konnte.

Nur eine knappe Minute später fiel das 4:1 dem eine kleine Boxeinlage zwischen Frankfurts Meisinger und Weißwassers Adam folgte. Der Punktsieg ging wohl an Meisinger, denn er bekam zwei Minuten weniger aufgebrummt, was in eine weitere Überzahlsituation für die Löwen mündete.

Auch dieses konnte erfolgreich gestalten werden, so dass die Löwen binnen 2 Minuten und 11 Sekunden drei Treffer erzielten, die das Spiel entschieden.

Zwischendurch gab es noch einen Pfostenkracher und weitere gute Chancen auf Frankfurter Seite, während sich die Gäste im Verlauf des letzten Drittels immer mehr abmeldeten und keine eigenen Akzente mehr setzen konnten.

Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse 5:1 (0:1 2:0 3:0)

0:1 Jordan George ( Vincent Hessler , Anders Eriksson ) EQ 11:23
1:1 Mick Köhler ( Dalton Yorke , Tim Schüle ) EQ 30:53
2:1 Tim Schüle ( Dávid Skokan , Antti Kerälä ) EQ 38:58
3:1 Tim Schüle ( Brett Breitkreuz , Dávid Skokan ) PP1 48:40
4:1 Maximilian Eisenmenger ( Kevin Maginot , Eduard Lewandowski ) EQ 49:43
5:1 Matthew Pistilli ( Dávid Skokan , Tim Schüle ) PP1 50:51

Zuschauer: 5.228