Wichtiger 4:1 Erfolg für die Löwen Frankfurt gegen den EHC Freiburg

Vor diesem Spiel fragten sich viele, auch ich, wie sich die Löwen präsentieren würden, denn in dieser Saison hat die Mannschaft so ihre Probleme mit den Teams aus dem unterem Tabellendrittel.

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Natürlich begannen die Löwen offensiv, wie immer. Aber es fehlte die letzte Konsequenz und so konnten die Gäste, die durchaus in der Lage waren mitzuspielen, den Führungstreffer für sich verbuchen. Der Puck wurde von der blauen Linie einfach mal aufs Tor gebracht, dort stand auch jemand etwas links versetzt vor dem Tor, ein Schuss und dieser war zum 0:1 drin.

Damit schienen die Bedenken, die viele vor dem Spiel hatten, bestätigt. Aber Frankfurts Spiel wurde besser. Einsatz und Kampf waren da und die Zuspiele funktionierten auch. So war der Ausgleich zum 1:1 nur gute drei Minuten später keine Überraschung.

Ab diesem Zeitpunkt nahmen die Hausherren mehr und mehr das Heft in die Hand und erspielten sich Chance um Chance. Doch das taten sie auch schon in vorherigen Spielen gegen die Kellerkinder. Im restlichen ersten Drittel fielen zwar keine weiteren Tore, obwohl sich die Frankfurter genügend große Chancen erspielten, aber dafür zeigten sie ein durchaus körperbetontes Spiel. Die Gäste versuchten hierbei mitzumachen, zogen aber häufiger den Kürzeren.

Im zweiten Drittel wurde das Tempo durch die Löwen angezogen und das führte auch schon nach wenigen Minuten zum 2:1. Die Pässe waren für die Gäste einfach zu schnell und direkt.

War es zuvor noch das Heft, hatten die Löwen nun einen Aktenordner in der Hand und nahmen Nemec im Tor der Gäste unter Beschuss. Dass da irgendwann ein Tor fallen musste, war abzusehen und das passierte auch. Ein Abstauber, bei dem der Goalie keine Sicht hatte, ließ Spieler und Fans jubeln.

Die Chance für die Gäste wieder heranzukommen war durch zwei aufeinanderfolgende Strafen gegen die Löwen gegeben. Doch selbige verteidigten sehr aggressiv, so dass die Freiburger gar nicht zum Zuge kamen und wenn doch, waren die Schüsse leichte Beute.

Das 3:1 hielt lange Bestand. Erst kurz vor Ende, als die Freiburger eigentlich den Torwart für einen weiteren Feldspieler rausnehmen wollten, gerieten die Gäste nochmals unter großem Druck. Anstatt mit einem Mann mehr zu agieren, zogen sie zwei Strafen und waren stattdessen mit zwei Mann in Unterzahl. Diesen Vorteil ließen sich die Löwen nicht nehmen und setzten den Schlusspunkt mit dem 4:1 durch Tim Schüle.

Dieser Sieg war sehr wichtig, denn an der Tabellenspitze bewegt sich viel. Nach diesem Spiel liegen zwischen dem Ersten und dem Sechsten gerade einmal sieben Punkte. Es kann sich also noch viel nach oben und nach unten bewegen in den letzten Spielen vor den Playoffs.

Löwen Frankfurt – EHC Freiburg 4:1 (1:1 2:0 1:0)

0:1 Josef Mikyska ( Sergej Stas , Brad McGowan ) EQ 04:56
1:1 Daniel Spang ( Mick Köhler , Mathieu Tousignant ) EQ 07:25
2:1 Antti Kerälä ( Mathieu Tousignant , Maximilian Faber ) EQ 23:17
3:1 Maximilian Eisenmenger ( Magnus Eisenmenger , Tim Schüle ) EQ 34:23
4:1 Tim Schüle ( Maximilian Faber , Adam Mitchell ) PP2 59:44

Zuschauer: 4.762

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Befreiungsschlag aus der Krise (?) – Löwen Frankfurt schicken Gäste aus Crimmitschau mit 9:1 nach Hause

Ein Familientag in der Eissporthalle Frankfurt. Spielbeginn um 16 Uhr. Wie erwartet kamen viele Zuschauer, um sich das Spiel anzusehen. Doch was würde man sehen? Das war vor dem Spiel so offen, dass man eine Prognose auch mit einer Wahrsagerkugel hätte versuchen können.

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Auf die Frage vom Indianerhäuptling (ein Bekannter aus der Eissporthalle, seines Zeichens Fotograf. Man kennt ihn als „Mapache“ – zu finden hier: https://eishockey.mapache-photo.de/) meinte ich nur, dass das Ergebnis sozusagen in alle Richtungen offen ist.

Nach den letzten Ergebnissen und Eindrücken, von einem 8:1 gegen Ravensburg bis hin zu völlig glanzlosen und unmotivierten Auftritten, war wirklich rein gar nichts vorherzusehen.

Die über 5.000 Zuschauer sahen zu Beginn des Spiels eine Frankfurter Mannschaft, die zwar offensiv agierte, aber sichtlich verunsichert schien. Es passte, wie zuletzt, noch nicht alles; dennoch suchten sie ihr Heil im Angriffsdrittel. Dabei machten es ihnen die Gäste aus Crimmitschau aber auch relativ einfach, waren sie selbst auch nicht besonders gefährlich.

Nach knapp 11 Minuten landete ein Schuss vom linken Bullypunkt zur 1:0 Führung im Kasten der Gäste. Dan Spang, eigentlich Verteidiger, suchte den Schuss aufs Tor, fand ihn und hatte gewiss auch ein bisschen Glück bei diesem Tor. Dieses gab den Löwen merklich Sicherheit und so spielten sie offensiv weiter.

Wenige Minuten später fiel sogleich auch das zweite Tor für die Hausherren. Der Jubel von Kerälä belegte, wie gut das Tor tat. Als wäre eine schwere Last von den Schultern genommen.

Doch kurz vor Ende des ersten Drittels konnten die Gäste einen Break in Unterzahl fahren, der wohl die beste Chance im ganzen Spiel für die Gäste war. Aber der Treffer fiel nicht, denn Ilya Andryukhov im Frankfurter Tor konnte sich mit einer guten Reaktion auszeichnen. So ging es mit dem 2:0 in die Pause.

Kaum hatte das Mitteldrittel begonnen, klingelte es erneut. 3:0 in Überzahl. Die Erleichterung über erfolgreiche Offensivaktionen und Tore machte sich immer weiter bemerkbar. Und bei einer weiteren Überzahl konnte erneut getroffen werden. Lukas Koziol hatte das leere Tor vor sich, nachdem eine kleine Passstafette Verteidigung und Torwart verlud.

Nur Momente später hätte es 5:0 gestanden, aber die Schiedsrichter hatten eine Torwartbehinderung gesehen, welche stattdessen mit einer Zeitstrafe belegt wurde. Also hieß es weiter 4:0, jedoch mit Unterzahl für die Löwen. Diese spielten sie aber konsequent und großem Einsatz, so dass die Gäste fast gar nicht zum Zug kamen, vielmehr sogar aufpassen mussten, dass den Löwen nicht noch ein Treffer in Unterzahl gelang.

Aber aufgeschoben war nicht aufgehoben. Das fünfte Tor fiel dann doch, wenngleich sich die Schiedsrichter dem Videobeweis bedienen mussten. Wirklich gesehen hatte ich den Treffer auch nicht. Aber ein Hoch auf SpradeTV und LöwenTV für den Zusammenschnitt, denn da wurde ersichtlich, dass die harte Arbeit von Breitkreuz, beinahe schon fast im Tor, regelkonform war.

Der Drops war damit schon nach dem zweiten Drittel ausgelutscht und so sah das Spiel der Gäste im letzten Drittel dann auch aus. Sie fanden nicht mehr statt. So gesehen ein passender Aufbaugegner, an dem sich die Löwen auch im letzten Drittel austoben wollten. Es schien so, als spielten sie sich nochmal in einen kleinen Rausch, um die letzten Ergebnisse und den daraus entstandenen Frust mit Toren loszuwerden.

Bei doppelter Überzahl traf Koziol, kurz danach gelang Breitkreuz ein weiterer Treffer mit einem emotionslosen Schuss ins Netz und dem folgte ein weiterer Überzahltreffer von Adam Mitchell.

Beim Stand von 8:0 kann man den Gegner auch mal laufen lassen. Der Ehrentreffer gelang ihnen damit und die vielen mitgereisten Gästefans bejubelten diesen lautstark. Doch nur 24 Sekunden später stellte erneut Lukas Koziol den alten Abstand wieder her.

Es gab also Tore für die ganze Familie an diesem Tag. Doch wie dieses Ergebnis zu bewerten sein wird, zeigt sich wohl erst in den kommenden Spielen. Der letzte Kantersieg führte zu eher nicht so schönen Spielen und Ergebnissen.

Wir müssen uns überraschen lassen, aber werden auf das Beste hoffen.

Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau 9:1 (2:0 3:0 4:1)

1:0 Daniel Spang ( Adam Mitchell , Antti Kerälä ) EQ 10:45
2:0 Antti Kerälä ( Adam Mitchell ) EQ 13:39
3:0 Maximilian Faber ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) PP1 21:05
4:0 Lukas Koziol ( Matthew Pistilli , Antti Kerälä ) PP1 27:34
5:0 Brett Breitkreuz ( Matthew Pistilli ) EQ 31:32
6:0 Lukas Koziol ( Matthew Pistilli , Daniel Spang ) PP2 47:28
7:0 Brett Breitkreuz ( Matthew Pistilli , Leon Hüttl ) EQ 50:05
8:0 Adam Mitchell ( Maximilian Faber , Eduard Lewandowski ) PP1 53:38
8:1 Patrick McNally ( Rob Flick , Patrick Klöpper ) EQ 57:23
9:1 Lukas Koziol ( Eduard Lewandowski , Dalton Yorke ) EQ 57:47

Zuschauer: 5.122

Überraschende 3:4 Niederlage der Löwen Frankfurt gegen Bayreuth

Nach dem grandiosen Sieg am vergangenen Spieltag gegen Ravensburg, konnten die Löwen nun als Tabellenführer die Gäste aus Bayreuth empfangen. Aber das Spiel verlief anders, als von den meisten erwartet, denn die Gäste hatten eindeutig nicht vor, sich wie beim letzten Aufeinandertreffen in der Eissporthalle, abschießen zu lassen.

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Das Spiel begann zunächst, wie es fast immer bei den Löwen beginnt: mit Offensive und den ersten Chancen für die Hausherren, die aber erfolglos blieben. Die Gäste hatten nämlich von Beginn an eine gute Verteidigungsstrategie, um den Löwen nur die einfachen Chancen anzubieten, die im Endeffekt leichte Beute für den ehemaligen Frankfurter Torhüter Brett Jaeger waren.

So lauerten sie auf Fehler der Frankfurter und konnten nach gut sechs Minuten auch einen für sich ausnutzen. Die Zuordnung passte nicht und schon stand Benjamin Kronawitter allein vor dem Gehäuse der Löwen und konnte ungehindert einnetzen.

Nach dem Gegentreffer ergab sich wieder das vorherige Bild des Spiels, bei dem die Löwen aber deutliche Konzentrationsschwächen offenbarten, die sich in schwachen und ungenauen Zuspielen zeigten. Aber sie versuchten es weiter, konnten jedoch im ersten Drittel kein Tor erzielen und hatten auch im zweiten Drittel zunächst das Nachsehen bei ihren Chancen.

Während sich die Löwen also mit ihren Chancen äußerst schwertaten, zeigten die Gäste ein weiteres Mal mit dem 0:2, wie einfach Tore schießen sein kann. Wieder ein kleiner Fehler, wieder ein Konter, wieder ein Schuss in die lange Ecke des Tores und drin das Ding.

Jedoch hätte nur kurz darauf der Anschluss für die Löwen fallen können, dich es blieb zunächst beim 0:2. Dafür zeigten die Fans ihre lautstarke Unterstützung und das wiederum peitschte das Team so richtig an.

Es zeigte sich ein kleines Feuerwerk an Chancen, das nach 32 Minuten auch endlich zum Erfolg führte, als Dalton Yorke mit einer satten Rakete vom rechten Bullypunkt unhaltbar einnetzen konnte. Für mehr reichte es in diesem Drittel aber nicht und so begann im letzten Drittel der Sturmlauf der Löwen.

Dieser schnürte die Gäste häufig ein, brachte aber keine Erfolgserlebnisse mit sich. Schlimmer noch: in Unterzahl verteidigten die Löwen recht gut, bis ein Pass den freistehenden Rajala fand, der ungehindert zum 1:3 einschieben konnte.

Erneut standen die Fans hinter ihrer Mannschaft und nur zwei Minuten später gelang bei eigener Überzahl der erneute Anschluss zum 2:3 durch Kerälä, der mit seinem Schuss ebenfalls keine Gefangenen machte.

Bitter war hingegen das 2:4 rund drei Minuten vor Schluss. Ein langer und hoher Pass, oder mehr eine Befreiung, führte zu einem 3 auf 1 Konter, bei dem die Löwen-Verteidiger völlig übertölpelt wurden und zu weit von den Gegnern standen, als dass man den nächsten Treffer hätte verhindern können. Dazu muss man aber auch sagen, dass die Gäste ihre Aufgabe wirklich sehr gut machten und mit einfachen Spielzügen als auch Schüssen zu Erfolgen kamen.

Die ersten Zuschauer verließen bereits die Eissporthalle, als die Hausherren ein weiteres Mal in Überzahl und ohne Torwart, verkürzen konnten.

Aber dabei sollte es auch bleiben, denn die Gäste verteidigten weiterhin sehr gut und solide und ließen nur das zu, was Brett Jaeger auch entschärfen konnte.

Selbiger zeigte jedoch nach der Schlusssirene, wie schnell man seine gewonnenen Sympathien binnen nur weniger Sekunden wegwerfen kann. Dass sich ein Torwart nach einem Sieg freut, ist das Eine, zusätzlich noch verhöhnende Gesten in Richtung des Frankfurter Publikums zu machen, das ihn noch zu Beginn mit Applaus willkommen hieß, eine gänzlich andere. Nötig hatte er das gewiss nicht und ich befürchte, dass er bei seinem nächsten Gastspiel nicht mehr ganz so viel Applaus erhalten wird.

Löwen Frankfurt – Bayreuth Tigers 3:4 (0:1 1:1 2:2)

0:1 Benjamin Kronawitter ( Juuso Rajala ) EQ 05:51
0:2 Nicklas Mannes ( Ville Järveläinen , Mark Heatley ) EQ 27:02
1:2 Dalton Yorke ( Eduard Lewandowski , Carter Proft ) EQ 32:35
1:3 Juuso Rajala ( Simon Karlsson , Sebastian Busch ) PP1 50:02
2:3 Antti Kerälä ( Lukas Koziol , Tim Schüle ) PP1 52:13
2:4 Mark Heatley ( Juuso Rajala , Martin Heider ) EQ 56:47
3:4 Carter Proft ( Antti Kerälä , Tim Schüle ) PP1 57:59

Zuschauer: 4.528

8:1! Kantersieg der Löwen Frankfurt im Spitzenspiel gegen Ravensburg bringt Tabellenführung ein

Was war das für ein Spitzenspiel in der Frankfurter Eissporthalle zwischen den Löwen Frankfurt und den Ravensburger Towerstars, welche als Tabellenführer in die Mainmetropole reisten.

Mit über 5.209 Zuschauern war die Eissporthalle auch sehr gut gefüllt und das Spitzenspiel um die Tabellenführung konnte in den Abend starten.

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Die Löwen begannen sehr direkt, angriffslustig und hatten schnell die Kontrolle über das Spiel, welche sie über die gesamte Spielzeit auch nicht abgaben. Nur selten gelang es den Gästen sich aus der Umklammerung der Hausherren zu befreien. Sie bekamen einfach keinen Zugang in dieses Spiel und so fanden sie sich mehr in der Defensive wieder als selbst aktiv zu werden.

Mit dem aktiven Forecheckig gelang es den Löwen den Aufbau der Gäste oft zu stören und Pucks zu erobern. Das passierte auch vor der 1:0 Führung, als die Ravensburger den Puck verloren und die Löwen ganz kaltschnäuzig den Treffer erzielten.

Nur wenig später konnte der Spielstand in Überzahl auf 2:0 erhöht werden. Auch hier waren die Frankfurter gedankenschneller und nutzten dies zu ihrem Vorteil aus. Ein weiterer Beleg für diese Überlegenheit war das dritte Tor, welches aus meiner Sicht das schönste an diesem Abend war. Ein langer Pass fast über die gesamte Eisfläche, ein Querpass, ein Schuss und drin das Ding. Da liefen die Gäste erneut wieder nur hinterher.

Auch in den folgenden beiden Dritteln änderte sich nicht viel an der Überlegenheit Frankfurts. Sie wollten, kämpften, ackerten und behielten fast immer die Oberhand und trafen munter weiter. Michael Böhm im Tor der Gäste war definitiv nicht zu beneiden. Die beste Chance der Gäste war ein Pfosten / Lattentreffer kurz nach Wiederbeginn.

Das Spiel war nach dem 2. Drittel beim Zwischenstand von bereits 5:0 entschieden. Es war nach den gezeigten Leistungen beider Mannschaften nicht damit zu rechnen, dass sich die Gäste noch einmal herankämpfen konnten.

Dieser Eindruck bestätigte sich, als die Löwen bis zur 50. Minute mit 7:0 führten, ehe die Gäste zumindest den Ehrentreffer für sich verbuchen konnten. Doch den Schlusspunkt konnte Kevin Maginot mit einem Schuss von der blauen Linie zum Endstand von 8:1 setzen.

Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars 8:1 (3:0 2:0 3:1)

1:0 Antti Kerälä ( Adam Mitchell , Mathieu Tousignant ) EQ – 6:22
2:0 Maximilian Faber ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) PP1 – 10:31
3:0 Carter Proft ( Eduard Lewandowski , Leon Hüttl ) EQ – 11:55
4:0 Eduard Lewandowski ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) PP1 – 32:21
5:0 Mathieu Tousignant ( Antti Kerälä , Maximilian Faber ) EQ – 37:00
6:0 Maximilian Faber ( Adam Mitchell , Daniel Spang ) PP1 – 45:41
7:0 Eduard Lewandowski ( Kevin Maginot ) EQ – 47:45
7:1 Olivier Hinse ( Daniel Pfaffengut ) EQ – 50:27
8:1 Kevin Maginot ( Leon Hüttl , Antti Kerälä ) EQ – 55:17

Zuschauer: 5.209

(K)ein Derby bei der 1:2 Niederlage der Löwen Frankfurt gegen die Kassel Huskies am 23.12.2018.

Frankfurt gegen Kassel. Ein Derby in der DEL2. Ein volles Haus, gute Stimmung, Emotionen und actionreiche Szenen auf dem Eis. Nun, ausverkauft mit 6.770 Zuschauern an diesem Vorweihnachtsabend war es. Auch die Stimmung und Anfeuerungen von den Rängen war auf beiden Seiten gut. Daran fehlte es nicht. Gewiss hätte die Derbystimmung noch besser sein können, aber es fehlte ein sehr entscheidendes Element: das Derby auf dem Eis.

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Insgesamt war es ein weniger gutes Derby, das beide Mannschaften über die gesamte Spielzeit zeigten. Zwar kann man von einem soliden Eishockeyspiel mit Chancen auf beiden Seiten sprechen, aber das, was ein Derby ausmacht, fehlte komplett.

Aus meiner persönlich subjektiven Sicht und Empfindung sah es im Prinzip über 60 Spielminuten so aus, als ginge es in diesem Spiel um rein gar nichts. Kein körperliches Spiel, nur selten Emotionen und kein Funke, der vom Eis auf die Zuschauer hätte überspringen, um das sprichwörtliche Dach von der Eissporthalle abheben zu können.

Da es über das ganze Spiel hinweg an solchen Szenen mangelte, fällt es mir auch sehr schwer einen Bericht über dieses Spiel zu schreiben. Die einzige Spannung, wenn man es so nennen kann, war der knappe Spielstand von einem Tor Unterschied.

Grundsätzlich war es so, dass die Löwen ihren Gegner im Griff hatten, selbst zu Torchancen kamen, die aber alles andere als zwingend wirkten. Zudem fiel bei beiden Teams auf, dass eine sichere Defensive ein Kernelement des Spiels sein musste. Dies zog sich über die gesamte Spielzeit und änderte sich nur äußerst selten für kurze Momente.

Tore gab es nicht viele und diese auch nur im zweiten Drittel. Dabei zeigten sich die Gäste aus Kassel sicherer und geradliniger beim Abschluss. Das 0:1 fiel in Überzahl, doch der Rückstand konnte ebenfalls in Überzahl wieder ausgeglichen werden, ehe ein wunderschöner Spielzug der Huskies für die erneute Führung sorgte. Dies war dann auch der Siegtreffer.

Im letzten Drittel empfand ich das Spiel über weite Strecken sogar als langweilig. Und das bei einem Derby. Aber es fehlte einfach die zündende Idee, das Emotionale und der optische Wille – durchaus bei beiden Mannschaften – ein klares Ausrufezeichen zu setzen. Schade eigentlich, aber solche Spiele gibt es eben auch mal.

Löwen Frankfurt – Kassel Huskies 1:2 (0:0 1:2 0:0)

0:1 Jens Meilleur ( Tyler Gron , Adriano Carciola ) PP1 21:18
1:1 Eduard Lewandowski ( Maximilian Faber , Adam Mitchell ) PP1 33:33
1:2 Corey Trivino ( Richard Mueller , Toni Ritter ) EQ 34:43

Zuschauer: 6.770

Spiel gedreht und in der Verlängerung gewonnen. Die Löwen Frankfurt siegen 3:2 gegen Kaufbeuren

So positiv die Überschrift auch klingt, so verschenkt ist der eine Punkt, den man durch die Verlängerung an Kaufbeuren abgegeben hat. Ein weiteres Mal ist es das Thema Chancenverwertung. Obwohl die Statistik sagt, dass Kaufbeuren in diesem Spiel öfter aufs Tor schoss, schien mir die Qualität der Chancen, die die Löwen im gesamten Spiel generierten, die deutlich höhere zu sein.

Aber der Reihe nach, denn vor dem Spiel wurde der Frankfurter Torwart Bastian Kucis als Spieler des Monats November vorgestellt. Seine gute Fangquote hat die Experten wohl überzeugt.

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Dass Frankfurt und Kaufbeuren Tabellennachbarn sind, konnte man auch auf dem Eis erkennen, wobei die Gäste den besseren Start erwischten und in der 4. Spielminute in Führung gingen. Ich konnte zunächst gar nicht wirklich erkennen, wie der Puck ins Tor gegangen war, aber es schien auch für die Schiedsrichter nicht ganz eindeutig gewesen zu sein, die sich kurzer Hand dazu entschieden, sich das ganze nochmal beim Videobeweis anzusehen. Relativ schnell schien entschieden, dass das Tor gegeben werden konnte, da der Puck von der Kufe des Goalies ins Tor ging, somit regulär war.

Etwas kurios wurde es etwas später auf der anderen Seite, als der Puck zwar im Tor der Kaufbeurer landete, aber von einem der Hauptschiedsrichter in selbiges abgelenkt wurde. Es sollte eigentlich ein Schuss in die Rundung werden, dem der Schiedsrichter so nicht ausweichen konnte und damit ein Tor für die Refs erzielte. Selbstverständlich kann das kein Tor sein und das Regelwerk sieht dies auch so vor. (Regel 73 Absatz 2)

In den nächsten Minuten spielten die Löwen eine recht aggressive Unterzahl, bei der sie sogar den Konter versuchten. Jedoch ging der Puck verloren und es ergab sich eine 2 auf 1 Situation, die mit einem weiteren Treffer für die Gäste vollendet wurde.

Die Antwort darauf folgte in nur 14 Sekunden. Da feierten die Spieler aus Kaufbeuren noch das 2:0 aus ihrer Sicht und einmal nicht aufgepasst, netzte Carter Proft für die Löwen zum Anschluss ein.

Das Spiel verlief im ersten Drittel weiterhin auf Augenhöhe, aber weitere Treffer blieben aus.

Dafür brannten die Frankfurter zu Beginn des zweiten Drittels ein Chancenfeuerwerk ab, das so viele hochkarätige Möglichkeiten mit sich brachte, welche jedoch ein ums andere Mal vergeben wurden. Erst eigene Strafzeiten machten der Chancenproduktion ein Ende. Danach ging es aber munter weiter, doch zunächst ohne Torerfolg.

Glücklich war für die Löwen, dass der Gast aus Kaufbeuren in dieser Phase selbst kein Tor erzielte und somit das Auslassen der Chancen Frankfurts folgenlos blieb.

Erst kurz vor Ende des Drittels, als man schon fast nicht mehr damit rechnete, fiel der Ausgleich zum 2:2 in Überzahl. Es sah so aus, als könnte Kaufbeuren klären, doch blieb der Puck hängen und landete per schönem Pass bei Tousignant, der noch mutterseelenallein im Slot stand und den Puck gekonnt im Tor unterbrachte.

Bei all den qualitativ hochwertigen Chancen hätte es für Frankfurt durchaus zu einer Führung reichen können, mit der man den Sieg praktisch buchen hätte können. Häufig zeigten aber auch die Spieler ihre Unzufriedenheit und Frustration darüber, in dem sie fragende oder ungläubige Blicke schweifen ließen oder den Schläger gegen die Bande oder auf das Eis hämmerten.

Das letzte Drittel war indes spannend, weil beide Mannschaften ein offenes Spiel machten. Es gab Chancen für beide und je näher das Ende der regulären Spielzeit kam, umso gravierender war es, dass keiner das Tor treffen konnte. Auch hier ließen die Löwen wieder viel liegen.

So ging es in die Verlängerung, welche die Löwen aufgrund ihres guten Offensivdrucks für sich entscheiden konnten. Kaufbeurens Torwart wollte den Puck von hinter dem Tor über die Rundung spielen. Dieser landete jedoch bei einem Löwen, der schnell in den Slot spielen konnte, von wo der Siegtreffer nur noch Formsache war.

Das Spiel war gedreht, der Sieg eingefahren, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der eine Punkt, den sich Kaufbeuren erkämpfen konnte, doch ein Verlust für die Löwen darstellt.

Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren 3:2 n.V. (1:2 1:0 0:0 1:0)

0:1 Jere Laaksonen ( Florin Ketterer , Alexander Thiel ) EQ 03:35
0:2 Jere Laaksonen ( Julian Eichinger ) PP1 09:02
1:2 Carter Proft ( Adam Mitchell , Mathieu Tousignant ) EQ 09:16
2:2 Mathieu Tousignant ( Maximilian Faber , Eduard Lewandowski ) PP1 39:31
3:2 Lukas Koziol ( Matthew Pistilli ) EQ 63:02

Zuschauer: 4.874

Mangelhafte Chancenauswertung begünstigt 2:3 Niederlage der Löwen Frankfurt gegen die Bietigheim Steelers

Der Besuch des amtierenden 2. Liga Meisters aus Bietigheim zum Gastspiel in Frankfurt am vergangenen Freitag versprach ein spannendes und interessantes Spiel. Dies wurde auch geliefert und 4.873 Zuschauer sahen ein packendes Spiel, das von beiden Seiten mit Körpereinsatz und vielen Torchancen gespickt war.

Aber zunächst wurde Frankfurts neuer Goalie, Ilya Andryukhov, vorgestellt und begrüßt. Für ihn war es natürlich ein großartiger Einstand, direkt gegen eine Spitzenmannschaft starten zu dürfen. Er war es auch, der in der Anfangsphase des Spiels die Chancen und Schüsse auf sein Tor entschärfen konnte. Damit konnte er sich schnell die Gunst der Frankfurter Fans sichern.

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Auch auf der anderen Seite stand ebenfalls ein Ilya im Tor, Ilya Sharipov. Auch dieser hielt, was zu halten war im ersten Drittel. Dieses endete trotz zahlreicher und guter Torraumszenen auf beiden Seiten mit 0:0. Dabei zeigte sich, dass beide Mannschaften durchaus körperbetont agierten und damit offensiv als auch defensiv Akzente setzen konnten.

Tore und interessante Szenen gab es dann im zweiten Drittel. Wobei sich hier die Schiedsrichter auch nicht mit Ruhm bekleckert haben. Das eigentliche 1:0 für Frankfurt wurde zurückgenommen, da kurz zuvor abgepfiffen wurde. Dabei lag, meines Erachtens nach, kein Grund zur Spielunterbrechung vor. Das war sehr bitter, denn nur wenige Momente später konnten die Gäste aus Bietigheim bei angezeigter Strafe gegen Frankfurt die 1:0 Führung erzielen, wobei hier durchaus auch eine Strafe gegen Bietigheim ausgesprochen werden können. Diese Entwicklung innerhalb weniger Momente war natürlich bitter und anstatt einer Führung, stand nun der Rückstand auf der Anzeigetafel.

Ein Weltuntergang war dies gewiss nicht und die Löwen taten, was sie konnten, um den Rückstand zu egalisieren, was auch zur Mitte des Drittels funktionierte, ehe nur drei Minuten später Alexander Preibisch die erneute Bietigheimer Führung erzielte.

Zwischendurch ging es mit kleinen Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten weiter. Es passte alles wunderbar zusammen. Ein körperliches Spiel, viele Chancen auf beiden Seiten, guten Defensivaktionen, schnellem Umschaltspiel und zwei gut aufgelegten Ilyas in den Toren.

Kaum begann das letzte Drittel, konnten die Löwen ein weiteres Mal ausgleichen und gleichzeitig damit eine weitere Sturm und Drang Phase einläuten. Doch die Chancen wurden, wie schon zuvor, liegen gelassen.

Die Gäste verstanden sich auf eine gute Defensive zu setzen und mit Nadelstichen die nötigen Akzente in der Offensive zu zeigen. Bei einer Überzahl konnten sie zum dritten Mal die Führung übernehmen, die auch bis zum Ende Bestand haben sollte, da sich die Frankfurter trotz weiterer guter Chancen die Zähne ausbissen.

Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers 2:3 (0:0 1:2 1:1)

0:1 Shawn Weller ( Matt McKnight , Norman Hauner ) EQ 24:47
1:1 Antti Kerälä ( Brett Breitkreuz , Matthew Pistilli ) EQ 30:17
1:2 Alexander Preibisch ( Matt McKnight , René Schoofs ) EQ 33:01
2:2 Adam Mitchell ( Carter Proft , Dalton Yorke ) EQ 41:30
2:3 Norman Hauner ( Tyler McNeely , Benjamin Hüfner )  PP1 53:42

Zuschauer: 4.873