Dominante Wiesbaden Phantoms zerlegen Diamanten aus Darmstadt

Anders als im Titel, kann man das Gesehen vom Samstag in Wiesbaden beim GFL 2 Süd Hessenderby zwischen den Phantomen und den Diamonds aus Darmstadt kaum beschreiben.

Dabei begann der späte Nachmittag so vergnüglich mit dem Anstehen an der Bonkasse und einem kleinen Sammelkauf für alle möglichen Getränke und Futtereien, die man so während des Spiels benötigen würde. Grundsätzlich eine adäquate Lösung, um an den entsprechenden Ausgabestellen nicht mit Geld hantieren zu müssen.

Und überall trifft man auf sie: die Stammis. Michael möchte schon nach Breslau fahren, um mal ein Spiel in Ruhe ansehen zu können, ohne die immer gleichen Gesichter vor der Nase zu haben. Dann wünsche ich schon mal viel Spaß bei den Panthern. Diese stehen übrigens im Finale der LFA, dieses ist am 29.06. Wer also noch nichts vorhat, kann durchaus gerne einmalmit Michael eine Fahrgemeinschaft bilden.

Ob das Finale in Polen spannender sein wird, als das Spiel in Wiesbaden? Die Möglichkeit besteht zumindest.

Doch zunächst wurde musikalisch mit einer Musikgruppe eröffnet, die für die erste Unterhaltung sorgte, ehe ihnen die Cheerleader und die Spieler folgten, welche mit Feuer und Nebel einlaufen durften.

Und genau diese Spieler waren es, die von Beginn an eine klare Dominanz auf dem Feld zeigten. Dabei war schon zu erkennen, dass es sich um ein recht hitziges Derby handeln würde, denn ebenfalls von Beginn an, war eine gewisse Spannung zu spüren und zu sehen.

Nicht alle Schiedsrichter schienen das aber schon verinnerlicht zu haben. Auch hier sehe ich doch immer wieder die gleichen Personen, die als gestreifte Flaggenwerfer in den Football Stadien ihr Unwesen treiben, aber diesen einen Mann hatte ich bislang noch nicht gesehen. Und irgendwie passte es auch, dass er mir nicht ganz so footballerfahren vorkam, wie ich es mir wünschen würde.

Beispielhaft ist dafür sogar eine Szene aus der ersten Minute, die sich genau vor der Teamzone Damrstadts abspielte: nach einem erfolgreichen Tackle war der Spielzug Wiesbadens vorbei. Der entsprechende Spieler lag auf dem Boden und über ihn drüber noch ein paar weitere von Darmstadt und Wiesbaden gleichermaßen. Es gab ein paar lieb gemeinte Worte von Team zu Team, und dann einen Schlag mit der Faust des Wiesbadener Spielers gegen das Gesichtsgitter des Darmstädter Spielers.

Genau vor den Augen des benannten Schiedsrichters. Also meiner Kenntnis nach ist das ein persönlich Foul, das eine 15 Yard Strafe nach sich zieht. Aber es gab nicht einmal die Flagge hierfür. Es ist nur meine Meinung, aber in so einem Spiel würde ich versuchen solche Dinge von Anfang an zu unterbinden, ehe noch Spieler auf die Idee kommen, dass solche Vergehen ungeahndet bleiben und man diese nach Belieben durchführen könnte.

Vielleicht wäre das Spiel ein wenig anders verlaufen; aber das glaube ich noch nicht einmal, da der Stamm Quarterback bei Darmstadt ausgefallen war.

So waren es also die Wiesbadener, die im ersten Drittel zu zwei schnellen Touchdowns kamen und dabei kaum Gegenwehr erfuhren. Diesen Anblick der fehlenden Gegenwehr musste man tatsächlich über das ganze Spiel hinweg bei Darmstadt beobachten.

Darauf folgend war es nicht überraschend, dass ein weiterer Touchdown im zweiten Drittel gelang, während einer nur aufgrund eines Fouls nicht gegeben werden durfte.

Mit dem Stand von 21:0 ging es in die Halbzeitpause. Das Spiel schien entschieden, so man sich die gezeigten Leistungen nochmal vor Augen führte.

Immerhin konnten sich die Diamonds im dritten Viertel wehren und ließen keinerlei Punkte zu; jedoch flogen mit zunehmender Spieldauer immer mehr Flaggen, die insbesondere wegen unsportlichen Verhaltensweisen und ähnlichen Aktionen geworfen wurden.

Dies nutzten die Hausherren im letzten Viertel zu nutzen und legten drei weitere Touchdowns nach für insgesamt 22 weitere Punkte zum Endstand von 43:0.

Es war für die Darmstädter einfach ein gebrauchter Tag, der einfach abgehakt werden muss.

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Ein grandioser Kantersieg der Universe bei einem Stück Kuchen

Ich kann durchaus verstehen, dass viele Leute möglicherweise denken „Mensch, das ist doch jedes Mal bei der Universe gleich / ähnlich, was kann man denn da noch schreiben?!“ Wie gesagt, ich kann es verstehen, denn das Umfeld ist, vom Prinzip her, schon jedes Mal gleich. Hier die Essensstände, dort Getränke und ein wenig Unterhaltung aber auch, und deswegen steht es im Titel, gibt es Kuchen und Kaffee auf dem Gelände der Power-Party und dieses Mal hatte ich so Lust auf ein Stück Kuchen, dass ich mir da einfach eins nehmen musste.

Ein Stück Donauwelle und ich weiß wirklich nicht, ob ich diese Art Kuchen schon mal gegessen habe oder nicht. Jedenfalls sehr lecker – wer auch immer diesen gemacht hat: ganz großes L.O.B. ich bestelle für meinen Geburtstag zwei ganze Kuchen. Einen für mich und einen für meine Gäste. Ha!

Ach ja, der Preis – sehr einfach: das was man spendet, denn grundsätzlich wären Kaffee und Kuchen kostenlos. Aber das geht natürlich nicht. Es ist schließlich ein Geben und ein Nehmen und kein ich nehme alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist, nicht wahr.

Okay, der vorhergehende Satz und die Überleitung zu den Cheerleadern ist damit natürlich mehr als unglücklich, aber sei es drum, ja sie waren auch da und haben wieder eine fantastisch schöne Performance auf der Bühne geliefert und beim Interview hat die rote Sonja wirklich geglänzt. Macht sie eigentlich ohnehin immer mit ihren vollen knallroten Haaren.

Doch auch die Trainerin herself hat mit dem Vorstand des 1. Cheerleader Fanclubs, dem Wolf, getanzt und zwar Rock’n Roll, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe. Ja genau: „Die mit dem Wolf tanzt“. Das musste nun sein.

Aber es gab auch eine kleine Ehrung für die Chefin und Tinchen, die noch einmal zusätzlich auf die Bühne gebeten wurden. Ein Dankeschön der Fans an die Arbeit, die sich die Cheerleader jedes Mal aufs Neue machen, um neue Moves und Bewegungen, sowie Choreographien an den Tag zu legen. Und jedes Mal bringen sie einen Fotografen zur Verzweiflung: welche Bilder behalte ich denn nun von den unzähligen?! Es ist wirklich schwer bei so vielen strahlend lächelnden Damen oder ihren herumwirbelnd fliegenden Haaren. Das Problem mit der Decidophobie, die ich glücklicherweise nicht habe, hatte ich schon letztes Jahr angesprochen. Das wäre in dieser Kombination noch die schlimme Krönung. Ein paar Mal gegen meinen Kopf, also auf Holz, klopfen und das Beste hoffen.

Nun, nach Kuchen und den Mädels ging es weiter nach hinten, damit ich mir das Aufwärmen der Mannschaften angucken konnte. Doch nur die Universe-Spieler trainierten auf dem Trainingsgelände. Die Gäste aus Ingolstadt waren wohl im Stadion unterwegs und machten sich dort warm. Warum und wieso das so gewesen war, kann ich nicht sagen. Vielleicht lag es daran, dass die Wege kürzer sind?

Wer weiß, aber beim Einlaufen sahen sie doch sehr fit, wenn auch dezimiert aus. Immerhin gab es den selbstverständlichen Applaus der Universe Fans und der drei anwesenden Gästefans aus Ingolstadt.

Lauter und größer waren Jubel und Anfeuerung, als die Universe-Spieler einliefen und sich in der Sonne auf dem Rasen anheizten. Man sah ihnen an, dass sie das letzte Heimspiel vergessen machen wollten und das zeigten sie von der ersten Sekunde an.

Das Spiel hatte kaum begonnen, da rannte Justin Rodney schon zum ersten Touchdown des Spiels. Unglaublich schnell ging das Ganze von Statten.

Auch in der Folge an diesen Touchdown sah man, dass die Ingolstädter keine Chance bekommen würden, Frankfurt sich aber rehabilitieren wollte und offensiv sehr stark agierte.

Für die Touchdowns zwei und drei sorgte der Quarterback Cluley selbst. Er sah Lücken und lief einfach zwei Mal in die Endzone und konnte somit schon das Spiel bis zum Ende des ersten Viertels vorentscheiden.

Die klare Dominanz nach den ersten 12 Minuten, die mit 21:0 endeten war nicht zu übersehen.

Zu Beginn des zweiten Viertels durften die Gäste ebenfalls auf die Punktetafel, wenngleich sie da ein wenig Unterstützung durch Strafen von Frankfurt bekamen. Nichts desto weniger schienen die sieben Punkte von Ingolstadt keinen zu stören.

Vor allem Justin Rodney hatte einen Lauf – im wahrsten Sinne des Wortes – und konnte mit zwei weiteren Touchdown Läufen die nächsten Punkte erzielen. Nennt man das auch Hattrick?

Ihm schloss sich George Robinson an, der einen schönen Pass in der Endzone fing und den Pausenstand von 42:7 aufbereitete. Tatsächlich war jeder Extrapunkt von Marius Duis erfolgreich, weswegen es bei den bis dahin sechs Touchdowns auch sechs Extrapunkte gab. Praktisch so viele Punkte für Marius Duis, als hätte er auch schon einen Touchdown erzielt.

Das Spiel war also längst entschieden und tatsächlich wurde es wirklich nicht spannender in der zweiten Hälfte. Dafür war es interessant zu sehen, dass die Frankfurter einen sehr guten jungen deutschen Quarterback in der Hinterhand haben, der eine sehr gute Sicht auf das Spiel und einen sehr guten Wurfarm anzubieten hat. Das sah schon sehr überzeugend aus. Ich bin mir sogar sicher, dass er in ein paar Jahren, mit etwas mehr Spielerfahrung, Starter sein wird. Ob in Frankfurt oder woanders, das wird sich zeigen. Aber diesen Weg wird er bestimmt gehen, der gute Johannknecht.

Doch zu Beginn der zweiten Hälfte verkürzten die Dukes noch auf 42:13, der Extrapunktversuch wurde geblockt.

Mehr sollte ihnen aber nicht mehr gelingen. Vielmehr waren es die Frankfurter, die Punkte erzielten und dabei eine gewisse Lockerheit an den Tag legten, als wäre dies ein Trainingsspiel.

Anthony Brooks, noch im dritten Viertel, Lorenz Regler und George Robinson, sorgten für drei weitere Touchdowns, die zum Endergebnis von 63:13 führten.

Schön für die Spieler, so ein Kantersieg, keine Frage und gefreut hat es mich natürlich auch. Aber viel lieber sehe ich engere Spiele, die am Ende noch mit Zittern gewonnen werden. Außer gegen Hall, da könnte es irgendwann doch auch mal 70:7 ausgehen gegen die Pferde auf Drogen. Das wäre was.

Kurstadt Football in Bad Homburg – eine Reha brauchen hier nur die Gäste

Der Titel mag hier und heute vielleicht ein wenig übertrieben klingen, aber alleine die Tatsache, dass man in Bad Homburg in ein funktionierendes und großes Umfeld gerät, das sogar GFL Teams Konkurrenz macht, sagt schon viel über den Standort aus.

Zwar wurde mir vorab schon gesagt, dass es dort viel mehr gibt, als für einen Drittligisten üblich ist, es aber selber zu sehen und zu erleben ist dann doch noch eine ganz andere Nummer.

Abgesehen davon möchte ich aber auch die Pressearbeit an dieser Stelle loben, denn auch hier ist die Mannschaft insgesamt sehr weit vorne und sehr informationsfreudig. Auch das fehlt manchen GFL / GFL2 Teams deutlich. Ob es dort am Personal mangelt, mag ich nicht beurteilen wollen. Es fällt einfach auf.

Aufgefallen ist mir in Bad Homburg, dass dort für jeden etwas dabei ist. Für die Kleinen gibt es eine Hüpfburg und ein ebenfalls luftiges Trainingsgerät, an dem aber auch Ältere ihr Wurfkönnen unter Beweis stellen können. Die Versorgung ist selbstverständlich auch abgesichert. Hierfür benötigt man aber eine Bonkarte, die man an der Kasse bekommen kann. Die üblichen Gerichte wie Fritten, Würste und Burger gibt es, wobei der Burger in einer Papierbox alla Restaurant „goldenes M“ ausgegeben wird. Sehr kreativ und elegant auf eine gewisse Art und Weise.

Fanartikel für Groß und Klein, für kalte und warme Tage, gibt es auch in Hülle und Fülle, wenn man das mal so sagen darf. Die Auswahl ist groß. Auch ich habe mich dazu hinreißen lassen ein schickes T-Shirt der Sentinels zu erwerben. Ich nehme ohnehin immer wieder etwas mit, wenn ich irgendwo bin. Legal natürlich.

Verglichen mit anderen Standorten, an denen ich schon gewesen bin, war es bis hier hin schon so, dass man durchaus die Frage stellen konnte: ist das noch unterklassig oder schon GFL?

Der Spielort ist auch sehr schick, wenngleich etwas abgelegen. Aber dafür gibt es einen Shuttle-Bus der von der Endstation der U-Bahn oder dem Bahnhof bis dort hochfährt. Die Tribüne ist teilweise überdacht und viele Menschen können dort Platz finden. An diesem Tag waren es ca. 750 Zuschauer und es gab noch reichlich freue Sitzgelegenheiten, auch unter dem Dach.

Zwar ist auf der gegenüberliegenden Seite keine Tribüne, aber wenn sich die Mannschaft weiter so gut zeigt und demnächst noch weiter nach oben aufsteigt, dann soll es dort auch noch eine weitere Tribüne geben. Dann wird dieser Spielort richtig genial sein für American Football.

Was mich aber sehr heimisch fühlen ließ war die Musik. Ob von den Bands, eine vor dem Spiel und eine in der Pause, oder aber vom DJ. Mit überwiegend Rock und Metal bin ich dann doch schnell in eine Wohlfühlhaltung gekommen. So als wäre ich an diesem Ort absolut richtig.

Und wen man da so alles trifft. Ich nenne sie einfach nur noch „Die Stammis“ – bei der Universe sind sie sowieso immer, aber an anderen Spielorten findet man sich trotzdem immer wieder. Ob Offenbach, Darmstadt oder nun auch in Bad Homburg. Football verbindet – Football macht Freu(n)de. Aber man kann auch Footballspieler treffen. Also nicht auf dem Feld, das meine ich nicht, nein, denn auf der Tribüne war auch jemand aus Marburg zugegen. Hendrik Schwarz, seines Zeichens ein top Wide Receiver bei den Marburg Mercenaries. Wer weiß, vielleicht hat er sich seine zukünftigen Farben angesehen, sollte er mal wechseln und Bad Homburg höher spielen.

Natürlich und selbstverständlich, wie könnte es auch anders sein, gibt es hübsche junge Damen nicht nur als Schwestern in Kliniken, sondern auch an der Sideline vor der Tribüne. Die Cheerleader der Bad Homburg Sentinels sind auch zahlreich vorhanden und bieten vor, sowie während des Spiels, viele Tänze und schöne Choreographien an. Auch sie sind sehr harmonisch und synchron, was dem Ganzen eine schöne Optik verleiht. Worum ich sie aber nicht beneide ist die Tatsache, dass sie nach Punkten einige sportliche Übungen machen müssen. Liegestütze bis zu einem gewissen Spielstand und anschließend waren es ein paar Kniebeugen. Nun, fit für all das scheinen die jungen Damen zu sein. Auf wessen Idee ist das eigentlich zurückzuführen?

Jedenfalls standen sie beim Einlauf der Sentinels, die einen übergroßen schicken Helm dafür haben (Respekt meine Herren), Spalier und machten mit den Spielern zusammen dieses runde Bild, was ich bis dahin schon hatte, nahezu perfekt.

In Bad Homburg wird Football zelebriert und das auf eine Art und Weise, bei der sich so manch GFL / GFL2 Team etwas abgucken kann.

Ach so, gespielt wurde natürlich auch noch an diesem Tag. Das hätte ich nun beinahe völlig vergessen bei all der positiven Eindrücke.

Es war also das Duell zweier Aufsteiger, bei der von Beginn an eine starke heimische Defensive gegen eine schwer in die Gänge kommende Offensive der Gäste zu sehen war. Die Kaiserslauterer hatten sehr häufig Schwierigkeiten den Ball durch die Reihen der Sentinels zu befördern. Auf der anderen Seite gelang dies häufig deutlich besser und so war es auch nicht sonderlich überraschend, dass die ersten Punkte durch die Hausherren erzielt werden konnten.

Ein wunderschöner langer Pass auf die rechte Seite, der fast freistehend gefangen und problemlos in die Endzone getragen werden konnte. Das sah richtig gut aus; hatte schon GFL Niveau.

Folgend bewegte sich das Spielgeschehen mal etwas vor und wieder zurück; es setzten gelbe Flaggen ein, die das Spiel etwas erschwerten, aber tatsächlich auch ihre Berechtigung hatten.

Dann waren es aber wieder die Sentinels, die den Vorwärtsgang einschlugen und mit einigen guten Pässen und Läufen gefährlich nahe an die Endzone kamen. Dabei zeigten aber auch die Gäste, dass sie eine gute Verteidigung hatten, denn so mancher Pass erreichte den Empfänger nicht; auch wenn es schon teils sehr knapp war.

Trotzdem erkämpften die Hausherren den nächsten Touchdown, der einer kleinen Kraftleistung gleichkam. Einmal durch die Verteidigung hindurch und schon kam der ballführende Spieler in die Endzone, in welcher er erst gestoppt werden konnte. Einen Tick zu spät aus Sicht der Lauterer.

Die Extrapunkte waren jeweils gut, so dass es mit dem 14:0 für die Wächter in die Halbzeitpause ging.

Im dritten Viertel war gut was los, denn zunächst konnten die Sentinels den Ball erobern, wovon sie nicht viel hatten, denn im Angriffsversuch folgte eine Interception der Gäste, die daraus sogar noch größeres Kapital mit den weiteren Angriffsversuchen schlagen sollten. Auch hier war es ein schöner Pass, der bis in die Endzone getragen werden konnte.

So verkürzten die Gäste auf 14:7, was aber die einzige Erfolgsmeldung an diesem Tag für die Gäste sein sollte.

Der direkte Gegenangriff endete kurz vor der Endzone der Lauterer. Es war kein Problem für den Ballträger in die Endzone zu spazieren, da die Vorblocker den Weg freimachten.

Ganz einfach und schnörkellos den alten Abstand wiederhergestellt.

Währenddessen wurde das Aufkommen von Flaggen wieder häufiger, was die Hausherren aber nicht daran hinderte, noch einmal zu punkten. Zwar wurde der Extrapunkt bei diesem Versuch geblockt, aber mit 27:7 konnten sie das Spiel für sich entscheiden.

Letztlich war es ein toller Tag in der Kurstadt und in gewisser Weise fühle ich mich rehabilitiert. Rehabilitiert mit dem Wissen, dass es in meiner Gegend so viel tollen und noch mehr tollen Football gibt, dass es wahrlich schwer ist, sich für einen der vielen sich überschneidenden Termine zu entscheiden.

Alles passte, nur das Ergebnis nicht – Football in Offenbach die Zweite

Ganz korrekt müsste ich sagen: „die Dritte“ – denn ich war an diesem Tag insgesamt zum dritten Mal bei einem Spiel der Rockets. Aber es war „die Zweite“ in dieser Saison unter diesen bestimmten Umständen.

Abgesehen von dem Wind, der mir beinahe die Kappe entrissen hätte, war das Wetter super. Weder zu warm noch zu kalt und überhaupt ein schöner Tag für ein Footballspiel. Nur die Sonne in Offenbach scheint mich nicht so sehr zu mögen. Erneut bin ich mit einem Sonnenbrand, diesmal in der Visage, aus dem Tag gegangen.

Es waren ungefähr 350 Menschen gekommen, um sich das Spiel anzusehen und auch um die leckeren Burger, den köstlichen Offenbacher Apfelwein und das hochgradig interessante Popcorn zu genießen. Aber auch den leckeren Kuchen und die Vielfalt, die es da gibt, darf man nicht unerwähnt lassen.

Mir ist schon bewusst, dass aufgrund des vergangenen Jahres, die Attraktivität des Footballs in Offenbach gelitten hat; jedoch wundert es mich, dass doch nur so wenige zu einem Ligaspiel kommen. Klar liegt mir etwas an dem Verein, sonst würde ich nicht das tun, was ich tue, jedoch weiß ich auch nicht so wirklich, was wir, was ich, noch tun können, damit mehr Menschen erreicht werden können.

Wünschen würde ich es insbesondere Thorsten Kruppka, denn er reißt sich für den Verein den Allerwertesten auf und darüber hinaus. Ebenfalls zu wünschen wären Ergebnisse, die den Verein attraktiver machen. Ein Geheimnis ist es nicht, dass Erfolg sexy macht. Von daher…

Mich hat übrigens sehr gefreut, dass eine gewisse junge Dame wieder da war. Sie wird schon wissen, dass sie gemeint ist. Eine junge Dame, die aufgrund ihrer gesünderen natürlichen Hautfarbe deutlich weniger Probleme mit der Sonnenbestrahlung hat, als ich. #gladtohaveyouback

Eine schöne Aktion während des Spiels war auf der Tribüne die „Kiss Cam“. Also die Kamera hatte ich, keine Videokamera, aber Bilder von den Personen, die „nominiert“ wurden, konnte ich schon machen. Und wie wurde nominiert? Nun, der liebe Herr Stadionsprecher hat sich mit einem Schild in Herzform hinter die Auserwählten gestellt und das Schild hochgehalten. Die Reaktionen waren durchaus interessant und selbst die Personen neben den Erwählten hatten ihre pure Freude daran. Eine wirklich lustige Aktion, die den meisten (bis auf wenige Ausnahmen) sichtlich Spaß gemacht hat.

Die Überleitung zu den Cheerleadern ist damit auch sehr einfach, denn die schönen Anblicke der sich Küssenden zu den strahlend hübschen Tänzerinnen, ist doch ganz einfach. Der Wind hat den Damen gutgetan; also meistens. Wenn nicht gerade die Haare beim Tanzen im Gesicht störten, dann strahlten und lächelten sie mit der Sonne um die Wette. Eines haben sie bei ihrer Performance der Sonne gegenüber voraus: sie können sich grazil bewegen. Und das haben sie wundervoll gemacht. Außerdem machen sie genau das, was „cheerleaden“ auch ist: sie geben den Takt vor und das durchaus sehr laut. Respekt auch hierfür, denn ich stelle mir das nicht gerade einfach vor, wenn man da so gut wie alleine in voller Lautstärke anfeuert und kaum bis keine Reaktionen vom Publikum kommen.

Dem Publikum möchte ich aber zu Gute halten, dass viele zumindest geklatscht haben und einige auch in die Anfeuerungen der Cheerleader mit eingestimmt haben. Aber hey, schon allein deswegen, also wegen dem Tanzen, der Schönheit und dem Anfeuern der jungen Damen, sollten doch mindestens nochmal 350 Zuschauer dazu kommen!

Nun gut, sie hätten in diesem Spiel eine Offenbacher Mannschaft gesehen, die aus erfahreneren Spielern und Anfängern besteht. In der sich aber jeder, so hat es zumindest den Anschein, allergrößte Mühen gibt.

Manchmal möchte ich dem ein oder anderen Receiver zurufen, dass er doch bitte die „Merkel-Raute“ benützen möge, um den Ball sicher zu fangen, aber dafür bin ich nicht zuständig.

In letzter Zeit entwickle ich übrigens eine gewisse Affinität dazu, Strafen zu sehen oder zu erahnen, weswegen Flaggen geflogen kamen. Vielleicht werde ich mal Schiedsrichter; irgendwann, wenn mein Bauch viel runder ist.

Jedenfalls haben sich die Mannen in Rot angestrengt und hatten beim ersten Touchdown von Kassel einfach Pech. Der Field Goal Versuch wurde geblockt, der Ball aber von einem Titan aufgenommen, der damit fast ungehindert in die Endzone laufen konnte. Wer rechnet denn bitte mit sowas?!

Beim zweiten Gäste Touchdown sah es schon anders aus, da hat die Verteidigung nämlich etwas geschlafen und war nicht nahe genug am Gegenspieler, der den Ball problemlos fangen und anschließend ausweichen, sowie zum Schluss den Ball in die Endzone tragen konnte.

Dennoch kamen sie in der zweiten Halbzeit zurück und verkürzten durch einen tollen Pass, dem ein toller Catch mit Touchdown folgte, auf 6:13.

Schade war später nur, dass der Ball zu fahrlässig hergegeben wurde und man damit den Gegner dazu einlud auf freier Strecke weitere Punkte machen zu können, ehe sich der Rockets Quarterback ein Herz nahm und selbst für den zweiten Touchdown sorgten konnte. Zwar stand es damit 12:20, aber es kam leider zu spät. Die Niederlage war schon besiegelt.

Ich hoffe doch sehr, dass die Mannschaft die nächsten Spiele erfolgreicher und mit Siegen gestalten kann. Es wäre sehr wichtig und ebenso wichtig wäre es, noch mehr Unterstützung von den Rängen zu bekommen!

P.S.: die Burger sind absolut lecker und jede Empfehlung wert. Wenn schon nicht wegen dem Spiel, dann wegen dem Essen und die entspannte Verdauung kann man sich bei einem Football Spiel der Rockets gönnen. Ich zähl auf euch „Stammis“ 😉

 

Meister Schwäbisch Hall dominiert Spitzenspiel der GFL Süd

Es war allerbestes Wetter am Samstag, als der Meister aus Schwäbisch Hall der Gegner der Universe war. Für meinen Geschmack schon wieder zu heiß. Die Sonne brannte ja förmlich von oben herunter.

Da ich schon vom Spiel in Offenbach meine kleinen roten Blessuren in Form eines Sonnenbrands auf den Unterarmen hatte, stand ich dann doch mehr im Schatten, denn ich wollte nicht unbedingt, dass meine Arme Medium oder gut durch würden.

Aber aus der Kombination roter Sonnenbrand oben und käsweiße Haut auf der Unterseite, kann man beim Wenden der Arme „rot – weiß Offenbach“ anstimmen. Das ist auch nur so lange lustig, wie der Sonnenbrand nicht schmerzt. Aber bewaffnet mit einer Sonnenlotion der Stärke 50 ging es dann doch.

Mitunter war, bzw. ist das der Hauptgrund dafür, dass ich kaum etwas von der Powerparty mitbekommen habe. Abgesehen vom Kauf einer viel zu großen Käsebrezel (ich musste den Verkäufer davon überzeugen, dass Käsebrezel 4 € kosten und nicht nur 3,50 €, wie es bei den normalen riesigen Brezeln der Fall ist – die Kasse muss stimmen!)

So habe ich auch leider den Auftritt der Cheerleader mehr oder weniger verpasst. Aber bereits am späten Abend konnte man ein schickes Video auf Facebook sehen, dass das Ganze schon gezeigt hat. Sah mal wieder super aus mit dem Stil der 90er Jahre unter anderem.

Nun, wie gesagt, viel mehr habe ich vor dem Spiel wirklich nichtgemacht, außer den Schatten und das Innere von Gebäuden gesucht, in denen es deutlich kühler war. Meine krossen Arme haben es mir jedenfalls gedankt. Jedoch, das darf nicht unerwähnt bleiben, gab es wieder und wie schon so oft Begrüßungen und Handschläge bei und mit Massen an Menschen.

So war es dann auch kein Wunder, dass ich relativ früh meinen schattigen Platz auf der Tribüne bezogen hatte und die Zeit bis zur ersten Action auf dem Feld abwartete. Doch es dauerte nicht lange bis sich auf dem Feld etwas tat und sich auf einmal zwei Maskottchen auf dem Spielfeld wiederfanden. Ein Franky und ein Tillmann, Dino und Löwe.

Anschließend enterten die Cheerleader den Platz für ihre Pre-Game-Show. Dieses Mal hatten sie Unterstützung von den Red-Angels Cheerleadern aus Wölfersheim (meine ich).

Wieder einmal sehr gelungen, wobei es ein paar Abstriche in der B-Note bei den Gastdamen gab. Vermutlich lag es aber an der Kulisse, die sich an diesem Tag im Stadion zusammengefunden hatte. Mit knapp 2.800 Zuschauern beim Topspiel, da kann man schon ein bisschen Nervenflattern bekommen.

Apropos Zuschauer. Weniger als gegen München beim Topspiel? Und da waren an diesem Tag ganz viele Gäste aus Schwäbisch Hall da. Woran mag diese leicht rückwärtige Entwicklung gelegen haben? Das lange Wochenende; viele waren verreist. Das Wetter? Oder vielleicht doch der Gegner an sich? Womöglich eine Mischung aus allen Punkten. Aber schon überraschend auf eine gewisse Art und Weise. Aber dennoch eine sehr gute Besucherzahl.

Und so langsam kamen dann auch die Mannschaften aufs Feld. Wie üblich der Gast zuerst, bevor die hochmotivierten Frankfurter auf das Feld liefen.

Zu Beginn sah es auch ganz gut aus. Hall durfte mit dem ersten Drive beginnen. Die Frankfurter Defensive zeigte sich in einer sehr guten Form bei den ersten Angriffsversuchen der Gäste. Eine Pass Deflection und sogar ein Quarterback sack sprangen dabei heraus.

Doch dann zeigten auch die Haller, dass ihre Defensive mehr als gut ist und in der Folge ließen sie auch keine Zweifel zu, warum sie der Primus im Süden sind und dass Frankfurt in diesem Jahr kleinere Brötchen zu backen hat, als noch im Vorjahr.

Es dauerte also nicht lange, bis der erste lange Pass der Gäste sein Ziel und die ersten Punkte fand. Der Pass war gefühlt minutenlang in der Luft und der Verteidiger den Schritt zu langsam. 0:7

Die Universe kam beim nächsten Drive nicht über einen Punt hinaus und der Gegenzug endete prompt mit erneuten Punkten, nachdem sich die Einhörner Stück um Stück an die Endzone arbeiten konnten. 0:14

Im zweiten Viertel war es dann doch auch ein kleines Hin und Her nachdem die Gäste mit einem Field Goal auf 0:17 erhöhen konnten.

Bis dahin war die Frankfurter Offensive so gut wie abgemeldet, konnte sich aber beim darauffolgenden Drive nah an die Endzone heranarbeiten. Leider wurde der Pass in die Endzone von den falschen Farben gefangen und schon durften die Haller wieder in die Offensive gehen.

Diese blieb, wie auch die Frankfurter Offensive, in den letzten Minuten der ersten Hälfte erfolglos. Da half auch ein Fumble, den die Frankfurter sichern konnten, 14 Sekunden vor Ende der ersten Hälfte nicht mehr viel.

In der zweiten Hälfte konnte man sehen, dass beide Teams ein wenig nachließen. Dies war gewiss auch den Temperaturen geschuldet und dadurch war es für die Mannen in Lila noch schwieriger, während sich der Gast weiterhin offensivfreudig zeigte.

Es gelangen noch zwei weitere Touchdowns für die Haller, die so auf 0:31 stellen konnten, was auch den Endstand bedeutete.

Deutlich sichtbar ist, dass entscheidende Positionen nicht mehr so stark besetzt sind, wie noch im Jahr zuvor, bzw. durch Ausfälle nicht gleichwertig ersetzt werden konnten. Das Backfield der Defense scheint mir persönlich das Hauptmanko zu sein und dies ist mir nicht erst in diesem Spiel aufgefallen.

Wesentlich schlimmer war, dass die Gäste es verstanden hatten Steve Cluleys Lieblingsanspielpartner Sebastien Sagne vollkommen aus dem Spiel zu nehmen. In diesem Spiel konnte er keine Stiche setzen, so wie in den Spielen zuvor.

Aber was solls?! Mal im Ernst: wir sind doch alle froh, dass es in Frankfurt – wie auch immer wegen diesem Voting und so – fürs Erste weitergehen konnte und es nicht „Ade“ hieß; wie der Schwabe so sagt.

Abbuzze, weidermache – unn doann kumme aa die Bungde in solsche Schbeele werrer, gell!

Rockets unterliegen den Hornets bei Defensivschlacht am Vatertag

Der Vatertag stand ganz im Zeichen des Footballs im Offenbacher SANA-Sportpark. Ich war bereits recht früh vor Ort und sah dem Treiben auf und neben dem Feld zu, denn es wurde noch alles aufgebaut und hergerichtet.

Viel wurde getan, um den Zuschauern und Gästen des Tages ein schönes Erlebnis auch neben dem Football anzubieten. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg und für die Erwachsenen einen Stand, an dem es original Offenbacher Apfelwein gab. Auch preiswertes und gutes Eis, sowie Popcorn in den verrücktesten Geschmacksrichtungen, wie Barbecue oder Pizza, konnte ausprobiert werden. Doch das war noch nicht alles, denn es gab auch noch Kuchen und selbstverständlich Fanartikel der Rockets, sowie allgemeine Footballausrüstung zu erstehen. Für den größeren Hunger stand ein Burgerbraterwagen bereit, der auch gut besucht war.

Während sich der Cheerleadertrupp sammelte, kamen auch die ersten Zuschauer und es füllte sich so langsam. Am Ende kamen über 1.000 Menschen zu diesem Spiel, diesem Derby gegen Hanau, und sie konnten sich bei recht gutem Wetter auf der Tribüne neiderlassen. Sonne gab es zwar nicht wirklich, aber es blieb trotz der Bewölkung konstant angenehm mit leichtem Wind.

Ich habe es übrigens dennoch geschafft mir einen leichten Sonnenbrand abzuholen, der meine Arme aussehen lässt, als hätte ich das Rot der Offenbacher auch körperlich angenommen.

Bilder hier, Bilder da, ein paar Gespräche mit Bekannten und die Zeit verging recht schnell, bis es so langsam in Richtung Vorstellung beider Mannschaften ging.

Kurz bevor alles losgehen sollte, wurden die Vorstände beider Mannschaften zu diesem Spiel interviewt. Für Offenbach stand Thorsten Kruppka Rede und Antwort während es bei den Gästen Achim Korn war. Es wurden auch Wetten abgeschlossen, die, je nach Ausgang des Spiels einen von beiden zur Einlösung treffen würden.

Im Zeichen dieser Wette wurde ein schickes kleines Bobby Car von den Cheerleadern gebracht, auf dem sich der Verlierer platzieren sollte. Für beide gestandene Männer ein eher unangenehmes Vergnügen.

Eben war das Offenbacher Team noch auf dem Platz, trainierte und erhielt noch letzte strategische Pläne, ehe sie in den Wald verschwanden, um angeführt von den Cheerleadern, einzulaufen. Leider ohne Fahne, das wäre noch schicker gewesen.

Schön war es aber zu sehen, dass die Mannschaft aus Offenbach in diesem Jahr über einen sehr großen Spielerkader verfügt, wenn man das mit dem letzten Jahr vergleicht, in dem nicht einmal die Hälfte an Spielern eingelaufen kam.

Es konnte also losgehen und die Rockets entschieden sich den Ball zu empfangen und den ersten Drive des Spiels auf das Feld zu legen. Das klappte nur leider nicht so gut, denn auch der Gast aus Hanau hatte sich für dieses Spiel etwas vorgenommen. So wehrten sie den Angriffsversuch ab und konnten nach der Balleroberung selbst offensiv werden.

Vielleicht waren die Spieler der Rockets ob der großartigen Kulisse etwas nervös, denn sie zeigten in der Defensive leichte Unkonzentriertheiten, die die Gäste sofort auszunutzen wussten. Ein paar Läufe und ein schöner langer Pass, der gefangen werden konnte und schon war der erste Touchdown des Spiels da. Hanau ging mit 0:6 in Führung, verpasste es aber zwei weitere Punkte mitzunehmen; der Versuch schlug fehl.

Danach wurde es für beide Seiten sehr zäh. Es waren nun vor allem die Defensivreihen beider Teams, die den offensiven Spielern das Leben mehr als schwermachten. So wechselte der Ballbesitz häufig, ohne, dass großartige Raumgewinne erzielt werden konnten.

Natürlich flogen auch einige Flaggen wegen Abseits oder Frühstarts oder anderen Kleinigkeiten, zum Glück aber nicht in einer Häufigkeit, wie man sie zuletzt bei anderen Spielen sehen konnte / durfte / musste.

Erst gegen Ende des zweiten Viertels standen die Hausherren sehr nah an der Endzone der Hornets, doch die Hanauer konnten das Laufspiel sehr knapp vor der Linie stoppen. Eine Strafe gegen Offenbach zerstörte die hervorragende Ausgangsposition und so wurde es nichts mit den ersten Punkten.

Somit ging es mit dem 0:6 in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte änderte sich am Spiel nicht wirklich viel. Weiterhin waren es die Verteidigungen, die ihr Bestes gaben, um Ball und Gegner fern der eigenen Endzone zu halten.

Während der Stadionsprecher immer weiter anfeuerte und die Unterstützung von den Rängen einforderte, waren es auch die Cheerleader, die tänzerisch den Takt vorgaben und ebenfalls für Motivation und Stimmung sorgten.

Es war übrigens auch zu merken, dass die Anfeuerung von den Rängen etwas mehr wurde, je länger das Spiel dauerte. Ob dies mit dem Verzehr des Offenbacher Apfelweins zusammenhing, mag sein.

Jedenfalls versuchten die Raketen viel, um selbst punkten zu können. Doch dauerte es auch in der zweiten Hälfte sehr lange, ehe sie wieder genauso knapp an der Endzone standen, wie zuvor in der ersten Hälfte. Aber auch hier wurde es versäumt den Ball in die Endzone zu bringen.

Dafür überließ man den Hanauern eine sehr undankbare Position für den Drive, wenige Meter vor der eigenen Endzone, aus dem sie aber gut herauskamen und sich mit Strafen wieder selbst um den Lohn ihrer Arbeit brachten.

Ein Snap misslang dabei völlig, so dass der Ball viel zu hoch und viel zu weit das Spielfeld rückwärts verließ. Safety und somit zwei Punkte und Ballbesitz für die Rockets.

Keine zwei Minuten mehr auf der Uhr und Ballbesitz, sowie die Möglichkeit mit einem einzigen gelungenen Drive im Spiel selbst für Punkte und einen Sieg zu sorgen. Nur leider wurde der Ball verloren und den Hanauern überlassen, die folgend nur noch den knappen Sieg über die Zeit bringen mussten, was sie auch taten.

So konnten die Gäste aus Hanau anschließend unter großem Jubel die Trophäe des Tages, den Pokal des SANA-Bowls in die Höhe recken und sich feiern lassen. Aber zuvor gab es noch ein gemeinsames Geburtstagsständchen für einen Offenbacher Spieler.

Die Wettschuld wurde übrigens noch nicht eingelöst. Wer weiß, vielleicht fährt Thorsten Kruppka beim Auswärtsspiel in Hanau mit dem Bobby Car vor.

So ging aber ein Tag zu Ende, der leider aus Offenbacher Sicht, was das Spiel betrifft, nicht so erfolgreich verlief, wie gehofft. Alles andere hingegen war wirklich sehr gelungen.

Spannung beim Spiel der Universe und den Cowboys – natürlich mit Flaggen

Sonnenschein, gutes Essen, viele Menschen und ein Footballspiel. So sieht ein Spieltag bei der Frankfurt Universe aus und jedes Mal freue ich mich aufs Neue darauf.

Nicht nur wegen dem Sport, sondern auch wegen der vielen Menschen, dem Programm vor dem Spiel und dem Bestaunen der Ideen und der Umsetzung der Cheerleader aber auch der Vereinsoberen, die sich in diesem Jahr auch immer wieder etwas ausdenken.

Frankfurt Universe vs. Munich Cowboys 24:17 – 19.05.2019

Frankfurt Universe Cheerleader – 19.05.2019

Etwas, das ich an diesem Tag als Erstes machte, war der Kauf einer Glücksdose. Diese darf man noch nicht öffnen. Man soll sie mitbringen zum Spiel gegen Kirchdorf und dann erst darf man den Inhalt der Dose herausfinden. Keine Nieten, jede Dose gewinnt.

Wer weiß, vielleicht machen die Dosen alle ein seltsames Geräusch und wenn alle mehr oder weniger gleichzeitig geöffnet werden gibt es ein ploppiges Geräusch, das einmal durch das Rhein-main Gebiet… ich habe keine Ahnung. Lassen wir uns überraschen. Ungeduldigen Menschen empfehle ich den Kauf jedenfalls noch nicht, aber grundsätzlich schon.

Während ich bei anderen Sportveranstaltungen eher kurz vor Beginn aufschlage, genieße ich es wirklich recht früh da zu sein, die Atmosphäre aufzusaugen und zu genießen, mit Bekannten Gespräche zu führen und sich so die Zeit bis zum Kickoff zu vertreiben.

Ob bei gutem Essen mit einer Cola, oder einfach nur beim Zusehen des Aufwärmprogramms beider Mannschaften.

Selbstverständlich aber auch beim Zusehen der Auftritte der Dance und Stunt Cheerleader.

Passend zum US-Day an diesem Spieltag hatten die Damen ihre lila Cowboyhüte und eine gute Show für die Bühne parat und währenddessen kamen noch alle anderen oder viele oder einfach ein Haufen hübscher junger tanzender Damen vor die Bühne und bildeten eine sehr runde Performance.

Schön finde ich es auch, dass die Stunt Cheerleader ebenfalls etwas mehr Zeit bekommen, um ihre Figuren und künstlerischen Fähigkeiten zu präsentieren. Ich meine, dass das erst seit diesem Jahr so ist oder habe ich irgendwelche Lücken im Gedächtnis über welche ich besorgt sein sollte? Ich hoffe nicht.

Immer wieder sah ich übrigens den Moderator auf der Bühne und Mister Voice of Hanau, Christian S., herumlaufen von A nach B und C, sowie D und E. Immer auf Achse.

Irgendwann begab ich mich dann auch mal auf meinen schicken und bequemen Tribünenplatz, unterhielt mich mit dem zu dem Zeitpunkt noch aktuellen Tickermeister der Universe (seit dem 20.05.2019 ist er das nun leider nicht mehr) und sah dem Treiben auf dem Rasen zu.

Vor der Stehtribüne kamen ein paar sehr taffe Frauen auf Motorrädern vorgefahren. Ein Frauen Biker Club. Ich weiß den Namen leider nicht mehr, habe mir aber spontan in Anlehnung an eine Fernsehserie gedacht: das sind die „Daughters of Anarchy“. Sie brachten den Spielball herein. Mal etwas Anderes in dieser Form.

Anschließend kamen die Mannschaften herein, natürlich die Gäste zuerst unter dem gewohnten Applaus der Zuschauer. Der vielen Zuschauer, muss man anmerken, denn an diesem Spieltag waren sage und schreibe 3.055 Zuschauer zum Spiel gekommen.

Den Mannschaften folgten uniformierte Soldaten mit einer USA und einer Deutschlandfahne, sowie Gewehren. Vermutlich diente es der Stadionsicherheit. Nein, Spaß bei Seite, zum US-Day gab es diesen schicken symbolischen Auftritt, dem die Nationalhymnen der beiden Länder folgten.

Was, bzw. wen ich während der Nationalhymnen entdeckt habe, verunsicherte mich ein wenig. Und nach dem Münzwurf, als der Hauptschiedsrichter durch das Mikrofon sprach, war es Gewissheit: es ist derselbe Hauptschiedsrichter, wie eine Woche zuvor in Marburg. Ich hoffte nur, dass es nicht das komplette Schiedsrichterteam von diesem Spieltag war, aber es versprach nun schon ein Spiel zu werden, bei dem viele Flaggen fliegen sollten.

Es kam dann auch so, also das mit den Flaggen. Ich meine es ist ja so, dass gewiss nicht jede Flagge grundsätzlich böswillig gegen ein Team geworfen wird und es daher falsch ist. Gewiss gibt es berechtigte aber auch unberechtigte. Es fällt aber auf, wenn unter bestimmten Spielleitern deutlich mehr von den gelben Dingern herumfliegen.

Und bei der Melodie, die ständig über das ganze Spiel hinweg eingespielt wurde, wenn eine Flagge am Boden lag, hatte ich schon die Sorge, dass mich diese Melodie in Alpträumen verfolgen könnte.

Weg von den Flaggen und hin zu dem spannenden Spiel, das es gegen die Munich Cowboys gab, denn die Gäste waren an diesem Tag wirklich nahe an einer Überraschung dran.

Die Münchner durften beginnen aber kamen nicht über den Versuch hinaus, konnten aber mit ihrer Verteidigung und den Fehlern der Frankfurter Offensive, die zu Strafen führte und damit im Rückwärtsgang waren, Boden gut machen und mit dem folgenden Offensivdrive nahe an die Endzone der Frankfurter herankommen.

Es blieb am Ende aber nur der Field Goal Versuch, der erfolgreich zur Führung der Gäste war. 0:3. In gewisser Weise ungewohnt die Universe in Rückstand zu sehen.

Die folgenden Offensivaktionen beider Teams wurden mit einem gelben Flaggenmeer untermalt, was einen richtigen Spielfluss verhinderte. So endeten zunächst die Angriffsbemühungen schneller als gedacht und auch das erste Viertel war vorüber.

Im zweiten Viertel sah es ähnlich aus, aber die Hausherren kamen nah an die Endzone der Gäste heran, verloren den Ball aber durch einen Fumble, der in der Endzone von den Gästen gesichert wurde. Dies bedeutete Ballbesitz München und eine vertane Chance für die Frankfurter.

Doch sie konnten den Ball zurückerobern mit einer feinen Interception und erneut versuchen in die Endzone zu kommen. Dies gelang auch, aber natürlich nicht ohne Flaggen.

Es gelang den Touchdown zu erzielen und den Spielstand auf 7:3 stellen, was auch gleichzeitig der Halbzeitstand war, denn die Gäste versuchten keinen eigenen Angriff mehr wenige Sekunden vor Ende des Viertels.

Ein knappes Ergebnis zur Pause und ein Spiel, das erneut von gelben Flaggen geprägt und beeinflusst wurde. Wenngleich nicht ganz so einseitig wie zuletzt in Marburg.

Aber auch in der zweiten Hälfte wurde es kaum merklich weniger mit den Flaggen, was irgendwann wirklich nervig war, denn so „brutal“ oder unfair war das Spiel von beiden Seiten nicht.

Dementsprechend dauerte der erste Drive der zweiten Hälfte durch die Frankfurter relativ lange; wurde aber am Ende mit weiteren 3 Punkten durch ein Field Goal zum 10:3 beendet. Immerhin ein bisschen beruhigender diese Führung.

Folgend gab es ein kurzes Hin und Her beider Mannschaften, das die Frankfurter beendeten und für weitere Punkte per Touchdown sorgten. Das 17:3 markierte dann auch das Ende des dritten Viertels.

Deutlich entspannter die Führung, so dachte man. Die Gäste aber hatten ein wenig Lunte gerochen und kamen mit ihren Offensivbemühungen nun erfolgreicher vorwärts und konnten tatsächlich mit einem eigenen schönen Pass-Touchdown auf 17:10 verkürzen.

Da konnte man auf der Tribüne nun doch schon ein wenig nervös werden. Die Münchner hatten da ein Mittel gefunden und es war noch Zeit auf der Uhr. Doch die Offensive Frankfurts zeigte sich nicht so schwer beeindruckt und gab die passende Antwort: ein eigener Touchdown per lauf und Schieben in die Endzone. Damit stand es 24:10 und die Blutdrücke viele dürften wieder gesunken sein um wenig später wieder anzusteigen.

Es dauerte nämlich nicht besonders lange bis die Gäste die nächsten Punkte erzielen konnten. Erneut ein Pass auf die rechte Seite und da stand ein Abnehmer, der den Ball festhalten konnte. 24:17 aber auch nur noch 1:34 auf der Uhr.

Die Gäste wollten den Ball gleich wieder in ihren Reihen wissen und es folgte der Onside-Kick und tatsächlich konnte ein Münchner den Ball sichern. Woah heftig aber Moment, eine Flagge natürlich.

Also nochmal Kommando zurück und alles wiederholen. Fast alles, denn der Ball wollte nicht nochmal herumspringen und endete in den Händen der Frankfurter, die die restlichen Sekunden herunterspielen und sich den dritten Saisonsieg sichern konnten.