Das zweite (Football) Spiel – 20.08.2017

Liebe Leserin, lieber Leser,

endlich hatte das Warten auf das nächste Heimspiel der Frankfurt Universe ein Ende. All die Ungeduld und Vorfreude mündeten an diesem Sonntag in ein Gefühl von positiver Aufregung und eine gewisse Aufbruchsstimmung machte sich bereits am Morgen bemerkbar.

Kurz nach 12 Uhr mittags hieß es dann: Trikot anziehen, Kappe aufsetzen, Ticket mitnehmen und auf geht’s zur Universe. Mit Marc Junge (All-About-Football) und Christian Roth (american-sports.info) zusammen passierten ich die Einlasskontrolle und war bereits gute 2 ½ Stunden vor Spielbeginn auf dem Stadiongelände, auf dem sich bereits die ersten Fans eingefunden hatten. Gute stimmungsvolle Musik war bereits von der Power-Party-Bühne zu hören.

Mit meinem Trikot und meiner Kappe fühlte ich mich direkt in diese heimelige Atmosphäre versetzt. Dieses Mal gehörte ich wirklich dazu, was das Trikot und die Kappe eindeutig untermalten.

Apropos Fanartikel: zum 10-jährigen Bestehen der AFC Frankfurt Universe gab es speziell zu diesem Anlass angefertigte Fanartikel. Darunter ein Pin, eine schicke Tasse und ein kleiner Schal. Ein besseres kleines Einsteigerpaket an Fanartikeln, nebst dem Trikot und der Kappe, konnte es nicht geben, also musste ich mir dieses 3-teilige Set unbedingt holen. Was ich auch tat.

Da noch viel Zeit bis Spielbeginn war, schaute ich mich ein wenig um. Dieses Mal aber mit etwas mehr Ruhe und dem altbekannten Gefühl eines Familienfestes. Erstaunlich fand ich, dass jedem Appetit abgeholfen werden kann. Pulled Pork, Burger, Backwaren, Salate, Hot Dogs, Handkäs und für die ganz Süßen oder kleinen auch gerne Popcorn oder Zuckerwatte. Leider kann ich euch zu keiner der aufgeführten Speisen etwas sagen, dafür gibt es ein paar Bilder von der Power-Party, die euch einen besseren Eindruck von dem Geschehen vermitteln sollen.

Leider ist mir die Autogrammstunde einiger Cheerleader etwas entgangen. Aber eine interessante Aktion, die doch deutlich zeigt, dass auch die jungen Damen einen festen und beliebten Platz in dieser Sportart und natürlich somit auch in Frankfurt haben.

Noch faszinierender war jedoch die Tatsache, dass erneut viele Spieler zwischen den vielen Fans zu sehen waren. Freundlich, lächelnd und grüßend liefen sie auch an mir vorbei und dieses Mal erkannte sogar ich welche. Ein tolles Gefühl, so als wäre man schon ewig dabei.

Die Spieler konnte man auch beim Aufwärmen beobachten. Auf der Rückseite der Haupttribüne befinden sich die entsprechenden Grünanlagen, auf welchen sich beide Mannschaften für das Spiel aufgewärmt haben. Nach dem Aufwärmen begeben sich die Spieler der Universe in die Mannschaftskabine und nehmen dafür den Eingang, der sich mittig bei der Haupttribüne befindet. Da ich dies bereits vom ersten Besuch wusste, wartete ich diesen Moment ab, um die Spieler aus der Nähe sehen zu können. Da waren sie, laufen an einem vorbei, als ob es das Normalste dieser Welt wäre. Ich kann dazu nur sagen, dass mich dies auch beim 2. Besuch eines Football Spiels immer noch sehr beeindruckt, dass dies überhaupt in so einer Form möglich ist.

Dann wurde es Zeit den Platz auf der Tribüne einzunehmen. Es war natürlich wieder einer der tollen Comfort Seats im Block C in der 3., also der untersten, Reihe – sozusagen ganz vorne.

Nachdem die Cheerleader einen schönen Auftritt auf dem Feld zeigten, wurden die Gäste aus Ingolstadt empfangen, während sich besagte Cheerleader schon auf ihre Positionen begaben, um die Spieler der Universe bei ihrem Einlauf tatkräftig zu unterstützen.

Ich BEDANKE mich an dieser Stelle bei Herrn Uwe Lange dafür, dass ich auch von der Tribüne aus mit meiner Kamera fotografieren durfte.

Aufregung, Spannung, Nervosität, Freude und ein Glücksgefühl; so viele Emotionen auf einmal, als die Mannschaft auf das Spielfeld gelaufen ist. Da ich mich kenne, weiß ich, dass das nur bedeuten kann, dass mein Herz bereits angefangen hat, diese Sportart und insbesondere dieses Team zu lieben. Ich sah also nicht nur so aus, sondern fühlte mich bereits zu diesem Zeitpunkt als Fan.

Nur wenige Momente später begann das Spiel. Zu diesem werde ich nur kurze Eindrücke schildern. Zwar habe ich mittlerweile etwas mehr Wissen zum Spiel und zum Regelwerk an sich, möchte mich aber mehr auf das Geschehen um das Spiel herum fokussieren.

Von der tabellarischen Situation heraus habe ich persönlich mit einem relativ ausgeglichenen Spiel gerechnet. Aber Pustekuchen! Die Frankfurter haben im ersten als auch im zweiten Viertel bis kurz vor Schluss eindeutig das Zepter in der Hand gehabt und wirken offensiv als auch defensiv sehr überlegen. Was auch der Halbzeitstand von 31:3 belegte.

Das gefiel mir und natürlich auch dem größten Teil der Zuschauer im Stadion. An Stimmung mangelte es nicht. Jedoch war die Spannung aufgrund des Zwischenergebnisses schon längst verflogen.

Während das dritte Viertel eher so dahin plätscherte, lösten die Frankfurter im letzten Viertel noch einmal die Handbremse und schraubten das Ergebnis auf am Ende 48:3 hoch.

Ein Kantersieg, sehr schön – und keine Verletzten auf beiden Seiten; zumindest aus der Ferne betrachtet.

Eine Szene muss ich aber beschreiben, denn diese hat mich kurzfristig an die WWE (World Wrestling Entertainment) erinnert. Es geschah im zweiten Viertel als einem Ingolstädter Receiver in Höhe der eigenen 40 Yard Linie der Ball zugeworfen wurde. Gefangen hatte er diesen nicht, aber das Unheil, das auf ihn zukam, konnte er so schnell auch nicht verhindern. Was für ein Tackle! Es „klatschte“ richtig als der Frankfurter Spieler einen mustergültigen „Spear“, [Bei einem Spear läuft der Wrestler auf den Gegner zu, taucht vor ihm ab und trifft ihn so mit der Schulter und teilweise dem Oberarm am Bauch, wobei er ihn zu Boden reißt] gegen diesen armen Ingolstädter vollzog. Dieser blieb zunächst liegen und wirkte ausgeknockt. Bei dieser Aktion ging ein lautes Raunen durch das Stadion. Dies wurde wiederholt und noch etwas lauter, als diese Aktion nochmal auf der Anzeigetafel gezeigt wurde. Das war definitiv der Moment des Spiels.

Bildaufnahme von Carsten Wolf Photography

Aber zur Erleichterung aller Zuschauer konnte er nach einigen Momenten wieder aufstehen und mit eigenen Kräften zur Spielerbank laufen.

Ein weiterer Spieler der Ingolstädter war an diesem Tag auch nicht zu beneiden. Es handelte sich dabei um den Ersatz Quarterback, der sehr häufig von der Frankfurter Verteidigung zu Boden gebracht wurde. Vermutlich hatte dieser gut ein Drittel seiner Einsatzzeit auf dem Boden liegend verbracht. Dennoch hat er es aber geschafft zwei oder drei richtig tolle Pässe zu spielen, die jeweils über mindestens 40 Yards geworfen und auch gefangen wurden. Dies half den Ingolstädtern nur leider auch nicht dabei mehr als drei Punkte zu machen.

Alles in Allem war es ein gelungener Tag mit vielen Erlebnissen, teilweise neuen Eindrücken und einem schönen Spiel. Dieses Mal beträgt die Wartezeit nur zwei Wochen auf das nächste Heimspiel. Das Ticket ist bereits da. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und der zweite Platz will noch abgesichert werden. Mögen uns die Cowboys aus München am 03.09.2017 ein paar Punkte mitbringen – auf geht’s Universe!

Meine Güte, so viel Text. Das war nicht meine Absicht so viel zu schreiben. Ich hoffe, dass die Bilder etwas entschädigen und ihr noch einen besseren Eindruck bekommen konntet.

Zu den Bildern des Spiels

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Wie überbrückt man die Wartezeit bis zum zweiten Spiel?

Das spiel gegen die Marburg Mercenaries vom 29.07.2017 war kaum vorbei und ich konnte es kaum erwarten ein weiteres Mal zu einem Spiel der Frankfurter zu gehen. Es hatte viel Spaß gemacht und es gibt mit Sicherheit noch mehr zu entdecken.
Doch im Vergleich zu anderen Sportarten wie Fussball oder Eishockey ist der Abstand zwischen den Heimspielen relativ groß. Vom 29.07.2017 bis zum 20.08.2017 sind es geschlagene vier Wochen – oder um es anders zu sagen: ein ganzer Monat!
Vielleicht habe ich mir auch nur einen ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht, denn die nächsten beiden Spiele waren Auswärtsspiele.

Was also in der Zwischenzeit machen?
Um die Wartezeit mit Vorfreude zu überbrücken war das Erste, das ich gemacht habe, Tickets für die zwei noch verbleibenden Heimspiele der laufenden Saison zu besorgen.
Für den 20.08.2017 gegen die Ingolstadt Dukes und
für den 03.09.2017 gegen die Munich Cowboys.

Es dauerte auch keine drei Tage ehe mir die Karten mit der Post zugestellt worden sind. Voller Freude habe ich diese fotografiert und auf Facebook gezeigt als auch in WhatsApp herumgeschickt.

Wunderbar, dachte ich mir. Aber es sind noch so viele Tage bis zum nächsten Heimspiel. Da fielen mir doch glatt ein paar meiner Abschlussworte aus meinem ersten Bericht ein: „Und irgendwie brauche ich mehr lila im Kleiderschrank“
Aber natürlich. Das kann ich ändern! Kurzum den Fanshop der Frankfurter aufgerufen und ein Polo-Shirt und ein schickes lila Fanjersey bestellt.
Nun hatte ich nicht nur die Vorfreude auf das Spiel am 20.08., sondern auch auf das kleine Paket, das mich in den kommenden Tagen erreichen sollte.

Dieses kam dann auch, wie erwartet, ein paar Tage später an. Ganz ungeduldig und mit einem Glücksgefühl öffnete ich dies und meine bestellten Artikel waren auch darin enthalten. Schwupp di wupp – mehr lila im Kleiderschrank. Auftrag erfüllt.

Alleine der Gedanke daran, dieses Jersey und die lila Kappe zu tragen und mich damit als Fan zu „outen“ war schon Freude pur.
Übrigens trage ich die Universe-Kappe auch sehr häufig in meiner Freizeit. Aufgrund der Farbe stellt sie bei meinem für gewöhnlich schwarzen Kleidungsstil einen richtigen Farbklecks da und fällt somit gut auf.

Das Warten auf die Tickets und das Jersey waren keine Zeitfresser. Also habe ich mich etwas ausführlicher mit der Mannschaft beschäftigt. Ein Spieler, dessen Name auf mittelamerikanische Wurzeln hinweist, fiel mir besonders auf. Dieser wurde beim Spiel gegen die Mercenaries häufiger erwähnt. Es geht um „Silas Nacita“. Ein Running Back, der für viele Yards gesorgt hat und in den sozialen Medien eine sehr sympathische Figur macht. Apropos soziale Medien: das Liken der Mannschaft, einzelner Spieler und natürlich auch der Cheerleader waren nun eine Selbstverständlichkeit. Gleiches galt nun auch für Instagram. Schließlich wollte ich keine Informationen verpassen.

Ich wusste, dass am 05.08. ein Auswärtsspiel bei den Schwäbisch Hall Unicorns auf der Agenda stand. (Unicorns? Einhörner? Wie kommt man auf Einhörner? In farbenfrohen bunten Jerseys liefen sie leider nicht auf. Wäre irgendwie lustig aber auch cool gewesen) Nun, so viel Fan war ich dann doch noch nicht um mit den „richtigen“ Fans auf die Sonderzugfahrt zu gehen. Zudem hindert mich eine Erkrankung derzeit daran größere Unternehmungen zu machen.
Daher war es umso schöner, als mich Marc Junge anschrieb und mir einen Link zukommen ließ, über den man das Spiel in Schwäbisch Hall live verfolgen konnte. Hurra! Playstation an, Seite aufgerufen und das spiel auf der Couch verfolgt. Ein Gefühl des Mitfieberns stellte sich sehr schnell ein. Doch das Regelwerk war mir immer noch nicht so ganz geläufig, dass ich auch bei der Übertragung des Öfteren so meine Schwierigkeiten hatte.

Die Kommentatoren waren, wie auch der Stadionsprecher beim Spiel in Frankfurt gegen die Marburg Mercenaries, sehr informativ und erklärten auch fast alles. Oder sogar alles? Ich glaube ich habe an manchen Stellen bewusst weg gehört. Schließlich war es der Kanal der Unicorns und natürlich kam die Liebe zur eigenen Mannschaft häufig durch. Aber das ist nicht schlimm, jedenfalls nicht für mich – ich finde es schön, dass sich Menschen die Mühe machen um sowas auf die Beine zu stellen.

Ich möchte aber nicht den Eindruck erwecken, dass die beiden Kommentatoren alles durch eine rosarote Brille gesehen haben. Im Gegenteil: es wurde fast immer versucht eine neutrale Berichterstattung zu liefern. Es gab also auch Lob für gelungene Aktionen der Frankfurter.

Bis zur Halbzeit lagen die Frankfurter sogar mit 14:5 in Führung. Insbesondere die starke Defensive zeigte sich sehr häufig und ließ nur wenig zu. In der zweiten Hälfte des Spiels zeigten beide Seiten ein tolles und spannendes Spiel. Leider konnten die Frankfurter in der gesamten zweiten Hälfte keinen einzigen Punkt mehr machen. Dafür aber die Unicorns. Sie spielten im 3. Quarter ihre offensiven Stärken aus und konnten ganze 13 Punkte machen. Am Ende hieß es dann 18:14 für die Unicorns. Eine knappe Niederlage also. Dafür ein tolles Spiel gesehen und die Wartezeit verkürzt.

Abbuzze un weidermache – so sagt der Hesse.

Es wurde nun also Zeit mich mit der German Football League (GFL) etwas genauer zu befassen: wer sind eigentlich die direkten Gegner von Frankfurt? Was haben diese so drauf? Und wie sieht es in der Nordgruppe aus?
Schwäbisch Hall entpuppte sich also als das Maß der Dinge in der Südgruppe und die Braunschweiger als das Maß der Dinge im deutschen Football. Sehr interessant.

Des Weiteren informierte ich mich auch darüber, wie es nach der regulären Saison weitergeht. Playoffs, das habe ich schon gehört – aber wer gegen wen und überhaupt? Wieder interessant, denn die jeweils ersten 4 Mannschaften aus Nord und Süd treffen in den Playoffs auf einander. Bedeutete also, dass „meine“ Frankfurter den zweiten Platz hinter den Unicorns bis zum Abschluss der regulären Saison absichern müssen um in der ersten Runde ein Heimspiel zu bekommen.

Ab diesem Punkt habe ich mir die Ergebnisse der Konkurrenz und die Platzierungen der Teams aus der Südgruppe etwas genauer angesehen. Also ein Playoffplatz ist für Frankfurt schon sicher. Aber von Platz 2 bis 4 ist noch alles möglich. Interessant und spannend, da das kommende Heimspiel gegen die direkte Konkurrenz um einen der besagten Plätze ist. Das machte die Vorfreude nur noch größer – aber es waren immer noch gute drei Wochen bis zum Spiel.

So wirklich wollte die Zeit nicht vergehen. Das nächste Wochenende folgte und das nächste Auswärtsspiel bei den Saarland Hurricanes stand an. Leider konnte ich dies über keinen Stream verfolgen. Sehr schade, aber dafür war das Ergebnis aus Frankfurter Sicht natürlich der Hammer. Ein Sieg mit 66:6 stand am Ende fest. in Anbetracht der Zahlen kann man sagen, dass es sich hierbei um ein teuflisch gutes Ergebnis handelt.

Mittlerweile hatte ich mir bereits das Playstation 4 spiel „Madden NFL 18“ vorbestellt. Der Release soll am 25.08.2017 sein und an diesem Tag, so Amazon, soll es sich auch in meinem Briefkasten befinden.
Aber, nach ein wenig Stöbern im PSN Store, fand ich ein Tagesangebot für „Madden NFL 17“ – gerade einmal 19,99 €. Kurz überlegt und zugeschlagen. Nun dürfen Sie, liebe Leserin, lieber Leser raten, womit ich mir die meiste Zeit des Wartens bis zum 20.08.2017 vertreibe.

Richtig erkannt: mit an die Wand starren!
Nein natürlich nicht. Sondern mit dem Spielen des Spiels aber auch mit dem Sammeln weiterer informationen über Football in Deutschland. Es ist erstaunlich wie viele Ligen und Mannschaften es gibt und wie viele davon in meiner unmittelbaren Nähe im Frankfurter Großraum zu finden sind. Ich muss aber zugeben, dass man in der Öffentlichkeit nur sehr wenig davon mitbekommt, wenn ma nsich nicht gerade dafür interessiert. Das sollte meiner Meinung nach besser in der Medienlandschaft vertreten sein.

Ein kurzer Eindruck zum Playstation Spiel:
Das Spiel, welches nur in englischer Sprachausführung vorhanden ist, bietet für Football-Anfänger ein Tutorial an, in dem die grundlegenen Züge des Spiels erklärt werden. Das ist natürlich hervorragend. Aber jede Medaille hat ihre zwei Seiten, denn so schön viele Informationen auch sind, erschlagen einen diese zu Beginn.
ich wollte aber lieber Spiele spielen und habe kurzum eine Spielerkarriere im Franchise gestartet. Natürlich als Quarterback.
Das Schöne ist, dass man hier im Laufe der Zeit mehr und mehr über das Spiel und die Regeln erfährt. Wann läuft die Zeit weiter, wann stoppt sie und und und… Es ist irgendwie eine Art von „Learning by doing“. Durchaus sehr effektiv.
Das Spiel macht also Spaß und ich freue mich schon auf den Folgetitel, der bald ankommen soll.

Doch noch mehr freue ich mich auf das nächste Heimspiel der Samsung Frankfurt Universe!

Das erste Mal beim American Football

Plakat-Universe-MercenariesLiebe Leserin, lieber Leser,
das erste Mal ist stets etwas ganz Besonderes und brennt sich unweigerlich in das Gedächtnis ein. Ganz gleich woran Sie jetzt denken, meine ich das erste Mal als Zuschauer beim American Football.
Bisher kannte ich American Football nur aus dem Fernsehen oder von der Playstation. Schön und gut soweit; aber lohnt es sich wirklich diese Sportart live im Stadion zu verfolgen? Ich war lange sehr skeptisch. Das lag wohl auch mitunter daran, dass ich selbst mit den Regeln nur sparsam vertraut bin.
Nichts desto trotz war der Reiz da sich ein Spiel im Stadion anzusehen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass mich Marc Junge schon seit Längerem dazu bewegen wollte.
Die Karte für das Spiel „Samsung Frankfurt Universe“ gegen die „Marburg Mercenaries“ war bereits in meinen Händen als es zum Stadion ging. Später Nachmittag und Sonnenschein. Ein perfekter Tag für einen Stadionbesuch.
Neugierig und gespannt auf das, was mich um das Frankfurter Volksbank Stadion erwarten würde, passierte ich die erste Einlasskontrolle.

Meine Blicke wanderten über das Stadionumfeld:
Essen und Getränke. Ja, das gehört dazu. Das muss einfach sein. Aber die Auswahl beim Essen war schon erstaunlich groß. Hunger hatte ich zwar keinen, aber dafür Durst. Bei gefühlten 30 Grad in der Sonne auch kein Wunder.

Beim Schlendern sah ich vor einer Party-Bühne, auf der immer wieder etwas geboten wurde, Liegestühle! „Hier kann man sichs gut gehen lassen“, dachte ich mir. Neben Musik gab es noch andere Programme auf dieser Party Bühne, wie zum Beispiel den Auftritt der Cheerleader. Übrigens sehr schön anzuschauen. Also die Darbietung der jungen Damen natürlich – aber klar doch! Auch die Mädels selbst.
Was mich doch sehr überrascht hatte, war die Tatsache, dass die Cheerleader aber auch die Spieler(!) überall zu finden, bzw. zu sehen waren. Eher etwas untypisch, wenn ich da an andere Sportarten denke. Ich muss gestehen, dass ich das selbst gar nicht wusste und erst darauf hingewiesen wurde, dass es die Spieler sind.
Bei all dem Lila, das überall zu sehen war – die Vereinsfarbe der „Samsung Frankfurt Universe“ – fühlte ich mich irgendwie im falschen Farbton. Also musste zumindest eine Kappe in lila her. Gesagt getan: den Fanartikelstand angesteuert, Kappe ausprobiert, Kappe gekauft. Jetzt fühlte ich mich besser. Und als Frankfurter darf man natürlich auch Frankfurt unterstützen.
Alles in Allem muss ich sagen, dass bereits vor dem Spiel viel angeboten wird. Es wirkt wie eine große Familienfeier und bekommt dadurch einen gewissen Charme, den ich bisher bei noch keiner anderen Sportart erlebt habe. Großes Plus und Daumen hoch dafür. Ich hoffe, dass dies nicht nur in Frankfurt so ist.

Auf gehts zur Tribüne, mein Sitzplatz wartet und bald ist auch der Einlauf der Spieler. Davon wollte ich natürlich nichts verpassen.
Haupttribüne Block C – ziemlich genau an der 50 Yard Linie. Perfekte Sicht aufs Spielfeld, schattig und überdacht. Durch den Comfort-Seat mit Armlehnen fühlte ich mich pudelwohl. Wer sich an dieser Stelle fragt „Warum ein Comfort-Seat? Das ist doch bestimmt teuer?!“
Das ist einfach beantwortet mit dem Satz: „Das erste Mal ist stets etwas Besonderes“. Wobei ich dazu sagen muss, dass dies ein idealer Platz ist. Insbesondere was die Sicht auf das Spielfeld und die Spieler der Heimmannschaft betrifft.

Dem Personal beim Tribüneneinlass und auf den Tribünen selbst spreche ich ein Lob aus. Sehr freundlich und hilfsbereit.
Der Einlauf der Spieler begann. Es wurde laut. Die 3.800 Zuschauer im Stadion machten Stimmung. Das gefiel mir schon einmal sehr gut.

Kurz darauf ging es auch schon los und das Leder flog das erste Mal durch die Luft zum ersten Catch. Aber weitere Kommentare zum Spiel selbst möchte ich als Laie nicht von mir geben. Das überlasse ich dann doch jenen, die mehr Ahnung von dieser Sportart haben.

Die gute Stimmung, die bereits beim Einlauf der Spieler zugegen war, blieb fast das ganze Spiel über erhalten und steckte sehr schnell an. Obwohl ich manchmal gar nicht so genau wusste, was da eigentlich genau passierte, entwickelte sich intuitiv das Gefühl, wann es Zeit zum Applaudieren, Anfeuern oder für ein Raunen war.
Hilfreich war an dieser Stelle der Stadionsprecher, der die Aktionen, die auf dem Feld geschahen, wie ein Fernsehkommentator ausführlich erklärte. Ich persönlich fand dies sehr toll, da es jemandem, der wenig Ahnung von diesem Sport hat, eine sehr große Hilfe ist. LOB und DANKE an dieser Stelle.

Die Touchdowns der „Men in Purple“ aus Frankfurt wurden gefeiert als wäre das Spiel bereits siegreich zu Ende gegangen.
Mehr und mehr fühlte es sich auch für mich heimisch an. Es machte absolut Freude und Spaß. Das Spiel, die Spieler und auch die Cheerleader waren perfekt zu sehen. Und jeder trug seinen Teil dazu bei die Stimmung Aufrecht zu erhalten. Ebenso natürlich die Fans im Stadion, die die Mannschaft anfeuerten.

Zum Abschluss möchte ich sagen, dass das Gesamtpaket, was sich mir geboten hat wirklich sehr positiv zu bewerten ist. Das familiäre Flair, die Freundlichkeit der Menschen im und um das Stadion herum, das Spiel selbst, die Stimmung, der ganze Event.

Ich werde wieder zum Football gehen, denn es hat Spaß gemacht! Und irgendwie brauche ich mehr lila im Kleiderschrank. Auf gehts Universe!