Kleine Bühne, voller Club: Erdling und AnnA Lux boten den Gästen im Elfer Club Frankfurt Grund zum Feiern am 27.12.2018

Im Elfer Club, der sich im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen befindet, war ich bislang auch noch nicht gewesen. Jedoch gegenüber im Ponyhof. Der Elfer ist jedoch etwas größer und dazu geht es hinunter in den Keller. Dort findet sich ein Raum, der mit 100 Gästen gefüllt werden kann, eine Bar und natürlich die Bühne, auf der die Künstler kuscheln können.

Das Ambiente hat etwas. Schon aufgrund der Nähe zu den Musikern und dem Flair, den nur eine solche kleine Location bieten kann. Es war zwar nicht ganz ausverkauft aber ordentlich gefüllt, als AnnA Lux zur Bühne kamen und den musikalischen Abend starteten.

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Bereits vor neun Monaten hatte ich schon einmal das Vergnügen dieses Trio aus der Schweiz sehen und hören zu können. Damals noch im Vorprogramm von Megaherz. Damals gefiel mir ihr Stil schon und genau diesen haben sei auch erneut gezeigt.

In schwarzer Kleidung und kargem Licht war es schwierig die Gitarristin Lara überhaupt richtig zu erkennen, dafür stand Anna, die Dame für den schönen Gesang, sprichwörtlich im Rampenlicht während sie immer wieder ein paar Schritte auf der kleinen und vollgestellten Bühne umherging.

Wie schon damals in der Batschkapp empfand ich ihren Dark Rock Stil sehr angenehm. Absolut melodisch, gut gespielte Riffs, sehr gute Arbeit an den Drums und die Einflüsse aus dem Dark Wave in Verbindung mit dem klaren und gefühlvollen Gesang von Anna, welcher hin und wieder von Lara begleitet wird, runden das Konzept „AnnA Lux“ immer noch sehr gut ab.

Im Nachhinein und rückblickend betrachtet finde ich, dass die Drei ihr Niveau absolut gehalten und sogar verbessert haben. So eine Entwicklung ist wirklich schön zu sehen zumal bei den Songs auch Abwechslung vorhanden war. Zwischen relativ harten Klängen, gab es auch eine Ballade und ein Cover des Ärzte Songs „Wie es geht“. Das Cover hatte wirklich was, insbesondere dann, wenn man dies mit dem Original vergleichen kann. Letztlich hat Annas Stimme tatsächlich einen sehr guten Wiedererkennungswert.

Das Trio kam insgesamt gut an bei den Gästen, welche applaudierten und sich sichtbar über die Musik und den kleinen Interaktionen mit sich erfreuten. Leider gab es nur etwas mehr als eine gute halbe Stunde an Musik, aber für den Start in den Abend konnte es, aus meiner subjektiven Sicht, keine bessere Wahl als AnnA Lux gegeben haben.

Während der folgenden Pause nutzte ich die Zeit, um aus dem Keller zu gehen und meinem Dampfbedürfnis zu folgen, ehe ich mich einem kurzen und sehr angenehmen Gespräch mit Anna am kleinen Fanartikeltisch widmete. Übrigens spricht sie fast akzentfreies Deutsch, was doch sehr überraschend ist, wechselt aber genauso schnell ins Schweizerdeutsch oder in andere Sprachen. War es Französisch? Ich glaube schon, bin mir aber nicht ganz sicher. Bei Lara und auch Rico hingegen hört man sofort heraus: das sind Schweizer. Aber letztlich finde ich das doch sehr sympathisch, muss ich sagen. Selbstverständlich habe ich mir auch das aktuelle Album zugelegt, schließlich war die Gelegenheit da, dass sich das Trio auf selbigem mit Autogrammen verewigt. Sehr schön.

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Nach ein wenig Umbauzeit und dementsprechend noch einigen Minuten an Wartezeit kamen auch schon Erdling auf die Bühne. Sie kamen übrigens von der rechten Seite auf die Bühne. Dort stand ich auch und wäre beinahe von einer 8-saitigen schwarz-weißen Gitarre erschlagen worden. Es war knapp.

Aber nur wenige Momente später konnte es dann auch schon, ganz unfallfrei, losgehen. Den Fans war sofort anzumerken, dass sie absolut Lust darauf hatten, denn gejubelt wurde schon recht laut.

Die Münchener spielen ebenfalls Dark Rock und NDH, haben ihre zusätzlichen Einflüsse aus dem Industrial Bereich und einen Sänger, der stimmlich und vom Gesang her sehr gut zu dem Ganzen passt.

Mitklatschen, den Fauststoß mit „Hey“, sowie Arme ausbreiten und Flügelschläge imitieren waren häufig an der Tagesordnung, wurden mehrfach eingefordert und von den Gästen angenommen. Das Spiel zwischen Musikern und den Gästen funktionierte tadellos.

Hinzu kam der Einsatz von Nebel auf der Bühne, der selbige fast unsichtbar machte. Aber auch ein kleiner Schaumwerfer wurde eingesetzt und erfreute insbesondere eine schwarzhaarige Dame, die vorn an der Bühne stand und auf einmal eine recht wilde Frisur mit weißen Schaumsträhnen hatte.

Einige Songs vor Schluss wurden die Gäste gebeten sich zu setzen und auf Kommando hochzuspringen. Bis auf einige wenige Ausnahmen machten alle mit und zum Kommando flogen noch glitzernde Schnipsel durch die Luft, die dem Treiben noch das besondere Krönchen aufsetzte.

Die Show von Erdling hatte nebst der Musik absoluten Unterhaltungswert und kam dementsprechend in dieser Form sehr gut an. Es gab sogar, ungefähr zur Hälfte des Auftritts, noch ein Drum Solo, das sich durchaus hören und sehen lassen konnte. Das hatte ich nun so nicht erwartet, fand es aber sehr cool, dass auch so ein Part in der Show seinen Platz hat.

Ich muss gestehen, dass ich von der band selbst noch gar nicht viel kannte. Gerade einmal drei oder vier Songs, die ich auf YouTube gesehen und gehört habe. Dennoch war das Gesamtpaket auf musikalischer Ebene für dieses Genre sehr gut. Nicht zu extrem aber auch nicht zu wenig. Also nicht zu sehr in diesem dunklen Bereich angesiedelt, sodass auch Nicht-Goths ihre Freude an der Musik haben können. Es ist sicherlich nicht einfach diese Mitte zu finden, aber ich empfand, dass sich Erdling auf dieser Ebene befindet.

Es machte Spaß, die Zeit verging relativ schnell, irgendwo kreischten ein paar Mädels herum, die sich anscheinend ein paar Piccolos gönnten und Ups, da wurde ich auch einmal erwischt, als ich mit verschränkten Armen an der Wand lehnte und einfach nur genießen wollte. Da wollte ich einfach nur entspannt genießen und wurde also vom Gitarristen ertappt. Denn beim Song „Phoenix“ sollten die Gäste ihre Arme hochreißen und mit der Musik bewegen. Bei dem Blick, der mir zuteilwurde, blieb mir schon aus reinem Selbsterhaltungstrieb gar nichts anderes übrig, als mitzumachen.

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Ausgelassene Partystimmung am Samstagabend mit Serum 114 in der Batschkapp Frankfurt – Bericht vom 15.12.2018

Die Batschkapp war an diesem Samstagabend schon sehr gefüllt, als ich gegen 18:15 dort ankam. Eine etwas ungewohnte Zeit für ein Konzert, da es so früh beginnen sollte. Nur wenige Minuten später, nämlich um 18:30 begann der Konzertabend mit der Vorband „Zaunpfahl“.

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Die Gruppe, die eigentlich aus vier Personen besteht, an diesem Abend jedoch nur du dritt auf der Bühne stand (krankheitsbedingter Ausfall des Sängers), war mir bisher noch nicht bekannt.

Aber viele in der Batschkapp kannten sie. Das wurde in der guten halben Stunde des Auftritts auch ausgenutzt um bereits viel Stimmung in die Runde zu bringen. Mitklatschen und Textpassagen mitsingen wurde gefordert. Erst waren die Reaktionen etwas schüchtern, aber nach und nach wurde es lauter und man konnte merken, dass die Anwesenden Spaß hatten.

Mit gutem Punkrock konnten sie eindeutig punkten und obwohl ihnen ein Bandmitglied fehlte, konnten sie das wettmachen. An Energie fehlte es ihnen und insbesondere dem Bassisten, keineswegs. Reiner Punkrock ist zwar nicht ganz so meins, aber eine Abwechslung, die sich gut anhört, gefällt mir auch. Und das war mit Zaunpfahl eindeutig der Fall. Sie wirken sympathisch, beziehen das Publikum mit ein, haben Spaß und all diese Dinge sind zu sehen und zu hören und übertragen sich letztlich auch auf das Publikum. So muss es sein.

Nach ihrem Auftritt, der mit Applaus veredelt wurde, gab es selbstverständlich die Umbaupause, in der ich mir einen leckeren Bananennektar gönnte. Schmeckt übrigens wirklich sehr gut. Anschließend noch ein wenig dampfen in der Kälte und auf den Startschuss für Serum 114 warten.

Mittlerweile wurde es richtig voll in der Batschkapp, was ich tatsächlich so nicht erwartet hatte. Eine sehr positive Überraschung für mich, wie ich fand. Es dauerte auch nicht allzu lange, bis der Hauptakt des Abends die Bühne stürmte.

Lichter aus, Banner hochziehen lassen und mit dem Song „114“ ging es sehr passend los. Laut, kraftvoll und sozusagen die richtige Message für den Start in den Abend mit Serum 114. Laut war es aber auch von Seiten der Fans, die der Band zujubelten.

Alte Songs, neue Songs und stets wurde die band frenetisch bejubelt und beklatscht. Mitsingen, zujubeln, mitklatschen und auf Ansage springen funktionierten einwandfrei. Weiter hinten wurde sogar beinahe unentwegt getanzt. Die Stimmung war spürbar positiv und es glich einer wilden großen Party.

Die Jungs auf der Bühne hatten dabei sichtlich Spaß und Freude, nahmen das Publikum mit und glänzten bei ihrem Auftritt mit der härteren Variante des Punk Rock mit ihren einschlägigen Texten sehr. Einige Songs hätte ich wohl mitsingen können, weil ich sie seit längerer Zeit kenne und richtig gut finde. Wenn man manchmal ein bisschen zwischen den Zeilen liest, dann sind die Songs durchaus kritisch und politisch; so wie es oftmals beim Punkrock der Fall ist.

Während des ganzen Auftritts zeigten sich die Musiker sehr bewegungsfreudig. Insbesondere Esche schien ziemlich viel Energie und Lust auf Bewegung zu haben. Bereits während des ersten Songs sprang er von der Bühne, an uns Fotografen vorbei, stieg auf die Barrikaden und zeigte damit absolute Fannähe. Ich musste aufpassen, nicht von ihm umgerannt zu werden. Die Musiker haben Vorfahrt.

Es war wirklich ein cooler Partyabend mit einer Band, die es versteht Fans mitzunehmen und Party zu machen. Mit Musik und dem Auffordern zum Mitmachen. Ich war sehr angetan von dem Auftritt und habe mich richtig gefreut dabei gewesen sein zu dürfen.

Jeder braucht eine Injektion des Serums.

Ein legendärer Abend in der Batschkapp Frankfurt mit Bonfire und ihren Freunden am 05.11.2018

Es gibt Konzertabende, die unvergessen bleiben werden, und dieser gehört für mich definitiv dazu. Nicht nur, dass ich Bonfire sehen konnte, sondern auch weil Musiker und Sänger auftraten, die Musikgeschichte geschrieben haben und so auch nicht mehr zu sehen sind.

Ungefähr 400 Menschen hatten sich an diesem Abend versammelt, darunter einige VIPs, um sich Bonfire und die Rocklegenden anzusehen. Möglicherweise lag das wohl am Wochentag und dem veranschlagten Preis, dass es für mein Empfinden bei dieser Veranstaltung so wenige Menschen waren.

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Dies hinderte Bonfire jedoch nicht mit ihren Hits zu starten. Darunter mit der bekannten Ballade „You make me feel“. Sänger Alex schien manchmal etwas verwirrt, bzw. irritiert zu sein, da er Songs ankündigte, die nicht zu der aktuellen Setlist passten. Seine Erklärung hierfür war, dass sie diese so oft geändert haben, dass er einfach durcheinandergekommen ist. Einfach menschlich, kann vorkommen.

Lange dauerte es dann auch nicht, bis die erste Legende auf die Bühne kam und das war der Keyboarder Paul Morris, der trotz einer kürzlich vorgenommenen Operation dabei war. Er blieb auch den ganzen Abend an den Keys und bereicherte Bonfire um diese Komponente.

Mit James Christian von der Band „House of Lords“ ging es mit den Rocklegenden weiter. Die Band gibt es bereits seit 1988. Zwar kannte ich ihn von seiner Optik her nicht, aber die Stimme kam mir sehr bekannt vor. Sie hat eindeutig Wiedererkennungswert. Es war ein wirklich interessanter Beginn mit ihm und er versuchte auch schon das Publikum zu animieren, welches noch etwas verhalten reagierte.

Nach ihm folgte Dieter Hertrampf, der lange Zeit bei den Puhdys aktiv war. Wow, jemand von den Puhdys, dass ich das nochmal erleben durfte, war schon ein Knaller. Drei Songs lang war er mit auf der Bühne und beim Song „Alt wie ein Baum“ wurde sogar mitgesungen. Vermutlich bin ich für diese Songs dann doch etwas zu jung. Aber gerockt hat es und das gefiel auch mir.

Nach ihm durfte sich die einzige Dame die Ehre geben und es war Robin Beck, die man durchaus kennen kann, schließlich hat sie den bekannten Coca-Cola-Song Ende der 80er Jahre gesungen. Dieser hat übrigens den Titel „First Time“. Dass sie immer noch eine wirkungsvolle Bühnenpräsenz hat, zeigte sie sehr eindrucksvoll. Passend zu ihrem bekanntesten Song verschenkte sie auch eine Flasche Cola an eine Dame. Aber wo wäre der Spaß gewesen, wenn die Flasche nicht vor der Übergabe noch einmal richtig durchgeschüttelt würde? Genau das machte sie nämlich.

Es folgte ein weiterer Bonfire Song und eine kurze Pause, in der ich eine leckere Currywurst aß und anschließend etwas trinken wollte. Doch leider war an der Getränkeausgabe in der Batschkapp, im Konzertraum, nur eine Dame, die zu viele durstige Gäste bedienen musste. Vielleicht hätte man wenigstens in der Pause jemanden dazubeordern sollen, die Schlange war doch recht lang.

Schnell war die Pause auch wieder vorbei und bevor die nächste Legende auf die Bühne kam, wurde ein legendärer Song gecovert. „Child in Time“ von Deep Purple war der gewählte Titel und dieser war wirklich hervorragend gespielt. Ganze zehn Minuten wurde dieser klasse Song gespielt und dafür gab es auch den berechtigten Applaus. Ein kleiner Faux-Pas passierte Alex bei dem Song, als er einmal zu spät für seinen Part ansetzte, aber es fiel kaum auf.

Weiter ging es mit dem nächsten Großen aus der Rock und Metal-Szene und es kam mit ihm richtig Leben auf die Bühne. Johnny Gioeli, derzeit bei Axel Rudi Pell als Sänger aktiv, animierte mit seiner Art auch die Zuschauer zum Mitmachen, mitklatschen und auch zum Mitsingen. Nun waren die Gäste auch nicht mehr so zurückhaltend, wie noch zu Beginn. Auch er war für drei Songs auf der Bühne und das Highlight war das Cover von „Halleluja“, das er gemeinsam mit Alex sang und dabei, bestimmt nicht nur bei mir, Gänsehaut erzeugte.

Nach ihm wurde es mit Chris Boltendahl (Grave Digger) noch eine Spur härter und metallischer. Mit „The Clans are marching“ und „Heavy Metal Breakdown“ konnte er die Gäste erstmalig so richtig aus der Reserve locken. Party pur und mein Geschmack war das ohnehin. Typisch für ihn war natürlich das Tragen des Rocks und seine außergewöhnlich geniale Art zu singen. Fantastisch war es und die Zeit rannte förmlich davon. Aber das Ende war noch nicht in Sicht.

Auch Toto ist in der Musikwelt bis heute ein Begriff. Dass man mit Bobby Kimball den originalen Sänger von der Anfangszeit sehen und hören durfte war schon der Wahnsinn, schließlich ist er schon länger nicht mehr aktiver Sänger der Band. Mit Bonfire zusammen sang er natürlich den bis heute bekanntesten Song „Africa“, aber auch „Hold the line“. Erneut feierten die Gäste, klatschten, applaudierten und sangen mit. Bobby erzählte auch ein wenig von seiner Zeit in Deutschland, wie sehr sie im gefallen hat und hatte sichtlichen Spaß daran auf der Bühne zu sein.

Ihm folgte Geoff Tate auf die Bühne, der mit der Band „Queensryche“ bekannt wurde. Seine kraftvolle und zugleich gefühlvolle Stimme gaben der Musik eine besondere Note, die auch sehr gut bei den Zuschauern ankam. Von der guten Stimmung getragen war auch er mit Elan dabei und schenkte dem Publikum mehrere Male ein Lächeln, während er beim Singen hochkonzentriert in seiner Welt war.

Fast schon gegen 23 Uhr kam auch die letzte Legende des Abends auf die Bühne. Dave Bickler war es, der noch einige Survivor Songs, darunter „Eye oft he Tiger“, präsentieren konnte. Man sah ihm sein Alter schon an, aber textsicher und stilvoll mit seiner Mütze war er allemal. Ihn zu sehen war ein absolutes Highlight. Schließlich beherrscht er die Bühnenarbeit noch immer sehr gut und konnte damit zeigen, dass er dort zu Hause ist.

Nach ihm versammelten sich alle Legenden zum Abschlusssong auf der Bühne und verabschiedeten sich nach einem legendären Abend in die Nacht.

Taylor Davis berührte Herz und Seele ihres Publikums mit ihrem Violinen Spiel bei ihrem Auftritt am 02.11.2018 im Frankfurter Club „Das Bett“

Es war schon ein ausgesprochen schöner und interessanter Abend im Frankfurter Club „Das Bett“, als Taylor Davis für etwas mehr als eine Stunde ihr Können an der Violine präsentierte.

Doch bevor ich überhaupt dazu kam mir ihr Können an der Violine live anzusehen, hatte ich mir einige ihrer YouTube Videos angesehen, denn darüber wurde sie erst bekannt. Ihre Videos als auch ihr Violinen Spiel haben mir dabei so sehr gefallen, dass ich die Chance wahrnahm, um sie in Frankfurt zu sehen. Bereut habe ich diese Entscheidung definitiv nicht.

Einige Bilder von Taylor Davis bei ihrem Auftritt

Ich würde sagen, dass gut 200 oder mehr Menschen da waren, als Taylor mit einem strahlenden Lächeln auf die Bühne kam und ihr Publikum begrüßte. Das Publikum war übrigens sehr bunt gemischt. Von ganz jung bis ins hohe Alter, vom Anzugträger bis zum Freigeist waren sie alle versammelt und sahen gebannt auf Taylor, als sie zu spielen begann.

Was ich sehr toll fand, neben ihrem wirklich sehr guten Violinen Spiel war, dass im Hintergrund das entsprechende Video zur Musik lief. So hatte der Fan immer wieder die Möglichkeit ihr gesamtes Werk zu sehen. Also nicht nur wie sie spielt, sondern auch die gemachten Videos führ ihre Musikstücke. Mir fiel dabei immer wieder auf, dass sie absolut synchron mit sich selbst ist, sozusagen.

Immer wieder lächelte sie beim Spielen, sah zu den Fans, schloss die Augen wieder und spielte konzentriert weiter. Es waren immer mehrere Titel am Stück, die dann von einer kurzen Pause unterbrochen wurde, in der sie entweder trank oder sich vorstellte, etwas zu sich erzählte und sich vor allen Dingen hundertfach bei ihren Fans bedankte, die ihr diese Karriere überhaupt erst ermöglicht haben.

Bedankt hat sie sich wirklich sehr oft und gewiss aus tiefstem Herzen und nicht einfach nur daher gesagt. Das sah man ihr einfach an, wie sie sich freute. Bei den ersten Unterbrechungen, in denen sie redete, war sie wirklich sehr schnell im Sprechen. Geschuldet war das wohl ihrer Nervosität und Aufregung, die sie ebenfalls eingestand.

Musikalisch präsentierte sie viele ihrer tollen Cover und auch das ein oder andere aus ihrer eigenen Kreation wie „Starfire“, was mir sowohl musikalisch als auch von der Umsetzung auf dem Video sehr gefiel. Es war immer wieder ein hin und her sehen von der Leinwand hinter Taylor und zu ihr. Häufig bewegte sie sich sehr identisch zu den Bewegungsabläufen im gezeigten Video.

Ihre Cover kommen aus der Film- Serien- und Animewelt, wovon ein Titel „He’s a pirate“ (Fluch der Karibik) und ein anderer aus Naruto (Sadness and sorrow) kamen. Dabei kamen weitere Instrumente zu den Musikstücken vom Band. Darunter Klavier oder auch eine weitere Gitarre usw. Obwohl alles ohne Worte, kann man bei ihrem Violinen Spiel wahrlich mitfühlen. Sie beherrscht es absolut.

Dass die gute Stunde schnell vorbeiging, war irgendwie abzusehen und so passierte es auch. Den Abschluss ihres Auftritts war die Titelmusik von Star Wars. Das war ein richtig genial gewähltes Abschlussstück, das nochmal mit sehr viel Energie und ihren außerordentlichen Spielkünsten gespickt war.

Anschließend jubelten und applaudierten die Zuschauer ausgiebig und lange, sodass Taylor gar nicht anders konnte, als aus ihrem freudestrahlenden Lächeln und dem Jubel eine Zugabe zu spielen. Die Zugabe wurde ebenfalls mit einem fast noch lauteren Applaus gefeiert, doch leider war wirklich Schluss und nach einer kurzen Erfrischung zeigte sich Taylor sehr fannah und war für Gespräche und das ein oder andere Foto zu haben.

Ein wirklich toller Abend, der musikalisch berührte und eine gewisse Entspannung vom Stress des Alltags bot.

Ein Halloween Abend mit Mono Inc. Und Hell Boulevard in der Batschkapp Frankfurt

Passender hätte das Datum für den Auftritt von Mono Inc. In der Frankfurter Batschkapp nicht gewählt werden können. Wann gibt es einen besseren Zeitpunkt für die „dunklen Seelen“ sich zu einem Konzertritual zu versammeln?

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Entsprechend voll war es da schon kurz vor 20 Uhr, als die Vorband Hell Boulevard aus der Schweiz den dunklen Ritualabend begann. Die im Jahr 2014 gegründete Band bezeichnet ihre Musik selbst als Goth’n Roll. Nun gut, ich als Nichtkenner der Szene würde es einfach als Goth Rock bezeichnen. Wenngleich auch einige metalähnliche Züge vorhanden sind.

Dieses Düstere kommt adäquat durch und wird durch die Stimme des Sängers, der sich als vDiva bezeichnet, gut herüber. Seine Stimme hat mich jedoch permanent an andere Bands erinnert. Davon eine im Speziellen, aber mir fiel und fällt der Name einfach nicht ein. Des Weiteren passten Kleidung und auch das Make-up sehr gut zu der Szenerie, die häufig mit eher dunkleren Lichtern untermalt wurde.

Musikalisch fand ich schon, dass eine gewisse Härte aber auch Emotionalität vorhanden war. Sie spielten auch einige Songs von ihrem aktuellen Album „In Black we trust“. Unter anderem auch den gleichnamigen Titelsong davon, der mir persönlich am besten gefiel bei dem Auftritt.

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Ich denke aber, dass die Band als gutes Vorprogramm zu Mono Inc. Passt, auch wenn es weniger meine Welt ist. Jedenfalls habe ich mich definitiv nicht gelangweilt, sondern fand es interessant zuzuschauen und zuzuhören, während andere in meiner Nähe (ich stand recht weit hinten) den Platz zum Tanzen nutzten.

Nach einer Pause hieß es zunächst warten und die Zeit mit ein wenig Dampferei draußen nutzen. Aber wirklich lange dauerte es nicht bis es dunkel in der Batschkapp wurde und das Intro von Mono Inc. Anlief. Rauch und Nebel erfüllten die Bühne ein wenig und mit einem großen Knall wurde das Konzert eröffnet. Die Musiker waren da und sofort gab es lauten Jubel und viel Applaus.

Ich, der die Band zwar ein wenig kennt und einige der Songs gelegentlich hört, war doch etwas überrascht, dass eine Dame am Schlagzeug tätig ist. Coole Sache irgendwie und die Dame leistete wirklich ganze Arbeit. Nicht nur, dass sie über den ganzen Abend hinweg eine sehr gute Leistung an den Drums zeigte, nein, sie war es auch häufig die zum Mitklatschen aufforderte. Stets passend zu ihrem Rhythmus am Schlagzeug. Aber sie schaffte noch mehr als das, denn auch am Hintergrundgesang war sie beteiligt und bei einer Ballade sogar vorne auf der Bühne und nicht am Schlagzeug, da sie gesungen hat. Ein Multitalent die Katha Mia in den Reihen von Mono Inc.

Aber nicht nur sie war es, die das Publikum und Fans häufig zum Mitmachen animierte, sondern auch Sänger Martin Engler, der zusätzlich auch an manchen Stellen das Mitsingen forderte. Aber auch das Teilen der Zuschauer in zwei Gruppen, die er mit Handbewegungen dirigieren konnte, zeigte sich als sehr gelungen.

Durch die Lichteffekte, den häufigen Einsatz von Nebel, Rauch und auch Feuer war es über den ganzen Abend hinweg zu der Musik eine richtig tolle Bühnenshow, die zu einer großen Mitmachparty ausartete. Gewiss war das so gewollt. Es funktionierte und das war auch nebst der Musik für mich beeindruckend, denn so etwas hatte ich nicht erwartet.

Das zeigt natürlich auch, dass die Musiker auf der Bühne, die ihre Outfits ein paar Male änderten, nicht nur Lust auf Musik, sondern auch auf Unterhaltung und ihre Fans haben. Ein Beleg dafür war auch Martins Rückblick, den er zwischen den Songs erzählte und dabei den Fans dankte, denn er weiß genau, dass ohne sie der Erfolg von Mono Inc. Nicht wäre. Sehr sympathisch.

Die Musik selbst wurde beinahe zur Nebensache bei so einer Bühnenshow, bei der man so viel zu sehen bekommt. Es gab sogar eine Art Drum-Solo, was mich an die Blue Man Group erinnerte. Auch das kam sehr gut an, da auch hier die Fans zum Mitmachen aufgefordert wurden, in dem sie auf Anzeige von Katha „Hey“ rufen sollten. Klappte auch sehr gut.

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Letztlich muss ich wirklich sagen, dass die Zeit bei diesem Auftritt sehr schnell vergangen ist. Selbst wenn man, so wie ich, die Songs kaum kennt, ist die Kombination aus Musik und Bühnenshow so gut, dass es kaum eine Rolle spielt. Die Band weiß, wie man ihre Fans begeistert.

Die Stadthalle in Langen bebte unter dem melodischen Sound von Axel Rudi Pell am 30.10.2018

Da war ich also in Langen, das zwischen Frankfurt und Darmstadt liegt, um eine meiner musikalischen Favoriten endlich einmal zu sehen. Seit wie vielen Jahren höre ich eigentlich Axel Rudi Pell? Tatsächlich seit 2004 und nun, 14 Jahre später, kam ich endlich in den Genuss diese Band auch einmal live zu sehen mit dem Großmeister selbst an der Gitarre.

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Zum Glück war es nicht so kompliziert die Stadthalle in Langen zu finden. Dafür war es zunächst ein wenig irritierend. Nun gut, ich war noch nie dort gewesen und habe zunächst einmal den Weg nach unten Richtung Garderobe und Toiletten gewählt. Danach hinten herum, nach oben und siehe da, dort muss es sein. In der Räumlichkeit selbst war ich überrascht, dass der Raum insgesamt kleiner wirkte und war, als ich annahm. Dafür gab es weiter hinten leckeren Currywurst-Duft und Getränke. Die Cola für 3,50 € ohne Pfand – das ist mal ein fairer Preis. Aber noch wollte ich gar nichts trinken, ich bewunderte erstmal die schöne Bühne, die schon fein hergerichtet auf die Action wartete.

Und die ließ auch nicht lange auf sich warten: zwei Herren mit Akustikgitarren betraten die Bühne und das war auch der Start in den Abend. Chris Bay heißt der Künstler, der einen gewissen Surfer-Charme ausstrahlt und mit der Akustik-Gitarre zwar eher ruhigere Rockmusik spielt, diese aber mit Gefühl und Ausstrahlung. Okay, vielleicht liegt das mit dem Surfer-Charme auch daran, dass ich vor dem Konzert sein Video „Flying Hearts“ gesehen habe, in dem er an einem Strand ist.

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Die Songs strahlen eine gewisse Freude und irgendwie auch, ich kann es nicht anders als mit dem Wort Sonne beschreiben, aus. Deswegen vielleicht auch die Antizipationen des Surfers. Aber er kommt auf der Bühne auch freudig und mit Spaß bei seinem Tun herüber.

Zwar war es ein eher, im Verhältnis zu dem was noch kam, ruhigerer Start in den Abend, dafür jedoch ein gutes Aufwärmprogramm, bei dem er schon Erfolg dabei hatte, das Publikum mitzunehmen. Man sah ihn häufig lächeln und mit offenem Blick ins Publikum schauen. Sein Partner an der zweiten Gitarre, war eher etwas zurückhaltender, wenn ich das so sagen kann, erledigte seine Aufgabe aber auch sehr gut und spielte die zweite A-Gitarre mit leicht versteckter Leidenschaft.

Nach ihnen gab es keine große Pause. Es reichte gerade aus, um die gekaufte Cola auszutrinken. Die folgende Band durfte ich nun ein zweites Mal sehen. Bereits im Jahr 2017 waren The Unity in der Batschkapp im Vorprogramm von Edguy zu sehen. Damals haben sie mir schon sehr gut gefallen, denn mit ihrem Hard Rock und Metal, der kraftvoll und melodisch ist, treffen sie meinen Geschmack sehr genau.

Das war dieses Mal nicht anders. Es ging direkt knallhart los. Schlagzeug und schöne Gitarrenriffs zu Beginn, das ist mal eine Ansage und Gianba Manenti, der die Kraft durch seine Stimme repräsentiert, war nicht minder mit Energie aufgeladen.

Wieder brachten sie ein gutes Set mit, das mit Krachern und auch gefühlvolleren ruhigeren Passagen in den Songs gespickt war. Freude, Spaß und Leben auf der Bühne war von Beginn bis Ende zu sehen. Ob an den Bewegungen oder der Mimik der Musiker, man sah es ihnen einfach an, dass sie auf der Bühne zu Hause sind.

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Mit „Never Forget“ beendeten sie ihren Auftritt, was durchaus sehr passend war, denn der Song ist, ähnlich wie The Storm, sehr melodisch gehalten und vergessen kann ich The Unity jedenfalls nicht. Es ist einfach meine Musik und ich glaube, dass das Album bald auch den Weg in mein Wohnzimmer finden wird. Die Musik ist einfach stark. Ob sie im kommenden Jahr vielleicht schon ihre eigene Tour machen werden? Genial wäre es definitiv.

Nach dem gelungenen Auftritt gab es dann doch mal eine längere Umbaupause auf der Bühne, die man gut für Gespräche, Getränke und das ein oder andere Laster nutzen konnte. Ein wenig den Merchandise-Stand betrachten gehörte auch dazu.

Die Zeit verging dann aber doch recht schnell und es wurde Zeit für den Hauptakt des Abends. Ich war innerlich ganz schön aufgeregt und habe mich tierisch darauf gefreut, Axel Rudi Pell live sehen zu können. Dazu muss ich aber auch sagen, dass so etwas immer ein gewisses Risiko birgt. Ist die Band auch live so gut, wie auf den CDs? Werde ich womöglich entzaubert? Werde ich enttäuscht? Ich sage es direkt vorweg: nein ich wurde nicht enttäuscht und auch nicht entzaubert. Die Band und natürlich Axel Rudi Pell selbst, sind live mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser, als auf CD. Das ist meine persönliche Einschätzung.

Es ging also los, die Medieval Overture lief an, nach und nach kamen die Musiker auf die Bühne. Selbstverständlich unter Jubel und Applaus. Kaum waren alle da, ging es auch richtig los mit The Wild and the Young.

Natürlich war mein Fokus zu Beginn auf Axel Rudi Pell gelegt, schließlich mag ich sein besonderes Gitarrenspiel sehr. Man hört nicht nur auf CD, sondern auch live, sehr gut heraus, wie er „arbeitet“. Wenn man das auch noch sehen kann, ist das eine Art Fest für die Sinne. Dazu noch der super Gesang von Johnny Gioeli, der die Bühne komplett ausnutzte und bis zum Ende scheinbar keinen Energieverlust hatte.

Fantastisch ist es, wenn man fast alle Songs kennt und diese bereits mit den ersten Klängen erkennt und zu einem Großteil mitsingen könnte. Vom aktuellen Album gab es gerade einmal drei Titel, dafür aber eine bunt durchgemischte Liederpalette aus vielen Alben. Beim Song Oceans of time, der ruhiger ausfällt, konnte man durchaus ins Träumen verfallen. Fans der Band wissen ohnehin, dass gerade solche ruhigeren Songs auch sehr gut ankommen. Sie liegen ihnen und es ist auch nicht verwunderlich, dass Balladen eine Beständigkeit bei Axel Rudi Pell haben. Insbesondere finde ich seine Solos in diesen Songs atemberaubend. Die Melodie erzählt so viel mehr, als es Worte manchmal könnten.

Später lief er selbst sogar von der Bühne herunter und begrüßte die erste Reihe, während er von der einen zur anderen Seite ging und auch weiterspielte. Ja, der Mann hat es drauf.

Aber nicht nur er hatte seine besonderen Auftritte, auch der Drummer Bobby durfte bei einem Solo sein Können zeigen. Dies tat er während des Songs Mystica, als die Band die Bühne für seinen Auftritt räumte und ihn machen ließ. Sehr zur Freude der Fans, die nach Aufforderung auch klatschten und das „Hey“ zum Rhythmus riefen.

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Ferdy am Keyboard hatte auch sein Solo als Intro für die Songs Game of Sins / Tower of Babylon. Die Zeit rannte bei der tollen Musik einfach nur so davon und nach einem Medley, das mit einem Ausschnitt des Songs „Carousel“ endete, war das Hauptprogramm vorbei.

Doch was wäre ein sehr guter musikalischer Abend ohne die Aufforderung der Fans, dass eine Zugabe unabdingbar ist? Einfach nur ein sehr guter und kein gelungener Abend. Aber es wurde zu einem gelungenen Abend, denn die Zugabe gab es natürlich.

Mit dem Masquerade Ball und Casbah ging es weiter, ehe mit Rock the Nation ein passender Abschluss, fast eine Message, der Abschluss gefunden wurde.

Poets of the Fall begeistern internationales Publikum in der Frankfurter Batschkapp am 24.10.2018

Es war schon erstaunlich, dass eine Band, wie die Poets, so ganz ohne Vorband anreisten und dementsprechend um 20:30 höchstpersönlich selbst in den Abend starteten.

Das hatte mich genauso überrascht, wie die Kontrolle am Einlass, die von zwei jungen gutaussehenden Damen vorgenommen wurde. Sonst ist es doch in political gender correctness getrennt. Ich glaube nicht, dass es deswegen Beschwerden gab. Wie dem auch sei, das vertiefen wir mal nicht.

Zu den Bildern des Abends

So gab es an diesem Abend also nur die Poets zu sehen und zu hören. Sie starteten mit einem älteren Song, gefolgt von einem aktuellen des Albums „Ultraviolet“. Diese Mischung hielten sie auch den Rest des Abends bei.

Vom Stil her war und ist es alternativer Rock mit einem ansprechenden Anteil des Keyboards, das auch Synth Einflüsse mitlieferte. Einen vergleichbaren Stil hatte ich zuletzt bei Sunrise Avenue gehört. Mir kam es aber so vor, dass die Anteile an Gitarrensolos bei den Poets deutlich größer sind. Dabei haben sich beide Gitarristen nichts geschenkt. Mir persönlich gefallen solche Einlagen wirklich sehr, weil sie nicht nur zeigen, dass die Künstler auf der Bühne ihre Musik spielen, sondern auch leben.

Die Wechsel zwischen den etwas schnelleren und etwas langsameren, gefühlvolleren Songs, verlief wie ein Faden, der nicht unterbrochen wurde; also sehr harmonisch.

[amazon_link asins=’B07GZBN8RC‘ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’802d67cc-d82c-11e8-b1ee-df2308130452′]Der Song Standstill war darunter ein sehr ruhiger und emotionaler. Passend dazu saßen Sänger Marko Saaresto und seine Gitarristen Olli Tukiainen und Jaska Mäkinen auf Stühlen um damit auch das eher ruhigere Element darzustellen. Obwohl es an einen Akustik Song erinnert, wurde dieser mit den E-Gitarren gespielt und das mit einem sehr schönen Riff.

Später gab es auch Songs, bei denen die A-Gitarre ihre Einsätze fand. Dennoch zeigten die Musiker, dass sie ihre Musik leben und dementsprechend lebhaft zeigten sie sich fast durchgängig auf der Bühne. Dazu waren die Lichteffekte stets passend gewählt. Mal warm und hell, mal eher etwas dunkler und kälter und häufig schimmerte es Lila-Violett.

Auch die Interaktionen mit den Fans funktionierten. Sei es das Mitklatschen oder Mitsingen gewesen; beides klappte sehr gut und es gab von Marko auch Lob dafür. Eine besondere Erwähnung fanden jene Fans, die scheinbar während der Ultraviolet Tour auf ständiger Mitreise sind. Die Gruppe applaudierte und jubelte schon beinahe frenetisch, als sie erwähnt wurden.

So gab es dieses Gegenseitige im Prinzip den ganzen Abend, was sich schlussendlich auch bei der Zugabe zeigte. Es war rückblickend ein angenehmer Abend, der an den richtigen Stellen rockig und emotional von der Band geführt wurde.