Irish Folk Rock Abend im Frankfurter Nachtleben am 18.10.2018 mit den Paddyhats und den Scarlet Scallywags. Party- und Feierstimmung waren inklusive.

Bereits im Vorjahr war ich bei den Paddyhats im Nachtleben gewesen und da mir das, was sie machen so gut gefallen hat, wollte ich mir den neuerlichen Auftritt absolut nicht entgehen lassen.

Neues Album, neue Tour und immer noch sehr guter Irish Folk Rock. Dass sie damit erfolgreich sind, konnte auch durch die Besucherzahl an diesem Abend belegt werden, denn diese war deutlich größer, als noch vor einem Jahr. Hatte man noch relativ viel Platz im Kellerclub, so war es in diesem Jahr schon kuschliger.

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Doch es gab noch eine weitere Veränderung; besser gesagt Erweiterung, denn dieses Mal gab es eine Vorband. So wie ich mitbekommen hatte, war das sogar relativ spontan organisiert. So bekamen die Gäste im Nachtleben die Möglichkeit eine neue Band, die kurz vor ihrem ersten CD Release stand, also ihrer Debüt EP, zu sehen und zu hören.

Die Scarlet Scallywags eröffneten also den Abend mit etwas ruhigerem und emotionalem Irish Folk, der eine gute Einstimmung auf die Paddyhats darstellte. Und das nicht nur musikalisch. Die Vier, Benedikt, Patrick (der Bruder von John Schnee), Lea und Bianca, präsentierten sich mit ihrer Musik und sie hatten sichtlich Spaß und Freude dabei. Nach und nach tauten sie auch so richtig auf der Bühne auf und zwischen den Songs wurden die Interaktionen und Gespräche zu und mit den Gästen mehr.

Das sorgte hier und da für zusätzlichen Applaus und gemeinsames Lachen. Dabei zeigte sich insbesondere Patrick, als Spaßmacher, der nicht nur auf Kommentare aus dem Publikum einging, sondern auch ein Improvisationstalent ist. Text vergessen? Kein Problem! Einfach sagen und weitermachen. Menschlich, sympathisch, lustig und ehrlich.

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Ich bin froh, dass genau dieser Song auch auf der EP bei den fünf Titeln dabei ist, denn ich habe diesen tatsächlich schon einige Zeit in Schleife gehört. Ja, die EP gab es schon an dem Abend zu kaufen, obwohl sie erst zwei Tage später offiziell veröffentlicht wurde. Super Sache, dass sie die schon dabeihatten, denn so habe ich diese EP direkt mit den Autogrammen der Band bei mir.

Während der Pause hatte ich zudem noch die Möglichkeit kurz mit Benedikt zu sprechen. Leider nicht mit meinem Namensvetter Patrick, aka John Schnees Bruder. Schließlich haben wir Herbst, der Winter kommt also und da hat er bestimmt sehr viel zu tun. Nein, Spaß bei Seite. Benedikt sprach davon, dass sie sehr froh darüber sind, dass es so kurzfristig mit den Paddyhats geklappt hat, denn ein Auftritt wie dieser im Nachtleben Frankfurt wäre schon eine Nummer größer für sie gewesen. Die Band gibt es seit 2016 und sie haben auch schon in mehreren Clubs in NRW gespielt.

Wirklich sehr sympathische Menschen und ich bin froh, dass ich sie hören und sehen durfte. Wer weiß, vielleicht sieht man sich bald wieder mal. Schön wäre das bestimmt.

Viel Zeit blieb nicht, denn schon während des Gesprächs kamen die Paddyhats auf die Bühne und ich war wieder einmal erstaunt darüber, dass sieben Personen auf der kleinen Bühne Platz finden konnten.

Es ging direkt mit Vollgas, Rauch und Irland Flaggen los; keine Zeit für ein weiteres Aufwärmen. Direkt loslegen waren das Motto und die Devise. So war direkt Stimmung und Party auf und vor der Bühne zu sehen. Schnell wurde es dadurch den Musikern warm, aber auch der Kellerclub wurde wieder einmal langsam aber sicher zu einer wohltemperierten Sauna.

Auffällig war wieder einmal Ian Mc Flannigan, denn ich frage mich, wie viele Outfits er auf einer Tour so dabeihat. Bei einem der ersten Songs „Circus of Fools“ eilte er schnell von der Bühne und kam mit einem Mantel im Stil eines Zirkusdirektors, Hut, Gehstock und Megafon wieder zurück. Es gab noch weitere Songs, bei denen er sich ein entsprechendes sinngemäßes Outfit holte. Irgendwann macht er das bestimmt bei jedem Song.

Es wurde getanzt, gelacht, mitgesungen und wenn man nicht aufpasste, war man spontan Teil einer schunkelnden Reihe. So war es mir passiert. Häufig passierten diese Sachen in Eigendynamik bei den Gästen, aber auch die Aufforderungen Seitens der band funktionierten nach ein paar Übungen sehr gut. Arme hoch, mitsingen und den Donnerstagabend zu einem Samstagabend machen.

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Aber Mia durfte beim Song „Rockstar“ auch mal einen längeren Gesangspart einnehmen, bei dem die Herren nur den Refrain sangen. Mal eine schöne und sehr gut klingende Abwechslung.

Irgendwann später flogen auch einige aufgeblasene Wasserbälle durchs Nachtleben. Passend zum Song „Boys on the Green“. Dieser hat natürlich weniger mit Wasserball, dafür mehr mit Fussball zu tun. Irgendeiner der Gäste in meiner Nähe wollte schon „Will Grigg’s on fire“ anstimmen; kam aber nicht so wirklich durch damit. Die Bälle flogen immer wieder zurück auf die Bühne, aber das hatten die Musiker schon erwartet.

Die Zeit verging bei so viel Party und ausgelassener Stimmung, wie vor einem Jahr, viel zu schnell. Zum Abschluss gab es noch den wohl bekanntesten Song der Band „Barrels of Whiskey“, bei dem die Stimmung nochmals so richtig hochkochte und den Ruf nach einer Zugabe in der Folge laut werden ließ.

So gab es die Zugabe selbstverständlich und zwar mit den Songs „Green Blood“, dem Titelsong des aktuellen Albums, sowie einem der ältesten Songs mit „We are the O’reillys and the Paddyhats“. Wer da am Ende noch Energie hatte und nicht bester Stimmung war, hat gewiss irgendetwas falsch gemacht.

Wiederkommen nach Frankfurt ist Pflicht Paddyhats!

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Metal a capella mit Van Canto in der Batschkapp Frankfurt – gute Laune, viel Rakka-Takka und Partystimmung inklusive

Auf diesen Abend hatte ich mich schon länger gefreut, denn seit einigen Jahren höre ich die Musik von Van Canto doch sehr gerne. Sie ist schon allein deswegen anders, weil es bis auf das Schlagzeug keine anderen Instrumente gibt. Die werden von den Bandmitgliedern eingesungen, wenn man so will.

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Doch bevor es mit dem A Capella Hauptakt losging, durften sich zwei weitere Bands präsentieren. Die erste davon, ein Duo aus Kaiserslautern mit dem Namen „MoonSun“, waren auch gleich voll dabei.

Direkt mit dem Publikum interagieren, begrüßen und zum Mitmachen auffordern. Insbesondere die junge Dame, gleichzeitig die Stimme und Sängerin des Duos, schien einen ganz besonders großen Bewegungsdrang zu haben. Meine Güte was lief sie hin und her, hüpfte und tanzte förmlich über die Bühne, während sie auch das Singen nicht vernachlässigte. So kann man sich das Fitnessstudio auch sparen.

Anfangs fand ich es doch ein wenig irritierend, dass nur zwei Personen auf der Bühne standen, denn ich hatte zuvor auf dem YouTube Kanal der beiden Mal reingehört, kurz für ein einziges Video und dachte es wären mehr Personen. Doch im Nachhinein, bei genauerer Betrachtung, fällt auf, dass die Instrumente gänzlich von Thomas Kolbin eingespielt und wohl auch gemischt wurden.

Doch wie macht er das auf der Bühne? Schließlich kann er kaum an den Drums und der Gitarre und dem Keyboard usw. gleichzeitig sein?! Nun, er stand mit einer Akustik Gitarre auf der Bühne, hatte aber auch ein Gerät dabei, das Loops aufnimmt (ich komme nicht auf den Namen). So konnte er auf der Gitarre Drums nachahmen, diese aufnehmen und abspielen lassen. Dies machte er auch mit anderen musikalischen Passagen, so dass doch der Eindruck einer ganzen Band entstand.

Sie spielen eine Art Mischung aus den Elementen Pop / Rock und Metal. Haben dabei eigene Songs als auch Coversongs im Repertoire. Am ehesten passt ihr Stil vom Auftritt und auch vom Großteil der Musik an sich in den Symphonic Metal Bereich.

Susannes Stimme ist sehr angenehm aber hat meines Erachtens noch nicht dieses kleine gewisse Etwas, das sie unverkennbar einzigartig macht. Aber gesanglich ist sie sehr gut. Sie könnte bestimmt ohne Probleme den Platz der Sängerin bei den Bands einnehmen, die sie covern. Darunter Nightwish, Within Temptation oder Evanescence.

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Die beiden haben bei ihren 30 Minuten, die sie hatten, einen guten Start in den Abend geliefert, bei dem sie den Großteil des Publikums in der halben Batschkapp durchaus mitnehmen konnten.

Nach einer kurzen Pause, in der ich mir natürlich das Dampfen nicht verkneifen konnte, ging es auch relativ zügig weiter. Nun gut, viel zum Aufräumen gab es ohnehin nicht.

Mit Evertale kam eine Band auf die Bühne, die ich zwar vom Namen her nicht kannte oder es mir nicht bewusst war, dass sie zu den Songs gehören, die ich hin und wieder auf einem Internetstream eines Power Metal Radios höre.

Oh ja, Power Metal ist absolut mein Fall und genau diesen spielen die Offenburger auch sehr gut. Tolle Riffs an der Gitarre, feine Solos, klarer und starker Gesang, der energiegeladen wirkt und ein Bass, der mit den Drums einhergeht.

Auch sie hatten einen gewissen Unterhaltungswert zwischen den Songs. Es wurde zum Beispiel die Frage gestellt, wer denn Gamer sei und da haben sich ganz schön viele gemeldet und ich natürlich auch. Aber mit dem Spiel, worauf sie einen Song bezogen, habe ich persönlich nicht so viel am Hut. Ging es um Warhammer? Ich meine schon, denn das würde zumindest zu dem Song passen. „Chapter 666 (We are the Hammer)

Die Songs waren aber insgesamt lang und in gewisser Weise auch episch, möchte ich doch meinen. Gerade der Gesang von Matthias Graf passt wirklich perfekt. Nicht zu hoch, nicht zu tief, aber klar und mit Kraft. Genau, wie es im Power Metal meiner Meinung nach sein muss.

Die Bandmitglieder haben auch gerne posiert. Also ich meine jetzt nicht, dass es Poser sind, nein sicher nicht. Aber sie haben bestimmte Positionen, Stellungen, wie auch immer (ich kann mich gerade nur noch um Kopf und Kragen reden) eingenommen, die in gewisser Weise zu diesem Genre und der musikalisch mitgelieferten Kraft, sowie Energie, passten.

Waren es fünf oder sechs Songs, die sie spielen durften? Ich bin mir da nicht sicher, aber im Endeffekt waren es für mich persönlich ein paar zu wenig. Aber nun gut, sie waren nicht der Hauptakt des Abends. Vielleicht ändert sich das irgendwann einmal, dann gäbe es mehr von dem guten Power Metal auf die Ohren.

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Das musikalische Level wurde dadurch gesteigert und damit konnte es nach der zweiten Pause auch zum Höhepunkt mit Van Canto selbst kommen.

Total blau kamen sie auf die Bühne. Blau als Lichtfarbe, nicht als Zustand. Jubel, lauter Applaus und auch hysterisches Kreischen waren zu hören, kaum, dass alle auf der Bühne waren.

Mit „If I die in battle“ machten sie exakt dort weiter, wo Evertale aufgehört hatten. Es war schon spannend für mich die Band live zu sehen und zu hören, denn durch das a capella, was die Gitarren ersetzt, hätte es auch durchaus schlimm werden können. Aber nun, die Wahrscheinlichkeit hierfür war eher gering. Schließlich ist die Band mit ihrem siebten Album auf der siebten Tour unterwegs und sie waren nun auch schon das siebte Mal in Frankfurt.

Wieso hat es eigentlich so lange gedauert, bis ich mir dann ein Konzert angesehen habe? Sehr merkwürdig, da ich die Band nun auch schon seit mehreren Jahren kenne und dies hätte eigentlich früher mitbekommen können. Wie dem auch sei, nun waren sie da und ich auch.

Irgendwie ist es sehr interessant und faszinierend – insbesondere live bei einem Konzert – sich das anzuhören und anzusehen, denn es fällt wirklich kaum auf, dass da keine Instrumente vorhanden sind; abgesehen vom Schlagzeug natürlich. Klar erkennt man, dass es sich nicht um E-Gitarren handelt oder einen Bass, aber andersrum gesehen fällt es wiederum nicht besonders ins Gewicht. Es gab sogar das ein oder andere „Gitarrensolo“ – oder wie soll man das nennen? Dafür waren diese aber so gut am Mikro eingesungen, dass es durchaus schwierig war, die Stimme vom Klang einer E-Gitarre zu unterscheiden. Da steckt viel Können dahinter.

Fast durchgehend haben die Musiker die Fans in miteinbezogen. Sei es durch das Auffordern zum Klatschen oder auch mitzusingen. Es war aber auch so, dass eigentlich nach jedem Song eine kurze Geschichte erzählt wurde, bzw. eine Mitmachstory erzählt wurde. Letzteres zog sich circa fünf Songs lang. Bei Rebellion ging es praktisch darum, dass die Schotten, also die Gäste der Batschkapp, die Engländer vertreiben sollten. Natürlich aus Offenbach und das ginge natürlich nur mit purer Lautstärke. Das Publikum hat geliefert. Im Anschluss ging es mit „To the Mountains“ zum Whiskey Sau… ich meine Trinken, in die Berge. Das half aber auch nicht so ganz bei der Selbstfindung, also blieb nichts anders übrig als den Bildungsweg einzuschlagen, nachdem man sich zwar gut, aber in Bezug auf die Selbstfindung eher mäßig beim Bardcall geschlagen hatte. Also Bücher lesen und den Drachen wecken gehen.

Dabei wurde wirklich viel gelacht und mitgemacht. Von der Stimmung her war es, wie ich fand, oberes Level. Immer wieder hat sich auch der Fanclub gemeldet, der ein „Rakka-Takka“ einstimmte, was dazu führte, dass sehr viele im Publikum mit dem folgenden Wort antworteten: Motherfu****

Unabhängig davon, dass es immer wieder angestimmt wurde, fand es immer seine Personen, die mitgemacht haben. Auch die Band hatte nichts dagegen und stimmte mit ein, dirigierte und fand es einfach toll. War es auch, schließlich hatte dieser Spaß seine ganz eigene Dynamik.

Auch als es kurze Zeit später schon Richtung Abschluss ging, war der Fanclub wieder hellwach. Es hieß, dass der Zettel, auf dem die Setliste stand, besagt, dass es kurz vor Ende ist. Da so etwas eher weniger populär ist, wurde spontan der „Lügenzettel“ eingestimmt. Und so gab es nach dem Song „Heading Home“ selbstverständlich noch eine Zugabe, die genauso frenetisch gefeiert wurde, wie der Hauptteil zuvor.

Zusammenfassend kann man durchaus sagen, dass der Abend für Musik, Unterhaltung und Spaß sorgte. Das ist ein großes Plus für die Band, die es zu jedem Zeitpunkt sehr gut verstanden hatte, die Fans zum Mitmachen zu bringen. Ich meine sehr viele erfreute und strahlende Gesichter gesehen zu haben, die in der Batschkapp einen tollen Abend erleben durften.

Ich wette, dass sich alle schon auf das achte Album mit der achten Tour freuen.

Ein langes Set und viele Songs von Lord of the Lost beim Thornstar Tourauftakt in der Frankfurter Batschkapp am 04.10.2018 – supported by Scarlet Dorn

Einen Abend in der Batschkapp bei guter Musik zu verbringen, war das Ziel an diesem Abend, denn das ist auch schon ein Weilchen her, als ich das letzte Mal vor Ort war.

Zwar kannte ich Lord of the Lost nicht wirklich, eher nur zwei Songs, aber die gefielen mir. Und wenn sie schon mal in Frankfurt sind, dann kann ich auch mal eben mit dem Bus hin und mir die Band auch live ansehen. So mein Gedanke und genau das habe ich an diesem Abend auch getan.

Es war zwar nur die halbe Batschkapp geöffnet, aber dafür war es doch gut gefüllt gegen halb 8, als ich ankam. Natürlich war es vorne an der Bühne enger und voller, als es weiter hinten der Fall war, aber das ist einfach normal.

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Nachdem ich ein paar Bekannte getroffen habe, darunter Jan Heesch vom Rock Genuine Magazin, warteten wir auf den Beginn des Abends, der von der Band Scarlet Dorn eingeläutet wurde.

Wirklich bekannt war mir diese im Jahr 2016 gegründete Band nicht, dafür machten sie optisch auf der Bühne schon sehr viel her. Etwas dunkler angehaucht und mit emotionalen Liedern brachten sie die erste angenehme und gute Stimmung in die Batschkapp hinein.

Dass die Frontfrau „Scarlet Dorn“ die Blicke auf sich zog, ließ sich kaum vermeiden, schließlich gibt sie ihre Stimme zu der Musik, die sich im Bereich Dark Pop / Dark Rock ansiedeln lässt. Gefühl- und kraftvoll, klar und emotional brachte sie die Stimmung zur Musik mit ein. Natürlich war sei auch aufgrund ihres Outfits ein absoluter Hingucker, das möchte ich nicht unter den Tisch kehren.

Man sah den Musikern auf der Bühne an, dass sie sich auf diesen Auftritt freuten, denn sie hatten auch ein neues Bandmitglied dabei. Mir persönlich fiel das im musikalischen Sinne nicht auf, also ist die Integration wunderbar gelungen.

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So war es der angenehme Auftakt in einen Abend interessanter Musik und die Band aus Hamburg, Scarlet Dorn, hat ihre Aufgabe gemeistert. Nicht zu soft, nicht zu hart und an den richtigen Stellen emotional – das hat gefallen.

Nach der Umbaupause, die ungefähr 15 bis 20 Minuten dauerte, ging es auch schon weiter mit dem Hauptakt des Abends. Lord of the Lost kamen und der Jubel, als auch der Applaus kannten fast keine Grenzen. Ereignisreiche zwei Stunden konnten also beginnen.

Tatsächlich waren es zwei Stunden, in der die Band ihre Fans mit Klassikern und neuen Songs versorgte. Ein typischer Tour Start also, bei dem die Künstler noch voller Energie sind und durchaus auch mal länger machen, als eigentlich vorgesehen.

Es gab ganze 23 Songs zu sehen und zu hören und es begann mit „On This Rock I Will Build My Church“ – ein sehr guter, energiegeladener und eingehender Song der Band, der mir übrigens beim wiederholten Anhören immer noch gefällt.

Chris Harms verstand es von Anfang an das Publikum mitzunehmen. Sei es durch Gesten, Expressionen oder dem Auffordern des Mitklatschens gewesen. Die Fans waren jedenfalls von Beginn an – und auch über die gesamte Zeit hinweg – voll bei der Sache.

Anfangs stand ich noch sehr weit vorne, aber da es zunehmend enger wurde, habe ich mich in der Nähe des Fanartikelstands aufgehalten. Dort war Platz und Luft zum Atmen und die Sicht auf der Bühne immer noch gut. Der Platz wurde aber auch von anderen Gästen ausgenutzt, insbesondere um zu tanzen. Eine junge Dame vor mir war immer wieder dabei einen sehr expressionistischen Tanz aufzuführen. Sie hatte sichtlich Spaß und brachte das dadurch zum Ausdruck – sympathisch, nicht? Und nein, davon gibt es kein Bild; ich sage nur: DSGVO.  

Jedenfalls wurde auch viel mitgesungen. Größtenteils unaufgefordert, aber wenn dazu aufgefordert wurde, dann war es schon eine recht ordentliche Laustärke, die die Fans da rausbrachten. Mitsingen konnte ich jetzt nicht wirklich, denn wie erwähnt, kannte ich kaum Songs. Bei „Blood for Blood“, was relativ spät gespielt wurde, war es mir zumindest möglich ein paar Textbrocken herauszubekommen.

Dafür war aber auf der Bühne deutlich mehr los. Viel Rauch und Nebel, Lichteffekte, bei denen ich Epileptikern empfehle doch lieber zu Hause zu bleiben, Bewegung und Interaktionen.

Man kann also von einer sehr guten Bühnenperformance und Show sprechen, bei der sich die Musiker mit Lust auf das Spielen und Singen zeigten. Diese Kombination aus der Show, der Musik (Dark, bzw. Goth Rock) war sehr gut und kam an; selbst bei mir, der eher weniger aus dieser Richtung hört.

Wenngleich ich diese Art der Musik im Privaten eher seltener höre, darf ich nicht unerwähnt lassen, dass mir dieses Gesamtpaket, was Lord oft he Lost auf der Bühne anbieten, sehr gefallen hat und ich mir vorstellen kann, dieses auch noch einige weitere Male bei zukünftigen Shows anzusehen. Auch wenn ich weder tanze noch mitsinge, so hat dieser Stil bei einem Liveauftritt schon seinen Reiz und seinen Charme.

Auch das Akustiksolo von Chris beim Song „Cut me out“ ging sprichwörtlich unter die Haut. Seine kraftvolle und klare Stimme, gepaart mit Emotionen untermalten sein Können am Mikrofon sehr gut.

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Die Zeit verflog bei diesem Konzert ziemlich schnell und zum Abschluss passierte etwas eher Unübliches: für Gewöhnlich verlassen die Künstler die Bühne, lassen sich noch einmal ordentlich abfeiern, kommen wieder zurück und spielen die Extrasongs.

Nicht bei Lord oft he Lost. Warum von der Bühne gehen und nochmal zurückkommen? Das wäre doch unnötig, schließlich sind die Fans wegen der Band und die band wegen der Fans da. Dann doch lieber gemeinsam abfeiern und genau das passierte auch. Es gab viel Applaus und Jubel und die Band blieb da. Es gab als Zugabe noch drei weitere Songs: „La Bomba“, Forevermore und „Lighthouse“. Letzterer Song war übrigens ein sehr toller und gelungener Abschluss für den Abend, da dieser eher etwas langsamer und ruhiger ist. Eine tolle Wahl.

Jenny & the Mexicats feierten ihr 10jähriges Jubiläum am 02.10.2018 im Nachtleben Frankfurt mit lateinamerikanischer Rockmusik

Wieder war es Zeit für ein etwas anderes Konzert, das ich besuchen wollte. Rockmusik, die mit lateinamerikanischen Rhythmen und Melodien angehaucht ist, das war das Ziel des Abends und es führte mich in das Nachtleben in Frankfurt, das bei meiner Ankunft kurz vor 21 Uhr recht gut gefüllt war.

Wenn es auch sonst eher früher als später losgeht im Nachtleben, war der Konzertbeginn dieses Mal etwas verspätet. Aber das lag mitunter auch daran, dass noch Gäste den Weg in den Keller fanden.

Was die Gäste betraf, war es bunt gemischt und eher der mittlere Altersbereich, der sich zu diesem Konzert einfand. Aber ich erkannte auch viele Menschen mit dem passenden lateinamerikanischen Aussehen für diesen Abend und es wurde auch viel geredet, vor allem spanisch wurde gesprochen.

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Es war irgendwie abzusehen, dass ich die Texte der meisten Songs nicht verstehen werden würde, aber ist das bei Musik so wichtig? Ich finde nicht, denn die Emotionen, die durch die Instrumente und den Gesang an sich übertragen werden, kann man trotzdem erkennen und spüren, gar fühlen.

So genoss ich zumindest die Musik und den schönen Gesang, wenngleich ich keine Ahnung hatte, was da eigentlich gesungen wird. Aber so traurig konnte es nicht gewesen sein, denn die Art der Musik war schon mehr in Richtung „Spaß und Freude am Leben haben“.

Den Spaß an der Musik und am Auftritt hatte insbesondere Jenny, die sehr häufig tanzte und lachte; ja sogar wenn das Mikro vor dem Mund war, sodass man ihr Lachen hören konnte. Sowas ist einfach sehr authentisch und zeigt auch, dass die Musiker ihre Musik leben und nicht nur zum Zweck spielen.

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Aber auch die anderen Musiker an ihren Instrumenten zeigten sich sehr lebhaft und auch während den Songs versuchten sie mit dem Publikum zu interagieren, zu reden, lustige Anekdoten aus ihrer Bandgeschichte zu erzählen. Leider meistens auf Spanisch und nur sehr wenig auf Englisch, weswegen ich eher weniger verstanden habe.

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Wobei Rock wohl nicht ganz so passend ist als Genre. Dieses wird nämlich als Flamenco, Indie Folk und Cumbia angegeben. Okay, gut, ich fand es rockig mit lateinamerikanischen Einflüssen. Und Jenny kann nicht nur tanzen und singen, sondern auch Trompete und Gitarre spielen. Ein Multitalent auf der Bühne mit sehr viel Charme. Ob lauter und energischer, oder etwas leiser und gefühlvoller, auf Englisch oder auf Spanisch.

Mich hat der gesamte Auftritt sehr beeindruckt, denn ich hätte nicht erwartet, dass mir diese Art der Musik doch so gut gefällt. Ich bräuchte nur noch Spanischkenntnisse und ein kleines Feuerchen der Tanzbewegungen wegen. Aber ansonsten war es wirklich ein toller Abend, der den Zuschauern gefallen und Spaß gemacht hat. Gute Musik und Unterhaltung, genau das wünscht man sich und bei Jenny mit ihren Mexicats bekommt man dies auch.

Flash Forward und Blood Command ließen die Gäste am 20.09.2018 im Frankfurter Nachtleben zu gutem alternativen Rock schwitzen

Nachdem ich eher gemütlich als eilig im Frankfurter Nachtleben ankam, hörte ich um zehn Minuten vor 21 Uhr bereits, dass Musik aus dem Keller kommt. Moment! Es sollte doch erst um 21 Uhr beginnen.

Kurz gefragt, wie lange denn schon gespielt wird und als Antwort hieß es dann, dass sie gerade angefangen hatten. Also nichts wie runter und feststellen, dass die Norweger „Blood Command“ bereits auf der Bühne Vollgas gaben.

Direkt zu den Bildern von Flash Forward & Blood Command im Nachtleben Frankfurt

BloodCommand200918-11Die Band hatte definitiv ein wenig Platznot auf der kleinen Bühne. Ihr Equipment war doch reichhaltig, aber das störte sie nicht im Geringsten ihre Show zu liefern. Wenn mal ein bisschen mehr Platz benötigt wurde, kamen die Musiker der Band einfach von der Bühne herunter und mischten sich unter die vielen Gäste des Abends, welche das auch sichtlich begrüßten und gut fanden.

Einer der Gitarristen stand auf einmal vor mir und wir wären fast beim Headbangen / Kopfnicken zusammengestoßen; aber das war schon genial, muss ich sagen.

Die Band spielt eine Mischung aus Hardcore, Punkrock und Deathpop. Ich hätte da so meine Schwierigkeiten dem Sound ein bestimmtes Genre zuzuweisen, aber es rockt schon sehr gut. Dazu kommt, dass die Künstler wirklich großen Spaß dabei haben ihre Musik zu präsentieren und auch die Nähe zu den Fans und Zuschauern zu suchen und zu finden.

BloodCommand200918-10Der Blickfang der Band ist definitiv die 24jährige Sängerin Karina Ljone, die aber nicht nur optisch auf sich aufmerksam macht, sondern auch mit ihrer energiegeladenen Stimme. Diese klingt live übrigens noch besser als auf CD. Nach dem Auftritt kam ich nicht umher, mir von der Band das aktuelle Album zuzulegen und es einige Momente später auch von allen signieren zu lassen.

Zwischen 30 und 40 Minuten standen sie auf der Bühne und gaben alles. Was mir persönlich besonders gut gefiel, war der Kontrast von Karinas Stimme zur musikalischen Gangart. Wobei man auch dazu sagen muss, dass sie sowohl laut und sehr kraftvoll als auch etwas ruhiger singen kann. Die passende Stimme und Gesangslage dafür hat sie allemal. Des Öfteren gibt es aber auch Hintergrundgesang von den Herren, was das ganze Bild und den Klang dieser Band sehr gut umschließt und in der Form zu einem Ganzen macht, das ich so eher noch nicht gesehen und gehört hatte. Ähnliches mit Sicherheit. Das hier so aber noch nicht.

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Die Temperaturen stiegen im Kellerclub bereits an und die Lüftung kam einfach nicht nach. So war es eine angenehme Sache, während der Pause nach Blood Command frische Luft schnappen gehen zu können.

Nachdem auf der Bühne ab- und aufgebaut wurde, kamen die Jungs von Flash Forward auf die Bühne und da waren Applaus und Jubel schon groß. Sinngemäß hieß es nun bei jedem Song ausrasten und Party machen. So zumindest würde ich das von außen betrachtet beschreiben, denn es wurde viel mitgesungen, mitgeklatscht, getanzt – sofern Platz dafür war – und vor allem geschwitzt.FlashForward200918-5

Die Musiker waren von Beginn an auf einer Wellenlänge mit ihren Fans und den Gästen im Nachtleben. Ihr alternativer Rock zeigt sich durch einprägsame Riffs und Melodie, die manchmal etwas härter und schneller ausfällt. Der Stil an sich ist jedoch stets erkennbar und bewegt sich auf, bzw. um eine Linie herum. Mal etwas schneller und lauter und manchmal etwas langsamer, ruhiger und gefühlvoller.

FlashForward200918-4Auch wenn sie leicht gesundheitlich angeschlagen waren, hinderte sie das keineswegs daran, 100% und mehr zu auf der Bühne zu zeigen. Passend dazu erwähnten sie, dass die Temperaturen im Kellerclub absolut dafür geeignet sind, um die Viren loszuwerden. In gewisser Weise hatte es auch etwas von einem Saunaclub. Es stand die Frage im Raum, wer den nächsten Aufguss machen würde.

Es sind diese kleinen Anekdoten zwischen den Songs, die sehr gut zeigen, dass es die Mitglieder der Band durchaus sehr gut verstehen mit dem Publikum umzugehen und dabei sowohl lustig als auch ernst sein können. So machte nicht nur die Musik Spaß, sondern auch das Miteinander an diesem Abend.

Ein wirkliches Highlight war ein Akustiksong, der unplugged von Stefan zwischen den sitzenden Fans gespielt wurde. Das Animieren zum Mitsingen der Gäste funktionierte auch hier tadellos. Teilweise wurden einige Textpassagen nur von den Fans gesungen. Anfangs noch etwas leise und wie Stefan anmerkte, noch zu schüchtern. Aber je weiter der Song fortschritt umso lauter wurde der Gesang der Menschen um Stefan herum. Es hat nur ein Lagerfeuer gefehlt. Dann wäre die Situation wie gemalt gewesen.FlashForward200918-8

Die Zeit lief schnell davon, aber es machte auch Spaß dem ganzen Treiben auf und vor der Bühne zuzusehen. Und am Ende wurde die band auch nicht einfach so gehen gelassen. Nein, die Zugabe wurde gefordert und auch von der Band mit zwei weiteren Songs erfüllt. Und beim obligatorischen Bild der band von der Bühne aus stand erneut die Frage im Raum, wer den nächsten Aufguss macht. Saunafeeling im Kellerclub Nachtleben.

Nach dem Auftritt waren beide Bands noch am Fanartikelstand und unterhielten sich angeregt mit den Gästen und Fans. Ob nun aus Norwegen, wie Blood Command, oder aus dem Ruhrgebiet; die Musiker beider Bands zeigten sich auf eine sehr sympathische Art ihren Gästen und Fans gegenüber. So klang der Abend langsam mit Gesprächen zwischen Künstlern und ihren Fans aus und es schien als wären alle mit dem Abend zufrieden gewesen.

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Die Südstaaten Country Rocker von High South brachten am 18.09.2018 ihr besonderes Flair in das Nachtleben Frankfurt

Wer mich kennt, kann sich durchaus wundern, dass ich mir Country anhöre und auch ansehe, wenn es möglich ist. Dazu muss ich sagen, dass mir diese Art der Musik sehr gefällt und zudem verfolgt sie mich schon seit Ewigkeiten, denn fast jedes PC oder Konsolenspiel, das mit Eisenbahnen zu tun hat, beinhaltet exakt dieses Genre. Es gibt einfach nichts, das mehr dazu passt.

Das Publikum im Nachtleben war an diesem Abend etwas älter als es sonst der Fall bei meinen Besuchen dort ist, aber das mag wohl auch daran liegen, dass die musikalische Note der Band häufig von den 1970er Jahren geprägt ist.

Aber kaum standen die drei Herren aus Nashville auf der Bühne, spielte das Alter so überhaupt keine Rolle, denn die Musik, die gespielt wurde, kam sehr gut an. Jeder der drei kann singen und Gitarre spielen. Hinzu kommt der Einsatz der Mundharmonika, der dem Auftritt immer wieder eine ganz besondere und spezielle Note gegeben hat.

Ein paar Bidler des Abnds: High South Nachtleben Frankfurt 18.09.2018

HighSouth180918-3Ich persönlich mag dieses Instrument, also die Mundharmonika sehr. Vor allem, wenn sie so gut und genial gespielt wird. Es gab mehrere Songs, bei dem mich dieser Part stets an die benannten Spiele erinnert hat, denn die Songs in jenen klingen einfach genauso. Sehr genial war schließlich der Song „Til the wheels fall off“, denn bei diesem spielte Jamey Garner die Mundharmonika so genial, dass deutlich zu erkennen war, dass er einen Zug imitierte. Gänsehaut pur für mich und Begeisterung noch dazu.

Insgesamt sind die Songs geprägt von Geschichten über das Leben, die Freiheit und natürlich auch die Liebe. Hin und wieder gibt es da leichte Ausreißer, wie zum Beispiel das Darstellen vom Kiffen. Aber das konnten sie sehr charmant und auch lustig rüberbringen. Die Gäste waren jedenfalls amüsiert und applaudierten. Übrigens war der Applaus nach jedem Song sehr ausgiebig und laut. Genau, wie es die Band auch verdient hat.

Dieser Südstaaten Country lädt förmlich zum Träumen und Genießen ein. Lässt man sich darauf ein und schließt die Augen, kann man sich durchaus in einer sonnigen wüste wiederfinden oder eben in einem typisch amerikanischen Country Club.HighSouth180918-9

Dass die Zeit bei so einer schönen Musik schnell vergeht, muss man eigentlich nicht erwähnen. Viel interessanter war es, dass der Auftritt aus zwei Teilen bestand, der von einer rund 15minütigen Pause unterbrochen wurde. Diese gehörte natürlich dazu, schließlich dürfen sich die Musiker auch mal eine kleine Atempause verschaffen.

Auch die rund 100 Gäste empfanden die Pause als sehr angenehm, denn es wurde mit der Zeit im Kellerclub wärmer und wärmer. Doch auch der zweite Teil des Abends war genauso schön wie der erste. Es war gewiss ein Auftritt, bei dem man auch sehr gut entspannen und abschalten konnte.

HighSouth180918-5Sehr gelungen war auch ein unplugged Song der Band, für den sie von der Bühne herunterkamen und direkt vor den Gästen spielten und sangen. Es klang mindestens genauso gut, wie verkabelt auf der Bühne. Der Sound der Mundharmonika gefiel mir bei dem Song übrigens noch einen Tick besser.

Ich bin nach diesem Abend definitiv ein Fan vom Mundharmonikaspiel von Jeremy Garner, denn das habe ich in dieser Form bisher noch nicht live gesehen.

Und so vergingen die gut zwei Stunden der wundervollen Musik, die einen für den Moment in eine andere Welt oder Zeit entführen konnte.

 

 

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Frau Ruth und Stillstand eröffneten mit Punkrock, guter Laune und Pogo auf der Tanzfläche den Start ins Wochenende am 07.09.2018 im Nachtleben Frankfurt.

Punkrock ist etwas, das ich selbst gerne mal als Abwechslung höre und mir dementsprechend auch ansehe. Zwar kannte ich nun keine der beiden Bands, die am vergangenen Freitag in der Batschkapp auftreten sollten, aber manchmal macht genau das den Reiz aus.

Bilder des Abends: Frau Ruth und Stillstand im Nachtleben Frankfurt – 07.09.2018

So fand ich mich kurz vor Beginn um 21 Uhr mit einigen anderen Menschen im Kellerclub ein. Schätzungen sind immer schwierig. Ich hätte natürlich auch durchzählen und jedem Anwesenden einen Zettel mit einer Nummer geben können, aber um die 80 Menschen insgesamt werden definitiv anwesend gewesen sein.

Nicht zu wenige und nicht zu viele Menschen. Und das war auch gut, denn als sich die Offenbacher Gruppierung „Frau Ruth“ auf der Bühne breitmachte und den Abend musikalisch einläutete zeigten die Anwesenden nach anfänglicher Schüchternheit, dass sie gewillt waren zu tanzen, zu pogen – kurz gesagt: zu feiern.FrauRuthStillstand070918-10

Zur FrauRuthStillstand070918-8Gitarre und zum Bass, sowie Drums und Gesang, gesellte sich hin und wieder auch eine Posaune und Keyboard. Gerade bei der Posaune fragte ich mich, ob das überhaupt zusammenpasst. Ich meine, Punkrock und Posaune? Geht das? Ja! Es geht und man konnte sie sogar relativ gut hören.

Insgesamt zeigten sich die Offenbacher sehr spielfreudig und forderten auch zum Mitmachen und vor allem Pogen auf. Die Menschen machten sehr gerne mit und hatten sichtlichen Spaß dabei. Doch auch die Band war mit Eifer dabei; insbesondere der Sänger und Gitarrist sprang über die Bühne, als gäbe es kein Morgen mehr.

Punkrock ist für mich etwas schwieriger zu beschreiben als die Genres Hard Rock bis Metal. Aber der Klang war klar, erinnerte mich an Bands, deren Namen mir nicht einfallen wollen. Passt vielleicht die Bezeichnung deutscher Standard Punkrock? Ich denke mal, dass man die Texte auch schnell aufgreifen und mitsingen könnte. Dennoch gab es auch Songs, die sich melodisch abhoben, da sie etwas ruhiger oder mit anderen Begleitinstrumenten gespielt wurden.

Den Gästen gefiel es jedenfalls so gut, dass die Band eine Zugabe geben durfte und damit über die rund 45 Minuten hinauskamen.

Der Auftakt war gelungen und es folgte eine kurze Umbaupause für den Hauptakt aus dem Odenwald. Wie lange die Pause dauerte, weiß ich gar nicht mehr, denn ich habe nicht wirklich darauf geachtet.

Aber dann war es soweit und die Band kam auf die Bühne. Stillstand! Und der Name ist absolut nicht Programm. Zum Glück, sonst wäre es komisch geworden. Aber es zeigte sich von Beginn an, dass die Band einen anderen Punkrock Stil spielt, als zuvor Frau Ruth.

Rein vom Hören würde ich sogar sagen, dass sie schon eine Annäherung in Richtung Hard Rock in ihrem Stil eingebaut haben. Es hatte für mich nicht diesen klassischen Standard Punkrock Stil, den ich zuvor bei den Offenbachern hörte.

Die Gäste, die schon aufgewärmt waren, sei es durch das Mittanzen bei Frau Ruth oder dem ein oder anderen Getränk an diesem Abend, feierten bereits die ersten Songs mit Klatschen und Pogo richtig mit. Da musste ich schon teilweise aufpassen, dass ich unverletzt aus dieser Nummer würde rauskommen (was mir auch gelang).FrauRuthStillstand070918-37

Auffallend war für mich auch, dass insbesondere der Sänger die Nähe zu seinen Gästen suchte. Sei es durch das Sprechen zwischen den Songs oder dem sehr nahe am Rande der Bühne stehen. Abklatschen und anstoßen mit den Fans war ebenso willkommen.FrauRuthStillstand070918-39

Irgendwie schon eine sehr coole Sache, finde ich. Zeigte es doch die Lockerheit, die an diesem Abend insgesamt dargeboten wurde. Ob von Seiten der Band oder den Fans, da machten einfach alle mit.

Für einen Song gab es auch einen Gastsänger, der aus dem Publikum dazukam und später bei dem Cover von Blietzkrieg Bop der Ramones, konnte sich auch der jüngere Bruder des Schlagzeugers beweisen. Zwar hatte er kleine Startschwierigkeiten, aber sobald es losging, war er voll in seinem Element, so wie auch der Rest der Band.FrauRuthStillstand070918-31

Überhaupt schienen die Odenwälder sehr viel Spaß an ihrem Auftritt im kleinen Kellerclub Frankfurts gehabt zu haben. Dies zeigte ihre Ausstrahlung auf der Bühne, die Späße, die sie mitmachten und nicht zuletzt die Musik. Ach ja, das wollte ich an dieser Stelle dann auch noch erwähnen: Ich selbst komme auch aus dem Odenwald. Aber das ist schon lange her mittlerweile. Mittlerweile habe ich tatsächlich schon mein halbes Leben in Frankfurt verbracht. Eine Randnotiz sozusagen.

Wie bereits erwähnt, hat die musikalische Auslegung schon eine etwas härtere Note, die mir übrigens genau deswegen sehr gut gefallen hat, ist aber ansonsten noch als Punkrock sehr gut zu erkennen.

Leider konnte ich nicht das volle Konzert bis zum Ende miterleben, denn am Folgetag gab es schon wieder frühe Verpflichtungen, aber die Jungs von Stillstand können gerne nochmal wiederkommen. Ihr Auftritt war in meinen Augen stark, gelungen und machte im kleinen Keller absolut Spaß. Andere Menschen würden wohl von Ekstase sprechen, jene, die auch beim Pogen mitgemacht haben. Zu denen gehörte ich nicht.

Und doch war es ein guter Start in dieses Wochenende. Zwanglos mit Spaß und recht guter Musik.