Das erste Mal beim American Football

Plakat-Universe-MercenariesLiebe Leserin, lieber Leser,
das erste Mal ist stets etwas ganz Besonderes und brennt sich unweigerlich in das Gedächtnis ein. Ganz gleich woran Sie jetzt denken, meine ich das erste Mal als Zuschauer beim American Football.
Bisher kannte ich American Football nur aus dem Fernsehen oder von der Playstation. Schön und gut soweit; aber lohnt es sich wirklich diese Sportart live im Stadion zu verfolgen? Ich war lange sehr skeptisch. Das lag wohl auch mitunter daran, dass ich selbst mit den Regeln nur sparsam vertraut bin.
Nichts desto trotz war der Reiz da sich ein Spiel im Stadion anzusehen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass mich Marc Junge schon seit Längerem dazu bewegen wollte.
Die Karte für das Spiel „Samsung Frankfurt Universe“ gegen die „Marburg Mercenaries“ war bereits in meinen Händen als es zum Stadion ging. Später Nachmittag und Sonnenschein. Ein perfekter Tag für einen Stadionbesuch.
Neugierig und gespannt auf das, was mich um das Frankfurter Volksbank Stadion erwarten würde, passierte ich die erste Einlasskontrolle.

Meine Blicke wanderten über das Stadionumfeld:
Essen und Getränke. Ja, das gehört dazu. Das muss einfach sein. Aber die Auswahl beim Essen war schon erstaunlich groß. Hunger hatte ich zwar keinen, aber dafür Durst. Bei gefühlten 30 Grad in der Sonne auch kein Wunder.

Beim Schlendern sah ich vor einer Party-Bühne, auf der immer wieder etwas geboten wurde, Liegestühle! „Hier kann man sichs gut gehen lassen“, dachte ich mir. Neben Musik gab es noch andere Programme auf dieser Party Bühne, wie zum Beispiel den Auftritt der Cheerleader. Übrigens sehr schön anzuschauen. Also die Darbietung der jungen Damen natürlich – aber klar doch! Auch die Mädels selbst.
Was mich doch sehr überrascht hatte, war die Tatsache, dass die Cheerleader aber auch die Spieler(!) überall zu finden, bzw. zu sehen waren. Eher etwas untypisch, wenn ich da an andere Sportarten denke. Ich muss gestehen, dass ich das selbst gar nicht wusste und erst darauf hingewiesen wurde, dass es die Spieler sind.
Bei all dem Lila, das überall zu sehen war – die Vereinsfarbe der „Samsung Frankfurt Universe“ – fühlte ich mich irgendwie im falschen Farbton. Also musste zumindest eine Kappe in lila her. Gesagt getan: den Fanartikelstand angesteuert, Kappe ausprobiert, Kappe gekauft. Jetzt fühlte ich mich besser. Und als Frankfurter darf man natürlich auch Frankfurt unterstützen.
Alles in Allem muss ich sagen, dass bereits vor dem Spiel viel angeboten wird. Es wirkt wie eine große Familienfeier und bekommt dadurch einen gewissen Charme, den ich bisher bei noch keiner anderen Sportart erlebt habe. Großes Plus und Daumen hoch dafür. Ich hoffe, dass dies nicht nur in Frankfurt so ist.

Auf gehts zur Tribüne, mein Sitzplatz wartet und bald ist auch der Einlauf der Spieler. Davon wollte ich natürlich nichts verpassen.
Haupttribüne Block C – ziemlich genau an der 50 Yard Linie. Perfekte Sicht aufs Spielfeld, schattig und überdacht. Durch den Comfort-Seat mit Armlehnen fühlte ich mich pudelwohl. Wer sich an dieser Stelle fragt „Warum ein Comfort-Seat? Das ist doch bestimmt teuer?!“
Das ist einfach beantwortet mit dem Satz: „Das erste Mal ist stets etwas Besonderes“. Wobei ich dazu sagen muss, dass dies ein idealer Platz ist. Insbesondere was die Sicht auf das Spielfeld und die Spieler der Heimmannschaft betrifft.

Dem Personal beim Tribüneneinlass und auf den Tribünen selbst spreche ich ein Lob aus. Sehr freundlich und hilfsbereit.
Der Einlauf der Spieler begann. Es wurde laut. Die 3.800 Zuschauer im Stadion machten Stimmung. Das gefiel mir schon einmal sehr gut.

Kurz darauf ging es auch schon los und das Leder flog das erste Mal durch die Luft zum ersten Catch. Aber weitere Kommentare zum Spiel selbst möchte ich als Laie nicht von mir geben. Das überlasse ich dann doch jenen, die mehr Ahnung von dieser Sportart haben.

Die gute Stimmung, die bereits beim Einlauf der Spieler zugegen war, blieb fast das ganze Spiel über erhalten und steckte sehr schnell an. Obwohl ich manchmal gar nicht so genau wusste, was da eigentlich genau passierte, entwickelte sich intuitiv das Gefühl, wann es Zeit zum Applaudieren, Anfeuern oder für ein Raunen war.
Hilfreich war an dieser Stelle der Stadionsprecher, der die Aktionen, die auf dem Feld geschahen, wie ein Fernsehkommentator ausführlich erklärte. Ich persönlich fand dies sehr toll, da es jemandem, der wenig Ahnung von diesem Sport hat, eine sehr große Hilfe ist. LOB und DANKE an dieser Stelle.

Die Touchdowns der „Men in Purple“ aus Frankfurt wurden gefeiert als wäre das Spiel bereits siegreich zu Ende gegangen.
Mehr und mehr fühlte es sich auch für mich heimisch an. Es machte absolut Freude und Spaß. Das Spiel, die Spieler und auch die Cheerleader waren perfekt zu sehen. Und jeder trug seinen Teil dazu bei die Stimmung Aufrecht zu erhalten. Ebenso natürlich die Fans im Stadion, die die Mannschaft anfeuerten.

Zum Abschluss möchte ich sagen, dass das Gesamtpaket, was sich mir geboten hat wirklich sehr positiv zu bewerten ist. Das familiäre Flair, die Freundlichkeit der Menschen im und um das Stadion herum, das Spiel selbst, die Stimmung, der ganze Event.

Ich werde wieder zum Football gehen, denn es hat Spaß gemacht! Und irgendwie brauche ich mehr lila im Kleiderschrank. Auf gehts Universe!

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