Das zweite (Football) Spiel – 20.08.2017

Liebe Leserin, lieber Leser,

endlich hatte das Warten auf das nächste Heimspiel der Frankfurt Universe ein Ende. All die Ungeduld und Vorfreude mündeten an diesem Sonntag in ein Gefühl von positiver Aufregung und eine gewisse Aufbruchsstimmung machte sich bereits am Morgen bemerkbar.

Kurz nach 12 Uhr mittags hieß es dann: Trikot anziehen, Kappe aufsetzen, Ticket mitnehmen und auf geht’s zur Universe. Mit Marc Junge (All-About-Football) und Christian Roth (american-sports.info) zusammen passierten ich die Einlasskontrolle und war bereits gute 2 ½ Stunden vor Spielbeginn auf dem Stadiongelände, auf dem sich bereits die ersten Fans eingefunden hatten. Gute stimmungsvolle Musik war bereits von der Power-Party-Bühne zu hören.

Mit meinem Trikot und meiner Kappe fühlte ich mich direkt in diese heimelige Atmosphäre versetzt. Dieses Mal gehörte ich wirklich dazu, was das Trikot und die Kappe eindeutig untermalten.

Apropos Fanartikel: zum 10-jährigen Bestehen der AFC Frankfurt Universe gab es speziell zu diesem Anlass angefertigte Fanartikel. Darunter ein Pin, eine schicke Tasse und ein kleiner Schal. Ein besseres kleines Einsteigerpaket an Fanartikeln, nebst dem Trikot und der Kappe, konnte es nicht geben, also musste ich mir dieses 3-teilige Set unbedingt holen. Was ich auch tat.

Da noch viel Zeit bis Spielbeginn war, schaute ich mich ein wenig um. Dieses Mal aber mit etwas mehr Ruhe und dem altbekannten Gefühl eines Familienfestes. Erstaunlich fand ich, dass jedem Appetit abgeholfen werden kann. Pulled Pork, Burger, Backwaren, Salate, Hot Dogs, Handkäs und für die ganz Süßen oder kleinen auch gerne Popcorn oder Zuckerwatte. Leider kann ich euch zu keiner der aufgeführten Speisen etwas sagen, dafür gibt es ein paar Bilder von der Power-Party, die euch einen besseren Eindruck von dem Geschehen vermitteln sollen.

Leider ist mir die Autogrammstunde einiger Cheerleader etwas entgangen. Aber eine interessante Aktion, die doch deutlich zeigt, dass auch die jungen Damen einen festen und beliebten Platz in dieser Sportart und natürlich somit auch in Frankfurt haben.

Noch faszinierender war jedoch die Tatsache, dass erneut viele Spieler zwischen den vielen Fans zu sehen waren. Freundlich, lächelnd und grüßend liefen sie auch an mir vorbei und dieses Mal erkannte sogar ich welche. Ein tolles Gefühl, so als wäre man schon ewig dabei.

Die Spieler konnte man auch beim Aufwärmen beobachten. Auf der Rückseite der Haupttribüne befinden sich die entsprechenden Grünanlagen, auf welchen sich beide Mannschaften für das Spiel aufgewärmt haben. Nach dem Aufwärmen begeben sich die Spieler der Universe in die Mannschaftskabine und nehmen dafür den Eingang, der sich mittig bei der Haupttribüne befindet. Da ich dies bereits vom ersten Besuch wusste, wartete ich diesen Moment ab, um die Spieler aus der Nähe sehen zu können. Da waren sie, laufen an einem vorbei, als ob es das Normalste dieser Welt wäre. Ich kann dazu nur sagen, dass mich dies auch beim 2. Besuch eines Football Spiels immer noch sehr beeindruckt, dass dies überhaupt in so einer Form möglich ist.

Dann wurde es Zeit den Platz auf der Tribüne einzunehmen. Es war natürlich wieder einer der tollen Comfort Seats im Block C in der 3., also der untersten, Reihe – sozusagen ganz vorne.

Nachdem die Cheerleader einen schönen Auftritt auf dem Feld zeigten, wurden die Gäste aus Ingolstadt empfangen, während sich besagte Cheerleader schon auf ihre Positionen begaben, um die Spieler der Universe bei ihrem Einlauf tatkräftig zu unterstützen.

Ich BEDANKE mich an dieser Stelle bei Herrn Uwe Lange dafür, dass ich auch von der Tribüne aus mit meiner Kamera fotografieren durfte.

Aufregung, Spannung, Nervosität, Freude und ein Glücksgefühl; so viele Emotionen auf einmal, als die Mannschaft auf das Spielfeld gelaufen ist. Da ich mich kenne, weiß ich, dass das nur bedeuten kann, dass mein Herz bereits angefangen hat, diese Sportart und insbesondere dieses Team zu lieben. Ich sah also nicht nur so aus, sondern fühlte mich bereits zu diesem Zeitpunkt als Fan.

Nur wenige Momente später begann das Spiel. Zu diesem werde ich nur kurze Eindrücke schildern. Zwar habe ich mittlerweile etwas mehr Wissen zum Spiel und zum Regelwerk an sich, möchte mich aber mehr auf das Geschehen um das Spiel herum fokussieren.

Von der tabellarischen Situation heraus habe ich persönlich mit einem relativ ausgeglichenen Spiel gerechnet. Aber Pustekuchen! Die Frankfurter haben im ersten als auch im zweiten Viertel bis kurz vor Schluss eindeutig das Zepter in der Hand gehabt und wirken offensiv als auch defensiv sehr überlegen. Was auch der Halbzeitstand von 31:3 belegte.

Das gefiel mir und natürlich auch dem größten Teil der Zuschauer im Stadion. An Stimmung mangelte es nicht. Jedoch war die Spannung aufgrund des Zwischenergebnisses schon längst verflogen.

Während das dritte Viertel eher so dahin plätscherte, lösten die Frankfurter im letzten Viertel noch einmal die Handbremse und schraubten das Ergebnis auf am Ende 48:3 hoch.

Ein Kantersieg, sehr schön – und keine Verletzten auf beiden Seiten; zumindest aus der Ferne betrachtet.

Eine Szene muss ich aber beschreiben, denn diese hat mich kurzfristig an die WWE (World Wrestling Entertainment) erinnert. Es geschah im zweiten Viertel als einem Ingolstädter Receiver in Höhe der eigenen 40 Yard Linie der Ball zugeworfen wurde. Gefangen hatte er diesen nicht, aber das Unheil, das auf ihn zukam, konnte er so schnell auch nicht verhindern. Was für ein Tackle! Es „klatschte“ richtig als der Frankfurter Spieler einen mustergültigen „Spear“, [Bei einem Spear läuft der Wrestler auf den Gegner zu, taucht vor ihm ab und trifft ihn so mit der Schulter und teilweise dem Oberarm am Bauch, wobei er ihn zu Boden reißt] gegen diesen armen Ingolstädter vollzog. Dieser blieb zunächst liegen und wirkte ausgeknockt. Bei dieser Aktion ging ein lautes Raunen durch das Stadion. Dies wurde wiederholt und noch etwas lauter, als diese Aktion nochmal auf der Anzeigetafel gezeigt wurde. Das war definitiv der Moment des Spiels.

Bildaufnahme von Carsten Wolf Photography

Aber zur Erleichterung aller Zuschauer konnte er nach einigen Momenten wieder aufstehen und mit eigenen Kräften zur Spielerbank laufen.

Ein weiterer Spieler der Ingolstädter war an diesem Tag auch nicht zu beneiden. Es handelte sich dabei um den Ersatz Quarterback, der sehr häufig von der Frankfurter Verteidigung zu Boden gebracht wurde. Vermutlich hatte dieser gut ein Drittel seiner Einsatzzeit auf dem Boden liegend verbracht. Dennoch hat er es aber geschafft zwei oder drei richtig tolle Pässe zu spielen, die jeweils über mindestens 40 Yards geworfen und auch gefangen wurden. Dies half den Ingolstädtern nur leider auch nicht dabei mehr als drei Punkte zu machen.

Alles in Allem war es ein gelungener Tag mit vielen Erlebnissen, teilweise neuen Eindrücken und einem schönen Spiel. Dieses Mal beträgt die Wartezeit nur zwei Wochen auf das nächste Heimspiel. Das Ticket ist bereits da. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und der zweite Platz will noch abgesichert werden. Mögen uns die Cowboys aus München am 03.09.2017 ein paar Punkte mitbringen – auf geht’s Universe!

Meine Güte, so viel Text. Das war nicht meine Absicht so viel zu schreiben. Ich hoffe, dass die Bilder etwas entschädigen und ihr noch einen besseren Eindruck bekommen konntet.

Zu den Bildern des Spiels

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