Ein grandioser Kantersieg der Universe bei einem Stück Kuchen

Ich kann durchaus verstehen, dass viele Leute möglicherweise denken „Mensch, das ist doch jedes Mal bei der Universe gleich / ähnlich, was kann man denn da noch schreiben?!“ Wie gesagt, ich kann es verstehen, denn das Umfeld ist, vom Prinzip her, schon jedes Mal gleich. Hier die Essensstände, dort Getränke und ein wenig Unterhaltung aber auch, und deswegen steht es im Titel, gibt es Kuchen und Kaffee auf dem Gelände der Power-Party und dieses Mal hatte ich so Lust auf ein Stück Kuchen, dass ich mir da einfach eins nehmen musste.

Ein Stück Donauwelle und ich weiß wirklich nicht, ob ich diese Art Kuchen schon mal gegessen habe oder nicht. Jedenfalls sehr lecker – wer auch immer diesen gemacht hat: ganz großes L.O.B. ich bestelle für meinen Geburtstag zwei ganze Kuchen. Einen für mich und einen für meine Gäste. Ha!

Ach ja, der Preis – sehr einfach: das was man spendet, denn grundsätzlich wären Kaffee und Kuchen kostenlos. Aber das geht natürlich nicht. Es ist schließlich ein Geben und ein Nehmen und kein ich nehme alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist, nicht wahr.

Okay, der vorhergehende Satz und die Überleitung zu den Cheerleadern ist damit natürlich mehr als unglücklich, aber sei es drum, ja sie waren auch da und haben wieder eine fantastisch schöne Performance auf der Bühne geliefert und beim Interview hat die rote Sonja wirklich geglänzt. Macht sie eigentlich ohnehin immer mit ihren vollen knallroten Haaren.

Doch auch die Trainerin herself hat mit dem Vorstand des 1. Cheerleader Fanclubs, dem Wolf, getanzt und zwar Rock’n Roll, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe. Ja genau: „Die mit dem Wolf tanzt“. Das musste nun sein.

Aber es gab auch eine kleine Ehrung für die Chefin und Tinchen, die noch einmal zusätzlich auf die Bühne gebeten wurden. Ein Dankeschön der Fans an die Arbeit, die sich die Cheerleader jedes Mal aufs Neue machen, um neue Moves und Bewegungen, sowie Choreographien an den Tag zu legen. Und jedes Mal bringen sie einen Fotografen zur Verzweiflung: welche Bilder behalte ich denn nun von den unzähligen?! Es ist wirklich schwer bei so vielen strahlend lächelnden Damen oder ihren herumwirbelnd fliegenden Haaren. Das Problem mit der Decidophobie, die ich glücklicherweise nicht habe, hatte ich schon letztes Jahr angesprochen. Das wäre in dieser Kombination noch die schlimme Krönung. Ein paar Mal gegen meinen Kopf, also auf Holz, klopfen und das Beste hoffen.

Nun, nach Kuchen und den Mädels ging es weiter nach hinten, damit ich mir das Aufwärmen der Mannschaften angucken konnte. Doch nur die Universe-Spieler trainierten auf dem Trainingsgelände. Die Gäste aus Ingolstadt waren wohl im Stadion unterwegs und machten sich dort warm. Warum und wieso das so gewesen war, kann ich nicht sagen. Vielleicht lag es daran, dass die Wege kürzer sind?

Wer weiß, aber beim Einlaufen sahen sie doch sehr fit, wenn auch dezimiert aus. Immerhin gab es den selbstverständlichen Applaus der Universe Fans und der drei anwesenden Gästefans aus Ingolstadt.

Lauter und größer waren Jubel und Anfeuerung, als die Universe-Spieler einliefen und sich in der Sonne auf dem Rasen anheizten. Man sah ihnen an, dass sie das letzte Heimspiel vergessen machen wollten und das zeigten sie von der ersten Sekunde an.

Das Spiel hatte kaum begonnen, da rannte Justin Rodney schon zum ersten Touchdown des Spiels. Unglaublich schnell ging das Ganze von Statten.

Auch in der Folge an diesen Touchdown sah man, dass die Ingolstädter keine Chance bekommen würden, Frankfurt sich aber rehabilitieren wollte und offensiv sehr stark agierte.

Für die Touchdowns zwei und drei sorgte der Quarterback Cluley selbst. Er sah Lücken und lief einfach zwei Mal in die Endzone und konnte somit schon das Spiel bis zum Ende des ersten Viertels vorentscheiden.

Die klare Dominanz nach den ersten 12 Minuten, die mit 21:0 endeten war nicht zu übersehen.

Zu Beginn des zweiten Viertels durften die Gäste ebenfalls auf die Punktetafel, wenngleich sie da ein wenig Unterstützung durch Strafen von Frankfurt bekamen. Nichts desto weniger schienen die sieben Punkte von Ingolstadt keinen zu stören.

Vor allem Justin Rodney hatte einen Lauf – im wahrsten Sinne des Wortes – und konnte mit zwei weiteren Touchdown Läufen die nächsten Punkte erzielen. Nennt man das auch Hattrick?

Ihm schloss sich George Robinson an, der einen schönen Pass in der Endzone fing und den Pausenstand von 42:7 aufbereitete. Tatsächlich war jeder Extrapunkt von Marius Duis erfolgreich, weswegen es bei den bis dahin sechs Touchdowns auch sechs Extrapunkte gab. Praktisch so viele Punkte für Marius Duis, als hätte er auch schon einen Touchdown erzielt.

Das Spiel war also längst entschieden und tatsächlich wurde es wirklich nicht spannender in der zweiten Hälfte. Dafür war es interessant zu sehen, dass die Frankfurter einen sehr guten jungen deutschen Quarterback in der Hinterhand haben, der eine sehr gute Sicht auf das Spiel und einen sehr guten Wurfarm anzubieten hat. Das sah schon sehr überzeugend aus. Ich bin mir sogar sicher, dass er in ein paar Jahren, mit etwas mehr Spielerfahrung, Starter sein wird. Ob in Frankfurt oder woanders, das wird sich zeigen. Aber diesen Weg wird er bestimmt gehen, der gute Johannknecht.

Doch zu Beginn der zweiten Hälfte verkürzten die Dukes noch auf 42:13, der Extrapunktversuch wurde geblockt.

Mehr sollte ihnen aber nicht mehr gelingen. Vielmehr waren es die Frankfurter, die Punkte erzielten und dabei eine gewisse Lockerheit an den Tag legten, als wäre dies ein Trainingsspiel.

Anthony Brooks, noch im dritten Viertel, Lorenz Regler und George Robinson, sorgten für drei weitere Touchdowns, die zum Endergebnis von 63:13 führten.

Schön für die Spieler, so ein Kantersieg, keine Frage und gefreut hat es mich natürlich auch. Aber viel lieber sehe ich engere Spiele, die am Ende noch mit Zittern gewonnen werden. Außer gegen Hall, da könnte es irgendwann doch auch mal 70:7 ausgehen gegen die Pferde auf Drogen. Das wäre was.

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