Eine „Stadt“ Geschichte – wie viele Städte wurden in diesen Text eingebaut? Viel Spaß beim Suchen

Hagen lebte an einem Fluss und stets antwortete er, wenn man ihn nach dem Grund fragte: „Weil am Rhein die Luft und das Wetter so viel schöner sind.“ So war Hagen und die Antwort gab er auch, wenn es viel Regen gab.

Hagen hatte das Glück, nicht mehr arbeiten zu müssen, obwohl er erst Mitte 30 war. Seine Löhne bezog er aus einem Patent. Er hatte mit seinem Wissen aus dem Studium und seiner Neugier eine Glashütte entwickelt, die das Wachsen von Datteln auch hier zu Lande ohne großen Aufwand ermöglicht. Dabei musste man die Palmen kaum gießen.

Sein Hof lag etwas außerhalb der Stadt. Dort konnte er in Ruhe leben und sich an seiner Glashütte erfreuen. Zwar lehrte er hin und wieder als Gastdozent an einer Universität, wie sich das Verhalten der Dattelpalme in einer Glashütte auswirkt, aber viel lieber war er doch zu Hause im Schatten der Borken, genoss die Aussicht auf den Rhein und die Aue, die sich westlich seines Hauses entlang zog.

Gelegentlich kamen Freunde vorbei, um ihn zu besuchen. Sie waren stets willkommen und ließen sich auch nicht von den langweiligen Geschichten mit den Heringen vertreiben, die Hagen in einem Teich hielt. Hagen hatte sogar zwei Teiche und oftmals saßen am Teich, in dem keine Heringe waren. Mit den Füssen im Wasser und leckerem Essen konnte man sich die Heringsgeschichten auch mal anhören. Oder immer wieder. Das gute Essen entschädigte jedoch stets für die sich wiederholende Fischfolter. Manch einer schaltete einfach ab und hörte dem Rascheln der Blätter zu, die an den Ulmen hingen. Oder sie sahen in die Weite hinter der Aue, wo sich ein Forst befand, in dem die meist frechen Kinder spielten.

Hagen interessierte sich nicht dafür und sagte stets, dass sie irgendwann den dort lebenden Ebern begegnen werden, die sicherlich ihr Revier verteidigen wollen, wenn sie sich nicht gerade im Schlamm aalen. Zumeist beließ er es dabei und wenn die Abende schön waren, nahm Hagen seine Freunde auch gerne mit zu einer Burg. Zwar mussten sie bei der Fahrt immer einen Bogen um das Münster machen, doch nach der langen Fahrt musste man nicht mehr so viel laufen.

Seinen Freunden machte dies immer Spaß, denn sie mussten sich wegen den Geldern keine Sorgen machen, schließlich wurden sie stets von Hagen eingeladen. Er konnte es sich leisten und teilte gerne all dies mit seinen treuen Freunden. Warum er dies machte und den süßen Genuss des Lebens nicht mit einer Partnerin teilte, verstanden viele nicht. War ihm das Werben um die Richtige zu mühevoll? Seine Freunde fragten schon nicht mehr, sie ließen ihn einfach, schließlich schien Hagen glücklich zu ein. Und das war er auch.

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