Werbeanzeigen

Eintracht Hagen unterliegt gegen den Favoriten HSG Nordhorn-Lingen mit 27:36

Da war ich nun also auch das erste Mal bei einem Handballspiel. Ausgerechnet in Hagen. Nun, es hat sich so ergeben. In Frankfurt direkt gibt es kein höherklassiges Team. Und soweit ich es finden konnte, ist in meiner Umgebung viel in der3. Liga der Herren im Bereich Ost zu finden. Da tummeln sich gleich einige Vereine aus Hanau und den umliegenden Städten. Nur Frankfurt ist so eine Art weißer Fleck auf der Landkarte. Es gab da mal zwar etwas, vor Jahren, aber aktuell ist weder im Herren noch im Frauenbereich etwas zu finden in der Sportstadt am Main.

Man könnte nun vermuten, dass sich mein Interesse an Handball seit der kürzlich gewesenen Weltmeisterschaft gesteigert hat, aber dem ist nicht so. Ich habe nicht mal ein ganzes Spiel gesehen. Es war einfach die Verkettung aus Zeit, Ort und Möglichkeit.

Einige Bilder zum Spiel gibt es hier

Dafür war es natürlich durchaus interessant das Spiel aus einer Position zu sehen, welche im Fernsehen eher selten zu sehen ist in dieser Form. Gleichermaßen ist das Stehen neben dem Tor auch nicht ungefährlich, das muss man wohl dazusagen.

Es wäre definitiv nicht gesund gewesen einen Ball abzubekommen, egal von welchem Spieler, denn sie können alle gut werfen. Nur von der Nummer 22 der Gäste, Philipp Vorlicek, sollte man wirklich keinen Ball abbekommen. Ich bin mir sicher, dass dieser junge Mann damit Leute in die Bewusstlosigkeit abwerfen kann.

Womit wir schon beim Spiel selbst wären.

Die Hagener kämpfen darum, nicht auf einen Abstiegsplatz abzurutschen, während die Gäste aus Nordhorn die Aufstiegsplätze fest im Visier haben. Doch das Spiel war zu Beginn noch recht ausgeglichen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend von der anderen lösen oder sich absetzen.

Was mich aber sehr irritierte, war, dass es gelbe Karten zu Beginn hagelte. Es wirkte so, als säße die bei den Schiedsrichtern so locker, wie Toastbrot in einem Toaster. Fast jedes Foul gab eine gelbe Karte in der Anfangsphase. Das ebbte aber ab und später gab es dann eigentlich nur noch Zwei-Minuten-Strafen. Ich glaube, dass das ein Element in dieser Sportart ist, das ich wahrlich noch nicht verstehen kann. Ich hatte schon die Befürchtung, dass zur Halbzeit die Hälfte aller Spieler mit einer roten Karte vom Spiel verwiesen sein würden.

Jedenfalls konnten sich die Gäste aus Nordhorn, die sehr lautstarke Fans mitgebracht hatten, etwas absetzen. Grund hierfür war die überragende Leistung beider Torhüter der Nordhorner, die wahrlich sehr viele Würfe halten konnten.

Dies spornte wohl die gesamte Mannschaft an, die in der zweiten Hälfte sehr dominant auftraten. Insbesondere Vorlicek konnte von den Hagenern kaum unter Kontrolle gebracht werden.

Dieser machte, meiner Meinung nach, ein sehr gutes Spiel. Setzte sich fast immer durch und erzielte einige Tore. Die Hagener hingegen waren sichtlich frustriert und haderten häufig mit sich selbst, was den eigenen Spielfluss wesentlich störte.

Auch das Umschalten von Offensive auf Defensive, oder eben umgekehrt, funktionierte nicht besonders gut. Da waren die Gäste auch deutlich besser.

Die Gäste aus Nordhorn brauchten nicht einmal die Außenspieler, um ihren Angriff aufzubauen. Einer davon, die Nummer 28 aus Nordhorn, Lasse Seidel, wirkte häufig wie vergessen. Ich war schon in Versuchung ihn zu fragen, ob ihn seine Mitspieler nicht mögen. Aber am Ende durfte er die 7 Meter werfen, das mit Erfolg.

Letztlich verloren die Hagener das Spiel mit 27:36, was wohl ein zu erwartendes Ergebnis gewesen sein dürfte. Damit sind die Gäste aus Nordhorn immer noch im Rennen um den Aufstieg. Hagen hingegen ist derzeit noch denkbar knapp über dem Strich. Es bedarf aber gewiss einer konzentrierteren Leistung und mehr Zusammenspiel, wenn das auch so bleiben soll.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen