F1 2018 für die Playstation 4 -angespielt, warm gefahren und einen positiven Trend in der Entwicklung festgestellt

Passend zum Großen Preis von Belgien erschien am Freitag auch das aktuelle Spiel zur Formel 1 Saison 2018 von Codemasters.

Mit der Headline Edition bekommt man noch zusätzlich zwei Fahrzeuge, mit denen man im Zeitfahren und in klassischen Meisterschaften fahren kann. Dies sind der 2009 Brawn BGP-001, sowie der 2003 Williams FW25.

Pünktlich zum Erscheinungstag war das Spiel auch im Briefkasten. Da muss man Amazon doch mal loben, denn das war nicht immer der Fall. Man scheint dort aber gelernt zu haben, dass DHL nicht immer die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit hat, die man sich wünscht.

Bei meinen ersten Spielstunden konnte ich im Bezug auf die Grafik keine nennenswerten Änderungen, Verbesserungen oder Verschlechterungen feststellen. Gewiss wurden die aktuellen Details an den Fahrzeugen und auch des Halo-Systems sehr gut eingearbeitet, jedoch ist im Vergleich mit dem Vorgänger zu erkennen, dass die grundlegende grafische Struktur erhalten geblieben ist. Wobei ich aber die leichte Vermutung habe, dass sich Regen und Gischt leicht verändert haben. Dies kann aber auch nur ein subjektiver Eindruck sein.

Interessanter wird es meiner Meinung nach beim Sound, denn hier hat sich durchaus etwas verbessert. Die Autos klingen noch unterschiedlicher und sehr realistisch. Zumindest, wenn ich das mit dem Klang aus den TV Übertragungen vergleichen kann. Aber bei den historischen Wagen ist es doch sehr gelungen. Da habe ich mir mal testweise das ein oder andere Auto via YouTube in alten Rennen angehört und den Ton etwas vergleichen können. Das Ergebnis war für mich wirklich gut.

Das Fahrzeughandling ist mit einem normalen Controller relativ beschränkt. Auch in diesem Jahr gehe ich davon aus, dass man mit Lenkrad / Pedalen und ggf. einem Rennsitz noch am besten bedient ist, um hier und da noch die letzte Tausendstel herauszuholen. Dennoch kann man aber auch mit dem normalen PS4 Controller dosiert Gas geben und bremsen als auch hart oder sanft einlenken. Was man alles während der Fahrt einstellen kann ist dabei ebenfalls sehr spannend. Im letzten Jahr habe ich mich kaum damit befasst, da es während der Fahrt wirklich schwierig ist, die ganzen Möglichkeiten und Einstellungsoptionen abzuhandeln. Doch aufpassen muss man natürlich auch bei der Wahl der Reifen. Denn mit diesen verändert sich selbstverständlich auch das Fahrverhalten. Und noch mehr aufpassen muss man, dass man seinen Wagen nicht kaputtfährt. Sobald der Frontflügel leicht beschädigt ist, ist dies beim Fahrverhalten absolut spürbar. Insbesondere dann, wenn dieser eine schwere Beschädigung hat, denn dann wird die Kurvenfahrt ein ganz besonderes Erlebnis.

Das Fahrverhalten der KI scheint sich im Wesentlichen wenig verändert zu haben, wobei ich dazu sagen muss, dass ich aktuell kaum mit Überrundungen zu tun habe. Daher kann ich nicht sagen, wie sich die KI hierbei verhält. Bei regulären Positionskämpfen zieht sich die KI nur selten zurück. Die Fahrer sind durchaus kampfeslustig, aber lassen einem auch genügenden Platz zum Überleben, sofern man sich selbst fair verhält. Dies konnte ich bei einer KI Stärke ab 70+ (bis maximal 110) durchaus feststellen. Das ist im Vergleich zu den Vorgängern durchaus eine positive Entwicklung, denn da hatte sich die KI nicht darum gekümmert, ob sich neben ihr jemand befindet.

 

Zeitfahren:

Die F1 Spielmodi können sich kaum großartig verändern; das dürfte von vorneweg schon klar sein. Aber auch in diesem Jahr hat man die Möglichkeit zwischen aktuellen und historischen Wagen zu wählen, deren Handling stets unterschiedlich ist und deren Sound auch immer anders klingt.

Dabei kann man durchaus gegen seinen eigenen oder auch gegen den nächst besten Geist fahren, um sich zu verbessern. Sicherlich kann man diesen auch ausschalten, wenn einen dies stört.

Event:

Passend zu jedem realen Rennwochenende gibt es hier eine vorgefertigte Aufgabe, die es zu meistern gilt. Dabei sammelt man Punkte, mit welchen man sich mit den anderen Spielern dieser Welt vergleichen kann. Dabei gilt auch, dass weniger Fahrhilfen und ein höherer Stärkewert der Gegner mehr Punkte einbringen.

Mehrspieler:

Für Personen, die sich gerne direkt mit anderen Spielern messen wollen, ist der Online Modus wohl genau der richtige. Einfach einer Sitzung beitreten, Team und Fahrer wählen und los geht es. Und wenn man dabei so viel „Glück“ hat, wie ich, dann wird man beim Überholversuch bei weit über 300 km/h einfach mal von der Strecke gedrängt.  Wenn man sowas nötig hat. Da finde ich doch persönlich, dass man solche Spieler melden kann, damit sie ein paar Tage vom Onlinespiel ausgeschlossen werden. Übrigens sind genau das die Gründe, die das Onlinespiel für mich unattraktiv machen.

Grand Prix:

Hier kann man sich sein eigenes Rennwochenende nach Belieben zusammenbasteln und dabei auch auf die historischen Rennwagen zurückgreifen. Mit oder ohne Qualifying? Welches Wetter und welche Tageszeit darf es sein? Wie viele Runden und wie stark dürfen die Kontrahenten sein? All das kann man auswählen.

Meisterschaften:

Punkte und Erfolge sammeln. Darum geht es hier bei den verschiedenen Meisterschaftstypen und Einladungsevents. Letztere begegnen einem auch immer wieder in der Karriere. Man kann hier sehr viele verschiedene Meisterschaften fahren. Ich weiß zwar nicht, ob es im Nachgang irgendwelche Belohnungen gibt, aber eine Herausforderung ist es so oder so.

Karriere:

Das Herzstück des Spiels. Im Grunde genommen sieht es nicht so aus, als hätte sich hier viel zum Vorgänger verändert. Doch wer genau hinsieht, der erkennt, dass man schon bei der Charakterauswahl, bzw. dem Avatarbild / Fahrerbild, auf weibliche Gesichter stößt.

Teamauswahl, Einstellungen für Training und Quali, sowie Gegnerstärke und Rennlänge treffen und schon wird man in der ersten Sequenz einer Neuerung im Karrieremodus vorgestellt. Die Neuerung heißt „Claire“ und sie kommt gelegentlich für Interviews bei einem vorbei.

Das schwierige bei den Interviews ist die Zeit, die man für die Auswahl seiner Antwort zur Verfügung hat. Teilweise stehen Einem hierbei vier mögliche Antworten zur Verfügung. Das heißt also: Frage lesen, mögliche Antworten lesen und ganz schnell eine Auswahl treffen.

Doch die Antworten haben auch eine Wirkung. Sie beeinflussen den eigenen Charakter. Ist man eher fair oder eher egoistisch. Schimpft man mit dem Team oder lobt man auch mal eigene Abteilungen? Natürlich kann man, wenn verfügbar, auch auf andere Fahrer schimpfen.

Aber auch die Vorstellung des eigenen Arbeitsplatzes und der Bildschirme, die man einsehen kann, ist für Neulinge sicherlich eine sehr hilfreiche Sache sich zurechtzufinden.

Wichtig ist natürlich auch die Forschungsabteilung, denn dort kann man Verbesserungen entwickeln lassen. Im Vergleich zum Vorgänger wirkt dieser Bildschirm, gerade zu Beginn, nicht so überladen. Die Tiefe dürfte jedoch nicht verloren gegangen sein, da diese einfach nur noch nicht angezeigt wird. Schließlich ist man auch noch nicht so weit in der Forschung. Die notwendigen Ressourcenpunkte erhält man durch die Teilnahme an Trainings, den Trainingsprogrammen, der Qualifikation und natürlich dem Rennen. Je besser man abschneidet, umso mehr Ressourcenpunkte erhält man.

Vielleicht wäre es eine sinnvolle Investition, die Haltbarkeit der Teile zu verbessern, denn wie auch in der Realität, stehen Einem hierbei nur begrenzte Mengen an Teilen über die Saison zur Verfügung. In meiner ersten Karriere musste ich bereits nach wenigen Rennen ein neues Getriebe einbauen, was mich satte 10 Startplätze kostete. Kein guter Deal, wenn man in einem schwachen Auto dank der lustigen Wetterverhältnisse auf Rang 9 kam.

Weiterhin gibt es natürlich die Rivalitäten, bei denen man seinen Ruf verbessern und auch Respekt verdienen kann. Der erste Rivale ist der eigene Teamkollege.

Fazit:

Alles in Allem hält Codemasters das Niveau des Rennspiels und konnte mit den kleinen Neuerungen in der Karriere einen klaren Trend in die richtige Richtung setzen. Es dürfte, gerade in der Karriere, noch ein wenig mehr sein – denn wohin mit dem hart erarbeiteten Geld aus den Verträgen, die man abschließt? Vielleicht wäre eine Art privater Bereich oder so etwas eine interessante Möglichkeit die Karriere noch zu vertiefen. Vielleicht ist der ein oder andere ein Partymensch, oder geht wohltätigen Aktivitäten nach? Vielleicht lädt man auch mal das Team vor Ort zu einem gemütlichen Essen ein? Werbeverträge, eine Marke initiieren oder sonst noch etwas. Es gäbe viele Möglichkeiten darüber hinaus, die eigene Karriere noch mehr personalisieren zu können.

Ansonsten kann ich sagen, dass das Spiel mit den aktuellen Autos und Fahrern wirklich Spaß macht. Nur mit dem Halo habe ich noch so meine Probleme, aber das dürfte wohl eine Frage des Gewöhnens sein. Doch bei einem Spiel kann ich auch einfach eine andere kameraperspektive auswählen, die mein persönliches Spielerlebnis nicht beeinträchtigt.

Durch die feinen Details beim Handling des Fahrzeugs ist es sogar manchmal mehr als nur reine Konzentration, sondern auch Arbeit, mit dem Auto um die Strecke zu kommen.

 

Andere Beiträge

Ein Spiel mit fadem Beigeschmack. Frankfurt Universe gegen die Stuttgart Scorpions vom 26.05.2018. Bericht zum Spiel

Pat Gawlik

10.000 Besucher – Meilenstein Nr. 4

Pat Gawlik

*NEWS* Limitierte Auflage der WWE 2K19 Wooooo! Edition mit besonderen Extras für den Wrestling Fan

Pat Gawlik

Kommentar verfassen