Football in Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden. Die Phantome sichern sich in einem spannenden Spiel den Klassenerhalt. Bericht zum Spiel der Wiesbaden Phantoms gegen die Straubing Spiders vom 11.08.2018

Wenn man footballverrückt ist, dann kommt man viel herum. An diesem Samstag führten mich meine Wege nach Wiesbaden in das Europaviertel zu den Wiesbaden Phantoms. Doch nicht alleine, denn Christian Roth (https://american-sports.info/) war mit dabei. Da er genauso footballverrückt ist und sozusagen „Football Daddy“ ist, hatte er auch eine Idee für ein neues Hashtag, den wir alle durchaus nutzen und verbreiten können. #footballkrank – darf genutzt und verbreitet werden. Muss sogar verbreitet werden!

Wiesbaden Umgebung und Einlauf 11.08.2018

Wiesbaden Cheerleader „Phantastics“ 11.08.2018

Wiesbaden Phantoms vs. Straubing Spiders 11.08.2018

Aber zurück zum Eigentlichen, denn Wiesbaden ist aus Frankfurt recht gut zu erreichen und wir waren auch schnell vor Ort. An und für sich etwas zu früh, aber das hatte auch seinen Vorteil, denn wir konnten uns knappe drei Viertel des U17 Spiels zwischen den Wiesbadenern und den Rodgau Pioneers ansehen.

Das war durchaus schon ein sehr ansehnliches und gutes Spiel, bei dem die Gäste aus Rodgau bis zur Pause mit 20:7 in Führung gingen. Nach der Pause schafften es die Phantome sogar das Spiel zu drehen und lagen zwischenzeitlich mit 21:20 in Front. Doch die Mannschaft, die erst seit wenigen Wochen aufgestellt ist, musste sich am Ende dennoch geschlagen geben. Und zwar mit 21:32. Die Gäste, die von ihren Cheerleadern unterstützt wurden, hatten am Ende doch das erfahrenere Händchen, das ihnen in diesem Spiel zum Sieg verhalf. Dennoch zeigten die Wiesbadener eine gute Leistung, auf der man aufbauen kann.

Abgesehen davon, dass wir direkt mit Football empfangen wurden, ist es in Wiesbaden, wie auch an anderen Orten ein familiäres und freundliches Miteinander. Man wird offen empfangen und ist im Prinzip direkt mittendrin und dabei. So langsam sollte mich das eigentlich nicht mehr überraschen, aber das passiert dann doch immer wieder. Dafür ist es jedes Mal umso schöner und, so geht es zumindest mir, man fühlt sich auch in einer fremden Umgebung ganz wohl. Das ist nicht unwichtig, wie ich finde.

WIUmgebEinl110818-4Auch in Wiesbaden wird man mit Leckereien versorgt. Sei es mit Burgern, die man sich selbst belegen kann, Würsten, Kuchen, Eis, Süßigkeiten oder auch Backwaren. Verhungern und verdursten wird keiner und die schicke kleine Tribüne ist für die derzeitige Liga auch in Ordnung. Fanartikel der Phantoms, aber auch viele der NFL Teams, sind vorhanden. Der Footballfan wird also rundum versorgt.

Aber viel Zeit für Exkursionen durch das eigentlich für Baseball vorgesehene Stadiönchen war nicht, denn das Spiel zwischen der GFL 2 Mannschaft der Phantoms und den Straubing Spiders war, mehr oder weniger, direkt im Anschluss an das Spiel der Junioren. Von den Junioren mussten sich dann noch ganz schnell umziehen, denn sie waren als Chaincrew vorgesehen. Der Beginn des Spiels verschob sich dadurch um, wie lange eigentlich genau? Auf die Uhr habe ich nicht geschaut, aber der Einlauf der Heimmannschaft begann ca. um 17:20 Uhr.WIUmgebEinl110818-12

Irgendwann waren dann auch mal alle vervollständigt und das Spiel konnte beginnen. Es begann vor allem für die Gäste sehr gut, denn sie konnten mit dem ersten Drive des Spiels direkt für Punkte sorgen und einen Touchdown generieren. Zwar ohne den Extrapunkt, aber die erste Führung ging an die Gäste aus Straubing mit 6:0.

Bereits mit dem Gegenzug war zu erkennen, dass sich beide Teams fortwährend egalisieren konnten und die Angriffsrechte immer wiederabgegeben werden mussten. Beide Mannschaften waren gut aufeinander eingestellt und so war es nicht verwunderlich, dass es dauern sollte, bis die nächsten Punkte auf die Anzeigetafel kommen konnten. Es war schon das zweite Viertel, als die Hausherren die Endzone für einen Touchdown und die ersten eigenen Punkte erreichten. Aber den Extrapunkt konnten sie machen und damit nicht nur ausgleichen, sondern mit 7:6 in Führung gehen.

Das Spiel blieb auch über die Halbzeit hinaus recht eng. Lauf- und Passspiele wurden auf beiden Seiten gemischt, doch häufig endete der Drive ohne große Raumgewinne, aber dafür mit der Ballabgabe an den Gegner. Selten war es hierbei ein Punt, denn sehr oft wurde auch der vierte Versuch ausgespielt.WPStSp11082018-29

Im dritten Viertel konnten die Gäste aufgrund mehrerer Strafen gegen Wiesbaden und einem guten Laufspiel sehr nahe an die Endzone herankommen und dies auch ausnutzen. Erneut gingen die Gäste in Führung und konnten dieses Mal den Extrapunkt auch mitnehmen. 7:13 hieß es, als es in das letzte Viertel ging.WPStSp11082018-43

Es blieb auch weiterhin ein enges Spiel mit schönen Aktionen auf beiden Seiten. Ob es nun ein Quarterback selbst war, der gelaufen ist, oder ein schöner Pass in die Tiefe, es war alles dabei. Die Wiesbadener zeigten durchaus, dass sie unbedingt nochmal punkten wollen. Die Körpersprache war eindeutig. Es folgte ein schöner Pass auf #86 (dieser Spieler ist leider in keinem Roster aufgeführt – ein Phantom?) und dieser ließ sich nicht aufhalten und fiel zum nächsten Touchdown für die Wiesbadener in die Endzone. Erneut konnte auch der Extrapunkt mitgenommen werden. So waren nun die Gäste wieder im Zugzwang, die mit 13:14 zurücklagen.WPStSp11082018-53

Aber der Drive, der aufgrund eines neben das Spielfeld beförderten Kicks etwas weiter vorne beginnen konnte, verebbte erneut. Die Verteidigung der Hausherren blieb auf der Höhe und konnte dafür sorgen, dass sie selbst ihre Offensive aufs Feld brachten.

Diese hatte nun alles selbst in der Hand. Es wurde fast nur noch gelaufen und Yard um Yard gut gemacht. Es reichte stets für neue First Downs, was die Zeit gnadenlos runterlaufen ließ. In diesem Moment dachte ich, dass sich die Wiesbadener auf das Zeitmanagement konzentrieren und vielleicht kurz vor Ende nochmals punkten würden. Aber wenn man die Chance bekommt in die Endzone zu laufen, dann läuft man eben dort hin. Nochmal weitere sieben Punkte für die Hausherren, die nun mit 21:13 führten.

Die Gäste hatten nun nochmal ihrerseits die Gelegenheit einen Drive zu spielen und zu punkten. Aber es dauerte etwas zu lang und kurz vor Schluss war die Feldposition auch nicht die beste. Ein Touchdown und eine 2pt-Conversion? Durchaus möglich, aber der letzte Lauf wurde von der Verteidigung aufgehalten und so gab es keine Punkte mehr für die Gäste. Das Spiel war vorbei und Wiesbaden konnte jubeln. Der Klassenerhalt war mit diesem Sieg gesichert. Die Spieler ließen ihrer Freude freien Lauf und feierten gemeinsam was das Zeug hielt. Auch auf den Rängen gab es Applaus und Jubel.

Es ist immer wieder schön ein Spiel zu sehen, dass nicht unter den Begriff „Einbahnstraßenfootball“ fällt. Da bin ich lieber weiter #footballkrank und danke beiden Mannschaften für ein tolles Spiel und den Phantoms für die sympathische offene Art.WICheers110818-5

Zurück ging es übrigens nicht mit Bus und Bahn, sondern mit einem weiteren Footballverrückten, seiner Kamera und seinem City Flitzer. Zurückgeflitzt nach Frankfurt. Danke auch hierfür.

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