Frankfurter Buchmesse – 12.10.2017 (Halle 3, 4 und Forum)

Mein zweiter Tag auf der Buchmesse in Frankfurt begann und endete in der Halle 3. Ich war am Mittwoch in der oberen Etage nicht wirklich weit gekommen und so wollte ich mir den Rest der Ausstellung in der oberen Etage ansehen, bevor ich mich auf den Weg in eine weitere Halle, bzw. dem Forum machen wollte.

Natürlich verweise ich auch heute auf die Bildergalerie – bitte >>HIER<< klicken.

Sollte ich in meinem Bericht vom ersten Tag, also dem Mittwoch (11.10.2017) irgendwann erwähnt haben, dass viel los gewesen wäre, dann bitte ich das zu revidieren. An diesem Tag war insgesamt wesentlich mehr los als am Mittwoch. Auch das Wetter war herrlich. Angenehm warm und sonnig. Aber in den Messehallen hat man von dem Wetter natürlich nicht besonders viel. Jedenfalls begann ich in der oberen Etage der Messehalle 3, in der sich insbesondere die Gourmet Gallery, viel Touristik und Religion befindet. Aber auch die Fischer Verlagsgruppe hat dort ihren ausgedehnten Stand.

Es war kaum zu übersehen und zu überhören, dass bereits viele Lesungen oder Podiumsdiskussionen geführt wurden. Bei einer Lesung von Leonard Prandini verweilte ich einen Moment und lauschte seinen Worten. Der Titel seines Buches, der auf dem großen Bildschirm zu ersehen ist, klingt interessant, wie auch der Auszug, den er vorgelesen hatte. Nur ein paar Meter weiter saßen vier Damen auf dem Podium und diskutierten, bzw. unterhielten sich über die Rolle der Frau in Führungspositionen. Zumindest war es das, was ich Auszügen so mitbekommen hatte. Auch hier am Forum des Börsenvereins verweilte ich etwas. Die Zeit rannte mir also wieder einmal weg, aber es ist auch einfach interessant. Ob es nun Lesungen oder solche Podiumsdiskussionen sind, spielt dabei weniger eine Rolle. Vielmehr sind es die aktuellen Themen, die das Zuhören interessant machen.FFMBM201712 (3 von 33)

Kaum dachte ich, dass ich dann mal ein wenig vorwärts komme, blieb ich nach nur relativ wenigen Schritten bei der nächsten Podiumsdiskussion stehen. Auf der Bühne des Auswärtigen Amtes ging es um die „neue“ Völkerwanderung in Europa. Sprich um Migration und Flüchtlinge, als auch um die Fluchtursachen. Auch hier war es erneut spannend, so dass ich deutlich länger verweilte als geplant. Wobei ich gar nicht wirklich geplant hatte, dass ich mir solche Vorträge ansehen werde.FFMBM201712 (10 von 33)

Es war schon kurz vor 13 Uhr, als ich weiterzog und nach nur wenigen Metern in der Gourmet Gallery erneut zum Stehen kam. Wieder wurde hier gekocht und Essen zubereitet. Man hat das in der Gegend gut geduftet. Ob es nun die Zubereitung asiatischer Nudeln oder eine Leckerei aus der türkischen Küche war, spielte eigentlich keine allzu große Rolle. Ich hätte überall Platz genommen und davon probiert. Mal abgesehen davon, dass dies ohnehin nicht überall möglich ist, hätte mir dies vielleicht auf den Magen geschlagen. Also weiter auf dieser Etage und die vielen Verlagsstände angesehen, die sich mit dem Thema Touristik und Reisen beschäftigen. Es gibt durchaus sehr viele Stände, die sich auf bestimmte Reiseziele spezialisiert haben oder auch andere, die im Prinzip für jede Stadt eine Art Touristenführer entworfen haben. Einige davon habe ich mir angesehen und so ein wenig Fernweh kam schon in mir auf. Insbesondere als ich mir die Broschüre zu Tibet angesehen habe.

Schon wieder war ich also länger als ich dachte in einem Bereich. Ich weiß gar nicht, wie man es an einem Tag schaffen soll, sich alles anzusehen. Das ist schier unmöglich.

Während sich das Messegelände mehr und mehr mit Besuchern füllte, wollte ich mir nun den Bereich des Ehrengastes aus Frankreich ansehen. Nichts wie hin in das Forum und erstmal festgestellt, dass die ARD eine Sendung aufzeichnet. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, worum es da genau ging, aber ich wollte nicht schon wieder Zeit verlieren und begab mich in die obere Etage des Forums. Dort betrat ich den „französischen“ Bereich und war über die Art und Weise der Gestaltung des Raumes sehr positiv überrascht. Die Regale waren aus Holz und in einem schönen Design, das sich durch den ganzen Raum zog. Überall standen natürlich Bücher. Aber in den einzelnen Bereichen gab es auch kleine Fernseher, die einem das Thema näherbringen oder auch Informationsplakate in französischer und deutscher Sprache. Wie zum Beispiel die Entwicklung des französischen Comics oder des Verlagswesens. Da das Ambiente durch dieses Design sehr angenehm und hell ist, bleibt man doch gerne ein wenig länger in diesem Bereich. So fühlte es sich zumindest für mich an.

FFMBM201712 (19 von 33)Dann habe ich sie gefunden: die Buchdruckmaschine Gutenbergs. Es ist schon sehr faszinierend jemandem dabei zuzusehen, wie dieses Gerät benutzt wurde. Ausserdem ist der Geruch der verwendeten Farbe sehr prägnant. Wenn ich bedenke, dass mein Drucker mehre Seiten binnen weniger Minuten abfertigt, dauert es mit dieser alten Buchdruckmaschine schon einige Minuten, bis eine Seite fertig ist. Dafür kann man sie dann mehrere Male drucken. Aber nach jedem zweiten Blatt Papier muss neue Farbe aufgetragen werden, damit der Druck nicht verblasst. So habe ich es jedenfalls verstanden. Ein wenig sah ich mich noch um, bevor ich in die nächste Messehalle weiterzog.

Messehalle Nummer 4 war das Ziel und dort war sehr viel los. Davon darf man sich aber nicht zu sehr täuschen lassen, denn diese Messehalle hat insgesamt drei Ebenen. Die Menschen verteilen sich dabei sehr gut, so dass es eigentlich nur im Bereich der Rolltreppe und bei den Übergängen zu anderen Hallen zu größeren Menschenansammlungen kommt.

FFMBM201712 (22 von 33)Die Ebene 4.0 ist insbesondere für internationale Verlage und Aussteller aus Asien gedacht. Wer da Insiderwissen oder besondere Kenntnisse zu diesen Ländern aufweisen kann, hat sicherlich einiges zu entdecken. Mir kam es so vor, als wären vor Allem Stände mit geschäftlichem Hintergrund zu finden. Das ist sicherlich auch so, aber dennoch ist es interessant sich diese im Voreigehen einmal anzusehen. Zwei weitere Bereiche lassen sich hier aber auch noch finden. Das sind zum Einen Aussteller, die zum Beispiel Software für Verlage anbieten und ein Bereich, in dem es viele Stände gibt, die fast alles Mögliche, ausser Bücher, zum Kauf anbieten. Ideal, wenn man jemandem ein Geschenk machen möchte, das kein Buch ist. Mein Budget ist jedenfalls nicht für solche Käufe gedacht. Auch nicht für den Stand der Buchmesse, bei dem es T-Shirts und andere kleine Artikel passend zur Buchmesse 2017 gibt.

In der ersten Etage gab es dann weitere Podiumsdiskussionen und Vorträge, die mein Interesse nicht so sehr geweckt haben, wie jene aus Halle 3. Dennoch passiert hier an vielen Ständen gleichzeitig etwas. Zwar habe ich für mich persönlich nicht wirklich was gefunden, das meinem Interesse entsprach aber die Antiquariatsmesse, auf der man auch direkt einkaufen kann, ist definitiv sehenswert. Alter schöner Plundern, den ich nicht gebrauchen kann. Nun gut, Plunder ist es nicht wirklich. Da sind schon einige schöne dekorative Gegenstände zu finden. So ist es ja nicht.

Die zweite Etage habe ich fürs Erste ausgelassen, da ich gerne wieder in die untere Ebene der Messehalle 3 wollte. Dort gibt es einfach viel mehr, das mein Interesse wecken kann. Zudem war die Zeit schon wieder schneller als die Polizei erlaubt.

Langsam ging ich erneut durch die mir bekannten Reihen der Aussteller und Verlage und fand tatsächlich ein paar Stände, die mir am Vortag gar nicht so aufgefallen sind. Noch mehr Plüschtiere, die man kaufen kann; oder auch Spiele. Auch wenn es eine Verlockung ist, auch hier zuzuschlagen, so dachte ich mir, dass weitergehen die bessere Wahl ist.

Beim Stand des Drachenmond Verlags bin ich stehen geblieben und sah mir zunächst die vielen vielen Bücher an, die dort auslagen. Glücklicherweise gibt es ein Programm, nzw. Informationsheft zu den angebotenen Büchern mit einer kurzen Inhaltsangabe. So blätterte und las ich ein wenig, bis mir ein Titel ins Auge sprang, zu dem es bereits zwei Bücher gibt. Ich las diese Inhaltsangabe noch einmal und was soll ich sagen? Natürlich habe ich beide Bücher direkt am Stand gekauft.

Die Buchreihe „Die Seelenspringerin“ (2 Bücher) von Sandra Florean.

Irgendwie gefallen mir diese kleineren Verlage auf der Buchmesse. Wo, ausser hier, würde man sonst auf diese Verlage mit ihren Autoren und den interessanten Titeln stoßen?

So habe ich nach zwei Messetagen nun drei favorisierte kleine Verlage und einen großen Verlag. Die kleineren sind „Greenlight Press“ „Sternensand“ und „Drachenmond“. Der große ist die Fischer Verlagsgruppe.

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