Frankfurts Überzahlspiel maßgebend für den 5:2 Erfolg im ersten Derby der Löwen im Spiel gegen die Kassel Huskies

Die Saison ist gerade erst ein paar Tage jung, da stand schon das erste Derby auf dem Plan. Für Kassel sogar schon das zweite Hessenderby in Folge.

Dementsprechend war die Stimmung auf den Rängen bereits vor dem Spiel sehr gut. Auch die Gästefans waren zahlreich erschienen, um ihre Farben zu unterstützen.

Es war also alles für ein Derby angerichtet. Die insgesamt 5.675 Zuschauer konnten das Eröffnungsbully kaum abwarten.

Einige Bilder zum Spiel gibt es hier

Zum ersten Drittel:

Das Spiel begann mit zwei Mannschaften auf einem Level, bei dem die heimischen Löwen erste Akzente setzen konnten. Doch auf beiden Seiten endeten jegliche Offensivaktionen bei den Defensivreihen oder spätestens bei den Torhütern. Es dauerte etwas mehr als 11 Minuten, ehe ein Fehler im Spielaufbau der Löwen zu einem Fehlpass führte, der mit einem Konter Kassels aus dem eigenen Drittel heraus, zum ersten Tor und der Führung für die Gäste aus Nordhessen führte.

Bis dahin vermieden es beide Teams auch Strafen zu ziehen, jedoch war es kurz nach dem Führungstreffer der Gäste auch damit vorbei. Aber noch war das Überzahlspiel der Löwen nicht zwingend genug und Kassel konnte sich mehrmals befreien.

Das Drittel war auch schon fast vorbei, ehe Lukas Koziol den Ausgleich für die Löwen erzielen konnte. 11 Sekunden waren noch zu spielen, als die Frankfurter ein Bully links vor dem Kasseler Tor gewannen und Lukas Koziol einfach mal abzog und den Puck ins Tor hämmerte. Das sogar bei eigener Unterzahl. Mit dem Unentschieden ging es auch in die erste Pause.

 

Zum zweiten Drittel:

Druckvoll und mit viel Offensivdrang begannen die Löwen das zweite Drittel, doch erneut waren es die Gäste, die das Tor machten. Die zweite Führung an diesem Abend für die Schlittenhunde, die mit einem schönen Pass auf die linke Seite vor dem Tor aufgelegt und vollendet wurde.

Aber keine Minute nach dieser Führung fand sich Kassel in einer 5minütigen Unterzahl wieder. Was war passiert?

Andre Reiß (Kassel) zeigte sich völlig übermotiviert und checkte Frankfurts Cornett zu Boden. Dieser konnte gar nicht sehen, was da auf ihn zugekommen war und folgerichtig gaben die Schiedsrichter hierfür die Spieldauerdisziplinarstrafe. Diese Aktion brachte die Eissporthalle zum Kochen. Emotionen auf und neben dem Eis. Dass es dabei ebenfalls zu einer größeren Rangelei kam, bei der einige fauststarke Argumente verteilt wurden, blieb nicht aus. Damit war aus dem eher ruhigen Spiel ein Derby geworden und hätte Reiß gewusst, dass er mit dieser Aktion einen Bärendienst für seine Farben erweist, hätte er sich womöglich zurückgehalten.

Die anschließende lange Überzahlsituation war für die Löwen wichtig und wurde spielentscheidend. Sie ließen den Gegnern wenig Freiräume und übten großen Druck auf das Gästetor aus. Zu großen, wie es aus Sicht der Gäste schien, denn innerhalb dieser fünf Minuten kassierten sie drei Tore, bei denen sich Frankfurts Überzahlspieler nicht zwei Mal bitten ließen. Zwei Mal netzte Lewandowski ein und einmal legte er auf. Der Name Lewandowski steht also nicht nur im Fußball für Tore.

So machten die Hausherren unter dem immer lauter werden Jubel der Fans aus einem 1:2 ein 4:2.

Nach dieser Unterzahlsituation der Gäste, konnten sie sich nur kurz an ihrer Vollzähligkeit erfreuen, ehe erneut ein Spieler seine Zeit auf der Strafbank absitzen musste. Wieder Überzahl für die Löwen und wieder ein Tor. Tousignant wollte vor dem Tor noch einen Querpass spielen, der aber von einem Verteidiger unhaltbar ins Tor abgefälscht wurde.

Nun brannte die Eissporthalle förmlich ob dieser starken Offensivleistung und Tore im Überzahlspiel.

Die Stimmung war nun am Siedepunkt und Kassel stehend KO. Ob es die Ermüdung oder Kopfsache war, kann man nur mutmaßen. Es lief in diesem Drittel bei Kassel nichts mehr zusammen. In der Offensive waren sie förmlich abgemeldet und da half selbst ein eigenes Überzahlspiel nicht. Hier zeigte auch die Defensive der Löwen, dass auch sie ihre Qualität hat.

Es waren vielmehr die Löwen, die den Spielstand noch weiter nach oben hätten schrauben können. So ging es aber mit dem 5.2 in die zweite Pause.

 

Zum dritten Drittel:

Die Gäste kamen mit dem Willen auf das Eis, das Ergebnis zu verbessern, doch wenn es nicht die gute Defensivarbeit der Hausherren war, dann hatte Torwart Bick etwas dagegen. Er hielt die Schlittenhunde ein ums andere Mal davon ab jubeln zu dürfen.

Insgesamt wirkte das Spiel um einige Gänge zurückgefahren. Zwar gab es Chancen auf beiden Seiten, doch nach dem zweiten Drittel schien das Spiel bereits entschieden gewesen zu sein.

Viel passierte also nicht, abgesehen von einer kleinen Rauferei nach Spielende, bei der sich der Frust der Gäste nochmal entlud.

Löwen Frankfurt – Kassel Huskies 5:2 (1:1 4:1 0:0)

0:1  Adriano Carciola ( Richard Mueller , Marco Müller ) – EQ 11:24
1:1 Lukas Koziol – SH1 19:51
1:2 Matthew Neal ( Nick Walters , Richard Mueller ) – EQ 23:56
2:2 Eduard Lewandowski ( Adam Mitchell , Mathieu Tousignant ) – PP1 25:28
3:2 Eduard Lewandowski ( Maximilian Faber , Adam Mitchell ) – PP1 26.12
4:2 Maximilian Faber ( Eduard Lewandowski , Mathieu Tousignant ) – PP1 29:04
5:2 Mathieu Tousignant ( Adam Mitchell , Daniel Spang ) – PP1 31:13

Zuschauer: 5.675

Andere Beiträge

The O’Reillys and the Paddyhats – 10.09.2017 – Nachtleben Frankfurt

Pat Gawlik

Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau – 05.01.2018 + Führung durch die Eissporthalle

Pat Gawlik

Alestorm – 03.10.2017 – Batschkapp Frankfurt

Pat Gawlik

Kommentar verfassen