Getestet und durchgespielt: Don’t knock twice für die Playstation 4 (PS4) – ein enttäuschendes „Horror“ Spiel, dem so ziemlich alles fehlt

Der Titel dieses Beitrages sagt eigentlich schon so ziemlich das aus, was bei diesem Spiel für die Playstation 4 Fakt ist.

Als ich mir das Spiel bestellt hatte, gab es leider noch nicht so viele Bewertungen dazu und leider auch keine auf Amazon.  Das Spiel lag also seit Ende letzten Jahres bei mir herum. Erschienen ist es nämlich bereits am 26. Oktober 2017.

Die Grundidee zu „Don’t knock twice“, die auf einer urbanen Legende mit einer Hexe, der Baba Jaga (Baba Yaga), beruht, ist gar nicht mal so schlecht. Nur bei der Umsetzung der Grundidee kann man kaum etwas Positives finden.

Wer weder die Legende um Baba Jaga, noch den Film aus 2016 kennt, wird kaum eine Idee davon haben können, worum es in diesem Spiel eigentlich geht. Doch selbst wenn man eine gewisse Ahnung hat, bleiben unzählige Fragen offen.

Was fehlt diesem Spiel?

  • Eine Einleitung
  • Eine Vorgeschichte
  • Eine durchdachte Handlung
  • Spannung
  • Rätsel
  • Schreckmomente
  • Spielspaß
  • Spieldauer
  • ein genaues (Spiel)Ziel

Einmal das ganze Spiel sehen? Kein Problem:

Das Spiel beginnt irgendwo in irgendeinem Haus. Wessen Haus es ist, wer man ist und warum man sich ausgerechnet dort aufhält ist sehr unklar. Die immer wieder ankommenden Kurznachrichten auf dem Handy sind da keine große Hilfe.

Man kann sich zwar durch das Ansehen von Bildern und Texten einen kleinen Reim machen, aber wirklich aufklären können auch diese Elemente nicht. Hier und da wird eine leicht gruselige Musik abgespielt, die Spannung oder Nervenkitzel suggerieren soll. Jedoch mehr als das ist es aber nicht.

Die „Schockmomente“ sind eher geringer Natur und sehr vorhersehbar. Nicht gerade innovativ. Zudem gibt es meines Erachtens nach viel zu Wenige davon. Erschrecken wird sich hier nur jemand, der von Natur aus sehr schreckhaft ist, ansonsten sind diese Momente eher zu belächeln.

Dass man ein Beschwörungsritual vervollständigen muss, habe ich auch mehr durch Zufall festgestellt, obwohl es durchaus offensichtlich sein könnte. Nur wie genau das von Statten laufen soll, da hält sich das Spiel mit den Hinweisen auch eher zurück. Zum Ende hin habe ich mich einem Walkthrough angenommen, da es mir zu blöd wurde, ziellos in diesem Haus herum zu irren, ohne zu wissen, was ich eigentlich machen muss.

Die Steuerung passt übrigens wunderbar dazu, denn viel muss man wahrlich nicht tun. Man hat keinerlei Gegner, so dass man auch keine Bewaffnung benötigt. Eine Axt zum Klinken von Türen Kaputthauen gibt es zwar, aber in meinem Fall hatte ich selbst damit Probleme, als ich diese versehentlich fallen und sich nicht mehr auffinden ließ. Wie kann so etwas sein? Mehr durch Zufall als gewollt, fand ich erneut eine und konnte das Spiel fortsetzen.

Grundsätzlich kann man das Spiel binnen zwei Stunden durchspielen. Es gibt dabei zwei verschiedene Enden, wobei jenes, das ich ansehen durfte, auch nicht wirklich aufklärend ist. Wahrlich eine Enttäuschung auf ganzer Linie, für die der Preis von 29,99 € eine Farce ist.

Meine Empfehlung: irgendeinen Resident Evil Teil kaufen, da jeder besser ist als das hier.

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