Getestet und gespielt: Assassin’s Creed – Origins für die Playstation 4 (PS4) – Leveln, Aufgaben und eine spannende Storyline im alten Ägypten mit Kleopatra

Dieses Spiel hatte ich lange nicht auf dem Radar, denn bisher war ich nicht so sehr im Assassin’s Creed Universum zu Hause. Aber nachdem ich in den letzten Wochen und Tagen immer wieder auf dieses Spiel gestoßen bin, Berichte, Videos und Kommentare gesehen und gelesen habe, war mein Interesse geweckt. So musste ich mir das Spiel, welches bereits am 27. Oktober 2017 erschien, nun auch zulegen. Ich war dabei doch sehr überrascht, dass die normale Version des Spiels bereits für 39,99 € zu haben ist. Das hat mich in meiner Entscheidung, das Spiel zu kaufen, bestärkt und so nahm ich es mir aus dem Regal und zahlte dem Laden, der so heißt wie ein Planet, meinen Tribut, ging nach Hause und habe in wenigen Tagen bereits mehr als 18 Stunden Spielzeit hinter mich gebracht.

Spielstart mit unserer Hauptfigur „Bayek“ im Dorf Siwa

Bereits von Beginn an ist die Grafik des Spiels auf meiner PS4 Pro atemberaubend. Nicht nur die Einspieler und Videosequenzen sind hervorragend umgesetzt, auch die Spielwelt an sich ist detailliert und sehr liebevoll gestaltet. Gräser, Pfeile und auch die Kleidung wirken authentisch. Ebenso die Häuser und Tiere, denen man stets begegnet. Aber auch bei den Menschen sind die unterschiedlichsten Staturen und auch Gesichtszüge zu erkennen. Hier und da gibt es mal einen Sandsturm, der auch die Sicht einschränkt, was auch sehr gut gemacht und umgesetzt wurde. Insgesamt wirkt die ganze grafische Umsetzung und Spielwelt auf mich, wie ich mir das alte Ägypten vorstelle. Es ist also nicht nur ein grafisch hohes Niveau, sondern auch historisch wundervoll nachgearbeitet worden.

Nur bei Elbenwald gibt es eine große Auswahl an Assassins Creed Fanartikeln. Schau rein.

Die komplette musikalische Umsetzung passt ideal zum ganzen Spielgeschehen und untermalt dieses zusätzlich. Sie wirkt manchmal entspannt aber auch gespannt, wenn man sich in Kämpfen oder besonderen Gegenden befindet. Es ist auch nicht so, dass störend oder zu laut ist, wenn man von den Grundeinstellungen ausgeht.

Von Siwa geht es weiter in Richtung Alexandria

Zur Steuerung kann ich sagen, dass sie sich nach einiger Zeit gut einprägt und umsetzen lässt. Mit den Sticks erfolgt die Steuerung als auch die Kamerapositionierung, während L1 und R1 für den Nahkampf hinterlegt sind. Sollte man sich doch eher auf den Fernkampf konzentrieren, dann sind die Tasten L2 und R2 die wichtigen. Mit X springt und klettert man, während die Kreistaste für das Absteigen von Reittieren und das Herunterklettern gedacht sind. Mit Dreieck kann man Attentate vollziehen und auch mit Gegenständen und anderen Personen interagieren. Da ich sehr viele verschiedene Spiele habe und diese meistens eine andere Steuerung beinhalten, kann ich da schon mal durcheinanderkommen. Aber wie erwähnt, kann man sich die Steuerung gut einprägen.

Assassin’s Creed – Origins ist ein RPG, also ein Rollenspiel. Passend dazu sammelt man mit der Hauptfigur, die man spielt, Erfahrungspunkte und levelt. Dazu gehört auch das Erlernen von Fähigkeiten, die einem das Leben einfacher und den Charakter stärker machen. Im Talentbaum stehen einem dafür auch drei mögliche Richtungen zur Verfügung, in die man seine Fähigkeitenpunkte investieren kann. Hierbei kann man sich entweder dem Nahkampf, dem Fernkampf oder dem heimlichen Kampf mit Attentaten etc. widmen. Für mich ist hierbei der Nahkampf das wesentliche Element, da ich nicht besonders gut im Zielen bin auf der Playstation 4, was einer Ausbildung als Jäger im Wege steht. So kann sich aber jeder seine eigenen Vorlieben auswählen und sich auch bei den anderen Talenten und Fähigkeiten bedienen. Für mich ist dies durchaus ein sehr interessantes Spielelement, das zum Nachdenken und Planen der Fähigkeiten auffordert. Ein wildes Verteilen der Punkte ist nämlich nicht unbedingt förderlich.

Willkommen in Alexandria

Zur Geschichte und Story möchte ich nur sagen, dass diese absolut durchdacht und mit historischen Elementen gespickt ist. Spoilern möchte ich einfach nicht im Text, da diese so gut ist, dass man sie einfach selbst erleben muss.

Wichtig ist aber, dass die Hauptaufgaben immer wieder mit interessanten Videosequenzen unterlegt werden. Es werden Gespräche zwischen den Charakteren gezeigt, die informativ für die Aufgaben sind, aber gleichermaßen auch das Hintergrundwissen um die Hauptfigur erweitern. Doch nicht nur die Hauptquestreihe ist sehr schön gestaltet, auch die Nebenaufgaben, die sich immer wieder finden lassen, haben ebenfalls ihre interessanten Elemente und sehr häufig auch ihre Videosequenzen.

Es ist übrigens genau diese Story, die mich an das Spiel bindet und fesselt. Überspringen möchte ich wirklich nichts, denn es ist derart interessant und spannend gestaltet, dass ich nicht anders kann, als alles in mich aufzusaugen. Dabei sind die Nebenaufgaben keineswegs nur Lückenfüller, denn sie ergänzen das Wissen um die Städte, die Menschen und auch um das historische Ägypten. Hier haben sich die Entwickler wirklich gut informiert und eine Umsetzung vollzogen, die mit den Hauptaufgaben in Einklang steht.

Von Alexandria geht es weiter gen Osten / Südosten

Ich gehe einfach mal davon aus, dass Fans von Assassin’s Creed dieses Spiel bereits schon lange haben, aber ich denke, dass dieses Spiel nicht nur für die hartgesottenen Fans interessant ist. Für jemanden wie mich, der ausgiebige Storylines mag, ist es ebenfalls ein tolles Spiel. Und für Menschen, die sich gerne mit Geschichte beschäftigen, insbesondere der Geschichte des alten Ägyptens, kann auch dieses Spiel eine schöne Ergänzung sein. Es ist einfach schön in eine teils fiktive und teils historisch reale Welt eintauchen zu können.

All das macht dieses Spiel für mich zu einem fantastischen RPG, das so viel mehr anzubieten hat, als nur ein schönes Kampfsystem. Es sind die durchdachten Elemente, die grafischen Feinheiten und die Mischung aus Fiktion mit Historie, die es einmalig besonders machen. Wer es nicht hat, verpasst definitiv etwas Tolles. Ich bin froh, dass ich mich doch noch zu einem Kauf entscheiden konnte.

Das fünfte Video, in dem zwei weitere Hauptaufgaben erfüllt werden.

 

Andere Beiträge

Frankfurt Universe vom 03.09.2017

Pat Gawlik

Buch-Rezension zu „Targa – Der Moment, bevor Du stirbst“

Pat Gawlik

1.000 Besucher – der erste kleine Meilenstein

Pat Gawlik

Kommentar verfassen