Im Test und angespielt: Black Mirror für die Playstation 4 (PS4) – ein Für und Wider dieses Adventure Games

Es handelt sich hierbei um eine Neuauflage der altbekannten Reihe. Diese kannte ich nicht und bin somit ein Neuling bei Black Mirror. Diese Neuauflage ist seit dem 28.11.2017 auf dem Markt.

Aber worum geht es eigentlich in diesem Spiel und was erwartet einen da so? Das Cover wirkt schon mal düster und ein Blick auf die Rückseite des Case verrät noch ein wenig mehr:

Blut ist nicht immer dicker als Wasser. Schottland, 1926. Der Freitod seines Vaters führt David Gordon zum ersten Mal in seinem Leben zum Stammhaus seiner Familie. Bald steht sein Leben auf dem Spiel, bedroht von dunklen Geheimnissen, die schon viele Gordons vor ihm den Verstand kosteten.“

Dem Grunde nach klingt diese Beschreibung nicht schlecht. Und nach Spielstart zeigt der Prolog eine recht verstörende kurze Geschichte zum Freitod des Vaters. Danach beginnt die filmähnliche Sequenz, die David Gordon zeigt. Bereits auf der Hinfahrt in einem Auto, kann man die ersten Gegenstände untersuchen, die David mit sich führt. Das hilft im ersten Moment zwar noch nicht wirklich weiter, ist aber für den späteren Verlauf durchaus wichtig. Nach der Ankunft hat man dann die Möglichkeit, sich das große Anwesen anzusehen, das durchaus einem Irrgarten gleicht, und sich den Aufgaben aus dem Questlog zu widmen.

Keine Lust zu lesen? Lieber in das Spiel hinaunschauen? Das geht! Und zwar via Twitch. (Qualität usw. müssen noch besser werden – ich arbeite dran)Black Mirror PS4 von padmanpl1 auf www.twitch.tv ansehen

Was bereits nach den ersten Minuten auffällt:

Natürlich die Grafik, die für den heutigen Stand der Möglichkeiten definitiv etwas hinterher ist. Da habe ich persönlich schon schönere Aufmachungen, selbst bei Neuauflagen, gesehen. Wenn man also nicht auf detailreiche und moderne Grafikumsetzungen steht, kann man damit durchaus noch leben.

Die Steuerung ist sehr gewöhnungsbedürftig, da sich die Kamera auch nicht separat einstellen lässt. Man kann sich zwar umsehen mit dem rechten Stick, doch kostete mich die Steuerung mit dem linken Stick immer wieder mal Nerven.

Das Anwesen selbst: es gleicht einem Irrgarten und auch im späteren Verlauf des Spiels habe ich Probleme mich zurecht zu finden. Ich weiß zwar, wo ich hinmuss, aber bis ich dort ankomme verstreicht durchaus einiges an Zeit. Das ist aber nicht das eigentliche Problem an dieser Stelle.

Das eigentliche Problem ist, dass jeder neue Raum, selbst jeder Durchgang, neu geladen werden muss. Und das dauert selbst mit meiner PS4-Pro relativ lange. Wenn man sich also durch den Irrgarten des Anwesens begibt, wird man also sehr häufig mit diesen unnötigen lade- und Wartezeiten, gerade wenn man sich verläuft, belästigt. Das hätte durchaus besser gelöst werden können.

Ruckler. Ruckler? Ja, richtig: Ruckler! Man mag es kaum glauben, dass ein Spiel der heutigen Zeit noch ruckelt. Aber das kommt hier durchaus vor. Anfangs dachte ich noch, dass es eventuell an meiner gleichzeitigen Twitch Übertragung oder an anderen Updates liegt, die heruntergeladen werden, aber das war nicht der Fall.

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Zur Story an sich:

Diese ist sehr interessant und kommt mit vielen unerwarteten Informationen und Wendungen einher. Insbesondere die Visionen, welche David im Laufe der Zeit bekommt, hinterlassen einen wahrlich gespenstischen Eindruck.

Die Story ist für mich auch der Hauptgrund gewesen, der mich bis ins dritte Kapitel des Spiels brachte, ehe sich meine Steuerung verabschiedete. Warum auch immer.

Hier und da gibt es ein Rätsel zu lösen, Geister aus der Nähe zu untersuchen und ihnen trotzdem nicht zu Nahe zu kommen, da sie einen sonst das Leben kosten. Auf die Rätsel hatte ich persönlich nicht so viel Lust und habe ein Walkthrough zur Hilfe genommen. Sicherlich nicht unbedingt Sinn der Sache, aber durch die bereits angesprochenen Gegebenheiten hat sich das Spiel schon ohnehin in die Länge gezogen. Viele Rätsel gab es bis zum dritten Kapitel jedoch nicht.

Die Anzahl an Kapiteln ist fünf. Was bei mir die Frage aufwirft, wie lange die Spieldauer eigentlich ist, wenn man sich bereits nach gut vier Stunden ca. bei der Hälfte befindet und die Spieldauer durch die Ladezeiten und das eigene Herumirren künstlich in die Länge gezogen wurde.

An und für sich ist es aber so, dass die Story (bisher) auch einen guten Film abgeben würde, der sicherlich adäquaten Zulauf haben müsste. Häufige Gespräche mit den Personen, die sich im Anwesen befinden, geben weiteren Aufschluss und Informationen über das, was dort passiert und geschehen ist.

Mein Fazit:

Nachdem ich mich mit den Vorgängern beschäftigt habe, zumindest in Bild und Video, befürchte ich, dass sich Fans dieser Reihe nicht besonders damit anfreunden können werden. Dafür kommen Inhalte, wie die Rätsel, deutlich zu kurz.

Für Neulinge, wie mich, ein durchaus interessantes, aber auch zu kurz geratenes Spiel, welches mehr durch die Macken und Wartezeiten auffällt, als durch den eigentlichen Inhalt selbst.

Für den derzeitigen Preis kann ich keine Kaufempfehlung abgeben. Sobald es für unter 20 € zu haben ist, kann man darüber reden.

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