(K)ein Derby bei der 1:2 Niederlage der Löwen Frankfurt gegen die Kassel Huskies am 23.12.2018.

Frankfurt gegen Kassel. Ein Derby in der DEL2. Ein volles Haus, gute Stimmung, Emotionen und actionreiche Szenen auf dem Eis. Nun, ausverkauft mit 6.770 Zuschauern an diesem Vorweihnachtsabend war es. Auch die Stimmung und Anfeuerungen von den Rängen war auf beiden Seiten gut. Daran fehlte es nicht. Gewiss hätte die Derbystimmung noch besser sein können, aber es fehlte ein sehr entscheidendes Element: das Derby auf dem Eis.

Einige Bilder zum Spiel gibt es hier

Insgesamt war es ein weniger gutes Derby, das beide Mannschaften über die gesamte Spielzeit zeigten. Zwar kann man von einem soliden Eishockeyspiel mit Chancen auf beiden Seiten sprechen, aber das, was ein Derby ausmacht, fehlte komplett.

Aus meiner persönlich subjektiven Sicht und Empfindung sah es im Prinzip über 60 Spielminuten so aus, als ginge es in diesem Spiel um rein gar nichts. Kein körperliches Spiel, nur selten Emotionen und kein Funke, der vom Eis auf die Zuschauer hätte überspringen, um das sprichwörtliche Dach von der Eissporthalle abheben zu können.

Da es über das ganze Spiel hinweg an solchen Szenen mangelte, fällt es mir auch sehr schwer einen Bericht über dieses Spiel zu schreiben. Die einzige Spannung, wenn man es so nennen kann, war der knappe Spielstand von einem Tor Unterschied.

Grundsätzlich war es so, dass die Löwen ihren Gegner im Griff hatten, selbst zu Torchancen kamen, die aber alles andere als zwingend wirkten. Zudem fiel bei beiden Teams auf, dass eine sichere Defensive ein Kernelement des Spiels sein musste. Dies zog sich über die gesamte Spielzeit und änderte sich nur äußerst selten für kurze Momente.

Tore gab es nicht viele und diese auch nur im zweiten Drittel. Dabei zeigten sich die Gäste aus Kassel sicherer und geradliniger beim Abschluss. Das 0:1 fiel in Überzahl, doch der Rückstand konnte ebenfalls in Überzahl wieder ausgeglichen werden, ehe ein wunderschöner Spielzug der Huskies für die erneute Führung sorgte. Dies war dann auch der Siegtreffer.

Im letzten Drittel empfand ich das Spiel über weite Strecken sogar als langweilig. Und das bei einem Derby. Aber es fehlte einfach die zündende Idee, das Emotionale und der optische Wille – durchaus bei beiden Mannschaften – ein klares Ausrufezeichen zu setzen. Schade eigentlich, aber solche Spiele gibt es eben auch mal.

Löwen Frankfurt – Kassel Huskies 1:2 (0:0 1:2 0:0)

0:1 Jens Meilleur ( Tyler Gron , Adriano Carciola ) PP1 21:18
1:1 Eduard Lewandowski ( Maximilian Faber , Adam Mitchell ) PP1 33:33
1:2 Corey Trivino ( Richard Mueller , Toni Ritter ) EQ 34:43

Zuschauer: 6.770

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