Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers – 15.09.2017

Was habe ich es vermisst: Eishockey! Nicht als IMG-20170915-WA0014Vorbereitungsspiel, sondern ein Punktspiel in der DEL2. Toller Sport, gute Stimmung, sympathische Menschen um einen herum und alles zusammengepackt in der Eissporthalle zu Frankfurt.

 

IMG-20170915-WA0016Ich war etwas spät an diesem Abend, was aber gar nicht so schlimm war, denn ich konnte eine Plätzchen auf der Stehtribüne neben meinen Bekannten finden und hatte eine tolle Sicht auf die Eisfläche. Was will ich mehr?

Nachdem die Mannschaft zum ersten Mal in der Saison mit der Unterstützung der Fans eingelaufen war, IMG-20170915-WA0018hieß es erstmal den schönen Meisterpokal der DEL2 wieder zurückgeben. Keine Sorge, dieser kommt wieder. Daran glaube ich als Löwen-Fan absolut.

Viel mehr war gar nicht vor dem Spiel, jedenfalls nicht für mich, da ich recht spät angekommen war. Also direkt zum Spiel:

Zum 1. Drittel:

IMG-20170915-WA0026Insgesamt betrachtet spielten beide Mannschaften recht ausgeglichen. Keine der beiden Teams schien größere Spielanteile über die ersten 20 Minuten gehabt zu haben. Es war deutlich zu erkennen, dass jeder noch nach seiner Bestform suchte. Nun gut, im ersten Spiel kann man das auch noch nicht erwarten, das sollte schon klar sein. Ihre Bestform, beziehungsweise überhaupt eine Form und eine klare Linie suchte man bei den Schiedsrichtern dieser Partie vergebens. Ebenfalls auf die ersten 20 Minuten gesehen wurden Dinge auf beiden Seiten gepfiffen, die mehr fragwürdig als glasklar waren. Davon profitierten die Bietigheimer zu Beginn des Spiels, denn es hagelte gleich drei Strafen kurz hintereinander auf die Frankfurter ein, die so eine recht lange Zeit mit nur drei Mann auf dem Eis spielen mussten. Dies konnte Bietigheim innerhalb der ersten zwei Minuten zu zwei Toren ausnutzen. Die Frankfurter hingegen konnten aus den Strafen gegen Bietigheim nichts zählbares auf die Anzeigetafel bringen. Zu oft wurde der Puck leichtfertig dem Gegner überlassen oder die Angriffsbemühungen wurden durch schwache Pässe unterbunden. Mehrere Überzahlspiele als auch ein Penalty wurden so erfolglos vergeben. So endete das Drittel mit dem Spielstand 0:2. IMG-20170915-WA0028

Zum 2. Drittel:

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts bot sich das gleiche Bild wie über weite Strecken im ersten Drittel. Aber nach nur wenigen Minuten brachte ein Fehlpass der Bietigheimer hinter dem eigenen Tor den Anschlusstreffer für die Löwen aus Frankfurt. Zum ersten Mal an diesem Abend wurde es laut in der Eissporthalle. Die insgesamt 5.369 Zuschauer bejubelten diesen Treffer lautstark. Während das Publikum in der Folge nun einen Gang höher schaltete, fanden die Frankfurter ihrerseits einen Schalter, den sie umlegen konnten, und übten nun deutlich mehr Druck auf das Tor der Gäste aus als noch im ersten Drittel. Dem Druck erlagen die Gäste in der 28. Spielminute, als der viel umjubelte Ausgleich für die Frankfurter fiel. Somit alles auf Anfang.

Leider wurde der „Reset-Knopf“ auch bei den Schiedsrichtern betätigt, welche bis dahin zumindest, keine fragwürdigen Entscheidungen von sich gaben. Aber das sollte sich in der restlichen Zeit dieses Spielabschnitts ändern. Ein Paradabeispiel für das lustige Gepfeife war, als eine Strafe gegen Bietigheim angezeigt wurde. Die Gäste befanden sich dabei selbst im Angriff und im Puckbesitz, was eigentlich bedeuten müsste, dass das Spiel unterbrochen werden sollte. Dies passierte jedoch nicht; weswegen die meisten dachten, die Strafe sei doch gegen Frankfurt angezeigt. Während die Bietigheimer ihrerseits den Angriff fortsetzten und sogar das 2:3 erzielten, war die Verwunderung groß als es hieß: „Strafe gegen Bietigheim“ und nicht „Tor für Bietigheim“. Da wurde natürlich viel mit den Schiedsrichtern diskutiert. Vergebens. Doch die neuerliche Überzahl für die Frankfurter verstrich ohne nennenswerte Akzente. Kurz vor Ende des zweiten Drittels gelang den Bietigheimern dann doch die 3:2 Führung, wenngleich man sagen muss, dass diese auch fragwürdig war. Hintergrund dabei war, dass der Frankfurter Torwart in seinem Torbereich recht hart angegeangen wurde, wobei dieser seine Kelle verlor und sich zunächst ohne diese in sein Tor begab. Er versuchte einen Schuss festzuhalten, während ein erneuter Schubser dazu führte, dass er den Puck verlor und dieser ins Tor rutschte. Das Tor wurde gegeben und auch hier gab es eine Menge Diskussionsbedarf. Dieser Spielabschnitt endete mit dem Zwischenstand 2:3.

Zum 3. Drittel:

Eine aus dem zweiten Drittel mitgenommene Strafe gegen Bietigheim führte zu Beginn des letzten Drittels zu mehreren guten Chancen für die Frankfurter, welche aber ungenutzt blieben. Erneut zogen sie das Tempo an und brachten mehr Druck auf das Tor der Gäste. Es sollte nur drei Minuten in diesem Spielabschnitt dauern bis dieser zum erneuten Ausgleich zum 3:3 führte. In der Folge war das Spiel zunächst ausgeglichen auf beiden Seiten. Es gab Chancen auf beiden Seiten, die ungenutzt blieben. Während das Spiel auf die Zielgerade ging und sich die Schiedsrichter mit weiteren lustigen Entscheidungen zurückhielten erhöhten die Frankfurter erneut die Angriffsbemühungen auf das Bietigheimer Tor, welche ihrerseits auf den goldenen Konter auswaren. Doch bei all den Chancen, die die Frankfurter hatten, blieb das Tor aus. Es fehlte eindeutig ein Knipser, der den Puck dann auch mal in das Tor bringt. Die Zuschauer jedenfalls erhoben sich von ihren Plätzen und standen in den letzten Spielminuten um ihren Löwen die nötige Unterstützung zu liefern. Doch das half auch nicht mehr in der regulären Spielzeit, die mit einem leistungsgerechten 3:3 Unentschieden endete. Auf das ganze Spiel gesehen geht das Ergebnis durchaus in Ordnung.

Zur Overtime (Verlängerung):

In der 5-minütigen Verlängerung hieß es dann 3 gegen 3 und wer ein Tor erzielt gewinnt. Dass die Verlängerung gerade einmal  39 Sekunden dauerte, ist der Entschlossenheit und dem Willen der Frankfurter geschuldet, die im Angriffsdrittel den Puck nicht mehr hergeben wollten. Ein Pass vor das Tor, der nicht geklärt werden konnte, brachte den Frankfurter Stürmer Nils Liesegang in aussichtsreiche Position, aus welcher er mit einem satten Schuss einnetzte.

Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers 4:3 n.V. (0:2 2:1 1:0 1:0)

IMG-20170915-WA0034Es gilt fetzuhalten, dass beide Mannschaften ihr Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft haben und noch Luft nach oben zur Bestform ist. Ich bin mir jedoch sicher, dass beide Mannschaften eine wichtige Rolle im Kampf um den DEL2-Titel spielen werden. Wer weiß, vielleicht stehen sich beide Teams in den Play-Offs erneut gegenüber. Genügend Feuer gibt es zwischen beiden Teams.

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