Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen – 22.12.2017

Freitagabend, kurz vor Weihnachten. Was gibt es Schöneres, als in der Eissporthalle zu sein und sich ein Eishockeyspiel anzusehen? Viele andere Menschen, um genau zu sein 4.772 (mit mir dann 4.773), dachten das gleiche und besuchten das Spiel zwischen den (Land)Löwen und den Eislöwen.

LFDE221217 (1 von 21)Dass nur wenige Tage vorher bei den Frankfurtern Rich Chernomaz bis zum Ende der Saison, und somit bis zum Auslaufen seines Vertrages, beurlaubt und für ihn Franz-David Fritzmeier mit sofortiger Wirkung eingestellt wurde, kam für Außenstehende überraschend. Letzterer übernimmt das Amt des Sportdirektors und soll zukünftig auch die Jugendförderung in Frankfurt nach vorne bringen. Ob sich dies schon auf die Mannschaft ausgewirkt hatte?

Zum ersten Drittel:

Frankfurt startete gut in dieses Spiel und wollte schnell ein Tor erzielen. Die Chancen dafür gab es. Doch diese wurden vergeben oder nicht gut ausgespielt. Selbst bei einer doppelten Überzahl gelang es ihnen nicht den Puck über die Torlinie zu befördern. Zu verspielt und zu inkonsequent wurden die Schüsse auf das Tor abgegeben. Der Dresdner Schlussmann hatte es meist mit leichter Beute zu tun.

Dresden hingegen agierte ruhig und eher zurückhaltend, konnten jedoch ihrerseits ebenfalls gute Tormöglichkeiten herausspielen und zeigten den Frankfurtern, wie einfach ein Überzahltor erzielt werden kann. Okay bei diesem Tor hat der Torpfosten seinen Teil dazu beigetragen, aber der Puck war drin und das war entscheidend.

LFDE221217 (12 von 21)In der Folge bot sich auf dem Eis dasselbe Bild wie zuvor auch: Frankfurt agiert und vergibt Chance um Chance, und Dresden spielt bedacht und konnte sogar fast das zweite Tor erzielen. Aber erneut war es an diesem Abend der sehr gut aufgelegte Frankfurter Schlussmann, der ein weiteres Gegentor verhindern konnte. Mi dem Spielstand von 0:1 ging es in die erste Pause.

 

Zum zweiten Drittel:

Außer, dass die Mannschaften die Seiten gewechselt haben, blieb alles gleich. Wobei sich die Dresdner etwas mehr zurückzogen aber dennoch Großchancen kreieren konnte. Wie häufig Frankfurts Torwart Gegentore mit seinen großartigen Reflexen verhindern konnte, hatte ich nicht mitgezählt. Aber es waren viele.

Aber auch auf der anderen Seite zeigte der Mann im Tor der Dresdner tolle Saves und Paraden und brachte die Frankfurter Offensive langsam zum Verzweifeln. Wieder schossen sie aus allen möglichen Lagen auf das Tor, doch der Puck wollte einfach nicht den Weg in selbiges finden.

Das Spiel an sich war recht ruhig und fair, es gab wenige Unterbrechungen. Beide Mannschaften zeigten auch gesunde körperliche Härte. Dennoch kam nur wenig Spannung auf. Zwar wirkten die Frankfurter auf dem Eis überlegen, aber was sie aus den Chancen machten, war schon sehr fahrlässig.LFDE221217 (14 von 21)

Zur Hälfte des Drittels durfte Frankfurt in Überzahl spielen und kam auch hier zu Chancen. Dann endlich war es soweit: Tor für Frankfurt und der 1:1 Ausgleich stand auf der Uhr. Aber dieses Tor änderte nicht viel am Spiel beider Mannschaften. Es blieb bei den drückenden Frankfurtern und auch die Dresdner spielten weiter konzentriert ihren Stiefel und scheiterten zumeist am Frankfurter Torwart, der sich anscheinend fest vorgenommen hatte, seinen Kasten sauber zu halten.

So lief das Spiel weiter, bis es in die zweite Pause ging. Der Spielstand 1:1

 

Zum dritten Drittel:

Dasselbe Spiel, das gleiche Bild. Es mag schon komisch klingen, dass die Mannschaft mit den meisten Toren in der Liga ein Problem mit der Chancenverwertung hat, aber es war wirklich so. Die Schüsse der Frankfurter kamen viel zu häufig aus Positionen, aus der ein Torwart die Pucks herunterpflücken und sichern konnte. Zwar gab es auch hier und da richtig gute Chancen, aber dann wurde das Tor gänzlich verfehlt.

Die Dresdner machten ihre Sache gut und hatten auch Chancen. Vermutlich hätten sie auch getroffen, wenn Hannibal Weitzmann nicht in einer derart bestechenden Form wäre.

An besseren Tagen hätten die Frankfurter bereits mindestens fünf Tore geschossen; an schlechteren wahrscheinlich mindestens fünf kassiert.

So endete auch dieses Drittel mit dem gleichen Bild, aber torlos. Zur Entscheidungsfindung brauchte es die Overtime.

 

Zur Overtime:

Wie jedes Mal wird diese von beiden Teams bedacht und vorsichtig angegangen. Absicherung; nicht den entscheidenden Fehler machen. Und dann passiert dieser doch. Aus dem eigenen Drittel heraus starten die Frankfurter eine schnelle Offensive, während die Dresdner ihre Mühe haben hinterher zu kommen. Der erste Schuss geht noch knapp am Tor vorbei; aber im Stile eines Bauerntricks gelingt es dem Angreifer der Heimmannschaft den Puck zum 2:1 Sieg im Tor unterzubringen.LFDE221217 (21 von 21)

So viele vergebene Chancen; so unspektakulär und dennoch ein interessantes Spiel.

Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen 2:1 n.V. (0:1 1:0 0:0 1:0)

 

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