Löwen Frankfurt – EHC Freiburg – 03.12.2017

Es war Family-Day in Frankfurt, weswegen das Spiel bereits um 16:00 Uhr begann. Entsprechend früh war auch ich in der Eissporthalle und habe vor dem Spiel einen Bekannten getroffen, der vorübergehend in Frankfurt arbeitet. Es war Christian Roth von American-Sports.info. Wir plauderten über Dies und Das und am Ende hofften wir beide auf ein gutes Spiel.

Die Gegebenheiten waren zumindest ideal für ein gutes Spiel, denn insgesamt 4.668 Zuschauer hatten sich eingefunden. Darunter sogar eine größere Fangruppe aus dem Breisgau.

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Zum ersten Drittel:

Frankfurt begann druckvoll und offensiv, erarbeitete sich die ersten Chancen, welche aber recht kompliziert ausgespielt wurden und leicht von der Defensive und dem Torwart der Gäste abgewehrt werden konnten. Auf der Gegenseite zeigten die Freiburger, wie einfach Tore schießen sein kann. Vier Frankfurter schafften es nicht den puckführenden Spieler entscheidend zu stören und so konnte der Rebound nach dem Schuss im Tor der Löwen untergebracht werden. Wieder einmal sah die Defensive Frankfurts schlecht bei diesem Gegentor aus. Es hatte den Anschein, als würde man zusehen, was der Gegner mit dem Puck so anstellen kann.

Zwar versuchten die Löwen ihr Glück weiterhin in der Offensive, aber die schwache Defensive festigte sich in diesem Drittel sehr. Hinzu kam, dass die Spieler sehr unkonzentriert wirkten und die einfachsten Dinge des Eishockeys teilweise verlernt hatten: Fehler im Aufbauspiel, unsicheres Passspiel, sowie Probleme mit der Puckannahme und einfache Puckverluste. So passierte es, dass die Freiburger einen schnellen 2 auf 1 Konter fahren und diesen mit dem 2:0 beenden konnten. So einfach kann Eishockey sein. Zwei Pässe, ein Schuss und ein Tor.

Freiburg nahm das Heft in die Hand und zeigte nun, dass auch sie gutes Eishockey spielen können. Das Bild vom Frankfurter Spiel änderte sich in diesem Drittel nicht mehr. Die Passivität zum Spiel und zu den Gegnern eröffneten weitere Chancen für Freiburg. Von den Löwen sah man nicht mehr viel, außer einer Strafzeit kurz vor Drittelende, bei welcher Freiburg in Überzahl schließlich das 3:0 erzielen konnte.

Das Ergebnis nach diesem Drittel war absolut in Ordnung. Die Lethargie des Frankfurter Spiels in diesem Drittel wurde vom überzeugenden Auftritt der Freiburger noch deutlicher. Sie zeigten einfaches Eishockey und haben sich die drei Tore und die Führung verdient erarbeitet.

Zum zweiten Drittel:

LFWF031217 (18 von 26)Torhüterwechsel bei den Frankfurtern. Nun stand Hannibal Weitzmann im Tor. Warum dieser nicht direkt von Anfang an gespielt hat, ist mir persönlich nicht klar. Schließlich ist er in Bestform und verhindert Tore wie am Fließband. Seine Topform sollte er in diesem Drittel auch erneut unter Beweis stellen, denn die sich bietenden Chancen für Freiburg in diesem Drittel vereitelte er mustergültig. So konnte er die schwache Defensivleistung, die sich weiterhin im Frankfurter Spiel zeigte, noch ausbügeln. An und für sich wäre es absolut in Ordnung gewesen, wenn Freiburg den Spielstand erhöht hätte. Die Frankfurter wirkten wie zahnlose Löwen.

Insbesondere ideenlos, auch wenn der Wille bei vielen Spielern zu sehen war. Dennoch hielt sich die Fehlerquote hoch und die tief stehende und gut arbeitende Defensive der Freiburger erstickte sämtliche Offensivbemühungen der Löwen. Zwar gaben sie durchaus viele Schüsse auf das Tor ab, jedoch nicht wirklich zwingend. Dass dennoch kurz vor Drittelende das 1:3 fiel, war mehr als überraschend. Ein flacher Schuss aus halblinker Position rutsche dem Gästetorwart durch die Schoner. Mit dem 1:3 ging es dann auch anschließend in die zweite Drittelpause.LFWF031217 (22 von 26)

In dieser hat sich der Löwennachwuchs der U8 präsentiert. Irgendwie erschien es mir, als hätten sie mehr Lust auf dem Eis zu stehen, wie manch ein Profi der Löwen. LFWF031217 (23 von 26)

Zum dritten Drittel:

Die Löwen zeigten in diesem Drittel mehr Engagement und ein ansehnlicheres Spiel als bisher. Zwar wurden die Fehler nicht ganz abgestellt und auch sonst waren sie weit von ihrer Bestform entfernt, aber nun konnte man sich als Fan doch noch Hoffnungen machen.

Aber weiterhin stand die sehr gute Defensive Freiburgs recht sicher und wenn sich Chancen für Frankfurt ergaben, die bei Bestform auch mit einem Torerfolg enden würden, waren entweder der Torwart, ein Verteidiger oder das Torgestänge selbst im Weg. So blieben die Löwen lange torlos trotz guter Chancen.

Bei einem Konter der Löwen, der in Unterzahl begann, konnte ein Verteidiger das 2:3 erzielen. Dieses fiel dann sogar schon bei numerischer Gleichheit auf dem Eis, da die Strafe während des Angriffs abgelaufen war. Dass dies das 100. Saisontor der Löwen war, erschien an diesem Abend nur als Randnotiz.LFWF031217 (24 von 26)

Ansonsten blieb es weiterhin dabei, dass die Frankfurter ihre vielen Chancen nicht in ein Tor ummünzen konnten. Selbst bei eigener Überzahl kurz vor Schluss gelang es ihnen nicht den Ausgleichstreffer zu erzielen. Dabei war sogar noch ein sechster Feldspieler auf dem Eis, da dieser für den Torwart eingewechselt wurde, um noch mehr Druck zu erzeugen. Doch ein Abspielfehler sorgte dafür, dass die Freiburger eine Sekunde vor Spielende ihr viertes Tor erzielen konnten. So endete das Spiel mit 2:4 aus Frankfurter Sicht.

Gemessen an den Spielanteilen und am Auftritt beider Mannschaften, geht der Sieg für Freiburg absolut in Ordnung. Sie waren an diesem Abend effizienter und wacher und hielten die Fehlerquote gering.

Löwen Frankfurt – EHC Freiburg 2:4 (0:3 1:0 1:1)

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