Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse – 29.09.2017

Vor diesem Spiel war die Favoritenrolle nicht wirklich klar. Während Frankfurt zwar mit 4 Siegen aus 4 Spielen, davon 2 in Verlängerung, aufwarten kann, haben die Füchse bereits gezeigt, dass sie mit Top Teams durchaus mithalten können, wie zum Beispiel bei den Niederlagen in Kassel und gegen den derzeitigen Tabellenführer aus Crimmitschau, in der Verlängerung. Zumindest von den letzten Ergebnissen her sollte dies ein spannendes Spiel werden und wenn ich ein Ergebnis vor dem Spiel hätte tippen müssen, würde ich sagen, dass die Frankfurter das Spiel in der Verlängerung für sich entscheiden. Und wie es sich mit Tipps so verhält, sollte es ganz anders kommen.

Ich war an diesem Abend sehr spät dran. Im Prinzip wäre ich pünktlich zu Spielbeginn in der Halle gewesen, aber der Spielbeginn wurde um 10 Minuten nach hinten verschoben, da die Gastmannschaft aus der Lausitz auch im Stau gestanden hatte. Noch einmal Glück gehabt. So konnte ich mir nach der Hektik erst einmal etwas zu trinken besorgen und mich zu den Stehplätzen begeben.

Zum 1. Drittel:

Ganz positiv für die Frankfurter war, dass sie mal keine Strafe in den ersten Sekunden hinnehmen mussten. So konnten sie direkt das Heft in die Hand nehmen und als Heimmannschaft auch dementsprechend agieren. Es ergaben sich viele gute Chancen zu Beginn für Frankfurt, die aber ungenutzt blieben. Während die Füchse aus der Lausitz noch irgendwie nach einem Weg in das Spiel suchten, half eine Strafe gegen Frankfurt dabei. Doch die erste Überzahl der Füchse blieb ungenutzt und wäre sogar fast nach hinten losgegangen. Ein Alleingang eines Frankfurters nach einem Fehlpass in der Offensivzone konnte aber nicht in ein Tor umgewandelt werden.

Während bei numerischer Gleichzahl auf dem Eis wieder Frankfurt mit mehr Dominanz agierte, wurde ein weiterer Alleingang nur mit einem Foul unterbunden. Penalty für Frankfurt; jedoch ging der Schuss am Tor vorbei. In der Folge hatten die Füchse ein paar sehr gute Chancen, die aber der Goalie und die hart arbeitende Verteidigung der Löwen abwehren konnten. Doch eine weitere Unterzahl der Frankfurter führte zum 0:1 für die Füchse, die ihre Überzahl dieses Mal besser ausspielen konnten.LFLF290917 (6 von 38)

Aber diese Führung änderte am Spielablauf nicht wirklich etwas. Weiterhin waren es die Frankfurter, die den Ton angaben und Angriff um Angriff fuhren. Dabei führte ein Fehlpass der Frankfurter vor dem Tor der Füchse zu einer riesen Chance, da der Puck über Umwege wieder zurückkam. Diese Chance ließen sie sich nicht nehmen und netzten zum 1:1 Ausgleich ein. Kurz darauf durfte nun auch Frankfurt in Überzahl agieren und diese wurde schnell ausgespielt und erfolgreich zum 2:1 kurz vor der Drittelpause genutzt. Und mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Drittelpause.

 

Zum 2. Drittel:

Dieses Drittel sollte sehr unterhaltsam werden. Weiter ging es genauso, wie es auch im ersten Drittel endete. Frankfurt im Dauerangriff, womit die Füchse ihre Probleme hatten. Die Probleme wurden deutlicher, als sie kurz hintereinander gleich zwei Strafen gegen sich bekamen. Frankfurt hatte nun die Chance in doppelter Überzahl, die sie auch sehr schnell zum 3:1 nutzen konnten. Kurz darauf fiel auch das 4:1 bei einfacher Überzahl. Ein Start nach Maß für die Löwen in das 2. Drittel. Direkt nach diesem Tor nahmen die Füchse eine Auszeit um sich neu zu sortieren. Aber geholfen hatte dies leider nicht viel. Es blieb dabei, dass die Frankfurter das Spiel machten und die Füchse immer mehr überforderte. Nach einer kleinen Rangelei an der Bande durften insgesamt 4 Spieler eine kurze Pause auf der Strafbank verbringen, während es weiter mit 5 gegen 5 auf dem Eis ging.

Die Überforderung machten sich die Löwen erneut zu Nutze und stellten den Spielstand auf 5:1. Da war noch nicht einmal die Hälfte des Spiels gespielt. Die Löwen nahmen nun sichtbar das Tempo ein wenig raus; jedoch wurde das Spiel dadurch nicht ausgeglichener. Zwar kamen die Lausitzer nun öfter in das Angriffsdrittel aber Chancen ergaben sich nicht wirklich, da auch die Defensive Frankfurts dagegenhielt.

Mehrere Minuten waren bereits vergangen, als die Schiedsrichter den Videobeweis konsultierten. Vorausgegangen war eine mögliche Torsituation für die Füchse, welche aber nicht eindeutig war, da der Puck von der Maske des Torwarts runtersprang, aber die Torlinie doch nicht überquerte. So entschieden die Referees auf kein Tor. Das anschließende Bully gewannen die Füchse, welche nicht zögerten und mit einem schönen Schuss das 5:2 erzielten. Da war auch der Torhüter machtlos. Wer rechnet denn mit sowas?

LFLF290917 (19 von 38)In der Folge wurden die Füchse mutiger und spielten mehr nach vorne. Dabei profitierten sie auch von einer Strafe gegen Frankfurt, durch welche sie in Überzahl spielen konnten. Doch beim Spielaufbau aus dem eigenen Drittel heraus wurde der Puck vertändelt und ein weiterer Alleingang eines Frankfurters auf das Tor der Füchse wurde abermals mit einem Foulspiel unterbunden. Erneut gab es einen Penalty für Frankfurt, der dieses Mal im Netz zappelte. Den Torhunger der Löwen war an diesem Abend nicht viel entgegen zu setzen.

Kurze Zeit später nutzten die Frankfurter eine weitere Überzahlsituation zum 7:2 aus. Schnell gespielt und eiskalt abgeschlossen. Die Fans der Löwen jubelten sogar noch ein weiteres Mal, als der Puck zum vermeintlichen 8:2 im Tor war. Aber die Schiedsrichter waren sich ob der unübersichtlichen Situation vor dem Tor nicht sicher und sahen sich das Geschehen nochmals per Videobeweis an und entschieden erneut, dass auch hier das Tor nicht gegeben werden kann. Das schien die Frankfurter nicht zu stören, die bei einem Konter dann doch das 8:2 erzielen konnten. Im Anschluss war dieses Drittel zu Ende.

 

Zum 3. Drittel:

In diesem Spielabschnitt ging es eher ruhiger zu. Während sich die Löwen darauf konzentrierten das Spiel mit weniger Tempo zu kontrollieren, wollten die Füchse nicht noch mehr eingeschenkt bekommen und verteidigten überwiegend. Man konnte ihnen sogar ansehen, dass sämtliche Motivation für mehr als das nicht vorhanden war. Chancen gab es aber noch für beide und eine davon nutzten die Frankfurter zum 9:2 aus. Das Spiel wurde körperloser und Frankfurt kontrollierte nach Belieben. Das 10. Tor wollte aber nicht mehr fallen und so lief die Zeit herunter bis dieses Spiel dann auch vorbei war.

Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse 9:2 (2:1 6:1 1:0)

 

 

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Die torhungrige Offensive der Frankfurter traf auf eine Mannschaft aus Weißwasser, die einen gebrauchten Tag erwischt haben. Mehr muss man dazu nicht sagen. Für die Füchse gilt nun: Haken dran und weiter gehts.

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