Löwen Frankfurt – SC Riessersee – 26.11.2017

Mit dem SC Riessersee aus Garmisch-Partenkirchen war eine Mannschaft zu Gast, die ebenfalls einen direkten Playoffplatz im Visier haben. Vor 4.105 Zuschauern konnte man also ein spannendes Spiel erwarten.

Vor dem Spiel wurde Richard Müller, Spieler des SC Riessersee, frenetisch von den Frankfurter Fans gefeiert. Bis zur letzten Saison spielte er noch für Frankfurt und holte mit dieser den DEL2 Titel.

Apropos Titel. Die Löwen Frankfurt wurden bei der Frankfurter Sportgala zum zweiten Mal nach 2014 zur Frankfurter Mannschaft des Jahres gekürt.

Zum ersten Drittel:

Die ersten Akzente in diesem Spiel wurden von den Gästen aus Garmisch-Partenkirchen gesetzt. Dabei zeigte die Defensive von Frankfurt, insbesondere Torwart Hannibal Weitzmann, dass es an diesem Abend mehr als schwer werden würde, Tore zu schießen. Die Offensive der Frankfurter hingegen konnte in der Anfangsphase noch keine nennenswerten Aktionen zeigen, da ihre Angriffe durch viele Abseitspositionen zum Erliegen kamen.

Fast zehn Minuten kam das Spiel ohne Strafen aus. Das änderte sich, nachdem die Löwen nun zu den ersten richtigen Chancen kamen. Gleich drei Strafen in kurzer Zeit hinnehmen und so bot sich für Frankfurt sogar die Chance bei doppelter Überzahl das erste Tor zu erzielen. Doch die Verteidigung Riessersees kämpfte dagegen an, so dass die Löwen viele Chancen bauchten, bis der Puck das erste Mal im Netz versenkt werden konnte. Da waren die Gäste aber schon wieder zu 4 auf dem Eis.

Im Anschluss ging es recht ausgeglichen weiter, wobei beide Defensiven konzentriert agierten. Es fielen keine weiteren Tore in diesem Drittel, so dass es mit dem Zwischenstand von 1:0 in die erste Pause ging. 

Zum zweiten Drittel:

Ich bin fast geneigt zu schreiben, dass es fast wie immer war, denn die Frankfurter zeigten sich in der Offensive stärker und konnten sogar die schnelle 2:0 Führung erzielen. Zuvor gegangen war ein schöner öffnender Pass auf die linke Seite, welcher von Nils Liesegang aufgenommen und mit einem Schuss von halblinker Position mustergültig in den rechten Winkel gesetzt wurde. Da war nichts zu halten für den Gästetorwart.

Der Anschlusstreffer zum 2:1 fiel nicht viel später aber dafür recht überraschend. Eigentlich schien die Situation vor dem Tor der Frankfurter bereits geklärt, als ein Puckverlust im Slot an der eigenen blauen Linie zur Einladung hergegeben wurde. Das Tor war die logische Konsequenz. Jedoch zeigten die Schiedsrichter zunächst kein Tor an; das ging wohl zu schnell. Eine kleine Rauferei, ein Videobeweis und als Ergebnis kam das heraus, was ohnehin schon für alle klar war: das 2:1.

In der Folge blieb das Spiel ausgeglichen und beide Seiten konnten offensiv als auch defensiv gute Akzente setzen. Erst als es zwei Strafen gegen Frankfurt gab, konnten sich die Gäste aus Garmisch-Partenkirchen im Drittel festsetzen und gute Chancen in der doppelten und einfachen Überzahl herausspielen. Aber die Defensive der Frankfurter war konzentriert und Goalie Weitzmann hatte absolut keine Lust auf einen weiteren Gegentreffer und glänzte mit hervorragenden Saves. Gerade als die letzte Strafe Frankfurts abgelaufen war, kam der Pass in die Spitze. Von der Strafbank mit viel Platz und am Ende alleine vor dem Tor erzielte C.J. Stretch das 3:1.

Viel mehr passierte nicht in diesem Drittel. Das Spiel war weiterhin ausgeglichen. Beide Mannschaften zeigten eine recht konzentrierte Leistung, wobei beide Torhüter wussten, wie sie weitere Treffer verhindern können. So ging es mit dem 3:1 in die zweite Pause.

Zum dritten Drittel:

Spektakuläre Szenen gab es in diesem Spiel und somit auch in diesem Drittel nicht. Es war weiter das konzentrierte Spiel auf beiden Seiten, was es aber sehr ansehnlich und schnell machte. Insbesondere Löwen-Goalie Weitzmann zeichnete sich weiter und weiter aus. Seine Reflexe, Reaktionen und Paraden stärkten die ohnehin konzentrierte Leistung der Frankfurter Defensive, sodass auch bei einer weiteren Unterzahl kein Gegentor fiel. Eher noch hätte ein Konter der Frankfurter zum 4:1 führen können. Aber auch Der Gäste Torwart Nemec hatte etwas gegen weitere Tore.

Doch letztlich konnte er das 4:1 bei eigener Unterzahl nicht verhindern. Das Spiel war somit also zehn Minuten vor Schluss entschieden, denn es sah nicht danach aus, als würden nun alle Dämme beim Gast brechen. Warum jedoch bei diesem Spielstand der Gäste Goalie vom Eis ging, damit sie einen weiteren Feldspieler haben, ist mir persönlich etwas schleierhaft. Das Tor war also verwaist und so war es nicht weiter verwunderlich, dass das 5:1 fiel. Ein weiteres Mal wurde das nicht mehr ausprobiert, so dass es am Ende 5:1 für die Löwen hieß.

Löwen Frankfurt – SC Riessersee 5:1 (1:0 2:1 2:0)

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