Meister Schwäbisch Hall dominiert Spitzenspiel der GFL Süd

Es war allerbestes Wetter am Samstag, als der Meister aus Schwäbisch Hall der Gegner der Universe war. Für meinen Geschmack schon wieder zu heiß. Die Sonne brannte ja förmlich von oben herunter.

Da ich schon vom Spiel in Offenbach meine kleinen roten Blessuren in Form eines Sonnenbrands auf den Unterarmen hatte, stand ich dann doch mehr im Schatten, denn ich wollte nicht unbedingt, dass meine Arme Medium oder gut durch würden.

Aber aus der Kombination roter Sonnenbrand oben und käsweiße Haut auf der Unterseite, kann man beim Wenden der Arme „rot – weiß Offenbach“ anstimmen. Das ist auch nur so lange lustig, wie der Sonnenbrand nicht schmerzt. Aber bewaffnet mit einer Sonnenlotion der Stärke 50 ging es dann doch.

Mitunter war, bzw. ist das der Hauptgrund dafür, dass ich kaum etwas von der Powerparty mitbekommen habe. Abgesehen vom Kauf einer viel zu großen Käsebrezel (ich musste den Verkäufer davon überzeugen, dass Käsebrezel 4 € kosten und nicht nur 3,50 €, wie es bei den normalen riesigen Brezeln der Fall ist – die Kasse muss stimmen!)

So habe ich auch leider den Auftritt der Cheerleader mehr oder weniger verpasst. Aber bereits am späten Abend konnte man ein schickes Video auf Facebook sehen, dass das Ganze schon gezeigt hat. Sah mal wieder super aus mit dem Stil der 90er Jahre unter anderem.

Nun, wie gesagt, viel mehr habe ich vor dem Spiel wirklich nichtgemacht, außer den Schatten und das Innere von Gebäuden gesucht, in denen es deutlich kühler war. Meine krossen Arme haben es mir jedenfalls gedankt. Jedoch, das darf nicht unerwähnt bleiben, gab es wieder und wie schon so oft Begrüßungen und Handschläge bei und mit Massen an Menschen.

So war es dann auch kein Wunder, dass ich relativ früh meinen schattigen Platz auf der Tribüne bezogen hatte und die Zeit bis zur ersten Action auf dem Feld abwartete. Doch es dauerte nicht lange bis sich auf dem Feld etwas tat und sich auf einmal zwei Maskottchen auf dem Spielfeld wiederfanden. Ein Franky und ein Tillmann, Dino und Löwe.

Anschließend enterten die Cheerleader den Platz für ihre Pre-Game-Show. Dieses Mal hatten sie Unterstützung von den Red-Angels Cheerleadern aus Wölfersheim (meine ich).

Wieder einmal sehr gelungen, wobei es ein paar Abstriche in der B-Note bei den Gastdamen gab. Vermutlich lag es aber an der Kulisse, die sich an diesem Tag im Stadion zusammengefunden hatte. Mit knapp 2.800 Zuschauern beim Topspiel, da kann man schon ein bisschen Nervenflattern bekommen.

Apropos Zuschauer. Weniger als gegen München beim Topspiel? Und da waren an diesem Tag ganz viele Gäste aus Schwäbisch Hall da. Woran mag diese leicht rückwärtige Entwicklung gelegen haben? Das lange Wochenende; viele waren verreist. Das Wetter? Oder vielleicht doch der Gegner an sich? Womöglich eine Mischung aus allen Punkten. Aber schon überraschend auf eine gewisse Art und Weise. Aber dennoch eine sehr gute Besucherzahl.

Und so langsam kamen dann auch die Mannschaften aufs Feld. Wie üblich der Gast zuerst, bevor die hochmotivierten Frankfurter auf das Feld liefen.

Zu Beginn sah es auch ganz gut aus. Hall durfte mit dem ersten Drive beginnen. Die Frankfurter Defensive zeigte sich in einer sehr guten Form bei den ersten Angriffsversuchen der Gäste. Eine Pass Deflection und sogar ein Quarterback sack sprangen dabei heraus.

Doch dann zeigten auch die Haller, dass ihre Defensive mehr als gut ist und in der Folge ließen sie auch keine Zweifel zu, warum sie der Primus im Süden sind und dass Frankfurt in diesem Jahr kleinere Brötchen zu backen hat, als noch im Vorjahr.

Es dauerte also nicht lange, bis der erste lange Pass der Gäste sein Ziel und die ersten Punkte fand. Der Pass war gefühlt minutenlang in der Luft und der Verteidiger den Schritt zu langsam. 0:7

Die Universe kam beim nächsten Drive nicht über einen Punt hinaus und der Gegenzug endete prompt mit erneuten Punkten, nachdem sich die Einhörner Stück um Stück an die Endzone arbeiten konnten. 0:14

Im zweiten Viertel war es dann doch auch ein kleines Hin und Her nachdem die Gäste mit einem Field Goal auf 0:17 erhöhen konnten.

Bis dahin war die Frankfurter Offensive so gut wie abgemeldet, konnte sich aber beim darauffolgenden Drive nah an die Endzone heranarbeiten. Leider wurde der Pass in die Endzone von den falschen Farben gefangen und schon durften die Haller wieder in die Offensive gehen.

Diese blieb, wie auch die Frankfurter Offensive, in den letzten Minuten der ersten Hälfte erfolglos. Da half auch ein Fumble, den die Frankfurter sichern konnten, 14 Sekunden vor Ende der ersten Hälfte nicht mehr viel.

In der zweiten Hälfte konnte man sehen, dass beide Teams ein wenig nachließen. Dies war gewiss auch den Temperaturen geschuldet und dadurch war es für die Mannen in Lila noch schwieriger, während sich der Gast weiterhin offensivfreudig zeigte.

Es gelangen noch zwei weitere Touchdowns für die Haller, die so auf 0:31 stellen konnten, was auch den Endstand bedeutete.

Deutlich sichtbar ist, dass entscheidende Positionen nicht mehr so stark besetzt sind, wie noch im Jahr zuvor, bzw. durch Ausfälle nicht gleichwertig ersetzt werden konnten. Das Backfield der Defense scheint mir persönlich das Hauptmanko zu sein und dies ist mir nicht erst in diesem Spiel aufgefallen.

Wesentlich schlimmer war, dass die Gäste es verstanden hatten Steve Cluleys Lieblingsanspielpartner Sebastien Sagne vollkommen aus dem Spiel zu nehmen. In diesem Spiel konnte er keine Stiche setzen, so wie in den Spielen zuvor.

Aber was solls?! Mal im Ernst: wir sind doch alle froh, dass es in Frankfurt – wie auch immer wegen diesem Voting und so – fürs Erste weitergehen konnte und es nicht „Ade“ hieß; wie der Schwabe so sagt.

Abbuzze, weidermache – unn doann kumme aa die Bungde in solsche Schbeele werrer, gell!

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