Padman ist genervt: Koalitionsverhandlungen

Dieser Artikel enthält Sarkasmus und Ironie.

Politik; ein Thema, dem ich mich auf meinem Blog eigentlich nicht widmen wollte, und es nun doch tue. Einfach, um mir diese Gedanken mal aus dem Kopf zu schreiben, damit sie hoffentlich im Anschluss weg sind.

Kaum sind der Fernseher und der Nachrichtensender eingeschaltet, erwartet einen dieses Thema schon, ob man will oder nicht. Eigentlich wollte ich nur schauen, ob die Apokalypse bereits begonnen hat oder nicht, damit ich mich nicht wundern muss, wenn ich etwas später die Haustüre öffne.

Abgesehen davon hat sich mein Interesse an Politik in diesem Land doch sehr gemindert. Es ist schon fast so, dass ich bei politischen Themen automatisch mit Kopfschütteln beginnen muss. Ich frage mich wirklich, für wen die Politik eigentlich gemacht wird. Für die deutschen Bürger scheinbar am wenigsten. So zumindest mein subjektiver Eindruck, den ich in den letzten Jahren durch Erfahrungen am eigenen Leib machen musste. Der Deutsche scheint im eigenen Land irgendwo ganz weit hinten anzustehen. Und das im eigenen Land.

Aber darüber wollte ich nun nicht schreiben, das wäre ein eigenes Thema, das Wochen füllen könnte. Da winke ich nur kopfschüttelnd ab.

Ausserdem reiht sich unsere Bundeskanzlerin in die Reihen der drei Äffchen, die nichts sehen, nichts hören und nichts sagen wunderbar ein, in dem sie sich mit nichts tun anschließt.

Und so ähnlich stelle ich mir diese Koalitionsverhandlungen vor. Denn es ist schon irgendwie faszinierend, dass in Aussagen von CDU-Politikern sinngemäß etwas von Fortschritt und gutem Glauben an eine Einigung gesprochen wird, klingt das bei den anderen Teilnehmern doch ganz anders. Sitzen wirklich alle an einem Tisch? Oder haben sich welche im Zimmer vertan und beratschlagen sich mit der Putzkolonne?

 

Die Grünen:

Einige grundsätzliche Ideen sind durchaus nicht verkehrt. Jedoch scheinen die Umsetzungszeiträume für diese Ideen doch ganz schön weit hergeholt und realitätsfremd. Zudem fehlt mir im Parteiprogramm – in der Kurzübersicht – die Forderung nach der Legalisierung von Marihuana. Bei manchen ihrer Aussagen kann ich mir nur die Frage stellen, welche „grünen“ Drogen dieses Mal konsumiert worden sind. Und vermutlich sitzen sie irgendwo beisammen während der Gespräche und wurden unter eine Rauchabzugsanlage gesetzt, damit der ganze Qualm, den sie mit ihren „grünen“ Dampflingen fabrizieren, sofort abziehen kann. Schließlich würde dies das realitätsfremde Getue durchaus erklären.

 

FDP:

Hey, wo kommen die denn her? Hatte ein alkoholfreies Bier nicht mal mehr Prozente als ihr? Jedenfalls hatte ich schon öfter das Gefühl, dass sich gerade diese Partei, trotz abweichender Ansichten, ganz schnell an die Ausrichtung der CDU anpasst. Was früher funktioniert hat, klappt auch heute noch – oder etwa nicht? Immerhin kann man so Stühle sparen, da sich die FDPler wohl zumeist in kniender Position neben einem CDU-Politiker aufhalten und stets „aber natürlich machen wir das“ oder „selbstverständlich unterstützen wir das“ sagen. Vielleicht sagen sie auch sowas wie „wir tun alles, was von uns verlangt wird unsere Gebieter“? Vorstellen kann ich mir das durchaus sehr gut.

 

CSU:

Der kleine bockige Bruder der CDU aus Bayern, der sich so lange bockig stellt, wie nur irgendwie möglich, um am Ende doch „na gut“ zu sagen. Den Mut zur Abspaltung hatten sie nicht gehabt. Und wahrscheinlich sitzen sie auch so lange bockig und mürrisch bei den anderen und sagen am Ende doch wieder „na gut“. Ohnehin habe ich die Befürchtung, dass, selbst wenn jemand von der CSU mitreden wollen würde, sie keiner verstehen würde. Bayrisch ist doch schon eine Sache für sich.

 

CDU:

Mit Augenklappen, Kopfhörern, angeketteten Händen und einer Maulsperre sitzen sie dabei und machen nichts. Sie warten darauf bis die Zeit wegläuft und der Rest Muffensausen bekommt. Die Angst der Anderen wird größer, da sie befürchten, nicht mitregieren zu dürfen. Also wartet die CDU einfach so lange ab, bis sich jeder anpasst. Kein Wunder, dass von Fortschritten gesprochen wird, schließlich legt der Rest seine Ziele so langsam bei Seite. Abwarten und nichts tun, bis es von selbst wird. Das kennen wir ohnehin schon aus den letzten Jahren und diese Vorgehensweise scheint immer noch aufzugehen.

 

Es wundert mich sowieso, dass die kleinen Parteien ganz große Forderungen stellen. Das ist aus meiner Sicht so, als würde man bewusst an dem Ast herumsägen, auf dem man sitzt und darauf hofft, dass jemand, der gerade seine Hände gefaltet hat und eigentlich nicht die Absicht hegt, diese zu lösen, einen doch auffängt.

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