Playoff-Halbfinale in Braunschweig Teil 1

Nachdem ich bereits von mehreren Spielen und meinen Erlebnissen in Frankfurt berichtet hatte, bot sich mit dem Halbfinale der Playoffs in Braunschweig eine Möglichkeit das erste Auswärtsspiel der Frankfurter zu begleiten und von meinen Erlebnissen dort zu berichten.

Aufgrund meiner Erkrankung war ich mir nicht sicher, ob ich dies bereits zu diesem Zeitpunkt schaffen würde, aber den Versuch wollte ich unbedingt wagen. Und wie man feststellen kann, war ich in Braunschweig und kann mit diesem Artikel mein fast unbeschreibliches Erlebnis in Braunschweig doch irgendwie beschreiben.

Eigentlich weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll, da mir gerade zu Beginn des Schreibens bei diesem Erlebnisbericht so viele Dinge und Eindrücke vom Spiel und dem Drumherum durch den Kopf gehen, dass ich mich tatsächlich ein weiteres Mal sortieren musste.

Wo fange ich denn an? Am Besten ganz vorne! In der Nacht vor dem Spiel war ich schon etwas aufgeregt und konnte erstmal nicht einschlafen. Am Morgen war es nicht anders. Und die Aufregung wurde sogar noch größer, als es endlich mit der Straßenbahn in Richtung Hauptbahnhof ging. Die Fahrt nach Braunschweig war sehr entspannt und als ich ankam bezog ich Residenz im Intercity Hotel, in dem auch die Mannschaft der Samsung Frankfurt Universe untergebracht war. Übrigens ein sehr schönes und sauberes Hotel.

Nun aber los mit der Straßenbahn in Richtung Stadion. Einige Stationen saß ich noch alleine auf einem von vier Plätzen. Doch dann, welch eine Überraschung, wurden die restlichen drei Plätze dieser Sitzgruppe von hübschen, sehr jungen Damen in Beschlag genommen, die ganz offensichtlich zur Cheerleadergruppe der New Yorker Lions Braunschweig gehörten. Sehr freundlich und sympathisch wurde einander gegrüßt.

Am Stadion wäre ich beinahe an Marc Junge (http://all-about-football.de) vorbeigelaufen, wurde aber gerade noch rechtzeitig abgefangen. Wir begrüßten uns und trafen kurz darauf auch auf Christian Roth und Peter Koch (beide von http://american-sports.info) und begaben uns in den Innenbereich des Stadions. Dass ich dies auch durfte verdanke ich Herrn Holger Fricke, der mir damit etwas ermöglicht hat, was ich absolut nicht für möglich gehalten und schon gar nicht erwartet hatte. Vielen lieben Dank Herr Fricke!

VdSiBS (1 von 60)Aber der Reihe nach, sonst bringe ich noch etwas durch einander. Das Stadion hatte ich nun von innen bewundert; mich interessierte nun aber was vor dem Stadion passiert, da eine Party zwei Stunden vor Spielbeginn begonnen hatte. Dort gab es lecker duftende Pizza und noch etwas vom Grill. Natürlich gab es auch Getränke und sogar die Pokale waren zu bewundern. Wobei ich sagen muss, dass der GFL Meisterpokal schon etwas arg zerbeult und geschunden aussieht. Kann man hier nicht mal einen neuen und schöneren machen lassen, liebe GFL? Jedenfalls standen da noch ein paar schicke Autos und auf der Bühne gab es eine Ansprache zum Spiel. Des Weiteren gab es natürlich auch Merchandise, das faszinierend günstig war. Zwei oder drei kleine Spielereien, an denen vor Allem Kinder ihren Spaß hatten, gab es auch. Was aber durchaus zu merken war, ist das familiäre Flair, das ich aus Frankfurt sehr gut kenne. Gewiss fühlte ich mich in Braunschweig nicht wie zu Hause, aber das ganze Ambiente und die positive Stimmung insgesamt erscheinen mir so, als ob es diese Art Familienfeier auch in Braunschweig gibt.

Mit Christian, Peter und etwas später auch Marc, gingen wir eine Runde auf der blauen Laufbahn um das Stadion herum. Ein durchaus interessanter Anblick. Einige Spieler warfen sich bereits Bälle zu oder machten sich anderweitig warm und auch sämtliche Cheerleader beider Teams waren sich ebenfalls am Aufwärmen.

VdSiBS (21 von 60)Zusammen mit Peter ging es über das Spielfeld quer hinüber zum Eingangsbereich. Es ist schon ein merkwürdiges, schönes und aufregendes Gefühl nicht nur im Stadion zu sein, sondern auch an der Stelle zu stehen oder zu gehen, an der auch die Teams später ihr Spiel absolvieren würden. Während Christian zu einem persönlichen Termin verschwunden ist, beobachteten wir nun das tatsächliche Aufwärmprogramm beider Mannschaften im Stadion. In Braunschweig gibt es also keine Aussenplätze hierfür. Die Spannung des Halbfinals war doch schon irgendwie zu spüren.

Pat mit WesteAls Christian wieder zurückkam, hatte er auch noch eine ganz besondere Neuigkeit für mich: ich durfte mir ein Leibchen besorgen – so eine knallgelbe Sicherheitsweste – und damit den Einlauf beider Teams auf dem Feld beiwohnen und auch fotografieren. Himmel, dachte ich, das ist mehr als abgefahren und aufregender als alles was bisher gewesen ist. Darauf musste ich mir zunächst eine Cola und ein Snickers besorgen. Nervennahrung eben.

Dann wurde es allmählich ernst, denn die Stadionuhr tickte unaufhörlich herunter und es waren nur noch gut 15 Minuten bis zum Spielbeginn. Zeit für den Einlauf beider Mannschaften. Ich stand bereits in der Nähe des Mittelkreises und sah die Frankfurter Spieler mit ihren Cheerleadern bereits in den Startlöchern stehen. Auch auf der anderen Seite standen zumindest schon Cheerleader der New Yorker Lions bereit.

VdSiBS (35 von 60)Leicht zittrig vor Aufregung hielt ich meine Kamera fester als sonst in meinen Händen und dann kamen sie heraus und beinahe direkt auf mich zu. Bloß nicht bewegen, bloß keinen Fehler machen, dachte ich mir. Aber es lief gut und ich stand immer noch auf meinen Beinen. Nach dem Einlaufen der Frankfurter war eine kurze Aufführung einer Musik- und Tanzgruppe dran. Eine interessante Darbietung für die ich gerade gar nicht den Kopf hatte und dennoch musste ich sie einfach fotografieren. Alles ging so schnell hintereinander weg, dass ich beinahe das Einlaufen der Braunschweiger ein wenig verpasst hätte. Aber ich eilte schnell zu den anderen Fotografen und konnte doch noch alles von Beginn an miterleben. Ganz viele Cheerleader standen schon Spalier als zunächst ein paar Jugendteams einliefen, bevor dann die eigentliche Mannschaft auf das Feld stürmte. Nachdem alles überstanden war, wollte ich nur schnell runter vom Feld. So eilte ich an die Seitenlinie, an der auch die Frankfurter Mannschaft ihre Teamzone hatte.VdSiBS (53 von 60)

Eigentlich hätte ich zu diesem Zeitpunkt einen Sitzplatz auf der Tribüne aufsuchen können. Doch das war alles so faszinierend und überwältigend, dass ich es einfach nicht konnte. Diese unmittelbare Nähe zu Allem. Fast wie festgewurzelt und mit einem leichten Gefühl einer Trance blickte ich in die Mitte des Spielfelds, auf die Teamzone, die Spieler und auf die mittlerweile gut gefüllten Tribünen. Beinahe unwirklich und doch real. Kurzerhand entschloss ich mich, in einem sicheren Abstand zu alles und jedem in der Nähe des Spielfeldrands zu bleiben. Nachdem mir auch meine drei Bekannten gut zugesprochen hatten, dass ich durchaus auch dort bleiben durfte, konnte ich einfach nicht widerstehen, dies auch zu tun.

Wie es weitergeht, erfahrt ihr im zweiten Teil dieses Berichts, der morgen hier erscheint. Dann wird es auch die Bilder von mir in meiner Galerie geben.

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