Rezension zum Buch „Warriors of the Underground – Rebellion“ von Aleks G. – spannende Dystopie mit Panem Elementen

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Facebook Gruppen sind durchaus auch ein Weg um auf Bücher aufmerksam zu werden. Insbesondere dann, wenn diese im Selbstverlag erscheinen und kaum beworben werden können. So kam ich zu dieser interessanten Dystopie einer finsteren Zukunftsversion unserer Welt, welche mit vielen Elementen, bzw. Parallelen aus den Tributen von Panem aufwartet.

Warriors oft he Underground – Rebellion“ von Aleks G. im Selbstverlag.

Genre: Dystopie, Fantasy

Das Buch erstreckt sich über 442 Seiten und behandelt eine nicht undenkbare Version der menschlichen Zivilisation nach dem nächsten großen Weltkrieg. Es erschien bereits am 27.08.2017 im Selbstverlag. Meine Lesedauer betrug ca. 9,5 Stunden.

Der volle Name der Autorin ist Aleksandra Gvozdenovic. Für mich persönlich ist dieser jetzt nicht so schwierig, aber „Aleks G.“ dürfte für jedermann einprägsamer sein.

Klappentext:

Wenn sie Dir alles nehmen, was Du hast, kämpfe bis zum bitteren Ende – kämpfe für die Freiheit!

Rose lebt mit ihrer kleinen Schwester im Untergrund, einer Welt voller Dunkelheit und Angst, Schmerz und Leid, Kälte und Hass. Wie jeder Dreier schuftet sie hart im Untergrund, um den Einsern und Zweiern an der Oberfläche ein luxuriöses Leben zu bescheren. Doch dann geschieht etwas, was ihr Leben aufrührt, und sie entscheidet sich dazu sich den Rebellen anzuschließen, einer Gruppe von Widerstandskämpfern, die sich gegen die brutale Herrschaft der Einser auflehnen. Rose bleibt nicht mehr viel Zeit, denn die Einser verfolgen bereits einen mörderischen Plan, um ihre Untergeordneten zu noch größeren Sklaven zu machen…

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Bevor ich mich der eigentlichen Thematik in diesem Buch zuwende, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass die Autorin in diesem Buch auch eigene Erlebnisse und Erfahrungen verarbeitet und niederschreibt.

Die vielen Parallelen, die an die Tribute von Panem erinnern, sind deutlich, aber passen sehr gut zu dieser Geschichte, die keinen Abklatsch darstellt, sondern eine eigene Geschichte ist. Parallelen heißen schließlich nicht, dass eine 1 zu 1 Übernahme erfolgt.

Einige dieser Parallelen sind unter anderem, dass die neue Weltordnung die Menschen in drei Bevölkerungsgruppen unterteilt. Wobei die „Einser“ alle Rechte und allen Reichtum haben, den man sich vorstellen kann, während die „Dreier“ unter der Erde leben und niedere Arbeiten gegen einen Hungerlohn verrichten müssen. Eine weitere Parallele ist die weibliche Protagonistin, die eine jüngere Schwester hat, sowie auch das Zeichen der Rebellion, welche einen weißen Vogel darstellt, den man schnell mit dem Spotttölpel assoziieren kann und natürlich die Rebellion selbst.

Die Autorin hat einen sehr normalen und einfachen Schreibstil und lässt, in Form ihrer Protagonistin, auch gerne einmal Kraftwörter im Text auftauchen. Das entspannt den engen Blocktext, der anfangs ein wenig erdrückend wirken kann. Außerdem scheint die Autorin sehr viel Wert darauf zu legen die Umwelt als auch die Emotionen ihrer Hauptfigur bestmöglich zu beschreiben. Das gelingt ihr auch sehr gut und hat mich damit auch immer wieder in meiner eigenen Gefühlswelt erreichen können. Ob es nun mitfühlen, trauern oder hassen ist, immer wieder habe ich mich genau bei diesen Gefühlen ertappt.

Die Geschichte baut sich langsam auf und man wird von Beginn an in die erdrückende und durchaus auch sehr traurige Welt der „Dreier“ eingeführt, in welcher sich Rose Dalton, unsere Hauptfigur, zurechtfinden muss. Es mag während des Lesens zwar wenig spannend wirken, erfüllt aber den Zweck ein sehr gutes Bild vom Leben der Untergrundmenschen zu bekommen. Diese sind der forschen Unterdrückung und Willkür der Übergeordneten „Einser“ ausgesetzt, welche sich immer wieder neue Regeln und Gesetze einfallen lassen, um das niedere Volk malträtieren zu können. Selbst von spontaner Folter und auch Hinrichtungen wird Gebrauch gemacht, damit die armen Menschen, die das Tageslicht nur vom Hörensagen kennen, unterjocht werden.

Nachdem Rose zu allem Unglück auch beide Elternteile verloren hat, muss sie nicht nur für sich, sondern auch für ihre jüngere Schwester sorgen. Häufig muss sie dabei alles in den Hintergrund stellen und unter widrigen Umständen arbeiten, damit sie die brüchige Hütte erhalten und ein wenig Nahrung bekommen kann.

Über einen Zufall, der ihr das Leben rettet, kommt sie in Kontakt mit den Rebellen, denen sie sich nach langer Überlegung und viel Zweifel, anschließt.

Nun hat man als Leser einen sehr genauen Eindruck über die Lebensumstände der Menschen, die im Untergrund leben müssen und kann – so ging es zumindest mir – verstehen, was die Gründe für den Aufstand, die Rebellion, sind. Ab diesem Moment beginnt auch das Spannungslevel der Geschichte immer wieder anzusteigen und abzuflachen.

Während die Rebellen ihre Pläne schmieden und diese versuchen umzusetzen, erleben sie und Rose Erfolge, Rückschläge, aber auch Verluste. Insbesondere die Gefühlswelt, die die junge Rose umgibt, wird häufig beschrieben, was meines Erachtens nach, eine sehr bildhafte Darstellung der Situationen und Emotionen bietet.

Auch das Ende dieser Geschichte ist geschickt geschrieben, denn die Situation ist gewiss noch lange nicht abgeschlossen. So muss der Leser, ob er will oder nicht, auf den zweiten Teil warten. Bis dahin darf sich der Leser durchaus darüber Gedanken machen, ob diese beschriebene Welt, nicht vielleicht schon jetzt begonnen hat.

Auf jeden Fall eine tolle Dystopie, die mir Freude bereitet hat. Ich warte nun ungeduldig auf die Fortsetzung, denn schließlich habe ich Rose in mein Herz geschlossen und möchte ihr, wenn auch nur als Leser, bei ihrem weiteren Werdegang beistehen.

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