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Rockets unterliegen den Hornets bei Defensivschlacht am Vatertag

Der Vatertag stand ganz im Zeichen des Footballs im Offenbacher SANA-Sportpark. Ich war bereits recht früh vor Ort und sah dem Treiben auf und neben dem Feld zu, denn es wurde noch alles aufgebaut und hergerichtet.

Viel wurde getan, um den Zuschauern und Gästen des Tages ein schönes Erlebnis auch neben dem Football anzubieten. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg und für die Erwachsenen einen Stand, an dem es original Offenbacher Apfelwein gab. Auch preiswertes und gutes Eis, sowie Popcorn in den verrücktesten Geschmacksrichtungen, wie Barbecue oder Pizza, konnte ausprobiert werden. Doch das war noch nicht alles, denn es gab auch noch Kuchen und selbstverständlich Fanartikel der Rockets, sowie allgemeine Footballausrüstung zu erstehen. Für den größeren Hunger stand ein Burgerbraterwagen bereit, der auch gut besucht war.

Während sich der Cheerleadertrupp sammelte, kamen auch die ersten Zuschauer und es füllte sich so langsam. Am Ende kamen über 1.000 Menschen zu diesem Spiel, diesem Derby gegen Hanau, und sie konnten sich bei recht gutem Wetter auf der Tribüne neiderlassen. Sonne gab es zwar nicht wirklich, aber es blieb trotz der Bewölkung konstant angenehm mit leichtem Wind.

Ich habe es übrigens dennoch geschafft mir einen leichten Sonnenbrand abzuholen, der meine Arme aussehen lässt, als hätte ich das Rot der Offenbacher auch körperlich angenommen.

Bilder hier, Bilder da, ein paar Gespräche mit Bekannten und die Zeit verging recht schnell, bis es so langsam in Richtung Vorstellung beider Mannschaften ging.

Kurz bevor alles losgehen sollte, wurden die Vorstände beider Mannschaften zu diesem Spiel interviewt. Für Offenbach stand Thorsten Kruppka Rede und Antwort während es bei den Gästen Achim Korn war. Es wurden auch Wetten abgeschlossen, die, je nach Ausgang des Spiels einen von beiden zur Einlösung treffen würden.

Im Zeichen dieser Wette wurde ein schickes kleines Bobby Car von den Cheerleadern gebracht, auf dem sich der Verlierer platzieren sollte. Für beide gestandene Männer ein eher unangenehmes Vergnügen.

Eben war das Offenbacher Team noch auf dem Platz, trainierte und erhielt noch letzte strategische Pläne, ehe sie in den Wald verschwanden, um angeführt von den Cheerleadern, einzulaufen. Leider ohne Fahne, das wäre noch schicker gewesen.

Schön war es aber zu sehen, dass die Mannschaft aus Offenbach in diesem Jahr über einen sehr großen Spielerkader verfügt, wenn man das mit dem letzten Jahr vergleicht, in dem nicht einmal die Hälfte an Spielern eingelaufen kam.

Es konnte also losgehen und die Rockets entschieden sich den Ball zu empfangen und den ersten Drive des Spiels auf das Feld zu legen. Das klappte nur leider nicht so gut, denn auch der Gast aus Hanau hatte sich für dieses Spiel etwas vorgenommen. So wehrten sie den Angriffsversuch ab und konnten nach der Balleroberung selbst offensiv werden.

Vielleicht waren die Spieler der Rockets ob der großartigen Kulisse etwas nervös, denn sie zeigten in der Defensive leichte Unkonzentriertheiten, die die Gäste sofort auszunutzen wussten. Ein paar Läufe und ein schöner langer Pass, der gefangen werden konnte und schon war der erste Touchdown des Spiels da. Hanau ging mit 0:6 in Führung, verpasste es aber zwei weitere Punkte mitzunehmen; der Versuch schlug fehl.

Danach wurde es für beide Seiten sehr zäh. Es waren nun vor allem die Defensivreihen beider Teams, die den offensiven Spielern das Leben mehr als schwermachten. So wechselte der Ballbesitz häufig, ohne, dass großartige Raumgewinne erzielt werden konnten.

Natürlich flogen auch einige Flaggen wegen Abseits oder Frühstarts oder anderen Kleinigkeiten, zum Glück aber nicht in einer Häufigkeit, wie man sie zuletzt bei anderen Spielen sehen konnte / durfte / musste.

Erst gegen Ende des zweiten Viertels standen die Hausherren sehr nah an der Endzone der Hornets, doch die Hanauer konnten das Laufspiel sehr knapp vor der Linie stoppen. Eine Strafe gegen Offenbach zerstörte die hervorragende Ausgangsposition und so wurde es nichts mit den ersten Punkten.

Somit ging es mit dem 0:6 in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte änderte sich am Spiel nicht wirklich viel. Weiterhin waren es die Verteidigungen, die ihr Bestes gaben, um Ball und Gegner fern der eigenen Endzone zu halten.

Während der Stadionsprecher immer weiter anfeuerte und die Unterstützung von den Rängen einforderte, waren es auch die Cheerleader, die tänzerisch den Takt vorgaben und ebenfalls für Motivation und Stimmung sorgten.

Es war übrigens auch zu merken, dass die Anfeuerung von den Rängen etwas mehr wurde, je länger das Spiel dauerte. Ob dies mit dem Verzehr des Offenbacher Apfelweins zusammenhing, mag sein.

Jedenfalls versuchten die Raketen viel, um selbst punkten zu können. Doch dauerte es auch in der zweiten Hälfte sehr lange, ehe sie wieder genauso knapp an der Endzone standen, wie zuvor in der ersten Hälfte. Aber auch hier wurde es versäumt den Ball in die Endzone zu bringen.

Dafür überließ man den Hanauern eine sehr undankbare Position für den Drive, wenige Meter vor der eigenen Endzone, aus dem sie aber gut herauskamen und sich mit Strafen wieder selbst um den Lohn ihrer Arbeit brachten.

Ein Snap misslang dabei völlig, so dass der Ball viel zu hoch und viel zu weit das Spielfeld rückwärts verließ. Safety und somit zwei Punkte und Ballbesitz für die Rockets.

Keine zwei Minuten mehr auf der Uhr und Ballbesitz, sowie die Möglichkeit mit einem einzigen gelungenen Drive im Spiel selbst für Punkte und einen Sieg zu sorgen. Nur leider wurde der Ball verloren und den Hanauern überlassen, die folgend nur noch den knappen Sieg über die Zeit bringen mussten, was sie auch taten.

So konnten die Gäste aus Hanau anschließend unter großem Jubel die Trophäe des Tages, den Pokal des SANA-Bowls in die Höhe recken und sich feiern lassen. Aber zuvor gab es noch ein gemeinsames Geburtstagsständchen für einen Offenbacher Spieler.

Die Wettschuld wurde übrigens noch nicht eingelöst. Wer weiß, vielleicht fährt Thorsten Kruppka beim Auswärtsspiel in Hanau mit dem Bobby Car vor.

So ging aber ein Tag zu Ende, der leider aus Offenbacher Sicht, was das Spiel betrifft, nicht so erfolgreich verlief, wie gehofft. Alles andere hingegen war wirklich sehr gelungen.

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