Serien Review: Vikings

Die Serie „Vikings“ verfolge ich nun seit der ersten Staffel und auf die Weiterführung, welche Ende November 2018 auch bei uns zu Lande kommen soll, bin ich schon sehr gespannt.

Die Serie hat sich der Sage um den isländischen Wikinger Ragnar Lodbrok angenommen. Man muss dazu sagen, dass historisch nicht sichergestellt ist, ob es ihn wirklich gab, oder der Name als eine Art Begriff genutzt wird, um der Sage einen besseren Ausdruck zu verleihen. Jedenfalls ist es keine reine Fiktion, denn viele der in der Serie gezeigten Ereignisse haben tatsächlich so oder so ähnlich stattgefunden.

Doch zu Beginn ist Ragnar weder ein großer Wikinger noch für seine Plünderungen bekannt. Zunächst muss er zum Jarl – also eine Art Clananführer – seines Dorfes werden, ehe seine Wikingerkarriere beginnt. Dabei stellen sich ihm selbstverständlich immer wieder mehrere Hindernisse in den Weg. Insgesamt wird sein Werdegang vom kleinen Dorfanführer bis hin zum großen und bedeutenden Wikingerkönig sehr gut dargestellt.

Die Serienmacher haben dabei auch ein sehr großes Augenmerk auf die Verhaltensweisen der Wikinger, ihre Bräuche und Rituale gelegt. Immer wieder werden zu Ehren der Götter Opferungen dargebracht und grundsätzlich ist das sehr rüde gewalttätige Verhalten sehr auffällig. Nun, nicht umsonst sollen die Wikinger zu ihrer Zeit gefürchtete Krieger gewesen sein. Schließlich fürchteten sie den Tod nicht, sondern begrüßten ihn sogar, da durch einen ehrenhaften Tod die Pforten zu Walhalla, gleichzusetzen mit dem christlichen Paradies, geöffnet wurden.

Die Bräuche, Rituale und selbstverständlich auch die Gewalt, machen sich unter Anderem immer wieder auch durch Konflikte unter den einzelnen Wikingerclans bemerkbar. Streit, Neid und der Hunger nach Macht lassen Konflikte zwar vorhersehen, aber nicht immer so erahnen, wie sie in der Serie umgesetzt werden. Dabei ist es immer wieder faszinierend zu sehen, wie raffiniert Ragnar hierbei vorgeht. Insgesamt werden bei den benannten Inhalten keine Verschönerungen vorgenommen. Die Brutalität der damaligen Zeit, die wohl so ähnlich gewesen war, wird knallhart umgesetzt. Dazu zählen auch der Umgang und die Art und Weise der Haltung von Sklaven. Ähnlich ist es auch beim Thema der Sexualität, welche aber keinen zu hohen Stellenwert einnimmt.

Auch die Plünderungen und Angriffe auf England und auch auf Paris, welche es auch tatsächlich gegeben hat, werden sehr authentisch dargestellt. So oder so ähnlich, wie in der Serie gezeigt, hätte es auch gewesen sein können. Es dürfte aber fraglich sein, ob dieser eine Mann tatsächlich an beiden Eroberungen / Raubzügen teilgenommen haben kann. Dagegen spricht übrigens der zeitliche Abstand in Verbindung mit dem geografischen Wissen der Wikinger zur damaligen Zeit.

Mit den Staffeln wird Ragnar älter und weiser, bekommt Söhne von mehreren Frauen, die ihn im späteren Verlauf der Geschichte ebenfalls auf seinen Plünderungen begleiten. Dabei sind es im Übrigen nicht nur ausschließlich Plünderungen, sondern auch die Suche nach neuem Land, das besiedelt werden soll. Jedenfalls führt letzterer Punkt zu einer langwierigen Auseinandersetzung, die auch über den Tod Ragnars hinausgeht.

Und genau an diesem Punkt haben sich viele Fans der Serie gefragt, ob sie überhaupt ohne Ragnar weitergehen kann oder direkt abflacht. Glücklicherweise haben es die Macher der Serie verstanden, die Söhne Ragnars ebenfalls sehr gut in Szene zu setzen. Schließlich gibt es über sie in der Sage auch viel zu berichten. Insbesondere machen es Björn und Ivar spannend, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Von Verrat und Verschwörung über Kampf und Brüderlichkeit ist im Prinzip alles dabei. Hier steht die weitere Entwicklung noch im Raum und vielleicht wird sich dies in der kommenden Staffel adäquat fortsetzen.

 

Nun habe ich versucht etwas über die Serie „Vikings“ zu erzählen, ohne zu viel zu verraten. Ob es gelungen ist? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Ich hoffe, dass ein gewisser Eindruck dessen rübergekommen ist, der vermittelt, dass die Serie Teile der Sage, andere Teile als Fiktion und zu guter Letzt auch historisch nachweisbare Ereignisse darstellt. Gelungen ist auch die Darstellung der nordischen Mythologie.

Wer sich also für die Themen der nordischen Mythologie und für die Geschichte und das Leben rund um die Wikinger interessiert, der hat mit Vikings eine Serie, die durchaus anschaulich zeigt, wie es wohl damals zugegangen ist.

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