Sieg für Hanau! Die White Wings besiegen die Gäste aus Trier mit 81:66

So ein schöner Abend, der mit einem Sieg für die White Wings aus Hanau endete. Und ich muss dazu sagen, dass es endlich auch für mich der erste Sieg bei einem Basketballspiel war, bei dem ich vor Ort gewesen bin. Also der Sieg einer Mannschaft, für welche ich vor Ort war, um genau zu sein.

Bereits zwei Mal zuvor in Hanau und einmal bei den Skyliners im internationalen Geschäft, konnte ich nur die Gäste siegen sehen, die die Punkte entführten. Doch an diesem Abend, im dritten Anlauf in Hanau, war es endlich soweit: ein Sieg für die mir immer sympathischer werdenden White Wings.

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Vor dem Spiel hatten Christian Roth (american-sports.info) und ich noch eine kleine Wette ausgemacht. Es war folgende: gewinnen die White Wings, legt sich Christian eine Kappe selbiger zu. Ich hatte mir zuvor bereits Fanartikel Nummer 3 gegönnt, einen Fanschal. Kappe, T-Shirt und Schal. Die Sammlung wird größer.

Ich muss wirklich gestehen, dass ich schon langsam mit den White Wings mitfiebere. Wenn ein ball daneben geht ist das wirklich ärgerlich, aber wenn er mal für drei Punkte reingeht, jawoll, das ist super! Ich verstehe zwar immer noch nicht das ganze Regelwerk, aber die Basics reichen doch sehr gut aus, um im gesunden Maß mitfiebern zu können.

Es waren an diesem Abend reichlich Gäste aus Trier anwesend, die die Gegenseite hinter dem Korb bevölkerten. Fahnen, eine Trommel und ganz viel Grün waren dort versammelt. Ich meine herausgehört zu haben, dass es sich um rund 70 Gästefans gehandelt haben soll.

Respekt habe ich auch immer wieder vor den vielen Trommlern und Anstimmern, die fast ununterbrochen Einsatz zeigen. Ob jung, ob alt, ob männlich oder weiblich. Völlig egal, denn es wird angefeuert. Eine Schönheit ist übrigens auch darunter und nein, da gibt es jetzt kein Bild.

Kommen wir lieber zum Spiel selbst.

Die ersten Punkte im Spiel machten die Gäste, doch beflügelt ließen sich die Hanauer davon nicht beeindrucken und sorgten selbst für Punkte. Auch die Verteidigung stand sehr gut und Rebounds landeten in den Händen der Hanauer. So war es ein sehr ungewohntes Bild, als die Hanauer nach Punkten davonzogen.

Während sich die Hausherren auf das Punkten und Verteidigen konzentrierten, waren die Gäste häufig nicht gedankenschnell und zogen Fouls, welche die White Wings dazu einluden, munter weiter ihre Punkte zu machen.

Erstaunlich war für mich, dass das Spiel doch sehr körperlich geführt wurde. Scheinbar häufig im erlaubten Rahmen. Da verändert sich mein Bild, das ich vom Basketball hatte, doch zusehends. Während sich also die Hanauer solide zeigten und die Fehler des Gegners ausnutzten, ging das erste Viertel mit einem Zwischenstand von 26:11 zu Ende.

Gefoult wurde auf beiden Seiten und das störte den Spielfluss als auch das Erzielen der Punkte sehr. Häufige Unterbrechungen und teilweise (vor allem für mich) noch undurchsichtige Entscheidungen der Unparteiischen, ließen auch die ein oder andere Diskussion aufkommen.

Aber die Hanauer blieben dran und entschieden auch das zweite Viertel mit 14:12 für sich, was einen halbzeitstand von 40:23 bedeutete. Nicht übel dieser Vorsprung.

Während sich in der Halbzeitpause das Tanzteam der Patriots vom TSV Heusenstamm präsentierte, ging ich hinaus, um Dampf zu machen. Aber noch etwas zur Truppe aus Heusenstamm: viel Tanz gab es nicht, aber dafür gab es schicke Hebefiguren und einige der jungen Mädels flogen beinahe bis an die Hallendecke hoch. Das können sie echt sehr gut. Bilder gibt es hiervon keine, denn mir ist das mit unter 18-Jährigen und der DSGVO einfach zu schwammig. Abgesehen davon finde ich, dass das Präsentieren von den jungen Damen auf öffentlich zugänglicher Ebene nicht sein muss. Außer das läuft über den Verein selbst, aber das ist deren Sache.

Zurück zum Spiel und zum Weiteren Davonschreiten der White Wings. Das dritte Viertel war für beide Seiten sehr punktreich. Aber auch die 21 erzielten Punkte der Gäste wurden von den Hausherren mit ihren 24 erzielten Punkten übertroffen. Es war währenddessen auch zu bemerken, dass eine gewisse Unzufriedenheit und Frustration auf Seiten der Gäste aufkam. Aber nicht nur das, auch ein Spieler hatte zu viele persönliche Fouls und hat sich damit selbst aus dem Spiel genommen.

Mit dem zwischenstand von 64:44 ging es in das letzte Viertel hinein. Zunächst zogen die White Wings noch ein wenig davon, ehe sie versuchten für die Galerie zu spielen und mögliche einfache Punkte nicht machten. Manchmal wollte der Ball auch nicht und sprang wieder vom Korbrand weg und befand sich danach in den Armen der Trierer wieder. Diese kamen auch wieder näher heran.

Ich hatte schon die Befürchtung, dass die Hanauer den sicher geglaubten Sieg verspielen könnten, doch zum Glück für Hanau war ihre Defensive auf der Höhe und konnte eine Aufholjagd der Gäste im Zaun halten. Die nötigen Punkte wurden gemacht und damit die Gäste auf Abstand gehalten. Dies verlief bis zum Ende hin weiter und als die letzten Sekunden anbrachen, fühlte ich eine gewisse Erleichterung. Der Sieg, der ganz wichtige Sieg war eingefahren – der Endstand 81:66. Die Freude auf Seiten der Hanauer und ihren Fans war praktisch greifbar.

Christian musste nun auch seine Wettschuld einlösen und besorgte sich den entsprechende Cap der Wild Wings. Wobei „Schuld“ – das Geld kommt dem Team zugute. Also alles Bestens.

Nehmen lassen konnte ich es mir anschließend auch nicht, die Jungs, die sich den Sieg wirklich verdient hatten, abzuklatschen. Ziemlich groß diese Basketballer.

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