Spielbericht zum DEL 2 Spiel der Löwen Frankfurt gegen die Ravensburg Towerstars vom 04.02.2018

Es war Familientag in der Frankfurter Eissporthalle, weswegen ein großer Teil der 5.311 Zuschauer aus Kindern bestand. Der bereits hohe Zuschauerschnitt wurde damit auf 4.757 nach oben gebracht. Es fehlen übrigens nur noch 111 Zuschauer, damit die Löwen die 100.000 Zuschauer Marke in dieser Saison knacken. Irgendwie passend zu der Zahl 111, dass das nächste Heimspiel am Faschingssonntag gegen den Tabellenzweiten SC Riessersee stattfindet.

Und wieder gab es neue Personalien in Frankfurt. Mit Maximilian Faber und Martin Schymainski sind ein Verteidiger und ein Stürmer von den Krefeld Pinguinen gekommen, die bereits schon am Freitag beim Auswärtsspiel in Dresden auf dem Eis standen.

Zum ersten Drittel:

Das erste Drittel wirkte insgesamt recht ausgeglichen, zumindest von der Optik auf dem Eis. Frankfurt begann, wie üblich offensiv, schien aber einige Abstimmungsprobleme zu haben. Über das ganze Drittel hinweg gab es Fehler beim Passspiel und des Öfteren auch Probleme bei der Zuordnung der Gegenspieler.

Es wurden in der Anfangsphase zwar Chancen erspielt, diese aber nicht genutzt. Das lag aber auch daran, dass sich die Ravensburger Defensive sehr gut auf die Löwen eingestellt hatte und somit die Räume für das gegnerische Offensivspiel verengte. Aber die Gäste zeigten nicht nur eine starke und disziplinierte Defensive, sondern fanden selbst auch Lücken in der Defensive der Frankfurter. Und diese Offensive begann, die sich bietenden Chancen zu nutzen, weshalb es zur Hälfte des ersten Drittels bereits 0:2 aus Frankfurter Sicht stand. Dieser Zwischenstand war durchaus verdient.LFRTS040218 (14 von 40)

Die Hausherren ließen sich nicht zu sehr davon beeindrucken und suchten, wie gewohnt, das Heil in der Offensive, benötigten aber viele Chancen und ebenso viele Anläufe um selbst zum ersten Torerfolg zu kommen. Erst viereinhalb Minuten vor Ende des Drittels gelang der Anschlusstreffer, der zwar etwas glücklich fiel, aber auch keinen Unterschied auf der Anzeigetafel machte. Das Drängen auf den Ausgleich konnte die starke Ravensburger Defensive in diesem Drittel noch abwehren. So ging es mit dem 1:2 in die erste Drittelpause.LFRTS040218 (19 von 40)

Zum zweiten Drittel:

Kaum waren beide Mannschaften wieder auf dem Eis, klingelte es auch schon nach nur 20 Sekunden im Netz der Ravensburger und das 2:2 stand auf der Uhr. Die Löwen agierten nach der Pause druckvoller und schienen wacheraus der Kabine gekommen zu sein und überrumpelten die gut aufgelegte Defensive.LFRTS040218 (20 von 40)

Die Rollen waren nun deutlicher verteilt: Frankfurt in der Offensive auf der Jagd nach Toren und Ravensburg sicher aus der Verteidigung herausspielend mit dem geduldigen Warten auf Konter.

Den Frankfurtern bot sich gegen Hälfte des Drittels die Gelegenheit ihr starkes Überzahlspiel auszuspielen. Doch dies war an diesem Abend nicht so stark, wie es sonst der Fall war. Es wirkte nicht zielgerichtet und viele Pässe fanden keinen Abnehmer. Ein Grund hierfür war aber auch die konsequent agierende Verteidigung Ravensburgs. In der Überzahl missglückte ein passversuch, der vom Schlittschuh eines Löwenspielers abprallte, und damit den Konter in Unterzahl für die Gäste ermöglichte, die diesen auch erfolgreich zur erneuten Führung nutzen konnten.LFRTS040218 (26 von 40)

In der Folge blieb es aber beim gewohnten Bild mit offensiven Löwen, die zwar viele Schüsse abgaben, aber kein weiteres Tor mehr in diesem Drittel erzielten. Ravensburg blieb weiterhin defensivstark und wartete auf weitere Kontersituationen.

Viel mehr passierte in diesem Drittel auch nicht mehr, sodass es mit dem 2:3 in die nächste Drittelpause ging.

Zum dritten Drittel:

Erneut waren es die Löwen, die wacher aus der Kabine kamen und nicht lange brauchten, um den 3:3 Ausgleichstreffer zu erzielen. Es war noch keine Minute in diesem Drittel vergangen, ehe die offensivstarken Löwen den Druck bereits hoch ansetzten und das Tor erzielen konnten.LFRTS040218 (31 von 40)

Zwar stand Ravensburgs Defensive weiterhin recht stabil, konnte sich in diesem Drittel aber nur selten befreien. Die Offensive der Ravensburger fand, wie auch schon im Drittel davor, nur sporadisch statt, da sich die Löwen auf Puckbesitz und das Kreieren von Chancen konzentrierten. Aber die vielen Chancen und selbst eine Überzahlsituation, brachten den gewünschten Erfolg im Offensivspiel noch nicht.

Beide Mannschaften spielten übrigens sehr fair und es gab nur wenige Strafzeiten. Am Ende hatten die Gäste sogar mehr Strafminuten auf der Uhr als die Löwen.  Das ist, gemessen an den 775 Strafminuten, die die Löwen bis hier hin in dieser Saison erhalten hatten, eher ungewöhnlich. Aber die Strafminuten 776 und – eine weitere Schnapszahl – 777 gab es noch in diesem Spiel und diese zwei Minuten wurden auch durch eine starke Löwenverteidigung unbeschadet überstanden.

Besser noch: mit Ablauf der Strafe konterten die Löwen und hatten nun den Spieler, der von der Strafbank kam, ebenfalls mit im Angriff, welcher sich mit einer Vorlage zum 4:3 auch auf der positiven Seite des Spielberichtbogens verewigen konnte. Die erste Führung der Löwen in diesem Spiel und diese sollte auch bis zum Ende Bestand haben, da keine weiteren Tore mehr fielen, obwohl Ravensburg mit Herausnahme des Torwarts nochmal alles versuchte – vergebens.LFRTS040218 (39 von 40)

Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars 4:3 (1:2 1:1 2:0)

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