Zu viele Fehler und kein Wurfglück – Die White Wings Hanau unterliegen den Uni Baskets Paderborn verdient mit 78:83

Auf dieses Spiel hatte ich mich nach der tollen Leistung in Hagen gefreut. Dort zeigten die White Wings, wie man kämpft und den Sieg eintüten kann. Mit den Uni Baskets Paderborn kam ein Gegner in die Main-Kinzig-Halle, der sich ebenfalls im unteren Drittel der Tabelle befindet. Ein Sieg gegen sie hätte die Hanauer näher an das rettende Ufer gebracht.

Meine Bilder vom Spiel gibt es hier

Und zunächst sah es zu Spielbeginn auch ganz gut aus. Die White Wings, mit dem Auswärtserfolg im Rücken, zogen mit gutem Spiel etwas davon. Zwischenzeitlich stand es 13:6, ehe sich die Gäste fingen und diszipliniert und mit guten Körben wieder zurück ins Spiel kamen. Aber sie kamen nicht nur zurück ins Spiel, sondern übernahmen auch kurz vor Ende des ersten Viertels die Führung, welche sie in die erste Pause mitnahmen. 17:18 stand es auf der Anzeigetafel.

Es war, wie gewohnt, eng. Doch was im zweiten Viertel passierte, war nur schwer zu verdauen. Während bei den Gästen beinahe alles gelang und gefühlt jeder 3er Versuch im Ziel landete, lief bei den Hausherren weder offensiv noch defensiv etwas. Die einfachsten Körbe wurden nicht gemacht, Rebounds nicht geholt und letztlich profitierten die Gäste aus Paderborn fast in jeder Situation davon. Auch auf der Anzeigetafel zogen sie davon und stellten bis zur Halbzeit auf 32:45.

Während dieser Phase, in welcher sich die Gäste beinahe in einen Rausch spielten, war es recht still in der Halle. Die mitgereisten Gästefans aus Paderborn waren teilweise sogar lauter als die heimischen Fans, welche ob der Leistung ihrer Mannschaft deprimiert schienen. Mir ging es ähnlich.

Auch der Beginn des dritten Viertels brachte zunächst keine neuen Erkenntnisse. Der Gast spielte munter weiter und punktete nach Belieben. So kam es, dass nach ca. der Hälfte des dritten Viertels ein Punktestand von 39:58 vorlag. Ich befürchtete ein ganz schlimmes Endergebnis an diesem Abend.

Dass es zwischendurch auch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen gab, möchte ich nicht unter den Tisch fallen lassen, aber entscheidend für den Zwischenstand und den Ausgang des Spiels waren diese nicht.

Immerhin zeigten die White Wings Moral und kämpften. Es war eine eigens kreierte Mammutaufgabe, der sie sich stellen mussten, aber sie kamen Stück für Stück an die Paderborner heran. Mit einem Zwischenstand von 57:65 ging es in das letzte Viertel, in welchem die Hanauer sogar bis auf einen einzigen Punkt herankamen. Die Halle bebte förmlich unter dem Jubel der Fans.

Ein Timeout und ein paar Wechsel der Gäste bewirkte wieder etwas Ruhe. Doch zunächst gab es die Möglichkeit die Führung zu erobern, welche aber ungenutzt blieb. Die Offensivbemühungen waren nicht konsequent genug und gaben dem Gast die Möglichkeit wieder das Spiel zu machen, was sie auch taten. Schnell wurde wieder gepunktet, während die White Wings ihre Chancen ausließen. So war es am Ende auch nicht mehr überraschend, dass die Gäste den Sieg mitnehmen konnten.

Verloren wurde das Spiel jedoch nicht am Ende, sondern in der Zeit ab Mitte des ersten Viertels bis zur Mitte des dritten Viertels, in denen kaum etwas zusammenlief und der Gegner praktisch zum Punktemachen eingeladen wurde.

Hinzu kommt an diesem Spieltag, dass nicht nur Paderborn den Sieg für sich verbuchen konnte, sondern auch Tübingen einen Heimsieg gegen Ehingen feiern konnte. Eine weitere Mannschaft, die nun noch einen Sieg weiter weggezogen ist.

Gut hingegen für Hanau waren die Niederlagen von Schalke 04 Basketball und auch Baunach, die unglücklich in der zweiten Verlängerung mit 112:115 verloren haben.

Nichts desto trotz bleiben noch 10 Spiele, um das Unheil abzuwenden.

Dabei sollte, meines Erachtens nach, jedes Spiel wie ein Endspiel gespielt werden, in dem jeder Spieler mehr als 100% gibt und über sich hinauszuwachsen versucht. Wichtig wird es auch sein als Mannschaft aufzutreten und nicht mit den Mitspielern zu hadern, wenn etwas misslingt. Für und miteinander kämpfen, dann funktionieren auch die Spielzüge und es können Siege, wie in Hagen gefeiert werden.

Das Restprogramm der White Wings:

03.02.2019 um 17:00 Uhr: Trier vs. Hanau
09.02.2019 um 19:00 Uhr: Hanau vs. Ehingen
16.02.2019 um 19:00 Uhr: Hanau vs. Baunach
24.02.2019 um 17:00 Uhr: Nürnberg vs. Hanau
01.03.2019 um 20:00 Uhr: Hanau vs. Tübingen
03.03.2019 um 16:00 Uhr: Rostock vs. Hanau
09.03.2019 um 19:00 Uhr: Hanau vs. Kirchheim
16.03.2019 um 19:30 Uhr: Hamburg vs. Hanau
23.03.2019 um 19:00 Uhr: Hanau vs. FC Schalke 04 Basketball
30.03.2019 um 19:30 Uhr: Chemnitz vs. Hanau

Werbeanzeigen

Die Bayer Giants Leverkusen geben sich im Spiel gegen die Dragons Rhöndorf keine Blöße und gewinnen mit 88:77

Wenn man schon einmal in der Nähe ist, dann darf ein Besuch in der eigenen Geburtsstadt einfach nicht fehlen. Und da bot sich das Basketballspiel der Pro B (2. Basketball Bundesliga) absolut an.

Meine Bilder zum Spiel gibt es hier

Genau gegenüber der BayArena befindet sich die Ostermann Arena, in der bis zu 3.500 Zuschauer Platz finden können. Zum Spiel kamen 1.148 Zuschauer, von denen gut und gerne um die 50 aus Rhöndorf waren und sich schon vor Beginn des Spiels lautstark bemerkbar machten.

Noch vor Beginn des Spiels wollte ich mir unbedingt noch ein kleines Andenken mitnehmen, schließlich habe ich den gewissen Bezug zu Leverkusen und per se eine Sympathie für Sportmannschaften aus Leverkusen. Gesagt und auch getan – es wurde ein T-Shirt.

Versorgt mit einem schicken neuen Kleidungsstück, das dem Wetter nicht entspricht, konnte ich noch sehen, dass man beim Basketball in Leverkusen mit den verschiedensten Leckereien versorgt wird. Donuts, Muffins, Kuchen und auch warmes Essen waren vorhanden. Wenn man da nicht fündig wird, weiß ich auch nicht.

Wenige Minuten später wurden zunächst die Gäste vorgestellt ehe im Anschluss die Heimmannschaft aufs Parkett kam.

Das Spiel konnte beginnen. Die Gäste starteten besser und gingen sogar mit zwei verwandelten Körben für je drei Punkte mit 0:6 in Führung. Das hatte ich zunächst anders erwartet, aber die Leverkusener zeigten sich unbeeindruckt und erspielten sich viele eigene Chancen und auch Rebounds, was letztendlich dazu führte, dass sie in Führung gingen und die Führung auch bis zum Ende des ersten Viertels halten konnten. 19:17 hieß es nach den ersten 10 Minuten.

Auch das zweite Viertel war von beiden Mannschaften gut geführt, so dass es weiterhin eng blieb bei den Punkten. Die Gäste aus Rhöndorf konnten dieses Viertel sogar mit 19:20 für sich entscheiden und hatten tatsächlich nur einen Punkt Rückstand zur Pause. Ich muss gestehen, dass ich das anders erwartet hatte, denn die heimischen Giants hatten bisher erst eine Niederlage, während die Drachen versuchen vom Vorletzten Tabellenplatz zu entkommen.

Die Tanzdamen – aka Cheerleader – hatten zwar während der Halbzeitpause keinen Auftritt, aber waren häufig in den Unterbrechungen auf dem Spielfeld um gut einstudierte Choreographien zu zeigen. Ich frage mich, wie häufig sie sich eigentlich während des gesamten Spiels umgezogen haben, denn sie waren alle paar Male in anderer Bekleidung zu sehen, ehe sie im Glitzeroutfit bis zum Ende durchhielten und weiter performten.

Weiter performen durften auch die Spieler im dritten Viertel des Spiels und in diesem zogen die Giants das Tempo richtig an und hatten insbesondere bei den 3-Punkt-Würfen eine hohe Quote. Der Gast aus Rhöndorf kam da nicht hinterher und musste das Viertel mit 34:19 an die Leverkusener abgeben.

Diese verwalteten im letzten Spielabschnitt fast nur noch und ließen sogar noch einige Punkte mehr für die Gäste zu. Es war aber zu keinem Zeitpunkt im letzten Viertel die Gefahr vorhanden, dass die Drachen noch einmal deutlicher herankommen könnten.

Nun sind „meine“ Leverkusener praktisch sicherer erster in der Pro B (Gruppe Süd) und können sich beinahe entspannt zurücklehnen, ehe sie Anfang März in die Playoffs gegen den Achtplatzierten der Gruppe Nord starten werden.

Auch in Leverkusen hat es mir sehr gefallen. Eine schöne Halle, gute Stimmung, freundliche Menschen. Nichts Anderes habe ich erwartet – es ist schließlich Leverkusen.

Mein Versprechen: ich komme wieder!