Buch-Rezension zu „Knochenjob!“

Nach der Frankfurter Buchmesse habe ich immer noch so viele tolle Bücher, dass mir die Wahl sehr schwer fiel, zu welchem Buch ich nun greifen sollte.

Da stand ich vor meinem Schrank und siehe da, dieses Buch hat mich an jenem Abend am meisten angesprochen und so nahm ich es in die Hand.

Knochenjob!“ von Sarah Adler aus dem Drachenmond Verlag in Leverkusen.

Genre: Roman / Fantasy

Das Buch erschien bereits am 08.10.2016 mit 267 Seiten. Meine Lesedauer betrug ca. 6 Stunden. Es ist eine in sich abgeschlossene Geschichte, die dadurch interessant wird, da sie anders ist.

Klappentext:

Drei wissenswerte Tatsachen

1. Dies ist eine Geschichte über den Tod.
2. Dies ist eine Geschichte über den Tod, der das Nasenbein gestrichen voll hat von rostigen Sensen und kratzigen Umhängen.
3. Dies ist eine Geschichte über den Tod, die folgende Dinge beinhaltet:
Das Leben
Das Schicksal
Eine Reise zur Zeit
Den todesmutigen Versuch, ein paar Menschen zu retten
Und ein zufällig gelüftetes Geheimnis, das alles über den Haufen wirft.

Aber lest selbst.

Vorweg möchte ich erklären, warum diese Geschichte „anders“ ist. Sie behandelt nämlich Themen, die in der heutigen Zeit ein ziemliches Tabu geworden sind, obwohl sie täglich überall auf der Welt zugegen sind. Die Themen sind Tod und Sterben. Aber in einer Art und Weise, die spannend und interessant zu lesen ist.

Wichtig ist auch zu sagen, dass die Geschichte voll von schwarzem Humor, Sarkasmus, Ironie und Selbstironie ist. Wer sowas mag, so wie ich, wird oft und viel zu lachen haben.

Die Tatsache, dass der Tod personifiziert wurde und dieses Buch von seinen Erlebnissen im Laufe der Jahrmilliarden „selbst“ geschrieben worden ist, stellt sich wahrlich als grandios heraus.

In der Geschichte selbst erfährt man viel über die Arbeit und das Leben von Tod und wie er nach und nach genug davon hat. Durch die Erzählung lässt Tod viel in seine Gedanken blicken und sozusagen auch hinter seine Kulissen. Diese Seite vom Tod ist eine, die eher nur sehr selten betrachtet wird. Mit der Zeit wird auch verständlich, warum er nicht mehr der Tod in dieser Form sein möchte. Sein Ruf ist einfach nicht der beste und daran möchte er unbedingt etwas ändern.

Seine Versuche sind herzallerliebst aber leider nicht mit Erfolg versehen. Diese sind sogar gut beschrieben, denn er versucht sich in Erster Hilfe. Man kann ihm jedenfalls nicht vorwerfen, dass er es nicht versucht hätte.

So muss er sich stets neue Dinge einfallen lassen und probiert diese auch aus. Irgendwann beschließt er eine Reise zur Zeit zu unternehmen um seinen Unmut zu äußern.

Seine Erzählung ist dabei jedoch nicht geradlinig, da häufig ein Rückblick oder Erklärungen zu Situationen mit unter Anderem weiteren Personifizierungen, wie zum Beispiel Leben, Zufall, Glück und weiteren, eingeschoben werden. Diese eingeschobenen Anekdoten bieten Abwechslung und machen meiner Meinung nach die Gesamtgeschichte verständlicher.

Man merkt insgesamt in diesem Buch, dass sich die Autorin ausführlich mit dieser Thematik beschäftigt hat. Schließlich werden auch die kulturell unterschiedlichen Vorstellungen beschrieben, welche Erscheinung der Tod hat. Denn er tritt nicht überall auf der Welt als der bekannte „Sensenmann“ auf. Zudem ist die Idee, wie es sich mit dem Sammeln der Seelen verhält, schön durchdacht.

Die Vorstellung, dass Tod ein ganz angenehmer Zeitgenosse ist und wie er die Seelen der Verstorbenen abholt und diese sich ihm gegenüber verhalten, bieten eine neue, recht positive Sichtweise zum Tod und Sterben. Darüber muss man erstmal nachdenken, finde ich.

Der Charakter von Tod ist in diesem Buch sehr gut getroffen. Genau so stellt man ihn sich vor, wenn es um Charaktereigenschaften geht. Auch der Schreibstil passt und ist nicht zu kompliziert, so dass sich diese Geschichte sehr gut lesen lässt.

Die Idee und die Umsetzung, sowie die Darstellung vom Tod als Person, haben mich an dieses Buch gefesselt. Obwohl es kein spezielles Spannungshoch gibt, wollte ich dranbleiben um diese Geschichte weiterzulesen. Das ist wirklich nicht die Norm bei mir. Aber es machte Spaß zu lesen und der besondere Humor, der passend zum Tod ist, sind das entsprechende Tüpfelchen auf dem „i“.

Kurzum kann ich das Buch insbesondere jenen empfehlen, die sich ohnehin mit dem Tod als solchen beschäftigen und / oder eine Affinität zum schwarzen Humor besitzen. Für diese Menschen ist das Buch geradezu perfekt.

Bildquelle: https://www.drachenmond.de/

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Frankfurter Buchmesse – (M)eine Zusammenfassung

Einmal noch die Frankfurter Buchmesse revue passieren lassen. Das Erlebte und die erworbenen Bücher ebenfalls sortieren. Das ist nun etwas einfacher, da ich endlich auch mal wieder länger als vier oder fünf Stunden schlafen konnte. Hallo Energie, da bist Du ja wieder.

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Da dies meine erste Buchmesse war, hatte ich ehrlich gesagt noch keine Vorstellung davon wie groß diese tatsächlich ist. Sicher hat der Hallenplan, den die Veranstalter der Buchmesse bereitstellen, schon eine Idee hinterlassen, jedoch sieht die Realität dann doch noch ganz anders und viel größer aus.

Deswegen bin ich im Nachhinein wirklich sehr froh darüber, dass ich an allen der fünf Tage dort sein konnte, um auch wirklich mal alles zu erkunden. Die Zeit braucht man dafür tatsächlich. Es war schließlich nicht so, dass ich nur an den Ständen der Aussteller vorbeigelaufen bin und mir „Aha“ dachte, sondern auch immer wieder gerne stehenblieb um mir die Bücher und Informationen anzusehen.

Ohne genau nachzurechnen, was auch schwierig wäre, habe ich wohl ungefähr 24 Stunden, also einen ganzen Tag, als Besucher auf der Buchmesse verbracht. Das mag schon viel klingen, ich bin mir aber sicher, dass die Aussteller natürlich noch mehr Zeit dort verbracht haben.

Apropos Aussteller. Die internationale Vielfalt an Ausstellern und Verlagen ist beeindruckend. Mit dieser Menge an Ausstellern und dementsprechend auch Ständen habe ich wirklich nicht gerechnet. Dafür ist es umso schöner, dass dies so ist.

Neben einer Vielzahl an Büchern aus allen denkbaren Genres gab es auch viele interessante Vorträge, Lesungen, Podiumsdiskussionen und auch Fernsehinterviews mit Prominenten. Aber selbst wenn man jeden Tag vor Ort sein kann ist es kaum möglich an all diesen Veranstaltungen teilzunehmen.

Schön waren für mich natürlich auch die vielen Gespräche, die ich mit Autoren, Verlagsmitarbeitern und noch anderen Menschen geführt habe. So vergeht natürlich die Zeit wie im Fluge. Oder noch schneller. So viele sympathische freundliche Menschen, die trotz all dem Messestress immer noch ein Lächeln auf den Lippen tragen. Aller Ehren wert.

Dass es am Wochenende noch voller und bunter wurde, gerade durch die vielen tollen Kostüme und Verkleidungen der Cosplayer, gab der Buchmesse noch einen zusätzlichen Charme. Auf der einen Seite wirkt es so, als würden zwei Welten aufeinanderprallen. Auf der anderen Seite sind diese beiden Welten doch miteinander verknüpft. Insbesondere das tolle Cosplay von Cira Las Vegas zum Buch Nevernight zeigte dies sehr gut.

Und das aller Wichtigste natürlich waren und sind die Bücher. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich zuletzt eine größere Menge an Büchern erworben habe. Wobei sich die Bezeichnung „größere Menge“ auf maximal fünf Bücher begrenzen würde. Doch während der Buchmesse kamen insgesamt 38 zusammen. Lesestoff für die nächsten Monate. Ich freue mich wirklich über jedes einzelne Buch und noch ein klein wenig mehr über jene, die eine Widmung oder zumindest eine Signierung des Autors haben.

Übrigens hat diese Vielzahl an Büchern dazu geführt, dass ich meine Schränke seit längerer Zeit mal wieder auf- und umgeräumt habe. Ein netter Nebeneffekt, denn nun sehen die Schränke, bzw. die Regale, viel interessanter und schöner aus.

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Frankfurter Buchmesse – 14.10.2017 (Hallen 1, 3 und 5)

Der vierte Tag in Folge auf der Frankfurter Buchmesse und die letzten Ziele auf der Agenda. Übrigens ist die Messehalle 2 das Forum, nur für den Fall, dass ihr diese Nummer vermisst.

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Nach dem Motto „Kein Tag beim Messelauf bleibt ohne einen Bücherkauf“ waren meine Ziele des Tages klar. Die letzte Messehalle ansehen und auch die Halle 1, die seit diesem Samstag mit Fanartikeln und mehr zum Thema Cosplay geöffnet hatte.

An diesem Tag kam ich erst nachmittags an, aber aufgrund des schieb übervollen Messegeländes, war das keine allzu schlechte Idee. Bereits am Eingang und auf dem Weg zu meinem ersten Ziel, der Messehalle 5, sah ich viele verkleidete Menschen, die höchst wahrscheinlich auf dem Weg zur Messehalle 1 waren.

Ausnahmsweise nahm ich den Shuttle-Bus um etwas schneller an mein Ziel gebracht zu werden. Sehr praktisch ist dabei, dass dieser fast exakt vor der Messehalle 5 anhält. Dort waren noch mehr internationale Aussteller und Verlage aus aller Herrenländer vertreten. Auch in dieser Halle sind gute Englischkenntnisse vorteilhaft, wenngleich praktisch jede Sprache hier gesprochen werden konnte. In der unteren Ebene befanden sich insbesondere Aussteller aus Osteuropa sowie aus spanischsprachigen Ländern.

FFMBM201714 (3 von 44)Der polnische Stand, der recht groß war, hatte auf mich eine magische Anziehungskraft. Immer wieder kam ich an diesem vorbei und irgendwann konnte ich nicht anders als mir die Bücher mal aus der Nähe anzusehen. Leider spreche ich kein polnisch, obwohl mein familiärer Hintergrund dies eigentlich ermöglichen sollte, aber immerhin verstehe ich das ein oder andere Wort. Und es gab auch Bücher, die in deutscher Sprache geschrieben, bzw. übersetzt waren. Das war insgesamt in dieser Halle eher eine Seltenheit. In einigen Büchern blätterte ich ein wenig herum. Das tat ich an mehreren Ständen. Insbesondere dann, wenn sich Illustrationen, also Bücher mit vielen Bildern, am Stand befanden. Da sind Sprachkenntnisse eher sekundär, sofern man sich nicht für die Texte neben den Bildern interessiert. Gerade in den osteuropäischen Ländern scheint die eigene Landesgeschichte einen größeren Teil einzunehmen. Das ist aber auch verständlich. FFMBM201714 (14 von 44)

An einigen Ständen wurden auch Vorträge gehalten. Während beim Stand von Aserbaidschan über die Landesgeschichte gesprochen und am Stand der Ukraine eine Lesung abgehalten wurde, war beim argentinischen Stand eine Art Fragerunde an einen Autor. Letztere war die einzige, die sich in Landessprache abspielte. Der Rest wurde in deutscher Sprache abgehalten. Die Aussteller aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten stechen insbesondere durch ihre recht edle Aufmachung hervor.

Zwischendurch fand ich auch endlich das blaue Sofa. Das hatte ich immer wieder vergessen und bin auch an diesem Tag eher nur durch Zufall dahingekommen als geplant. Eine sehr große Menschenmenge stand um die Bühne herum, auf der Gregor Gysi im Interview war. Leider konnte ich keine wirklich gute Sicht auf die Bühne bekommen, so dass ich mir dieses Interview einige Zeit lang über einen Monitor ansah. Da es mir aber zwischen den vielen Menschen wirklich sehr warm wurde, entschied ich mich aufgrund der mal wieder vorangeschrittenen Zeit meinen Weg fortzusetzen und mir nun die Halle 1 anzusehen, in der sich der Cosplay-Bereich befand.FFMBM201714 (20 von 44)

Auf dem Weg dahin sah ich immer wieder verkleidete Menschen, die mal mehr mal weniger gut verkleidet waren. Kaum angekommen, sah ich direkt einen Stand voller Accessoires und da stand doch tatsächlich eine als D.Va (Overwatch) verkleidete junge Dame. Da mir ihr Cosplay gefiel, bat ich darum ein Bild machen zu dürfen. Gesagt, getan und hier ist das Bild. Hätte die Dame nicht so extrem jung ausgesehen wäre vielleicht ein spontaner Heiratsantrag…FFMBM201714 (31 von 44)

Es ist jedenfalls sehr faszinierend was in diesem Bereich alles angeboten wird. Von Komplettkostümen über Fanartikel und Bücher, Kontaktlinsen und falschen Haaren und noch vielem mehr. Und natürlich liefen dort überall ganz viele Verkleidete umher. Manchen sah man an, dass sie sehr viel Zeit in das Kostüm gesteckt haben. Von einigen habe ich auch Bilder gemacht. Bei den vielen Kostümen und Verkleidungen bin ich schon sehr gespannt auf die Cosplay Meisterschaft. Zwar kann ich mir diese nicht komplett ansehen, da ein anderes Cosplay zum Buch „Nevernight“ am Stand der Fischer Verlagsgruppe stattfindet, aber gewiss werde ich erneut ein paar interessante Cosplays sehen. Vielleicht schaffe ich es dann sogar noch zum Finale, wer weiß – das wäre auf jeden Fall sehr gut.FFMBM201714 (43 von 44)

Langsam aber sicher war ich, obwohl ich nicht so viel wie an den Vortagen unterwegs gewesen bin, doch recht erschöpft. Das viele Laufen und Schreiben bis in die Nacht, sowie das Konzert und das Eishockeyspiel haben meine Kräfte ziemlich aufgebraucht.

Auf der Agora, dem Platz in der Mitte, kam ich mit einer recht frischen Autorin ins Gespräch, die mit Ansprechen und persönlichen Gesprächen für ihr Buch wirbt. Es handelt sich dabei um Rebecca Buchwald. Sie hatte mir ihre Karte gegeben und kurz erklärt worum es in ihrem Buch „Die Katze mit dem abgebissenen Ohr oder wie das Leben ist“ geht. Das Gespräch war freundlich und durchaus für beide Seiten interessant. Übrigens habe ich in aller Ruhe zu Hause dieses Buch bereits bestellt. Ich bin schon sehr gespannt darauf.

So spazierte ich danach langsam aber bestimmt wieder einmal Richtung Halle 3 zum Stand des Drachenmond Verlags. Da ich mir das Programmheft mitgenommen hatte und mich viele Bücher thematisch interessierten, war es einfach Pflicht dort ein weiteres Mal zuzuschlagen. Und das meine ich auch so, wie ich es hier schreibe, denn insgesamt 9 Bücher fielen mir in die Hände. 8 davon hatte ich mir im Vorfeld bereits rausgepickt und das neunte habe ich mir empfehlen lassen. Ich brauche bald einen separaten Schrank, alleine für die Bücher, die ich auf der Buchmesse erworben habe. Mein Geldbeutel freut sich auf das Ende der Buchmesse, während sich mein Geist auf die spannenden Geschichten vorbereitet. Wisst ihr eigentlich wie schwer es ist noch zu keinem der Bücher zu greifen und zu lesen zu beginnen? Ich sage es euch: extrem schwer.FFMBM201713 (36 von 38)

Das Buch „Knochenjob“ von Sarah Adler

Das Buch „Chronika“ von Julia Schmuck

Das empfohlene Buch „In Blut geschrieben“ von Anne Bishop

Das Buch „Novus Ordo Seclorum“ von Gabriela Swoboda

Die Buchreihe „Divinitas“ (3 Bücher) von Asuka Lionera

Die Bücher „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ und „Aschenputtel und die Erbsen-Phobie“ von Nina Mackay

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Löwen Frankfurt – Adler Mannheim Vorbereitungsspiel 19.08.2017

Ein sonnig warmer Samstag, ein wolkenloser Himmel und Temperaturen, die zum Eis essen oder gar zum Grillen einladen.

Aber ein richtiger Eishockeyfan würde auch bei 40 Grad im Schatten in die Eishalle gehen, um sich dort ein Spiel anzusehen. Kurzum: Endlich wieder Eishockey!

Die Vorzeichen, als auch die Rollen, waren bereits vor Beginn des Spiels verteilt: die Adler, bereits seit ca. drei Wochen im Training, DEL Mannschaft und finanzielle Mittel, von denen andere Vereine nur träumen können, waren der klare Favorit gegenüber den Löwen, die erst seit ca. einer Woche im Training standen.

Viele Zuschauer strömten dennoch in die Eissporthalle, so dass es tatsächlich eine mit ca. 6.000 Zuschauern ausverkaufte Eissporthalle wurde. Derzeit ist die Kapazität um gut 1.000 Plätze reduziert, da es Renovierungsbedarf gibt.

Der erste Weg in der IMG_20170819_185447Halle führte mich zum vollen Fanartikelstand, an dem ich mir einen schicken neuen Schal und eine Kappe gegönnt habe. Das muss einfach sein. Im Anschluss gab es eine leckere Knusperstange und eine Cola zum Runterspülen. Mit vollen Händen konnte ich mir so dann das Aufwärmen beider Mannschaften ansehen.

Die Fans aus Mannheim sangen und feierten bereits lautstark, was die Stehkurve der Frankfurter aber erwidern konnte. An Stimmung fehlte es schon vor dem Spiel nicht.

Zur Soundanlage in der Halle sagen wir einfach mal: sie funktioniert.

Die Verging schnell und so wurde der erste Einlauf der Heimmannschaft gefeiert. Natürlich kamen kurz darauf auch die Mannheimer aufs Eis, welche standesgemäß mit Pfiffen und Buh-Rufen begrüßt wurden.

Was die Verteilung der Zuschauer / Fans betraf, würde ich sagen, dass es ca 60 zu 40 (Frankfurt zu Mannheim) gewesen sein müsste. Wenn nicht sogar noch näher beieinander.

Das Spiel begann und die Adler nahmen direkt das Zepter in die Hand. Das machte sich dann sogleich auf der Anzeigetafel bemerkbar. Gerade einmal 1:46 gespielt und da stand es schon 0:2 aus Frankfurter Sicht. Zwei individuelle Fehler und im Gegenzug zwei schön herausgespielte Tore durch David Wolf und Chad Kolarik für die Adler.

Zwar war damit zu rechnen, dass die Adler das stärkere Team sein würden; aber so schnell so deutliche Zeichen? Mir war schon etwas Bange, wenn das so weitergehen würde. Die Gästefans standen jedenfalls Kopf und feierten bereits lautstark.

Aber nach diesem Doppelschlag fanden auch die Löwen endlich ins Spiel und wehrten sich nach Leibeskräften. Beide Mannschaften hatten indes gute Chancen auf weitere Tore, doch die Torhüter konnten auf beiden Seiten weitere Einschläge verhindern. So ging es, begleitet von guter Stimmung beider Fanlager, in die erste Drittelpause.

Natürlich war die Stimmung im Lager der Mannheimer etwas besser, aber das sollte sich im Verlauf des zweiten Drittels ändern.

Dieses begann wie das erste aufgehört hatte: kämpfende Löwen und Adler, die scheinbar den Faden verloren hatten und etwas unkoordiniert wirkten. Daraus resultierend musste ein Mannheimer auf die Strafbank. Es waren bis dahin knapp drei Minuten in diesem Drittel gespielt und die Löwen hatten nun die Chance ihrerseits Kapital aus diesem Vorteil zu schlagen. Die Halle wurde lauter, jeder wollte jetzt dieses Tor und dann passierte es: CJ Stretch überwand Dennis Endras im Tor der Adler und es stand nur noch 1:2 aus Sicht der Löwen. Die Halle bebte.

Jetzt war es richtige Derbystimmung. Getragen von diesem Erfolgserlebnis stürmte die Mannschaft weiter und auch die Fans der Löwen standen lautstark hinter dem Team. Gut drei Minuten später war es wieder CJ Stretch, der vor Dennis Endras auftauchte und ihn erneut bezwang. 2:2 – da kochte die Halle und die Fans aus Mannheim wurden auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Teilweise schienen sie auch überrascht über diesen Zwischenstand.

Ab diesem Zeitpunkt wurde das Spiel hitziger. Chancen und Strafen auf beiden Seiten, die aus Nicklichkeiten resultierten. Ein Derby nun auch auf dem Eis. Und obwohl es bei diesem Spiel „nur“ um die so genannte goldene Ananas ging, gaben sich beide Mannschaften keine Blöße und wollten unbedingt das nächste Tor erzielen. Doch hatten beide Torhüter etwas dagegen bis zur 38. Spielminute. Einen abgefangenen Pass bei eigener Überzahl der Löwen im Angriffsdrittel, konnte Matthias Plachta im Alleingang zum 2:3 für die Adler einnetzen. Da waren auch die Fans aus Mannheim wieder hellwach und feierten dieses Unterzahltor. Dennoch wollten die Löwen das Spiel wieder ausgleichen, was in den letzten beiden Spielminuten des zweiten Drittels nicht gelingen sollte. Das Drittel war vorbei und auch dieses Mal begleiteten beide Fanlager ihre Mannschaften in die Kabine.

Das letzte Drittel ähnelte dem zweiten Drittel sehr. Vor allem die Löwen stemmten sich gegen die drohende Niederlage und erspielten sich gute Chancen. Doch jeder versuch fand seinen Meister bei Dennis Endras, der fantastische Paraden zeigte. Aber auch die Adler wollten das Spiel frühzeitig entscheiden. Dies gelang ihnen jedoch auch nicht, da sich oftmals Spieler der Löwen in die Schüsse warfen, um es dem eigenen Torhüter nicht so schwer zu machen. Kampfbetont und mit vollem Einsatz auf beiden Seiten verstrich die Zeit. Kurz vor Ende gab es schließlich noch eine Überzahlsituation für die Löwen, welche sie nicht nutzen konnten. in dieser hatten sie sogar den Torwart für einen weiteren Feldspieler ausgetauscht, was kurz vor Schluss mit einem Gegentor durch Christoph Ullmann bestraft wurde.

Am Ende hieß es 4:2 für die Adler aus Mannheim.

Die Zuschauer sahen ein kampfbetontes, tolles Spiel beider Mannschaften, welche aufopferungsvoll für ihre jeweiligen Farben kämpften. Es fühlte sich an wie zu DEL Zeiten, als beide Teams noch in der selben Liga um Punkte kämpften.

Ob beide Teams, insbesondere die Adler, wirklich schon auf 100 % waren, wird sich zum jeweiligen Saisonstart zeigen. Sicherlich haben beide Mannschaften noch Schwächen auszumerzen, aber es is noch Zeit bis die Saison beginnt.

Ich denke aber sehr, dass beide Mannschaften in ihrer jeweiligen Liga eine bedeutende Rolle spielen und mindestens den Einzug in die Playoffs schaffen werden.