Poets of the Fall begeistern internationales Publikum in der Frankfurter Batschkapp am 24.10.2018

Es war schon erstaunlich, dass eine Band, wie die Poets, so ganz ohne Vorband anreisten und dementsprechend um 20:30 höchstpersönlich selbst in den Abend starteten.

Das hatte mich genauso überrascht, wie die Kontrolle am Einlass, die von zwei jungen gutaussehenden Damen vorgenommen wurde. Sonst ist es doch in political gender correctness getrennt. Ich glaube nicht, dass es deswegen Beschwerden gab. Wie dem auch sei, das vertiefen wir mal nicht.

Zu den Bildern des Abends

So gab es an diesem Abend also nur die Poets zu sehen und zu hören. Sie starteten mit einem älteren Song, gefolgt von einem aktuellen des Albums „Ultraviolet“. Diese Mischung hielten sie auch den Rest des Abends bei.

Vom Stil her war und ist es alternativer Rock mit einem ansprechenden Anteil des Keyboards, das auch Synth Einflüsse mitlieferte. Einen vergleichbaren Stil hatte ich zuletzt bei Sunrise Avenue gehört. Mir kam es aber so vor, dass die Anteile an Gitarrensolos bei den Poets deutlich größer sind. Dabei haben sich beide Gitarristen nichts geschenkt. Mir persönlich gefallen solche Einlagen wirklich sehr, weil sie nicht nur zeigen, dass die Künstler auf der Bühne ihre Musik spielen, sondern auch leben.

Die Wechsel zwischen den etwas schnelleren und etwas langsameren, gefühlvolleren Songs, verlief wie ein Faden, der nicht unterbrochen wurde; also sehr harmonisch.

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Später gab es auch Songs, bei denen die A-Gitarre ihre Einsätze fand. Dennoch zeigten die Musiker, dass sie ihre Musik leben und dementsprechend lebhaft zeigten sie sich fast durchgängig auf der Bühne. Dazu waren die Lichteffekte stets passend gewählt. Mal warm und hell, mal eher etwas dunkler und kälter und häufig schimmerte es Lila-Violett.

Auch die Interaktionen mit den Fans funktionierten. Sei es das Mitklatschen oder Mitsingen gewesen; beides klappte sehr gut und es gab von Marko auch Lob dafür. Eine besondere Erwähnung fanden jene Fans, die scheinbar während der Ultraviolet Tour auf ständiger Mitreise sind. Die Gruppe applaudierte und jubelte schon beinahe frenetisch, als sie erwähnt wurden.

So gab es dieses Gegenseitige im Prinzip den ganzen Abend, was sich schlussendlich auch bei der Zugabe zeigte. Es war rückblickend ein angenehmer Abend, der an den richtigen Stellen rockig und emotional von der Band geführt wurde.

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Flash Forward und Blood Command ließen die Gäste am 20.09.2018 im Frankfurter Nachtleben zu gutem alternativen Rock schwitzen

Nachdem ich eher gemütlich als eilig im Frankfurter Nachtleben ankam, hörte ich um zehn Minuten vor 21 Uhr bereits, dass Musik aus dem Keller kommt. Moment! Es sollte doch erst um 21 Uhr beginnen.

Kurz gefragt, wie lange denn schon gespielt wird und als Antwort hieß es dann, dass sie gerade angefangen hatten. Also nichts wie runter und feststellen, dass die Norweger „Blood Command“ bereits auf der Bühne Vollgas gaben.

Direkt zu den Bildern von Flash Forward & Blood Command im Nachtleben Frankfurt

BloodCommand200918-11Die Band hatte definitiv ein wenig Platznot auf der kleinen Bühne. Ihr Equipment war doch reichhaltig, aber das störte sie nicht im Geringsten ihre Show zu liefern. Wenn mal ein bisschen mehr Platz benötigt wurde, kamen die Musiker der Band einfach von der Bühne herunter und mischten sich unter die vielen Gäste des Abends, welche das auch sichtlich begrüßten und gut fanden.

Einer der Gitarristen stand auf einmal vor mir und wir wären fast beim Headbangen / Kopfnicken zusammengestoßen; aber das war schon genial, muss ich sagen.

Die Band spielt eine Mischung aus Hardcore, Punkrock und Deathpop. Ich hätte da so meine Schwierigkeiten dem Sound ein bestimmtes Genre zuzuweisen, aber es rockt schon sehr gut. Dazu kommt, dass die Künstler wirklich großen Spaß dabei haben ihre Musik zu präsentieren und auch die Nähe zu den Fans und Zuschauern zu suchen und zu finden.

BloodCommand200918-10Der Blickfang der Band ist definitiv die 24jährige Sängerin Karina Ljone, die aber nicht nur optisch auf sich aufmerksam macht, sondern auch mit ihrer energiegeladenen Stimme. Diese klingt live übrigens noch besser als auf CD. Nach dem Auftritt kam ich nicht umher, mir von der Band das aktuelle Album zuzulegen und es einige Momente später auch von allen signieren zu lassen.

Zwischen 30 und 40 Minuten standen sie auf der Bühne und gaben alles. Was mir persönlich besonders gut gefiel, war der Kontrast von Karinas Stimme zur musikalischen Gangart. Wobei man auch dazu sagen muss, dass sie sowohl laut und sehr kraftvoll als auch etwas ruhiger singen kann. Die passende Stimme und Gesangslage dafür hat sie allemal. Des Öfteren gibt es aber auch Hintergrundgesang von den Herren, was das ganze Bild und den Klang dieser Band sehr gut umschließt und in der Form zu einem Ganzen macht, das ich so eher noch nicht gesehen und gehört hatte. Ähnliches mit Sicherheit. Das hier so aber noch nicht.

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Die Temperaturen stiegen im Kellerclub bereits an und die Lüftung kam einfach nicht nach. So war es eine angenehme Sache, während der Pause nach Blood Command frische Luft schnappen gehen zu können.

Nachdem auf der Bühne ab- und aufgebaut wurde, kamen die Jungs von Flash Forward auf die Bühne und da waren Applaus und Jubel schon groß. Sinngemäß hieß es nun bei jedem Song ausrasten und Party machen. So zumindest würde ich das von außen betrachtet beschreiben, denn es wurde viel mitgesungen, mitgeklatscht, getanzt – sofern Platz dafür war – und vor allem geschwitzt.FlashForward200918-5

Die Musiker waren von Beginn an auf einer Wellenlänge mit ihren Fans und den Gästen im Nachtleben. Ihr alternativer Rock zeigt sich durch einprägsame Riffs und Melodie, die manchmal etwas härter und schneller ausfällt. Der Stil an sich ist jedoch stets erkennbar und bewegt sich auf, bzw. um eine Linie herum. Mal etwas schneller und lauter und manchmal etwas langsamer, ruhiger und gefühlvoller.

FlashForward200918-4Auch wenn sie leicht gesundheitlich angeschlagen waren, hinderte sie das keineswegs daran, 100% und mehr zu auf der Bühne zu zeigen. Passend dazu erwähnten sie, dass die Temperaturen im Kellerclub absolut dafür geeignet sind, um die Viren loszuwerden. In gewisser Weise hatte es auch etwas von einem Saunaclub. Es stand die Frage im Raum, wer den nächsten Aufguss machen würde.

Es sind diese kleinen Anekdoten zwischen den Songs, die sehr gut zeigen, dass es die Mitglieder der Band durchaus sehr gut verstehen mit dem Publikum umzugehen und dabei sowohl lustig als auch ernst sein können. So machte nicht nur die Musik Spaß, sondern auch das Miteinander an diesem Abend.

Ein wirkliches Highlight war ein Akustiksong, der unplugged von Stefan zwischen den sitzenden Fans gespielt wurde. Das Animieren zum Mitsingen der Gäste funktionierte auch hier tadellos. Teilweise wurden einige Textpassagen nur von den Fans gesungen. Anfangs noch etwas leise und wie Stefan anmerkte, noch zu schüchtern. Aber je weiter der Song fortschritt umso lauter wurde der Gesang der Menschen um Stefan herum. Es hat nur ein Lagerfeuer gefehlt. Dann wäre die Situation wie gemalt gewesen.FlashForward200918-8

Die Zeit lief schnell davon, aber es machte auch Spaß dem ganzen Treiben auf und vor der Bühne zuzusehen. Und am Ende wurde die band auch nicht einfach so gehen gelassen. Nein, die Zugabe wurde gefordert und auch von der Band mit zwei weiteren Songs erfüllt. Und beim obligatorischen Bild der band von der Bühne aus stand erneut die Frage im Raum, wer den nächsten Aufguss macht. Saunafeeling im Kellerclub Nachtleben.

Nach dem Auftritt waren beide Bands noch am Fanartikelstand und unterhielten sich angeregt mit den Gästen und Fans. Ob nun aus Norwegen, wie Blood Command, oder aus dem Ruhrgebiet; die Musiker beider Bands zeigten sich auf eine sehr sympathische Art ihren Gästen und Fans gegenüber. So klang der Abend langsam mit Gesprächen zwischen Künstlern und ihren Fans aus und es schien als wären alle mit dem Abend zufrieden gewesen.

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Konzertbericht zu Dinosaur Pile-Up und der Frankfurter Band Flood vom 08.02.2018 – Nachtleben Frankfurt – Punkrock, Metal oder einfach nur Grunge

Der kleine aber feine Kellerclub in der Frankfurter Innenstadt, der genau an der Konstablerwache gelegen ist, war das Ziel an jenem Donnerstagabend. Dort bin ich mittlerweile wirklich gerne, denn es ist gemütlich, nicht zu klein oder zu groß und die besondere Nähe zu den Musikern ist etwas sehr Schönes.

Zur Bildergalerie des Abends –hier klicken– | Just click -here– for the picture gallery.

Kurz vor 21 Uhr begann der musikalische Abend mit einer für mich bis dato unbekannten Band aus Frankfurt mit dem Namen „Flood“. Was sie genau spielten und ob sich das auch gut anhört, war mir zunächst nicht so ganz klar. Woher denn auch?

FloodFFM080218 (11 von 15)
Ken Young

Die ersten Songs gefielen mir melodisch als auch vom Gesang her und hatten durchaus den Klang von Hard Rock bzw. Metal. Genau meine Welt. Im Nachhinein stellte sich bei der Informationsfindung zu dieser Band heraus, dass sie „Nu Grunge“ bzw. „Post Grunge“ spielen. Grunge ist ohnehin eine Mischung aus Punkrock und Heavy Metal und die bekannteste Band, die diesen Stil prägte war niemand geringeres als Nirvana.

Der Stil von Flood ist meiner Meinung nach näher am Metal, wobei der Gesang von Ken Young in seiner Art etwas mehr an den Hard Rock Bereich kommt. Vielleicht kann man den Stil auch irgendwo zwischen Alice in Chains und Teilen von Disturbed einordnen, was gerade beim Gitarrenspiel von Axel Klein recht deutlich wird. Ken und Axel sind auch jene beiden Mitglieder der vierköpfigen Band, die den Stil prägen. zumindest aus meiner subjektiven Sicht.

FloodFFM080218 (7 von 15)
Axel Klein

Die Songs sind durchaus schnell aber haben auch ihre ruhigeren Passagen, in denen auch die Riffs von Axel und der Bass von Alexander Schaefer gut zur Geltung kommen. Auch das ein oder andere Solo war zu hören und zu sehen und dabei war festzustellen, dass Axel seine Arbeit an der Gitarre wirklich überzeugend beherrscht.

Auch wenn an diesem Abend vielleicht nur um die 70 Gäste da waren, hatten sie sichtlich Spaß an ihrem Bühnenauftritt und spielten voller Energie und Lust auf Musik. Auch einen besonderen „Privatfan“ hatten sie, der sich als Arbeitskollege des Drummers H.J. Neumert herausstellte.

Gerne hätte auch ich mehr als nur das übliche Kopfnicken aka Headbangen betrieben, aber eine Blessur am Fuß ließ das nicht wirklich zu.

FloodFFM080218 (1 von 15)
Alexander Schaefer

Dafür läuft ihre CD „Birth“, die in Eigenproduktion entstanden ist, bei mir auf dem Rechner rauf und runter. Die Songs auf der CD und die Live-Performance unterscheiden sich in der Qualität kaum voneinander, was ich sehr gut finde. Hilfreich war natürlich, dass der Sound auf der Bühne gut abgestimmt war. So habe ich selbst beim Hören der CD das Gefühl, als würden die Vier auf einer imaginären Bühne in meinem Wohnzimmer stehen.

Vielen Dank auch an die Mitglieder von Flood für die schönen Gespräche nach dem Auftritt – es sind wirklich sehr nette und sympathische Jungs, die in der Musikwelt definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hätten, wie ich finde. Aber vielleicht wird das noch. Ich drücke die Daumen dafür.

Flood Bandpic (1 von 2)
Von links: Ken Young, H.J. Neumert, Axel Klein, Alexander Schaefer

Kurze Informationen zu Flood:

Genre(s):  Nu Grunge, Post Grunge, Metal

Herkunft:  Frankfurt, Deutschland

Gründung: 2013

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Ken Young

Gitarre, Hintergrundgesang:  Axel Klein

Bass:  Alexander „Ali“ Schaefer

Schlagzeug:  H.J. Neumert

Facebook:  https://www.facebook.com/FLOOD.Band.Frankfurt/

Homepage:  https://www.flood-rocks.com/

DinosaurPileUp080218 (1 von 11)Nach den gut 40 Minuten guter Musik von Flood gab es eine kleine Pause mit Umbau- und Aufräumarbeiten auf der Bühne. Ich nutzte die Zeit auch dafür, um meiner Sucht zu frönen und hinaus zum E-Zigarette dampfen zu gehen. Dabei stellte ich fest, dass Treppen ein natürlicher Feind für Menschen mit Blessuren und Fußschmerzen sind. Was nimmt man nicht alles auf sich, um ein bisschen zu qualmen.

Nachdem ich also den beschwerlichen Weg zurück hinunter in den Keller hinter mich brachte (ja okay, ich übertreibe ein wenig 😀 ), dauerte es auch nicht mehr lange bis der Hauptakt des Abends die Bühne betrat. Dinosaur Pile-Up aus dem schönen Leeds in England machten dort weiter, wo Flood aufgehört hatten: mit starker Musik. DinosaurPileUp080218 (10 von 11)Ihr Stil ist aber näher am Punkrock und deutlich näher an Nirvana angelegt, was auch sehr schnell herauszuhören ist.

Aber nicht nur der musikalische Stil ist nahe an Nirvana, auch die Optik des Gitarristen erinnerte mich ein bisschen an Kurt Cobain. Beim Gesang ist es aber nicht mehr ganz so nahe, was mitunter an der höheren Gesangsstimme liegen dürfte.

Die stilistische Mischung aus schnellem Punkrock und etwas langsameren Elementen aus dem Überbegriff alternativem Rock münden bei Dinosaur Pile-Up in einem sehr guten Grunge, der sich aber melodisch vom klassischen Grunge etwas DinosaurPileUp080218 (9 von 11)abhebt und dadurch zum „Post Grunge“ wird.

Sie waren eine gute Stunde auf der Bühne und haben sich durchaus energiegeladen präsentiert, wenngleich es in Sachen Bewegung auf der Bühne eher überschaubar Zuging. Was aber auf der Bühne so ein bisschen fehlte, wurde durch die Fans wettgemacht, denn diese hatten sichtlich Spaß an der Musik und das zeigten sie durch Herumspringen, Mitklatschen, teilweisem Mitsingen und sogar beim Pogen. Ich hatte mich da schön herausgehalten, ein Fuß mit Blessur reicht auch vollkommen.

 

Insbesondere mochte ich das Gitarrenspiel, welches einen angenehmen, relativ tiefen Klang mit sich brachte. Zudem war es melodisch und auch der bass ist durchaus ein Hauptelement in den meistens Songs, der sehr gut herauszuhören ist.DinosaurPileUp080218 (11 von 11)

Wenn man Gefallen am Grunge oder auch an Punkrock hat, dann ist diese Band definitiv ein guter Tipp zumindest einmal in den musikalischen Stil hineinzuhören.

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Kurze Informationen zu Dinosaur Pile-Up:

Genre(s):  Grunge, Post-Grunge, Punkrock

Herkunft:  Leeds, England

Gründung:  2007

Aktuelle Besetzung:

Matt Bigland

Michael Sheils

Jim Cratchley

Five Finger Death Punch & In Flames – 06.12.2017 – Festhalle Frankfurt

Lange ist es her, als ich das letzte Mal zu einem Konzert in der Frankfurter Festhalle gewesen bin. Einige Jahre mittlerweile als Billy Talent die Festhalle rockten.

Auf dem Weg zur Festhalle strömten immer mehr Menschen zum südlichen Eingang der Festhalle. Es war kurz vor 19 Uhr, als ich mich dann in die lange und breite Schlange am Einlass stellen konnte. Der Einlass begann übrigens bereits um 17:45. Nach einem langsamen Vorwärtskommen und der abschließenden Sicherheitskontrolle, verzichtete ich darauf meine Jacke bei der Garderobe abzugeben und ging direkt in den Innenraum, denn man konnte schon hören, dass da etwas los ist.

Die Vorband an diesem Abend stand bereits auf der Bühne. Diese hatte wohl bereits um 19 Uhr begonnen und insgesamt etwas mehr als 30 Minuten auf der Bühne verbracht und ihre Musik präsentiert. Es waren „Of Mice & Men“, die bereits die ersten härteren Metalklänge unter die zahlreichen Gäste in der Festhalle brachten.

Während die Band also ihren Metalcore spielte, ging ich langsam durch die Halle und an Menschen vorbei, um eine bessere Sicht auf die Bühne zu bekommen. Also besser gesagt auf die Menschen, die Musiker, die sich auf der Bühne befanden. Die Bühne selbst konnte man auch von ganz hinten sehen, aber dann wirkten die Musiker doch mehr wie große Ameisen.FFDPIF061217 (1 von 28)

Jedenfalls waren die Akustik und der Ton sehr gut, so dass ich während meiner Wanderung durch die Halle die Songs und die Musik sehr gut hören könnte. Auch der Gesang war zu erkennen, wenngleich dieser zumeist in schreiender Form stattfand, was das Verstehen des Textes eher erschwerte. Die Musik an sich aber gefiel mir und war wirklich in der ganzen Festhalle gut zu hören.

Mitklatschen oder Anderes wurde von der Band nicht eingefordert und anhand des musikalischen Stils hätte ich mich sowieso gefragt, wie das überhaupt hätte funktionieren sollen. Aber insbesondere bei den Gästen im vorderen Bereich schien die Band gut anzukommen.FFDPIF061217 (2 von 28)

Viel konnte ich von der band leider nicht sehen und hören. Lediglich 15 Minuten blieben mir nach meiner Ankunft, so dass eine bessere Einschätzung des Live-Auftritts nicht möglich ist.

Kurze Informationen zu Of Mice & Men:

Genre(s):  Metalcore, Nu Metal, Post Hardcore

Herkunft:  Costa Mesa, USA

Gründung:  2009

Aktuelle Besetzung:

Schreigesang, Bass, Klargesang:  Aaron Pauley

E-Gitarre:  Alan Ashby

E-Gitarre:  Phil Manansala

Schlagzeug:   Valentino Arteaga

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Die erste Umbauphase der Bühne begann und dauerte gute 30 Minuten. In der Zwischenzeit habe ich mich noch ein wenig weiter in der Festhalle umgesehen und dabei entdeckt, dass niemand in dieser verhungern oder verdursten muss. Auch die Auswahl an Getränken und Essen ist groß, so dass wohl jeder sitt und satt werden kann.

Im mittleren Bereich der Festhalle wurde es voller. Immer mehr Menschen kamen herein und befüllten die Festhalle. Es gab sogar einen abgegrenzten Bereich vor der Bühne, der sich als „Golden Circle“ erwies. Die Karten hierfür waren etwas teurer und dementsprechend war dort noch einiges an Platz übrig. Ausverkauft hätte wohl anders ausgesehen. Der Vorteil für mich war dadurch, dass ich auf halblinker Position eine sehr gute Sicht hatte, da kaum Menschen direkt vor mir standen.

Und dann ging es auch schon los: Das Logo von In Flames erstrahlte rötlich, denn es war auf einem durchsichtigen Vorhang bedruckt. Der Effekt war jedenfalls genial. Den ersten Song spielten In Flames sozusagen hinter diesem Vorhang, ehe er zum zweiten Song fiel und die Sicht gänzlich frei machte auf die Band.FFDPIF061217 (5 von 28)

Der Jubel und Applaus waren nach jedem Song groß und laut. Immer wieder kamen auch gut hörbare Sprechchöre auf, die „In Flames“ skandierten. Bei ihren insgesamt 80 Minuten auf der Bühne konnte die Band mit ihrem Melodic Death Metal überzeugen und begeistern. Die Schweden boten aber nicht nur tolle, harte Songs, sondern auch eine Bühnenshow mit Lichteffekten, die Epileptiker wahrscheinlich nicht überstanden hätten. Aber nicht nur Lichter schmückten den auftritt aus, sondern auch die Leinwände, auf denen wohl die entsprechenden Musikvideos zu den Songs abgespielt wurden. Das war schon sehr beeindruckend.

Der Drummer saß auf einem Hochsitz und thronte mittig über dem Rest der Band. Etwas weiter neben ihm stand noch der Keyboarder, ebenfalls auf seiner eigenen Empore. Leider erkennt man das auf meinen Bildern nicht besonders gut; man kann es allenfalls erahnen. Dennoch war es sehr gut in Szene gesetzt.

Häufig wurde durch die Band zum Mitklatschen und zum Fauststoß mit „Hey!“ aufgefordert, was sehr viele auch umgesetzt haben. Die Sprechchöre kamen immer wieder von selbst auf und auch auf die Aufforderung Lärm zu machen, kamen die Anwesenden immer wieder gerne nach.

Die kraftvolle Musik mit dem vielen gutturalen Gesang war übrigens auch von meiner Position aus sehr gut zu hören. Zwar stand ich noch etwas unter der ersten Etage, aber da ich nicht die „volle Dröhnung“ abbekam, war es sogar recht angenehm von der Lautstärke. Von der Tonqualität konnte ich aber keinerlei Einbußen erkennen. Auch die unterschiedlichen Instrumente waren gut zu hören, so dass das ein oder andere Solo, ob Gitarre oder Drums, wirklich gut war.

Fans und Musiker hatten sichtlich Spaß während des ganzen Auftritts und auch ich schloss mich immer wieder dem Headbangen und Mitklatschen an. Nach ungefähr einer Stunde dachte ich mir, dass ich mir das Ganze mal aus einer anderen Perspektive ansehe und anhöre. So wanderte ich bis ans andere Ende der Festhalle und stellte fest, dass die Musik und die Tonqualität auch im hinteren Bereich wirklich optimal sind. Nur die Sicht ist natürlich eingeschränkt. Für mich war das jedenfalls nicht so dramatisch, da ich bereits lange Zeit von einer recht guten Sicht auf Bühne und Band profitieren konnte.

Kurze Informationen zu In Flames:

Genre(s):  Melodic Death Metal

Herkunft:  Göteborg, Schweden

Gründung:  1990

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Anders Friden

Gitarre:  Björn Gelotte

Gitarre:  Niclas Engelin

Bass:  Bryce Paul

Schlagzeug:  Joe Rickard

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Die folgende Umbauphase dauerte gute 40 Minuten und die geschätzt 5.000 Gäste verteilten sich an die Getränke- und Essensstände, Toiletten, Fanartikelstände und auch nach Draußen zum Rauchen.

Das Warten auf den Beginn von Five Finger Death Punch zog sich irgendwie in die Länge und machte die Spannung auf das, was kommen würde, ungemein größer.

Und schließlich war es dann so weit: die Band war auf der Bühne, der Vorhang fiel und erneut gab es großen Jubel und noch mehr Applaus. Es war sogar lauter als noch bei In Flames, woraus ich schließen konnte, dass mehr Fans wegen FFDP da waren, als für In Flames selbst. Wieder stand ich Linksaußen und hatte eine sehr gute Sicht auf die Bühne und die Musiker. Zwar hinter der Absperrung für den halbvollen Golden Circle, aber immer noch sehr gut.FFDPIF061217 (17 von 28)

Vor mir stand übrigens ein richtiger „Metalhead“. Mit langen Haaren und dem entsprechenden Outfit. Bei ihm hatte ich schon vorher die Sorge, dass er sich bei dem ganzen Headbangen nicht ein Schleudertrauma einfangen würde, aber er wirkte weiterhin fit und für das Headbangen bereit. Er schien wohl sehr viel Übung darin zu haben.

Jedenfalls präsentierten sich FFDP voller Energie und mit Lust auf ihren Auftritt. Schöner starker Heavy Metal ließ die Festhalle beinahe erbeben und auch sie hatten eine bemerkenswerte Lichtershow bei ihrem Auftritt. Allerspätestens hier wäre auch der letzte Epileptiker umgefallen. Die Lightshow beinhaltete übrigens auch Laserstrahlen, die bis ans andere Ende der Festhalle reichten; so als würden sie die Luft durchschneiden.FFDPIF061217 (22 von 28)

Der überdimensionierte Totenkopf, der mittig den Hintergrund der Bühne zierte, passte perfekt zu dieser Band. Wie auch bei der vorherigen Band war der Sound so klasse, dass ich mich insbesondere bei dieser Band richtig wohl fühlte. Genau meine musikalische Welt.

Der Auftritt war fesselnd; insbesondere dadurch, dass die Band ihre bekanntesten Songs zum Besten gab. Dies lud förmlich zum Mitklatschen und Mitsingen ein, was auch immer wieder eingefordert und angenommen wurde. Ein großes Highlight für einige Fans war wohl, dass sie vor dem Song Burn Mo…. Auf die Bühne geholt wurden und sich das Spektakel von dort aus ansehen konnten. Bei diesem Song hat sich der Festhallenchor beinahe überschlagen, als der Titel nur durch sie mitgegrölt wurde.FFDPIF061217 (28 von 28)

Bei einem der ersten Songs wurde auch der Sänger von Of Mice & Men mit auf die Bühne geholt um einige Parts mitzusingen. Das kam sehr gut an.

Die Qualität des Tons und der Musik im Allgemeinen war weiterhin sehr hoch, so dass auch bei FFDP alles wunderbar zu hören war. Was also die Tonanlage betraf, war dieser Abend wirklich perfekt.

Natürlich gab es auch die etwas ruhigeren Stücke zu hören, die aber genauso energiegeladen aufgeführt wurden wie der Rest. Die Zeit raste förmlich davon, und ich entschied mich, die letzten Songs des ca. 65minütigen Auftritts weiter hinten im offenen Bereich anzusehen, bzw. anzuhören, um mich von dem lauteren Sound nochmal richtig beschallen zu lassen.

Es war wirklich ein Fest, das leider viel zu schnell zu Ende war und gerade bei FFDP nach einer Wiederholung schreit.

Kurze Informationen zu Five Finger Death Punch:

Genre(s):  Heavy Metal, Nu Metal, Alternativer Metal, Groove Metal

Herkunft:  Sacramento, USA

Gründung:  2005

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Ivan Moody

Gitarre:  Zoltan Bathory

Gitarre:  Jason Hook

Bass:  Chris Kael

Schlagzeug:  Jeremy Spencer

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Hardcore Superstar + Fozzy – 08.11.2017 – Colos-Saal Aschaffenburg

Ich war zum ersten Mal im Colos-Saal in Aschaffenburg. Ein schöner, recht gemütlicher Club für Live-Konzerte, der nicht zu klein und nicht zu groß ist und eine angenehme Atmosphäre hat. Ich habe mir sagen lassen, dass bis zu 700 Menschen Platz finden können, aber dann wird es sehr kuschelig für alle Anwesenden.

An diesem Abend gab es im Colos-Saal gleich vier Bands zu hören und zu bestaunen und weil ich ungewohnter Weise in der ersten Reihe an der Bühne stand, gibt es auch sehr viele Bilder von diesem Abend und deshalb die erste Galerie von einem Konzert auf meinem Blog. Die Bilder kann man sich hier ansehen -> Galerie Colos-Saal 08.11.2017 (Madame Mayhem, The Last Band, Fozzy und Hardcore Superstar)

Begonnen hat der Abend um 18:45 mit der Band „Madame Mayhem“. Der Name dieser Band aus den USA ist gleichermaßen der Künstlername der Sängerin. Im Heimatland ist die Gruppe durchaus bekannt, aber in Europa ist der Durchbruch noch nicht gelungen. Noch nicht; ich bin mir aber sicher, dass das noch kommen wird, denn das musikalische Angebot, das die Band mitgebracht hat ist wundervoll und super.

Sie spielen eine Mischung aus Rock, Hard Rock und Alternative Rock. Die Musik ist geradlinig und sehr melodisch und vor Allem durch die zarte, hohe Stimme der Sängerin und kraftvollen Gitarrenriffs geprägt. Die Songs sind mal härter und schneller, aber es gibt auch langsamere und ruhigere, bei der die sanfte Stimme der Sängerin sehr besticht.

HSFTLBMM081117 (63 von 78)Zwar war die Lautstärke etwas zu hoch beim Auftritt eingestellt, jedoch war die Abmischung der Instrumente und Mikrofone sehr gut, so dass der Stil dieser Band hervorragend zu hören war.

Es war übrigens der erste Auftritt von Madame Mayhem in Deutschland und diese Premiere ist wirklich gelungen. Mir hat die Band sehr gut gefallen und es machte nicht nur Spaß zuzuhören, sondern auch zuzusehen. Gerade die Frontfrau überträgt Kraft und Energie in ihre Stimme und Bewegungen, dass man ihr ansehen kann, dass sie mit ihren 27 Jahren durchaus Bühnenerfahrung hat und weiß, wie man eine gute Show abliefert. Aber auch die Jungs an den Instrumenten stehen ihr in nichts nach.

HSFTLBMM081117 (65 von 78)Madame Mayhem ist eine Live-Band durch und durch. Die Musiker haben Spaß an ihrer Arbeit, was man ihnen auch ansehen kann und lieferten einen tollen Auftritt ab. Es mag durchaus mehrere Bands in diesem Genre geben die stilistisch ähnlich sind, jedoch finde ich persönlich, dass es gerade durch die Sängerin einen ganz besonderen und eigenen Charme mit Wiedererkennungswert hat. Die 30 Minuten waren leider etwas wenig, aber haben doch einen tollen Eindruck von dieser Band geschaffen. Ich hoffe, dass sie sehr bald erneut auf einer Tour in Deutschland sind – schon wieder eine Band, die ich unbedingt nochmal sehen möchte.

Fange ich gerade an zu schwärmen? Irgendwie schon, denn die Bandmitglieder machen nicht nur tolle Musik, sondern sind auch noch sehr sympathisch. Das habe ich am Merchandise-Stand feststellen dürfen. Gerade die Sängerin freut sich wirklich und ehrlich über jeden, der sich für die Gruppe und die angebotenen Artikel interessiert. Meine Güte, was sie lächeln und strahlen kann. Hinreißend. Jedenfalls habe ich mir ihr neuestes Album “Ready for more“ gekauft. Dieses kostet auf der Tour nur 10 €. Doch nicht nur der Preis für ein neues Album mit 13 Songs ist beinahe unschlagbar, noch viel besser ist es, dass das Heftchen der CD von ihr und zwei weiteren Bandmitgliedern signiert wurde. Diese CD ist für mich nun etwas Besonderes, da es die erste signierte CD überhaupt ist, die ich im Besitz habe.

Kurze Informationen zu Madame Mayhem:

Genre(s):  Rock, Hard Rock, Alternativ Rock

Herkunft:  New York, USA

Gründung:  2012 (?)

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Madame Mayhem (Bürgerlich: Natalie Ann Cohen)

E-Gitarre:  Clint Lowery

E-Gitarre:  Troy McLawhorn

E-Bass:  Corey Lowery

Schlagzeug:  Ryan Bennett oder Beavan Davies

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Die Pause dauerte gerade einmal 20 Minuten und wäre wohl noch etwas kürzer ausgefallen, wenn es nicht Schwierigkeiten mit der Feineinstellung einer Gitarre gegeben hätte. Zwei Zwischenrufe von einem Gast waren dabei doch sehr amüsant. Der erste war „Also, ich hör die Gitarre“. Ja, wir haben sie alle gehört, aber wenn die Einstellung nicht stimmt, dann ist es eben nicht perfekt. Der nächste war etwas später, wahrscheinlich von der gleichen Person „Sagt mal, kennt ihr euch überhaupt?!“. Das hatte zwar nichts mit der Gitarre direkt zu tun, aber die Vorstellung, dass sich wildfremde Menschen erst auf der Bühne zusammenfinden, ist schon recht lustig.

Es hatte dann aber doch geklappt die Gitarreneinstellung zu perfektionieren und schon konnte die Gruppe aus Schweden mit dem Namen „The Last Band“ auch mit ihrem Auftritt loslegen.HSFTLBMM081117 (12 von 78)

Was direkt zu hören war, war, dass die Soundeinstellung nicht mehr so laut war, wie noch bei Madame Mayhem. Selbstverständlich war es noch laut, aber nicht mehr so übertrieben. Weiterhin waren die Instrumente und der Gesang gut zu hören und zu unterscheiden, so dass es auch bei dieser Band Spaß machte zuzuhören und zuzusehen. Wenngleich man sich an den Stil dieser Band erstmal gewöhnen muss.

Die noch sehr unbekannte Gruppierung spielt eine Mischung aus Hard Rock, Hardcore und Punk. Ich muss sagen, dass ich diese Mischung bisher noch nicht gehört oder live in Aktion gesehen habe. Der Sänger hat einen Hang zum Schreigesang, der aber noch Vergleichsweise angenehm zum Hören ist.

HSFTLBMM081117 (15 von 78)Insgesamt wirken die Instrumente dabei sehr kraftvoll und dunkel. Tiefe Töne bestimmen den Sound überwiegend. So kam es mir zumindest vor. Es ist aber gleichermaßen festzustellen, dass die melodischen Parts und auch die Solos an der Gitarre hervorragend sind. Sowas mag ich sehr. Insbesondere der Gitarrist, vor dem ich stand, hatte sichtlich Spaß daran. Zudem sind die Gitarristen auch für die guturral gesungenen Hintergründe verantwortlich. Und das kommt in Verbindung mit der Musik ganz dazu ganz gut.

Das Publikum hat sich sichtlich schwer getan mit dieser Band auf eine Wellenlänge zu kommen. Zwar wurde versucht zum Mitklatschen zu animieren, aber das hat nur durchwachsen Anklang gefunden. Applaus gab es dennoch für die Jungs.

Mir persönlich hat insbesondere die Leistung des Gitarristen sehr gefallen, wenngleich ich mich an diese Art der Musik doch noch gewöhnen muss. Hardcore ist in dem Fall nicht wirklich meine Musikrichtung und insgesamt betrachtet war eine halbe Stunde Programm auch in Ordnung.

Kurze Informationen zu The Last Band:

Genre(s):  Hard Rock, Hardcore, Punk

Herkunft:  Göteborg, Schweden

Gründung:  2011

Aktuelle Besetzung:

Normalerweise würde ich gerne an dieser Stelle Namen auflisten, aber die einzige Information, die ich finden konnte, war folgende:

People with instruments (Leute mit Instrumenten)

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Die folgende Pause war dann eine etwas länge von knapp 30 Minuten. Die Vorbereitungen für den ersten Hauptakt des Abends liefen auf Hochtouren. Während ich mir ein weiteres Karamalz zum Trinken geholt und dafür mitleidige und verständnislose Blicke abgeholt habe (Willkommen in Bayern), freute ich mich schon sehr darauf Fozzy mit dem Frontmann Chris Jericho (bekannt aus der WWE als Wrestler) live zu sehen.

Und dann kamen sie auch auf die Bühne unter großem Jubel und Applaus. Als Letzter kam Chris jericho, der Sänger, auf die Bühne und der Applaus wurde noch ein Stück lauter. Dass gerade er zu entertainen weiß, dürfte Wrestlinginteressierten durchaus bekannt sein. Aber es ging nicht um Wrestling an diesem Abend, sondern um Musik. Und ich war doch sehr überrascht, wie gut Chris Jericho singen kann. Die Kombination aus starkem Entertainment und Gesang von seiner Seite zogen sich durch den ganzen Auftritt und machten daraus ein kleines Spektakel.HSFTLBMM081117 (20 von 78)

Wie man es von ihm kennt, trug er einen Schal und seine „Glitzer-Glitzer-Jacke“, die er im Verlauf des Abends aber ablegte. Die anderen Mitglieder der Band sahen im Vergleich dazu recht normal aus; bis auf den Drummer, der mit schwarzem Hemd und weißer Krawatte seiner Arbeit nachging.

Dass der Großteil der Gäste wegen Fozzy da war, machte sich doch sehr deutlich bemerkbar, denn der Applaus und Jubel nach jedem Song war großartig. Zudem wurde sehr häufig zum Mitklatschen und Mitsingen aufgefordert, was das begeisterte Publikum im Colos-Saal mehr als gerne angenommen hat.

HSFTLBMM081117 (70 von 78)Auch bei Fozzy waren die Toneinstellungen gelungen, sodass der Gesang und die Instrumente sehr gut zu unterscheiden und rauszuhören waren. Die musikalischen Aspekte und Parts waren sehr gelungen und auch das ein oder andere Solo an der Gitarre sah nicht nur hervorragend aus, sondern hörte sich genauso an.

Wie schnell die Zeit doch vergeht, wenn man bei allem, was gefordert wird, mitmacht und fast permanent am Headbangen ist, dass man sich im Anschluss fühlt, als hätte man ein Schleudertrauma. Aber es war nun mal großartig. Auch als eine Nebelkanone von Chris in die Luft gehalten wurde und er damit ein wenig Nebel frabrizierte, der schnell verflog, war es ein angenehmes Erlebnis. Das war ganz kühl und eine kleine Erfrischung, die sehr gut getan hat.

Toll war auch die Aktion eines Gitarristen, der sich spontan dazu entschied in die Menge der Fans hinunter zu springen und dort ein kleines Bad in der Menge zu nehmen und dabei weiter Gitarre zu spielen. Eine sehr sympathische Aktion und zum Glück ließ man ihm genug Platz um das zu tun und den Weg zur Bühne zurückzugehen.

HSFTLBMM081117 (71 von 78)Insgesamt war ich von Fozzy sehr positiv überrascht und begeistert. Ich hatte nicht erwartet, dass Musik und insbesondere der Gesang live auch so gut, wenn nicht sogar besser, als auf den CDs sind. Rock und Metal, weder zu soft noch zu hart. Der ideale Mittelweg mit Melodie und tollem Gesang. So kann ich das in Kürze beschreiben. Sie sind eine Band, die definitiv und absolut Hauptakt und Headliner-Charakter haben.

Es gab sogar noch eine Zugabe, da die Fans lautstark nach mehr von Fozzy skandierten. Während sich Chris jericho das Handtuch übers Gesicht legte, wartete er nur darauf, dass die Lautstärke noch ein wenig höher wird. Als das geschah nahm er es herunter und warf es in die Menge. Das war der Zeitpunk, als Jubel und Beifall am größten waren.

Die Extraportion Fozzy, die den Gesamtauftritt auf eine knappe Stunde erhöhte, hat noch einmal gut getan. Es war einfach viel zu schnell rum.

Kurze Informationen zu Fozzy:

Genre(s):  Rock, Metal, Heavy Metal

Herkunft:  Atlanta, USA

Gründung:  1999

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Chris Jericho

Gitarre:  Rich Ward

Gitarre:  Billy Grey

Bass:  Jeff Rouse

Schlagzeug:  Frank Fontsere

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Ein letztes Mal ein Päuschen und das war auch nötig. Ich bin hinaus und musste etwas dampfen und mir erneut ein Karamalz holen, bei dem mir abermals mitleidige und Blicke des vollsten Unverständnisses zugeworfen wurden. Leider verließen schon recht viele Menschen das Konzert, was ich nicht verstehen konnte, denn es gab noch eine weitere Band an diesem Abend. Die Pause war dieses Mal ca. 25 Minuten lang und währenddessen wurde die Bühne für Hardcore Superstar vorbereitet.

Wer jetzt vermutet, dass diese schwedische Band Hardcore spielt, der täuscht sich. Sie spielen nämlich eine Mischung aus Hard Rock und Sleaze Rock. Von der Optik der Musiker könnte man auch auf Glam Rock schließen, wenngleich natürlich Sleaze die eher ungepflegt wirkende Variante darstellt. Zerrissene Kleidung, lange unsortierte Haare usw.

HSFTLBMM081117 (53 von 78)Als die Schweden auf die Bühne kamen, gab es Applaus und vereinzelte laute Jubler. Auch das Publikum hatte sich etwas gewandelt. Von jungen, zumeist Damen, zu älteren Herren in Kutte, bzw. Weste.

Das entspricht dem musikalischen Stil der Band, der durchaus abwechslungsreich aber geradlinig ist. Ein wenig hat es mich auch an Rock’n roll erinnert.

HSFTLBMM081117 (68 von 78)Der Sänger Joakim Berg konnte keine Minute stillstehen. Er wanderte auf der Bühne stets von links nach rechts und zurück, vor die Fans und spulte bestimmt viele Kilometer während des Auftritts ab. Zudem versuchte er oft das Publikum vor allem zum Mitklatschen zu animieren, was auch recht gut funktionierte.

Gesang und Musik waren weiterhin sehr gut aufeinander abgestimmt, so dass man den Sänger gut verstehen und den Instrumenten lauschen konnte. Dieser musikalische Stil war irgendwie neu für mich und irgendwie auch nicht. Ich weiß, dass das komisch klingt, aber so war es nun mal.

Die Musik schien mir sehr basslastig, was mir durchaus gefiel. Auch der klang der Gitarre war sehr auf tiefe Töne ausgelegt und dennoch sehr einprägsam. Es war interessant und gut, lebhaft und meiner Meinung nach mal etwas Anderes. Melodie und Solos gefielen mir sehr gut. Auch auf das Publikum wurde eingegangen.

Was ich persönlich sehr schön fand, war, dass Sänger und Gitarrist die beiden kleinen Mädels, die mittlerweile mit ihrer Mutter ganz vorne standen, häufig einbezogen haben. Sei es, dass der Sänger mal zu ihnen kam, sie drückte oder als der Gitarrist den beiden jeweils eines seiner Plektren gegeben hatte. Die zwei waren wirklich happy zu der späten Stunde.

Apropos Plektren. Eines wurde in die erste Reihe geworfen und verschwand auf kuriose Art und Weise. Zwei Menschen haben danach gesucht, es aber nicht gefunden. Auf dem Boden war es nicht und ich hatte da eine Vermutung, die sich bestätigen sollte: es lag in einem meiner leeren Karamalzbecher. Tatsächlich hat es dann jemand bemerkt und gesehen und sich genommen. Ein zweites wurde einige Zeit später ebenfalls unter die Leute geworfen. Insbesondere die Gruppe neben mir war an einem interessiert. Und wo landete es? Auf meinem linken Arm. Ich stand nämlich für eine Weile mit verschränkten Armen da. Da ich diese Plektren aber nicht sammle, habe ich dieses meinem Kollegen gegeben, da er sowas sehr gerne sammelt.

So viel Energie hatte ich während dem Auftritt dieser Band leider nicht mehr. Fozzy hatte schon sehr viel davon für sich beansprucht. Dennoch waren das Mitklatschen und Headbangen noch drin. So verging eine weitere Stunde Live-Musik einer interessanten Band.

Kurze Informationen zu Hardcore Superstar

Genre(s):  Hard Rock, Sleaze Metal

Herkunft:  Göteborg, Schweden

Gründung:  1997

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Joakim „Jocke“ Berg

Gitarre:  Vic Zino

Bass:  Martin Sandvick

Schlagzeug:  Magnus „Adde“ Andreasson

Summa Summarum war ich von dem gesamten Abend sehr begeistert und sehr zufrieden, wenn auch erschöpft. Aber das ist okay, denn es hat sehr viel Spaß gemacht. Madame Mayhem und Fozzy kommen auf meine Wiedersehensliste. Das war großartig.

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Nicht vergessen: Zur Bildergalerie HIER klicken.

Papa Roach – 28.09.2017 – Stadthalle Offenbach

Zum ersten Mal war ich in der Stadthalle Offenbach. Diese bietet Sitzmöglichkeiten und sehr viel Platz zum Stehen für insgesamt bis zu 4.000 Personen. Und ich glaube, dass auch fast so viele Personen zum Konzert von Papa Roach gekommen sind. Zumindest wirkte es sehr gut gefüllt.

Da ich relativ spät ankam, musste ich mich mit einem Stehplatz weiter hinten auf dem Parkett zufrieden geben. Aber eine gute Sicht auf die Bühne hatte ich trotzdem noch. Dennoch würde ich bei einem nächsten Konzert in der Stadthalle einen Sitzplatz bevorzugen, da ich aufgrund meiner doch eher geringen Körpergröße von 1,72m nicht gerade über alles und jeden hinweg sehen kann.

Lange dauerte es dann aber nicht bis der musikalische Abend mit einem lauten Knall um 19:48 begann. Die deutsche Metalcore Band „Callejon“ eroberte die Bühne und gab in über 45 Minuten Programm ihre härtere musikalische Gangart zum Besten. Die Stimmung der Fans war bereits von Anfang an sehr gut. Die Band wurde mit großem Applaus und Jubel empfangen, was dazu führte, dass direkt während des ersten Songs zum Springen aufgefordert wurde, was die vorderen Reihen auch direkt umgesetzt haben. PRSO (5 von 38)

Was ich direkt feststellen konnte war, dass die Tonabmischung perfekt gewesen ist. Der Gesang war sehr gut zu verstehen und auch die Instrumente waren ideal auf einander abgestimmt, sodass man sie erkennen konnte. Aber auch die gesamte Bühnenshow mit ihren Lichteffekten war faszinierend anzusehen. Jedoch würde ich Epileptikern davon abraten sich diese zu genau anzusehen.

Während sogar schon beim zweiten Song zu einem Circle Pit aufgefordert wurde, an welcher die vorderen Reihen wohl auch schon teilgenommen haben, blieb es weiter hinten doch eher beim Stehen und Applaudieren. Des Weiteren wurde im Verlauf der 45 Minuten zum Mitklatschen und abermals zum Springen animiert. So, wie ich es sehen konnte, haben auch sehr viele mitgemacht.

Dass die Band ausschließlich deutsche Texte im Programm hat machte es für mich deutlich einfacher diese auch zu verstehen. Wobei es auch zu Gute kam, dass viele Leute um mich herum mitgesungen haben. Während Bastian Sobtzick (Sänger) bald eine Furche in den Bühnenboden gelaufen war, wurde es in der Halle immer wärmer. Das konnte man nicht nur den Musikern ansehen, sondern auch schon in der ganzen Halle merken. Selbst aus der Ferne konnte man noch gut erkennen, dass Bühnenarbeit ziemlich schweißtreibend ist.PRSO (23 von 38)

Mir persönlich hat der Auftritt von Callejon sehr gut gefallen. Mitunter lag das natürlich auch an der beschriebenen sehr guten Tonabmischung, die keinen Musiksalat, sondern Melodien hervorbrachte.

Nach dem Konzertabend war ich noch mit Dennis, einem sehr guten Freund von mir, am Merchandisestand, an dem sich auch die Bandmitglieder von Callejon aufhielten. Dabei kam ich mit Maximilian Kotzmann (Schlagzeug) ins Gespräch, der ein Bild mit mir machen wollte, da ich ihn an jemanden erinnerte. Ein bisschen verkehrte Welt; normalerweise wollen doch die Fans mit den Musikern Bilder machen und nicht umgekehrt. Aber warum nicht. Im Anschluss gab es noch ein paar nette Gespräche, insbesondere mit ihm. Ich kann jedenfalls guten Gewissens sagen, dass alle sehr sympathisch sind.

Kurze Informationen zu Callejon:

Genre(s):  Metal, Metalcore

Herkunft:  Köln – Düsseldorf – Ratingen, Deutschland

Gründung:  2002

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Bastian Sobtzick

E-Bass:  Thorsten Becker

E-Gitarre:  Bernhard Horn

E-Gitarre:  Christoph Koterzina

Schlagzeug:  Maximilian Kotzmann

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Während der Umbauphase auf der Bühne, die gut 40 Minuten dauerte, bin ich ein wenig durch die Stadthalle gelaufen. Toiletten, Garderobe, Essen und Trinken, sowie ein Raucherbereich, der nach draußen führt, sind vorhanden. Wobei der Raucherbereich für so viele Menschen doch eher etwas klein geraten ist. Das pure Gedränge und ein Sardinenfeeling sind also inklusive. Nun, okay, man hält sich dort auch nicht so lange auf. Zurück im Innenbereich erstmal eine Currywurst gegessen und etwas zu trinken organisiert. Langsam aber sicher bin ich dann auch wieder zurück in den warmen Konzertsaal.

Dann hatte das Warten endlich ein Ende als die Lichter ausgingen und sich Papa Roach auf der Bühne breit machten. Die Party mit dem Hauptakt des Abends konnte also beginnen. Euphorischer, sehr lauter Jubel und viel Applaus wurden den Musikern bereits entgegen gebracht. Und schon ging es auch los. Song um Song um Song wurden gespielt und immer wieder wurde ganz viel zum Mitmachen angestimmt. Sei es das Klatschen, der Fauststoß, oder aber Springen und Mitsingen.

Es entwickelte sich dadurch eine gewisse Eigendynamik bei den Fans, denen gar nicht gesagt werden musste, was sie tun sollen, denn fast jeder sang mit, klatschte oder machte anderes um Teil dieser Party zu sein.

PRSO (29 von 38)Weiterhin waren Sound und Lichteffekte immer noch hervorragend, so dass die Musik und der Gesang überall gut zu hören waren. Nach rund 20 Minuten musste ich aber dann doch nochmal in Richtung Bar, also aus der Masse heraus, da es mir einfach zu warm wurde. Gefühlt war der Temperaturunterschied zwischen Konzertsaal und dem Foyer zwischen 20 und 30 Grad. Ausserdem schaute ich, ob es nicht eine für mich bessere Stehposition gab, von der ich etwas mehr als nur Köpfe sehen konnte. Und tatsächlich fand ich Linksaussen einen guten Platz. Zwar war die sicht mehr seitlich zur Bühne hin, aber für mich sehr gut, denn ich konnte nun mehr sehen als vorher.

Während des gesamten Auftritts von Papa Roach kamen immer wieder Menschen vorne an der Bühne an. Da wurde eindeutig ganz viel Crowdsurfing betrieben.

Dass die Jungs von Papa Roach auf der Bühne alles gegeben haben, konnte man ihnen recht schnell ansehen. Das schwarze Hemd des Sängers Jacoby klebte förmlich an ihm und seine Frisur, die einen Irokesen darstellen sollte, hielt auch nicht lange. Dass insbesondere er viel Energie in Gesang und Auftritt gelegt hat, erkannte man sehr gut daran, dass er sehr viele Meter, vielleicht auch Kilometer, auf der Bühne hin und her eilte.

Oftmals erzählte er aber auch auf der Bühne, wie zum Beispiel, dass Krebs eine unschöne Erkrankung sei (den O-Ton gebe ich nicht wieder) und dass man das Leben genießen muss. Und auch wenn es ein Donnerstagabend war, sollte man feiern wie an einem Freitagabend. Das Highlight, das er den Fans zu erzählen hatte war, dass für einen Song ein Musikvideo aufgenommen wird. Dafür sollten alle Fans noch mehr abgehen als ohnehin schon. PRSO (32 von 38)

Während der Aufnahmen sangen und feierten die Fans richtig laut. Noch lauter als bisher. Mitklatschen und Springen waren ein Selbstläufer, genau wie der lautstarke Jubel zum Schluss des Songs. Stolz über die lautstarken Fans gab es von ihm für selbige Applaus von der Bühne und die Fans honorierten dies ihrerseits mit „Papa Roch“ Sprechchören. Man könnte durchaus sagen, dass es ein Geben und Nehmen zwischen Band und Fans gewesen ist.

Insgesamt, mit Zugabe, waren Papa Roach gute 90 Minuten auf der Bühne und Jacoby hatte sogar noch mehr Energien in Reserve, als er sämtliche Fans, die vorne an der Absperrung standen, abklatschte während er dabei joggte.

Neue als auch alte Songs begeisterten das Publikum fast durchgehend, während aus dem Konzertsaal allmählich eine richtige Sauna wurde. Es war eine riesengroße Party, bei der selbst die Personen, die einen Sitzplatz hatten, nicht still sitzen konnten.

Kurze Informationen zu Papa Roach:

Genre(s):  Alternative Rock, Alternative Metal, Nu Metal

Herkunft:  Vacaville (Kalifornien), USA

Gründung:  1993

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Jacoby Shaddix

E-Bass, Rhythmusgitarre, Hintergrundgesang:  Tobin Esperance

E-Gitarre, Hintergrundgesang:  Jerry Horton

Schlagzeug, Hintergrundgesang:  Tony Palermo

The Crüxshadows – 20.09.2017 – Das Bett Frankfurt

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Das Bett in Frankfurt, welches nicht weit von der Galluswarte entfernt ist, zählt eher zu den kleineren Musikclubs in Frankfurt. Rein von der mir gebotenen Optik hätte ich die Kapazität dem Nachtleben gleichgesetzt. Aber tatsächlich können hier bis zu 450 Menschen Platz finden. Demnach passen hier 200 mehr hinein als in das Nachtleben. Bislang war mir aber auch dieser Club nicht von innen bekannt. Das sollte sich aber ändern.

Zu Beginn, als ich an den Menschen vorbeiging, die vor dem Eingang standen, dachte ich mir, dass ich womöglich nicht ganz zu diesem Klientel, das sich mir optisch darbot, dazupasse. Auch bei der Kartenkontrolle und dem Blick hinein fühlte es sich erst Recht so an. Aber nach und nach gesellten sich auch Menschen in das Bett, die Alltagskleidung, wie Jeans und Hemd, trugen, die nicht die Farbe schwarz hatten. Aber direkt vorweg sei gesagt, dass ich positiv überrascht war, wie freundlich und auch durchaus höflich die am stärksten gekleideten Goths waren.

So gesellte ich mich unter das „dunkle“ Volk nah an die Bühne und durfte ab 20 Uhr die Vorband des Abends hautnah erleben, hören und sehen. Bekannt war mir die Band mit dem Namen „Godex“ nicht. Dies ist aber nicht wirklich verwunderlich, da Goth Rock eher weniger mein Genre ist, das ich höre. Jedoch ist Abwechslung immer etwas Gutes; ständig das Gleiche auf Dauer ist auch nicht unbedingt schön.IMG-20170920-WA0021

Bemerkenswert fand ich persönlich, dass die Sprech- und Gesangsstimme von Tommy Tom wirklich sehr unterschiedlich war. Er mag zwar etwas mager wirken, aber seine Gesangsstimme ist dunkel und durchaus kraftvoll. Die Songs schienen mir durchaus basslastig, haben aber ebenfalls sehr schöne Passagen, in welchen die E-Gitarre zum Tragen kommt.

IMG-20170920-WA0023Lange musste ich überlegen an wen mich die Band vom Stil her erinnerte. Das war natürlich etwas schwierig für mich, da ich, wie bereits erwähnt, eher weniger aus der Szene kenne. Aber nach und nach hatte ich den Eindruck, dass die Melodie und auch Teile des Gesangs in die Richtung von „The 69 Eyes“ gehen. Nur sicher war ich mir da absolut nicht. Interessanterweise ergab sich in einem spontanen Gespräch nach dem Auftritt von Godex mit einem anderen Gast, dass auch er den Eindruck hatte, die Band sei nahe an „The 69 Eyes“. Okay, also so falsch lag ich dann doch nicht mit meinem Eindruck. Sicherheitshalber habe ich eine Bekannte von mir gebeten, sich die Band einmal anzuhören und ihre Vergleichsmeinung zu erfahren. Corinna meinte, dass es eine Mischung aus HIM, The 69 Eyes aber vor Allem Type O‘ Negative sei, die sie da raushört. Dazu muss ich sagen, dass Corinna eine deutlich größere Tiefe zu dieser Szene und Musikrichtung hat, als ich sie habe.

IMG-20170920-WA0026In ihren 30 Minuten haben Godex sehr schöne melodische Stücke gespielt, bei denen die Tiefe des Gesangs von Tommy sehr gut passte. Leider schien mir, dass insbesondere das Mikro mit der Zeit immer schwächer wurde. So war es gegen Ende des 30minütigen Auftritts für mich eher schwieriger ihn deutlich zu hören. Die anderen Instrumente waren hingegen gut abgestimmt, sodass ich nicht behaupten möchte, die Tontechnik hätte hier fehlerhaft gearbeitet. Für mich war es jedenfalls ein sehr angenehmes Aufwärmprogramm. Ausserdem bin ich der Überzeugung, dass Fans des Goth Rock und insbesondere solcher Bands wie „HIM“, „Type O‘ Negative“ und „The 69 Eyes“ mit Godex eine weitere auf ihre Liste hinzufügen können, wenn noch nicht geschehen.

Kurze Informationen zu Godex:

Genre(s):  Alternative, Gothic, Rock

Herkunft:  Bochum, Deutschland

Gründung:  2009

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Tommy Tom

Bass:  Ingo Hey

Gitarre:  Alexander Leu

Schlagzeug:  Dirk Hartel

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Während der Umräumphase auf der Bühne, die ebenfalls ca. 30 Minuten dauerte, ging ich hinaus um frische Luft zu schnappen. Dort traf ich auf jemanden, der ebenfalls eine E-Zigarette hatte und wir kamen ins Gespräch. Themen wie die E-Zigarette, die Vorband Godex und ein kleiner Erfahrungsaustausch ließen die Wartezeit kürzer erscheinen. Rund 10 Minuten, bevor sich die Crüxshadows auf die Bühne begeben würden, war ich wieder drinnen und sucht mir ein nettes Plätzchen. Aber es war schon ein wenig los auf der Bühne: die weiblichen Mitglieder der Crüxshadows waren bereits eifrig dran ihren Instrumente den letzten Feineinstellungsschliff zu geben und verschwanden dann auch wieder hinter der Bühne.

Licht aus – Spot ähm, okay, noch nicht an. Aber man sah die Bandmitglieder schon auf die Bühne spazieren. Sie nahmen ihre Positionen ein und dann kam auch endlich das Licht hinzu. Flackerndes rotes Licht; aber da fehlte noch jemand. Der Sänger selbst war noch nicht auf der Bühne. Dennoch erklangen die ersten Töne des Songs „Helios“ und siehe da, Rogue ist nun auch auf der Bühne und hat in seinen halben Handschuhen auch zwei Lampen eingearbeitet. Großer Applaus und ganz viel Jubel waren zu hören.

Die ersten Songs kamen definitiv vom neuen Album „Astromythology“ und wurden hintereinander weg von der Band performt. Nur wenige Sekunden trennten die Songs, welche vom Beifall und Jubel begleitet wurden. 20170920-20170920_212515

Während des ganzen Auftritts war permanent Leben auf der Bühne. Bis auf die beiden Damen, die am Keyboard und den Perkussions war, wanderten die anderen vier immer hin und her und stellten sich auch einmal auf eine kleine Empore. Während Johanna Moresco (E-Violine) sehr verführerische Blicke in Richtung Kameras machte, war Rogue ständig unterwegs. Von links nach rechts, auf die kleine Empore und wieder runter. Aber er kletterte auch am Bühnengerüst nach oben. Zwar nicht sehr hoch, aber er machte es einfach. Genauso sah man ihn auch von der Bühne hinunterspringen und einmal quer durch das Publikum laufen während er weitergesungen hat. Das machte er übrigens öfter. Wirklich genial war dabei, dass er zwischen zwei Songs einfach mal hinter die Bar gegangen ist und sich einen Hocker geholt hat. Diesen stellte er recht mittig zwischen die Gäste, sprang hinauf und verbrachte den kompletten nächsten Song singend auf dem Barhocker. 20170920-20170920_214309

Es besteht jedenfalls kein Zweifel daran, dass er und die Band sehr großen Spaß daran haben auf der Bühne zu stehen und ihre Musik live zu performen. Bis dahin fehlte mir aber ein wenig die Aufforderung durch die Band zumindest mitzuklatschen. Bewegung war bei den Fans ohnehin schon da. Jedoch war ich es bisher von den anderen Konzerten gewohnt, dass diese Aufforderungen schon recht früh kamen. Das änderte sich aber nachdem Rogue eine Pause zwischen den Liedern ausnutzte um die Band vorzustellen und etwas über sie und das neue Album zu erzählen. Er machte das sogar auf deutsch und erntete dafür sehr viel Applaus der Zuschauer.

Rogue hat eine sehr sympathisch charismatische Art. Ob dies beim Reden oder während der Songs ist, bei welchen er sich durch das Publikum drängelt. So sprach er davon, dass das aktuelle Album das beste sei, das sie gemacht haben. Natürlich verwies er auch auf all das schöne Merchandise und sagte zum Abschluss „…alles kaufen heute“. Insgesamt war sein nicht ganz perfektes Deutsch und die Art und Weise wie er sich, die Band und das Drumherum präsentierte, sympathisch und lustig.

Nach dieser Ansage ging es auch musikalisch weiter. Sogar meine Lieblingssongs, die mich damls überhaupt auf diese Band gebracht haben, welche eigentlich so gar nicht mein Genre ist, wurden gespielt. Und ab dieser Zeit wurde auch häufig von mehreren Bandmitgliedern das Mitklatschen angestimmt. Die Zeit verflog wirklich sehr schnell bei diesem Konzert. Rogue kam noch einige Male hinunter ins Publikum und auf der Bühne war immer noch sehr viel Bewegung. Und auf einmal war Schluss. Da gehen sie einfach hinter die Bühne. Sollte es das wirklich gewesen sein? Die Gäste im Bett applaudierten nun ununterbrochen, gefühlt über mehrere Minuten und da kann die Band doch nicht anders, als wieder hervorkommen und noch zwei weitere ihrer Stücke zum Besten geben. 20170920-20170920_220858

Den Stimmungshöhepunkt setzte die Band beim letzten Song selbst, als sie die Zuschauer aus den vorderen Reihen nach und nach auf die Bühne holten, die dort mit der Band zusammen tanzten. Nach Abschluss des Songs, der auch das Ende des Konzerts nach gut 80 Minuten darstellte, gab es auf der Bühne noch viele Umarmungen mit der Band, Selfies und kurze Gespräche.

Im Übrigen war die Tontechnik so genial eingestellt gewesen, dass man durchaus hätte denken können, dass da auf der Bühne Playback stattfindet. Es war weder zu laut noch zu leise und jedes Instrument war deutlich und gut hörbar; ebenso der Gesang. Großes Lob von mir an die Tontechnik – das wurde super gemacht.

Das ganze Paket, das die Crüxshadows geliefert haben, hat mich sehr beeindruckt, mir sehr gefallen und sehr viel Spaß gemacht, sodass ich definitiv sagen kann, dass ich diese Band mit Sicherheit nicht das letzte Mal live gesehen habe und dass mir diese Band noch besser gefällt als vorher.

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Kurze Informationen zu The Crüxshadows:

Genre(s):  Synth-Rock, Electro-Pop, Dark-Wave

Herkunft:  Florida, USA

Gründung:  1992

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Rogue

Keyboard, Gesang:  Jen Jawidzik

Gitarre, Hintergrundgesang:  Victoria Whitford

E-Violine:  Johanna Moresco

E-Violine:  David Russell Wood

Perkussion, Hintergrundgesang:  Jessica Lackey