Fee. mit Band beim STOFFEL – Stalburg Theater offen Luft – im Günthersburgpark Frankfurt am Main. Konzertbericht vom 01.08.2018

Sommer, Sonne, ein kleines Festival in Frankfurt und dazu eine wundervolle Musikerin mit Band: Fee.

Wem lesen zu anstrengend ist, gelangt mit einem Klick zu den Bildern:

Fee beim STOFFEL Stalburg Theater offen Luft am 01.08.2018 in Frankfurt

[amazon_link asins=’B07923NK1P‘ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’54442ae6-964a-11e8-bbc2-556aa497ccd3′]Zunächst muss ich gestehen, dass mir das STOFFEL in Frankfurt bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht sonderlich bekannt war. Da lebe ich schon seit knapp 16 Jahren in Frankfurt und bekomme nicht mit, dass dieses Event zum 15. Mal stattfindet. Aber abgesehen davon war ich in all der Zeit noch kein einziges Mal im Frankfurter Zoo und das obwohl ich knapp drei Jahre lang nur fünf Minuten Fußweg davon weg wohnte.

Was genau ist nun dieses STOFFEL eigentlich?

Der Name ist schnell erklärt, denn dieser setzt sich wie folgt zusammen „Stalburg Theater OFFEn Luft“ – die Großbuchstaben zusammengefügt ergeben STOFFEL.

Auf der Bühne finden nicht nur feine musikalische Acts statt, sondern auch Kabarett, Lesungen, sowie Theaterstücke, die auch für Kinder sind. Ein abwechslungsreiches kulturelles Programm für Jung und Alt, das es dort gibt. Jeder kann hin, jeder kommt rein, denn der Eintritt ist völlig kostenlos.

Abgesehen von einer schicken kleinen Bühne, auf der die Künstler ihr Können unter Beweis stellen, gibt es natürlich auch Speis und Trank, sowie Dixi WCs. Viele Tische und Bänke sind aufgestellt und diese sind sogar überdacht. Aber man kann sich auch einfach irgendwo auf der Wiese breitmachen und sich von der Sonne kross braten lassen.

Während der künstlerischen Darbietungen laufen auch Personen mit roten Eimern durch die Gegend. Nein, keine neue unnötige „Ice Bucket Challenge“, sondern Spendentöpfe, besser gesagt Spendeneimer. Da kann jeder Besucher seinen Obolus (nicht Obelix) einwerfen und damit zur Erhaltung des schönen kleinen Festivals beitragen.

Fee Stoffel FFM 01.08.2018-5Dann war es auch schon 20 Uhr und die Band um Fee, als auch sie selbst, kamen auf die Bühne und das unter dem Applaus der vielen Gäste, die sich vor der Bühne versammelt hatten. Wie viele es waren? Gute Frage, nächste Frage. Ich würde durchaus auf 500 Menschen tippen, die standen, saßen oder lagen.

Kann man Fee in wenigen Worten beschreiben? Aber natürlich kann man das: talentiert, charismatisch, engagiert, bodenständig, sympathisch und bildhübsch.

Bereits von Beginn an hatte sie, zumindest von den vorderen Reihen, die volle Aufmerksamkeit. Aber während der ersten beiden Songs schaffte sie es mit ihrer natürlichen und, wie ich finde, charmanten ehrlichen Art noch mehr Menschen für sich zu begeistern und in gewisser Weise um den Finger zu wickeln. Dies lag aber auch an ihrem Gesang, der Musik und an ihrem Lächeln, das der Sonne durchaus Konkurrenz machen kann.

Fee Stoffel FFM 01.08.2018-20Während dem zweiten Song begann es leicht von oben zu tröpfeln, aber ein richtiger Schauer entwickelte sich nicht. Es passte irgendwie dazu, dass dieser leichte Wetterumschwung für ein kleines Missgeschick sorgte, denn auf einmal waren Text und Akkorde direkt zu Beginn des dritten Songs weg. Einfach nur menschlich und passieren kann das jedem. Auf die Frage in die Zuschauer, ob jemand den Text oder die Akkorde spontan kennen würde, konnte auch keiner antworten. Sie hat es aber wundervoll rübergebracht, sodass man ihr deswegen gar nicht mal böse sein konnte oder irgendetwas Anderes in der Form. Nun gut, ihre Band hatte ein klein wenig Schadenfreude. Siehe Bild.

Also was macht man, wenn gerade ein kleiens Textproblem besteht? Man macht einfach weiter und erfreut sich an dem schönen Regenbogen, den das Tröpfeln hervorgebracht hat.

Was man insgesamt während ihres Auftritts sehen und bemerken konnte, war ihre offene Art mit dem Publikum umzuegehen und natürlich auch das musikalische und gesangliche Talent, das sie hat.

[amazon_link asins=’B07923NK1P‘ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’54442ae6-964a-11e8-bbc2-556aa497ccd3′]

Ganzheitlich betrachtet ist ihre Musik ruhig und in Kombination mit der Band durchaus rockig. Es bleibt aber überwiegend bei einem eher softeren Rock, der insbesondere durch seine schönen Texte hervorsticht. Die Texte beziehen sich auf das Leben und sind manchmal fröhlicher, aber manchmal eben auch melancholischer und etwas traurig. Diese Emotionen überträgt sie auch sehr gut in die Songs, sodass melancholische Lieder auch von der Stimmlage her eher mit ruhigerer und etwas leiserer Stimme gesungen werden.

Ich persönlich finde, dass ihre Musik durchaus Alt und Jung erreicht. Sie ist sogar eine sehr schöne Abwechslung für Menschen wie mich, die sich zumeist im Bereich des Schwermetalls (Heavy Metal) befinden. Die deutschen Texte sind natürlich eine ideale Unterlegung zur Musik.

Während des Auftritts hat sich insbesondere der Bassist als Stimmungsmacher hervorgehoben, der einige Male das Mitklatschen angestimmt hatte und nebenbei sein Haar durch die Gegend warf. Fee Stoffel FFM 01.08.2018-37

Musik, eine Sängerin, sowie eine Band, die Musik lieben und leben und damit begeistern. Das ist Fee.

Augen schließen und genießen funktioniert bei den Liedern auch wunderbar, doch dann könnte man die Mimik von Fee verpassen, bei der man ihr den emotionalen Anteil der Musik und Texte ansieht. Auch sie schließt gelegentlich die Augen, schaut verträumt in die Ferne oder legt Energie und Kraft in die Stimme. So wird es auch nicht langweilig und wenn man sich darauf einlässt, vergeht die Zeit leider viel zu schnell.

Fee Stoffel FFM 01.08.2018-31Kurz stand die Gute auch mal für einige rein akustische Songs alleine auf der Bühne, ehe die Band während eines Songs dazukam und aus einem ruhigen Akustikstück ein rockiges machte. Dieser Moment war so genial, dass man auch sagen könnte, er hatte die Zuschauer wieder aufgeweckt.

Ja, wie?! Auftritt vorbei? Nein, das wollten die Zuschauer nicht und bestellten sozusagen gleich zwei Zugabesongs. Ergo kamen die Musiker auch zwei Mal zurück auf die Bühne. Bei dem vielen Applaus hatten sie auch keine andere Möglichkeit – der Applaus war übrigens wohl verdient.

Dann war aber wirklich Schicht im Schacht, aber auf der Bühne wurden von Fee noch Fanartikel und CDs verkauft, die auch signiert wurden. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen und nahm auch gleich ein Album mit. So kann ich die schöne Musik zur Entspannung auch zu Hause oder unterwegs hören und signierte Alben sind sowieso unbezahlbar.

Fannähe zeigte sie damit und so fand sie sich in in Unterhaltungen mit ihren Fans wieder. Eine sehr sympathische Sache, gerade in der heutigen Zeit. Ich finde, dass dies ihre Bodenständigkeit sehr gut gezeigt hat. Eine junge Frau mit Charme und Talent, die das wichtigste Element in ihrem Künstlerleben nicht vergisst: die Fans.

 

Werbeanzeigen

Ein Förderprojekt wird zum eigenständigen Förderverein: Der Artistpool e.V. zur Förderung junger Musiker

Mit diesem Beitrag möchte ich ein Projekt, einen Verein, ein klein wenig vorstellen, da ich durchaus denke, dass dies für viele Menschen interessant sein kann: Artistpool e.V.

Man nehme ein großes Schwimmbecken ohne Wasser, wirft dort viele Musiker, Bands, Solisten, etc. hinein und siehe da, wir haben einen „Artistpool“. Gewiss eine witzige Vorstellung und indirekt gesehen kann man das sogar auch so stehen lassen.

Angefangen hat alles im Jahr 1992 in Italien und entwickelte sich aus einem kleinen Zusammenschluss einiger italienischer Bands, die daraus ein Turnier machten. Dieser Modus fand schon seine Fans und anklang, sodass daraus mit der Zeit ein großes internationales Turnier entstand, das heute in über 30 Ländern und an mehr als 150 Veranstaltungsorten ausgetragen wird. Einigen wird dieser Wettbewerb womöglich bekannt sein, denn es handelt sich um das Emergenza.

Im Jahr 2008 wurde, daraus hervorgehend, der Emergenza Artistpool gegründet und wurde zum Förderprojekt, das den Nachwuchskünstlern mit Rat und Tat zur Seite stand.

Durch die positive Entwicklung und den Zuspruch, den das Emergenza und auch das Förderprojekt über die Jahre erhalten hat, folgte in diesem Jahr die Gründung eines gemeinnützigen Vereins, dem Artistpool e.V.

Damit steht der Artistpool e.V. nicht mehr in direkter Verbindung zum Emergenza und ist praktisch losgelöst davon. Dies bedeutet, dass der Verein nun für alle Nachwuchskünstler zugänglich ist und nicht nur für jene, die Teil des Emergenza sind.

Mit diesem Schritt möchte der Verein nun Fördergelder erhalten und damit seine Unterstützung der Nachwuchskünsler intensivieren und ausweiten.

In welcher Form unterstütz dieser Verein Nachwuchskünstler?

  • geschlossene Facebookgruppe für den internen Austausch, Kommunikation,
  • Hilfestellung, Gigplanung, usw.
  • Webseite mit Bandprofilen, Terminen, usw. (ähnlich wie bei einer Booking Agentur)
  • gemeinsame Konzerte
  • Kontakte zu Festivals
  • Gastslosts bei diversen Wettbewerben und anderen Veranstaltungen
  • Bandcamp, Coachings und Workshops
  • Vergünstigungen im Bereich Merchproduktion, CD-Herstellung
  • fachliche Beratung
  • Kontakte in die Musikindustrie

Wie es in Vereinen üblich ist, benötigt es eine Mitgliedschaft, die mit einem Jahresbeitrag verbunden ist. Dieser ist jedoch sehr moderat, sodass sich Nachwuchskünsler meiner Meinung nach, gar nicht die Frage stellen müssen, ob sich das Investieren des Geldes lohnt. Die Beiträge sehen wie folgt aus:

  • Solisten und Duos: 30,-€
  • Bands (ab 3 Personen): 60,-€

Aber es gibt auch finanzielle Gegenleistungen, die der Verein anbieten kann:

  • 80,-€ Rabatt / Pers. bei der Bandcampbuchung
  • 50-100% Rabatt bei Workshops und individuellen Coachings
  • 10 Gratisshirts bei Bestellung von 30 Shirts via unseres Partners: Monster Merch, Wert ca. 50,-€ / entsprechend mehr bei größeren Bestellungen
  • Vergünstigungen bei Studioproduktion & CD Herstellung
  • provisionsfreie Bookings
  • GEMA Ausschüttung, wenn ein Song auf dem Sampler erscheint
  • und noch einiges mehr ist in Arbeit!

Wie man sehen kann, ist dieser Verein für Nachwuchstalente eine gute Option, mit der ihnen gute Grundsteine für eine mögliche Zukunft als Akt mitgegeben werden.

Wer sich genauer informieren oder Mitglied werden möchte, besucht am besten die folgende Webseite, um sich selbst ein Bild zu machen:

https://www.magge-music.de/verein

P.S.: Nein, ich erhalte für diesen Beitrag keinerlei finanzielle Gegenwerte.

 

 

 

Jaya The Cat – Nachtleben Frankfurt – 10.01.2018

Nach etwas längerer Zeit, etwas über zwei Monate, war ich mal wieder in meinem vierten Wohnzimmer: dem kleinen Kellerclub Nachtleben in der Frankfurter Innenstadt. Der Auftritt von „Jaya The Cat“ war für 21 Uhr angesetzt und dieses Mal war ich so früh da, dass ich selbst bei einem früheren Beginn, wie es zuletzt der Fall war, von Anfang an dabei sein konnte.

Aber die Band ließ sich entspannt Zeit und begann circa 15 Minuten später. Das störte jedoch niemanden im sehr gut besuchten Nachtleben, in welchem sich an diesem Abend rund 180 Gäste befanden. Das Nachtleben ist übrigens für bis zu 250 Personen ausgelegt, aber dann wird es wirklich sehr kuschelig.

JayaTheCatFFM (3 von 8)Unter Applaus und Jubel betraten die fünf US-Amerikaner, welche ihre Wahlheimat in Amsterdam gefunden haben, die Bühne und ließen ihre Fans auch nicht lange auf die Musik warten. Die Band spielt eine sehr interessante Mischung aus Reggae, Ska und Punkrock, die sehr melodisch ist und zum Mitbewegen zur Melodie animiert. Auch die Tonabmischung war an diesem Abend perfekt eingestellt, so dass von Beginn an Gesang und Instrumente sehr gut zu hören und zu unterscheiden waren.

Die gute Stimmung unter den Gästen war sofort zu sehen und sie entwickelten eine sehr ansehnliche Eigendynamik, die von Mitklatschen über Springen und Mitsingen bis hin Zum Pogen alles beinhaltete. Diese gute Laune übertrug sich ebenfalls auf die Band und man sah ihnen an, dass sie Gefallen an ihrem Auftritt hatten. Sie brauchten selbst nicht viel mehr tun als ihre Musik zu spielen, damit die positive Stimmung anhielt. Gelegentlich haben sie dann noch zu speziellen Songpassagen das Klatschen und Mitsingen angestimmt.

JayaTheCatFFM (4 von 8)Die Songs, die sie spielten, waren nicht ausschließlich vom im November erschienen Album „A good day for the damned“, sondern waren eine Mischung aus neuen und altbekannten Songs, was den Abend auch für mich, der bisher nur ein paar Songs von YouTube kannte, sehr unterhaltsam machte.

Der Sound und die Rhythmen, als auch der Gesang, sind sehr stimmig und passen wahrlich sehr gut zusammen. Nicht nur bei eingefleischten Fans, sondern auch bei mir, ging der Rhythmus unter die Haut und so machte es richtig Spaß Teil des Abends zu sein. Je länger der Auftritt dauerte umso ungehemmter schien es zu werden. Das Pogen unter den Gästen nahm zu und auch auf der Bühne schien sich eine gewisse Entspanntheit breit zu machen. (Die Worte sind sehr bewusst gewählt – ja, es ist eine Andeutung) Ein Highlight war, als die Band dazu aufforderte, dass sich alle hinknien und auf Kommando zum Song aufspringen sollten. Das hat nicht nur funktioniert, sondern sah auch super aus.

Jedenfalls waren die Songs mal mehr in Richtung Reggae und mal mehr in Richtung Punkrock. Die eingeschobenen Elemente des Reggaes beim Punkrock machten die schnelleren Songs durchaus noch interessanter. Mal war die Gitarre das Hauptelement und mal war es der Bass, die die Grundelemente ihrer Songs darstellten.

Während ihrer rund 75 Minuten auf der Bühne boten sie so einen durchaus abwechslungsreichen und interessanten Auftritt. Zum Abschluss des Abends gab es noch zwei Zugaben und den Abschluss bildete der Song „Here come the drums“, welcher über die normale Spielzeit hinaus zelebriert wurde. Aber nicht nur das, nein auch einige Fans durften zur Band auf die Bühne und feierten den Abschluss des Auftritts mit der Band.JayaTheCatFFM (8 von 8)

Kurze Informationen zu Jaya The Cat:

Genre(s):  Reggae, Ska, Punkrock

Herkunft:  Boston, USA

Gründung:   1998

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Gitarre:  Geoff Lagadec

Gitarre, Gesang:  Karl Smith

Bass, Gesang:  Jan Jaap „Jay“ Onverwagt

Schlagzeug:  David „The Germ“ Germain

Keyboard:  Christian Greevink

[amazon_link asins=’B075B7Z8BK,B00HWQ2G34,B00A501UXG‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’7a68c4af-f6b1-11e7-88a3-09106fa8372a‘]

Hardcore Superstar + Fozzy – 08.11.2017 – Colos-Saal Aschaffenburg

Ich war zum ersten Mal im Colos-Saal in Aschaffenburg. Ein schöner, recht gemütlicher Club für Live-Konzerte, der nicht zu klein und nicht zu groß ist und eine angenehme Atmosphäre hat. Ich habe mir sagen lassen, dass bis zu 700 Menschen Platz finden können, aber dann wird es sehr kuschelig für alle Anwesenden.

An diesem Abend gab es im Colos-Saal gleich vier Bands zu hören und zu bestaunen und weil ich ungewohnter Weise in der ersten Reihe an der Bühne stand, gibt es auch sehr viele Bilder von diesem Abend und deshalb die erste Galerie von einem Konzert auf meinem Blog. Die Bilder kann man sich hier ansehen -> Galerie Colos-Saal 08.11.2017 (Madame Mayhem, The Last Band, Fozzy und Hardcore Superstar)

Begonnen hat der Abend um 18:45 mit der Band „Madame Mayhem“. Der Name dieser Band aus den USA ist gleichermaßen der Künstlername der Sängerin. Im Heimatland ist die Gruppe durchaus bekannt, aber in Europa ist der Durchbruch noch nicht gelungen. Noch nicht; ich bin mir aber sicher, dass das noch kommen wird, denn das musikalische Angebot, das die Band mitgebracht hat ist wundervoll und super.

Sie spielen eine Mischung aus Rock, Hard Rock und Alternative Rock. Die Musik ist geradlinig und sehr melodisch und vor Allem durch die zarte, hohe Stimme der Sängerin und kraftvollen Gitarrenriffs geprägt. Die Songs sind mal härter und schneller, aber es gibt auch langsamere und ruhigere, bei der die sanfte Stimme der Sängerin sehr besticht.

HSFTLBMM081117 (63 von 78)Zwar war die Lautstärke etwas zu hoch beim Auftritt eingestellt, jedoch war die Abmischung der Instrumente und Mikrofone sehr gut, so dass der Stil dieser Band hervorragend zu hören war.

Es war übrigens der erste Auftritt von Madame Mayhem in Deutschland und diese Premiere ist wirklich gelungen. Mir hat die Band sehr gut gefallen und es machte nicht nur Spaß zuzuhören, sondern auch zuzusehen. Gerade die Frontfrau überträgt Kraft und Energie in ihre Stimme und Bewegungen, dass man ihr ansehen kann, dass sie mit ihren 27 Jahren durchaus Bühnenerfahrung hat und weiß, wie man eine gute Show abliefert. Aber auch die Jungs an den Instrumenten stehen ihr in nichts nach.

HSFTLBMM081117 (65 von 78)Madame Mayhem ist eine Live-Band durch und durch. Die Musiker haben Spaß an ihrer Arbeit, was man ihnen auch ansehen kann und lieferten einen tollen Auftritt ab. Es mag durchaus mehrere Bands in diesem Genre geben die stilistisch ähnlich sind, jedoch finde ich persönlich, dass es gerade durch die Sängerin einen ganz besonderen und eigenen Charme mit Wiedererkennungswert hat. Die 30 Minuten waren leider etwas wenig, aber haben doch einen tollen Eindruck von dieser Band geschaffen. Ich hoffe, dass sie sehr bald erneut auf einer Tour in Deutschland sind – schon wieder eine Band, die ich unbedingt nochmal sehen möchte.

Fange ich gerade an zu schwärmen? Irgendwie schon, denn die Bandmitglieder machen nicht nur tolle Musik, sondern sind auch noch sehr sympathisch. Das habe ich am Merchandise-Stand feststellen dürfen. Gerade die Sängerin freut sich wirklich und ehrlich über jeden, der sich für die Gruppe und die angebotenen Artikel interessiert. Meine Güte, was sie lächeln und strahlen kann. Hinreißend. Jedenfalls habe ich mir ihr neuestes Album “Ready for more“ gekauft. Dieses kostet auf der Tour nur 10 €. Doch nicht nur der Preis für ein neues Album mit 13 Songs ist beinahe unschlagbar, noch viel besser ist es, dass das Heftchen der CD von ihr und zwei weiteren Bandmitgliedern signiert wurde. Diese CD ist für mich nun etwas Besonderes, da es die erste signierte CD überhaupt ist, die ich im Besitz habe.

Kurze Informationen zu Madame Mayhem:

Genre(s):  Rock, Hard Rock, Alternativ Rock

Herkunft:  New York, USA

Gründung:  2012 (?)

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Madame Mayhem (Bürgerlich: Natalie Ann Cohen)

E-Gitarre:  Clint Lowery

E-Gitarre:  Troy McLawhorn

E-Bass:  Corey Lowery

Schlagzeug:  Ryan Bennett oder Beavan Davies

[amazon_link asins=’B074RCV7RY,B01H80236S,B009SG1IU8′ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’916bcbdd-cd83-11e7-95c3-29ae16a10c97′]

Die Pause dauerte gerade einmal 20 Minuten und wäre wohl noch etwas kürzer ausgefallen, wenn es nicht Schwierigkeiten mit der Feineinstellung einer Gitarre gegeben hätte. Zwei Zwischenrufe von einem Gast waren dabei doch sehr amüsant. Der erste war „Also, ich hör die Gitarre“. Ja, wir haben sie alle gehört, aber wenn die Einstellung nicht stimmt, dann ist es eben nicht perfekt. Der nächste war etwas später, wahrscheinlich von der gleichen Person „Sagt mal, kennt ihr euch überhaupt?!“. Das hatte zwar nichts mit der Gitarre direkt zu tun, aber die Vorstellung, dass sich wildfremde Menschen erst auf der Bühne zusammenfinden, ist schon recht lustig.

Es hatte dann aber doch geklappt die Gitarreneinstellung zu perfektionieren und schon konnte die Gruppe aus Schweden mit dem Namen „The Last Band“ auch mit ihrem Auftritt loslegen.HSFTLBMM081117 (12 von 78)

Was direkt zu hören war, war, dass die Soundeinstellung nicht mehr so laut war, wie noch bei Madame Mayhem. Selbstverständlich war es noch laut, aber nicht mehr so übertrieben. Weiterhin waren die Instrumente und der Gesang gut zu hören und zu unterscheiden, so dass es auch bei dieser Band Spaß machte zuzuhören und zuzusehen. Wenngleich man sich an den Stil dieser Band erstmal gewöhnen muss.

Die noch sehr unbekannte Gruppierung spielt eine Mischung aus Hard Rock, Hardcore und Punk. Ich muss sagen, dass ich diese Mischung bisher noch nicht gehört oder live in Aktion gesehen habe. Der Sänger hat einen Hang zum Schreigesang, der aber noch Vergleichsweise angenehm zum Hören ist.

HSFTLBMM081117 (15 von 78)Insgesamt wirken die Instrumente dabei sehr kraftvoll und dunkel. Tiefe Töne bestimmen den Sound überwiegend. So kam es mir zumindest vor. Es ist aber gleichermaßen festzustellen, dass die melodischen Parts und auch die Solos an der Gitarre hervorragend sind. Sowas mag ich sehr. Insbesondere der Gitarrist, vor dem ich stand, hatte sichtlich Spaß daran. Zudem sind die Gitarristen auch für die guturral gesungenen Hintergründe verantwortlich. Und das kommt in Verbindung mit der Musik ganz dazu ganz gut.

Das Publikum hat sich sichtlich schwer getan mit dieser Band auf eine Wellenlänge zu kommen. Zwar wurde versucht zum Mitklatschen zu animieren, aber das hat nur durchwachsen Anklang gefunden. Applaus gab es dennoch für die Jungs.

Mir persönlich hat insbesondere die Leistung des Gitarristen sehr gefallen, wenngleich ich mich an diese Art der Musik doch noch gewöhnen muss. Hardcore ist in dem Fall nicht wirklich meine Musikrichtung und insgesamt betrachtet war eine halbe Stunde Programm auch in Ordnung.

Kurze Informationen zu The Last Band:

Genre(s):  Hard Rock, Hardcore, Punk

Herkunft:  Göteborg, Schweden

Gründung:  2011

Aktuelle Besetzung:

Normalerweise würde ich gerne an dieser Stelle Namen auflisten, aber die einzige Information, die ich finden konnte, war folgende:

People with instruments (Leute mit Instrumenten)

[amazon_link asins=’B072BBG8QH,B075NSTRX8′ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’ddbf96c4-cd83-11e7-a7fe-515cbfa64445′]

Die folgende Pause war dann eine etwas länge von knapp 30 Minuten. Die Vorbereitungen für den ersten Hauptakt des Abends liefen auf Hochtouren. Während ich mir ein weiteres Karamalz zum Trinken geholt und dafür mitleidige und verständnislose Blicke abgeholt habe (Willkommen in Bayern), freute ich mich schon sehr darauf Fozzy mit dem Frontmann Chris Jericho (bekannt aus der WWE als Wrestler) live zu sehen.

Und dann kamen sie auch auf die Bühne unter großem Jubel und Applaus. Als Letzter kam Chris jericho, der Sänger, auf die Bühne und der Applaus wurde noch ein Stück lauter. Dass gerade er zu entertainen weiß, dürfte Wrestlinginteressierten durchaus bekannt sein. Aber es ging nicht um Wrestling an diesem Abend, sondern um Musik. Und ich war doch sehr überrascht, wie gut Chris Jericho singen kann. Die Kombination aus starkem Entertainment und Gesang von seiner Seite zogen sich durch den ganzen Auftritt und machten daraus ein kleines Spektakel.HSFTLBMM081117 (20 von 78)

Wie man es von ihm kennt, trug er einen Schal und seine „Glitzer-Glitzer-Jacke“, die er im Verlauf des Abends aber ablegte. Die anderen Mitglieder der Band sahen im Vergleich dazu recht normal aus; bis auf den Drummer, der mit schwarzem Hemd und weißer Krawatte seiner Arbeit nachging.

Dass der Großteil der Gäste wegen Fozzy da war, machte sich doch sehr deutlich bemerkbar, denn der Applaus und Jubel nach jedem Song war großartig. Zudem wurde sehr häufig zum Mitklatschen und Mitsingen aufgefordert, was das begeisterte Publikum im Colos-Saal mehr als gerne angenommen hat.

HSFTLBMM081117 (70 von 78)Auch bei Fozzy waren die Toneinstellungen gelungen, sodass der Gesang und die Instrumente sehr gut zu unterscheiden und rauszuhören waren. Die musikalischen Aspekte und Parts waren sehr gelungen und auch das ein oder andere Solo an der Gitarre sah nicht nur hervorragend aus, sondern hörte sich genauso an.

Wie schnell die Zeit doch vergeht, wenn man bei allem, was gefordert wird, mitmacht und fast permanent am Headbangen ist, dass man sich im Anschluss fühlt, als hätte man ein Schleudertrauma. Aber es war nun mal großartig. Auch als eine Nebelkanone von Chris in die Luft gehalten wurde und er damit ein wenig Nebel frabrizierte, der schnell verflog, war es ein angenehmes Erlebnis. Das war ganz kühl und eine kleine Erfrischung, die sehr gut getan hat.

Toll war auch die Aktion eines Gitarristen, der sich spontan dazu entschied in die Menge der Fans hinunter zu springen und dort ein kleines Bad in der Menge zu nehmen und dabei weiter Gitarre zu spielen. Eine sehr sympathische Aktion und zum Glück ließ man ihm genug Platz um das zu tun und den Weg zur Bühne zurückzugehen.

HSFTLBMM081117 (71 von 78)Insgesamt war ich von Fozzy sehr positiv überrascht und begeistert. Ich hatte nicht erwartet, dass Musik und insbesondere der Gesang live auch so gut, wenn nicht sogar besser, als auf den CDs sind. Rock und Metal, weder zu soft noch zu hart. Der ideale Mittelweg mit Melodie und tollem Gesang. So kann ich das in Kürze beschreiben. Sie sind eine Band, die definitiv und absolut Hauptakt und Headliner-Charakter haben.

Es gab sogar noch eine Zugabe, da die Fans lautstark nach mehr von Fozzy skandierten. Während sich Chris jericho das Handtuch übers Gesicht legte, wartete er nur darauf, dass die Lautstärke noch ein wenig höher wird. Als das geschah nahm er es herunter und warf es in die Menge. Das war der Zeitpunk, als Jubel und Beifall am größten waren.

Die Extraportion Fozzy, die den Gesamtauftritt auf eine knappe Stunde erhöhte, hat noch einmal gut getan. Es war einfach viel zu schnell rum.

Kurze Informationen zu Fozzy:

Genre(s):  Rock, Metal, Heavy Metal

Herkunft:  Atlanta, USA

Gründung:  1999

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Chris Jericho

Gitarre:  Rich Ward

Gitarre:  Billy Grey

Bass:  Jeff Rouse

Schlagzeug:  Frank Fontsere

[amazon_link asins=’B074CTW54K,B008DS0CLS,B01662MOH2′ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’f9e3434d-cd83-11e7-92a7-d5c83939da47′]

Ein letztes Mal ein Päuschen und das war auch nötig. Ich bin hinaus und musste etwas dampfen und mir erneut ein Karamalz holen, bei dem mir abermals mitleidige und Blicke des vollsten Unverständnisses zugeworfen wurden. Leider verließen schon recht viele Menschen das Konzert, was ich nicht verstehen konnte, denn es gab noch eine weitere Band an diesem Abend. Die Pause war dieses Mal ca. 25 Minuten lang und währenddessen wurde die Bühne für Hardcore Superstar vorbereitet.

Wer jetzt vermutet, dass diese schwedische Band Hardcore spielt, der täuscht sich. Sie spielen nämlich eine Mischung aus Hard Rock und Sleaze Rock. Von der Optik der Musiker könnte man auch auf Glam Rock schließen, wenngleich natürlich Sleaze die eher ungepflegt wirkende Variante darstellt. Zerrissene Kleidung, lange unsortierte Haare usw.

HSFTLBMM081117 (53 von 78)Als die Schweden auf die Bühne kamen, gab es Applaus und vereinzelte laute Jubler. Auch das Publikum hatte sich etwas gewandelt. Von jungen, zumeist Damen, zu älteren Herren in Kutte, bzw. Weste.

Das entspricht dem musikalischen Stil der Band, der durchaus abwechslungsreich aber geradlinig ist. Ein wenig hat es mich auch an Rock’n roll erinnert.

HSFTLBMM081117 (68 von 78)Der Sänger Joakim Berg konnte keine Minute stillstehen. Er wanderte auf der Bühne stets von links nach rechts und zurück, vor die Fans und spulte bestimmt viele Kilometer während des Auftritts ab. Zudem versuchte er oft das Publikum vor allem zum Mitklatschen zu animieren, was auch recht gut funktionierte.

Gesang und Musik waren weiterhin sehr gut aufeinander abgestimmt, so dass man den Sänger gut verstehen und den Instrumenten lauschen konnte. Dieser musikalische Stil war irgendwie neu für mich und irgendwie auch nicht. Ich weiß, dass das komisch klingt, aber so war es nun mal.

Die Musik schien mir sehr basslastig, was mir durchaus gefiel. Auch der klang der Gitarre war sehr auf tiefe Töne ausgelegt und dennoch sehr einprägsam. Es war interessant und gut, lebhaft und meiner Meinung nach mal etwas Anderes. Melodie und Solos gefielen mir sehr gut. Auch auf das Publikum wurde eingegangen.

Was ich persönlich sehr schön fand, war, dass Sänger und Gitarrist die beiden kleinen Mädels, die mittlerweile mit ihrer Mutter ganz vorne standen, häufig einbezogen haben. Sei es, dass der Sänger mal zu ihnen kam, sie drückte oder als der Gitarrist den beiden jeweils eines seiner Plektren gegeben hatte. Die zwei waren wirklich happy zu der späten Stunde.

Apropos Plektren. Eines wurde in die erste Reihe geworfen und verschwand auf kuriose Art und Weise. Zwei Menschen haben danach gesucht, es aber nicht gefunden. Auf dem Boden war es nicht und ich hatte da eine Vermutung, die sich bestätigen sollte: es lag in einem meiner leeren Karamalzbecher. Tatsächlich hat es dann jemand bemerkt und gesehen und sich genommen. Ein zweites wurde einige Zeit später ebenfalls unter die Leute geworfen. Insbesondere die Gruppe neben mir war an einem interessiert. Und wo landete es? Auf meinem linken Arm. Ich stand nämlich für eine Weile mit verschränkten Armen da. Da ich diese Plektren aber nicht sammle, habe ich dieses meinem Kollegen gegeben, da er sowas sehr gerne sammelt.

So viel Energie hatte ich während dem Auftritt dieser Band leider nicht mehr. Fozzy hatte schon sehr viel davon für sich beansprucht. Dennoch waren das Mitklatschen und Headbangen noch drin. So verging eine weitere Stunde Live-Musik einer interessanten Band.

Kurze Informationen zu Hardcore Superstar

Genre(s):  Hard Rock, Sleaze Metal

Herkunft:  Göteborg, Schweden

Gründung:  1997

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Joakim „Jocke“ Berg

Gitarre:  Vic Zino

Bass:  Martin Sandvick

Schlagzeug:  Magnus „Adde“ Andreasson

Summa Summarum war ich von dem gesamten Abend sehr begeistert und sehr zufrieden, wenn auch erschöpft. Aber das ist okay, denn es hat sehr viel Spaß gemacht. Madame Mayhem und Fozzy kommen auf meine Wiedersehensliste. Das war großartig.

[amazon_link asins=’B000BYYJ6Q,B00BJ8EGCA,B000WPNL2W‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’1794bc08-cd84-11e7-ab26-0ff52e3083e3′]

Nicht vergessen: Zur Bildergalerie HIER klicken.