Ein langes Set und viele Songs von Lord of the Lost beim Thornstar Tourauftakt in der Frankfurter Batschkapp am 04.10.2018 – supported by Scarlet Dorn

Einen Abend in der Batschkapp bei guter Musik zu verbringen, war das Ziel an diesem Abend, denn das ist auch schon ein Weilchen her, als ich das letzte Mal vor Ort war.

Zwar kannte ich Lord of the Lost nicht wirklich, eher nur zwei Songs, aber die gefielen mir. Und wenn sie schon mal in Frankfurt sind, dann kann ich auch mal eben mit dem Bus hin und mir die Band auch live ansehen. So mein Gedanke und genau das habe ich an diesem Abend auch getan.

Es war zwar nur die halbe Batschkapp geöffnet, aber dafür war es doch gut gefüllt gegen halb 8, als ich ankam. Natürlich war es vorne an der Bühne enger und voller, als es weiter hinten der Fall war, aber das ist einfach normal.

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Nachdem ich ein paar Bekannte getroffen habe, darunter Jan Heesch vom Rock Genuine Magazin, warteten wir auf den Beginn des Abends, der von der Band Scarlet Dorn eingeläutet wurde.

Wirklich bekannt war mir diese im Jahr 2016 gegründete Band nicht, dafür machten sie optisch auf der Bühne schon sehr viel her. Etwas dunkler angehaucht und mit emotionalen Liedern brachten sie die erste angenehme und gute Stimmung in die Batschkapp hinein.

Dass die Frontfrau „Scarlet Dorn“ die Blicke auf sich zog, ließ sich kaum vermeiden, schließlich gibt sie ihre Stimme zu der Musik, die sich im Bereich Dark Pop / Dark Rock ansiedeln lässt. Gefühl- und kraftvoll, klar und emotional brachte sie die Stimmung zur Musik mit ein. Natürlich war sei auch aufgrund ihres Outfits ein absoluter Hingucker, das möchte ich nicht unter den Tisch kehren.

Man sah den Musikern auf der Bühne an, dass sie sich auf diesen Auftritt freuten, denn sie hatten auch ein neues Bandmitglied dabei. Mir persönlich fiel das im musikalischen Sinne nicht auf, also ist die Integration wunderbar gelungen.

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So war es der angenehme Auftakt in einen Abend interessanter Musik und die Band aus Hamburg, Scarlet Dorn, hat ihre Aufgabe gemeistert. Nicht zu soft, nicht zu hart und an den richtigen Stellen emotional – das hat gefallen.

Nach der Umbaupause, die ungefähr 15 bis 20 Minuten dauerte, ging es auch schon weiter mit dem Hauptakt des Abends. Lord of the Lost kamen und der Jubel, als auch der Applaus kannten fast keine Grenzen. Ereignisreiche zwei Stunden konnten also beginnen.

Tatsächlich waren es zwei Stunden, in der die Band ihre Fans mit Klassikern und neuen Songs versorgte. Ein typischer Tour Start also, bei dem die Künstler noch voller Energie sind und durchaus auch mal länger machen, als eigentlich vorgesehen.

Es gab ganze 23 Songs zu sehen und zu hören und es begann mit „On This Rock I Will Build My Church“ – ein sehr guter, energiegeladener und eingehender Song der Band, der mir übrigens beim wiederholten Anhören immer noch gefällt.

Chris Harms verstand es von Anfang an das Publikum mitzunehmen. Sei es durch Gesten, Expressionen oder dem Auffordern des Mitklatschens gewesen. Die Fans waren jedenfalls von Beginn an – und auch über die gesamte Zeit hinweg – voll bei der Sache.

Anfangs stand ich noch sehr weit vorne, aber da es zunehmend enger wurde, habe ich mich in der Nähe des Fanartikelstands aufgehalten. Dort war Platz und Luft zum Atmen und die Sicht auf der Bühne immer noch gut. Der Platz wurde aber auch von anderen Gästen ausgenutzt, insbesondere um zu tanzen. Eine junge Dame vor mir war immer wieder dabei einen sehr expressionistischen Tanz aufzuführen. Sie hatte sichtlich Spaß und brachte das dadurch zum Ausdruck – sympathisch, nicht? Und nein, davon gibt es kein Bild; ich sage nur: DSGVO.  

Jedenfalls wurde auch viel mitgesungen. Größtenteils unaufgefordert, aber wenn dazu aufgefordert wurde, dann war es schon eine recht ordentliche Laustärke, die die Fans da rausbrachten. Mitsingen konnte ich jetzt nicht wirklich, denn wie erwähnt, kannte ich kaum Songs. Bei „Blood for Blood“, was relativ spät gespielt wurde, war es mir zumindest möglich ein paar Textbrocken herauszubekommen.

Dafür war aber auf der Bühne deutlich mehr los. Viel Rauch und Nebel, Lichteffekte, bei denen ich Epileptikern empfehle doch lieber zu Hause zu bleiben, Bewegung und Interaktionen.

Man kann also von einer sehr guten Bühnenperformance und Show sprechen, bei der sich die Musiker mit Lust auf das Spielen und Singen zeigten. Diese Kombination aus der Show, der Musik (Dark, bzw. Goth Rock) war sehr gut und kam an; selbst bei mir, der eher weniger aus dieser Richtung hört.

Wenngleich ich diese Art der Musik im Privaten eher seltener höre, darf ich nicht unerwähnt lassen, dass mir dieses Gesamtpaket, was Lord oft he Lost auf der Bühne anbieten, sehr gefallen hat und ich mir vorstellen kann, dieses auch noch einige weitere Male bei zukünftigen Shows anzusehen. Auch wenn ich weder tanze noch mitsinge, so hat dieser Stil bei einem Liveauftritt schon seinen Reiz und seinen Charme.

Auch das Akustiksolo von Chris beim Song „Cut me out“ ging sprichwörtlich unter die Haut. Seine kraftvolle und klare Stimme, gepaart mit Emotionen untermalten sein Können am Mikrofon sehr gut.

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Die Zeit verflog bei diesem Konzert ziemlich schnell und zum Abschluss passierte etwas eher Unübliches: für Gewöhnlich verlassen die Künstler die Bühne, lassen sich noch einmal ordentlich abfeiern, kommen wieder zurück und spielen die Extrasongs.

Nicht bei Lord oft he Lost. Warum von der Bühne gehen und nochmal zurückkommen? Das wäre doch unnötig, schließlich sind die Fans wegen der Band und die band wegen der Fans da. Dann doch lieber gemeinsam abfeiern und genau das passierte auch. Es gab viel Applaus und Jubel und die Band blieb da. Es gab als Zugabe noch drei weitere Songs: „La Bomba“, Forevermore und „Lighthouse“. Letzterer Song war übrigens ein sehr toller und gelungener Abschluss für den Abend, da dieser eher etwas langsamer und ruhiger ist. Eine tolle Wahl.

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Eine solide Leistung der Löwen Frankfurt bringt den 5:3 Sieg gegen die kämpferisch aufgetretenen Falken aus Heilbronn

Nach der ersten Saisonniederlage am vorangegangenen Freitag in Freiburg, bei der die Löwen erstmals in dieser Saison keine fünf Tore schossen, war es interessant zu sehen, wie die Mannen des finnischen Trainers Matti Tiilikainen darauf reagieren würden.

Direkt zu den Bildern des Spiels

Zum ersten Drittel:

Das Spiel begann auf beiden Seiten recht körperbetont, was auch schnell dazu führte, dass es zu den ersten Strafzeiten kam. Die Gäste aus Heilbronn wollte kampfbetont in diese Partie gehen und waren bereits nach einer halben Minute in Unterzahl und überstanden diese schadlos, da nur eine Minute später ein Löwe ebenfalls zum Nachsitzen musste.

Beide Seiten konnten nicht davon profitieren. Doch die nächsten Strafen ließen nicht lange auf sich warten und da standen die Gäste auf einmal nur noch zu dritt auf dem Eis und mussten sich der Situation stellen.

Dass die Löwen Überzahl sehr gut können, zeigten sie auch in dieser Situation, denn es dauerte keine zehn Sekunden ehe ein Schuss von halblinker Position im Netz zappelte. Da wurde Heilbronns Torwart auf dem Falschen Schlittschuh erwischt.

Die folgende einfache Überzahl wurde ebenfalls gut gespielt. Die Gäste hielten dagegen und verteidigten recht gut, konnten aber den nächsten Einschlag im Kasten nicht verhindern, der die 2:0 Führung in der 6. Spielminute bedeutete. Leon Hüttl durfte sich feiern lassen.

Tore fielen im ersten Drittel keine mehr, doch gab es noch reichlich Strafen, insbesondere gegen Frankfurt, von denen die Gäste nicht profitieren konnten, da entweder die Schusswege blockiert oder der stark aufspielende Bick im Tor der Löwen, Zählbares verhinderte.

 

Zum zweiten Drittel:

Dieses Drittel begann zunächst eher ruhiger und von den Seiten der Löwen her etwas abwartend, bis sie die ersten Chancen bei einer erneuten Überzahl kreieren durften. Aber auch hier erwies sich die Defensive der Gäste als durchaus effektiv und konnte einen höheren Rückstand vermeiden.

Die Gäste waren es aber, die nur wenige Minuten später bei eigener Überzahl zum Torerfolg und Anschluss kamen. Der Jubel war groß, doch die Ernüchterung folgte bereits in der nächsten Spielminute, als die Löwen einen schönen Angriff mit dem 3:1 beendeten und somit den Zwei-Tore-Abstand wiederherstellten.

Auffällig war in diesem zweiten Drittel ein Linienrichter, dem das Spiel an diesem Abend an manchen Stellen vielleicht doch etwas zu schnell war. Abseitsentscheidungen waren nicht seine Stärke. Möglicherweise hatte er einen Knick in der Optik, verursacht durch das Visier. Oder es war einfach nicht sein Tag. Kann ja mal vorkommen. Es betraf übrigens beide Mannschaften, daher war das nicht wirklich entscheidend für den Ausgang des Spiels.

Beide Mannschaften zeigten sich in diesem Drittel eher ruhiger, wenn es auch die Löwen versäumten die Führung auszubauen.

Erst in einer Überzahl kurz vor Ende des Drittels konnten sie die Eissporthalle ein weiteres Mal zum Jubeln bringen. Eddie Lewandowski, der Mann mit dem Nachnamen, der Torgarantie verspricht, netzte aus kürzester Distanz ein. Dem zuvor war eine Strafe gegen die Gäste vorausgegangen, weshalb die Löwen ein weiteres Mal in Überzahl agierten.

 

Zum dritten Drittel:

Nachdem beide Mannschaften zunächst im Strafenkatalog eine Bestellung aufgaben, waren es die Löwen in Form von Matthew Pistilli, die sich bei vier gegen vier auf dem Eis gedankenschneller zeigten und konterten. Dieser Konter endete mit dem fünften Tor des Abends für die Löwen, da Pistilli nur den Torwart gegen sich hatte, welchen er mit einer sauberen Bewegung verladen konnte.

Der Käse schien gegessen. Der Drops ausgelutscht. Die Löwen schossen fünf Tore, was bisher stets für den Sieg reichte. Was also sollte noch passieren? Die Falken passierten.

In der 52. Minute, bis dahin passierte nicht mehr sonderlich viel Erwähnenswertes, breiteten die Falken ihre Schwingen aus und kamen binnen 13 Sekunden zu zwei Toren. Ein Doppelschlag bei dem die Verteidigung der Löwen alles andere als gut aussah.

Nun war es wieder ein Eishockeyspiel, das von der Spannung lebte, denn zunächst wirkten die Löwen etwas konsterniert. Aber sie besannen sich sehr schnell und zeigten wieder ihre Offensivqualitäten, die weitere Bemühungen der Gäste auf ein Minimum reduzieren konnten. Nur ein weiterer Treffer wollte nicht fallen, weshalb die Heilbronner kurz vor Schluss auch nochmal den Torwart vom Eis nahmen, um in Überzahl agieren zu können.

Letztlich reichte es aber nicht für weitere Tore, da auch Bick im Tor der Löwen etwas dagegen hatte. Und so endete das Spiel mit dem Sieg für die Löwen, bei dem sie zum fünften Mal in sechs Spielen fünf Tore erzielten.

Löwen Frankfurt – Heilbronner Falken 5:3 (2:0 2:1 1:2)

1:0 Tim Schüle ( Matthew Pistilli , Carter Proft ) PP2 03:57
2:0 Leon Hüttl ( Lukas Koziol , Kevin Maginot ) PP1 05:36
2:1 Roope Ranta ( Greg Gibson , Brock Maschmeyer ) PP1 27:18
3:1 Lukas Koziol ( Kevin Maginot , Mathieu Tousignant ) EQ 28:26
4:1 Eduard Lewandowski ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) PP1 39:28
5:1 Matthew Pistilli ( Lukas Koziol ) EQ 45:36
5:2 Kevin Lavallée ( Kyle Helms ) EQ 51:20
5:3 Roope Ranta ( Corey Mapes , Markus Eberhardt ) EQ 51:33

Zuschauer: 3.576

Football in Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden. Die Phantome sichern sich in einem spannenden Spiel den Klassenerhalt. Bericht zum Spiel der Wiesbaden Phantoms gegen die Straubing Spiders vom 11.08.2018

Wenn man footballverrückt ist, dann kommt man viel herum. An diesem Samstag führten mich meine Wege nach Wiesbaden in das Europaviertel zu den Wiesbaden Phantoms. Doch nicht alleine, denn Christian Roth (https://american-sports.info/) war mit dabei. Da er genauso footballverrückt ist und sozusagen „Football Daddy“ ist, hatte er auch eine Idee für ein neues Hashtag, den wir alle durchaus nutzen und verbreiten können. #footballkrank – darf genutzt und verbreitet werden. Muss sogar verbreitet werden!

Wiesbaden Umgebung und Einlauf 11.08.2018

Wiesbaden Cheerleader „Phantastics“ 11.08.2018

Wiesbaden Phantoms vs. Straubing Spiders 11.08.2018

Aber zurück zum Eigentlichen, denn Wiesbaden ist aus Frankfurt recht gut zu erreichen und wir waren auch schnell vor Ort. An und für sich etwas zu früh, aber das hatte auch seinen Vorteil, denn wir konnten uns knappe drei Viertel des U17 Spiels zwischen den Wiesbadenern und den Rodgau Pioneers ansehen.

Das war durchaus schon ein sehr ansehnliches und gutes Spiel, bei dem die Gäste aus Rodgau bis zur Pause mit 20:7 in Führung gingen. Nach der Pause schafften es die Phantome sogar das Spiel zu drehen und lagen zwischenzeitlich mit 21:20 in Front. Doch die Mannschaft, die erst seit wenigen Wochen aufgestellt ist, musste sich am Ende dennoch geschlagen geben. Und zwar mit 21:32. Die Gäste, die von ihren Cheerleadern unterstützt wurden, hatten am Ende doch das erfahrenere Händchen, das ihnen in diesem Spiel zum Sieg verhalf. Dennoch zeigten die Wiesbadener eine gute Leistung, auf der man aufbauen kann.

Abgesehen davon, dass wir direkt mit Football empfangen wurden, ist es in Wiesbaden, wie auch an anderen Orten ein familiäres und freundliches Miteinander. Man wird offen empfangen und ist im Prinzip direkt mittendrin und dabei. So langsam sollte mich das eigentlich nicht mehr überraschen, aber das passiert dann doch immer wieder. Dafür ist es jedes Mal umso schöner und, so geht es zumindest mir, man fühlt sich auch in einer fremden Umgebung ganz wohl. Das ist nicht unwichtig, wie ich finde.

WIUmgebEinl110818-4Auch in Wiesbaden wird man mit Leckereien versorgt. Sei es mit Burgern, die man sich selbst belegen kann, Würsten, Kuchen, Eis, Süßigkeiten oder auch Backwaren. Verhungern und verdursten wird keiner und die schicke kleine Tribüne ist für die derzeitige Liga auch in Ordnung. Fanartikel der Phantoms, aber auch viele der NFL Teams, sind vorhanden. Der Footballfan wird also rundum versorgt.

Aber viel Zeit für Exkursionen durch das eigentlich für Baseball vorgesehene Stadiönchen war nicht, denn das Spiel zwischen der GFL 2 Mannschaft der Phantoms und den Straubing Spiders war, mehr oder weniger, direkt im Anschluss an das Spiel der Junioren. Von den Junioren mussten sich dann noch ganz schnell umziehen, denn sie waren als Chaincrew vorgesehen. Der Beginn des Spiels verschob sich dadurch um, wie lange eigentlich genau? Auf die Uhr habe ich nicht geschaut, aber der Einlauf der Heimmannschaft begann ca. um 17:20 Uhr.WIUmgebEinl110818-12

Irgendwann waren dann auch mal alle vervollständigt und das Spiel konnte beginnen. Es begann vor allem für die Gäste sehr gut, denn sie konnten mit dem ersten Drive des Spiels direkt für Punkte sorgen und einen Touchdown generieren. Zwar ohne den Extrapunkt, aber die erste Führung ging an die Gäste aus Straubing mit 6:0.

Bereits mit dem Gegenzug war zu erkennen, dass sich beide Teams fortwährend egalisieren konnten und die Angriffsrechte immer wiederabgegeben werden mussten. Beide Mannschaften waren gut aufeinander eingestellt und so war es nicht verwunderlich, dass es dauern sollte, bis die nächsten Punkte auf die Anzeigetafel kommen konnten. Es war schon das zweite Viertel, als die Hausherren die Endzone für einen Touchdown und die ersten eigenen Punkte erreichten. Aber den Extrapunkt konnten sie machen und damit nicht nur ausgleichen, sondern mit 7:6 in Führung gehen.

Das Spiel blieb auch über die Halbzeit hinaus recht eng. Lauf- und Passspiele wurden auf beiden Seiten gemischt, doch häufig endete der Drive ohne große Raumgewinne, aber dafür mit der Ballabgabe an den Gegner. Selten war es hierbei ein Punt, denn sehr oft wurde auch der vierte Versuch ausgespielt.WPStSp11082018-29

Im dritten Viertel konnten die Gäste aufgrund mehrerer Strafen gegen Wiesbaden und einem guten Laufspiel sehr nahe an die Endzone herankommen und dies auch ausnutzen. Erneut gingen die Gäste in Führung und konnten dieses Mal den Extrapunkt auch mitnehmen. 7:13 hieß es, als es in das letzte Viertel ging.WPStSp11082018-43

Es blieb auch weiterhin ein enges Spiel mit schönen Aktionen auf beiden Seiten. Ob es nun ein Quarterback selbst war, der gelaufen ist, oder ein schöner Pass in die Tiefe, es war alles dabei. Die Wiesbadener zeigten durchaus, dass sie unbedingt nochmal punkten wollen. Die Körpersprache war eindeutig. Es folgte ein schöner Pass auf #86 (dieser Spieler ist leider in keinem Roster aufgeführt – ein Phantom?) und dieser ließ sich nicht aufhalten und fiel zum nächsten Touchdown für die Wiesbadener in die Endzone. Erneut konnte auch der Extrapunkt mitgenommen werden. So waren nun die Gäste wieder im Zugzwang, die mit 13:14 zurücklagen.WPStSp11082018-53

Aber der Drive, der aufgrund eines neben das Spielfeld beförderten Kicks etwas weiter vorne beginnen konnte, verebbte erneut. Die Verteidigung der Hausherren blieb auf der Höhe und konnte dafür sorgen, dass sie selbst ihre Offensive aufs Feld brachten.

Diese hatte nun alles selbst in der Hand. Es wurde fast nur noch gelaufen und Yard um Yard gut gemacht. Es reichte stets für neue First Downs, was die Zeit gnadenlos runterlaufen ließ. In diesem Moment dachte ich, dass sich die Wiesbadener auf das Zeitmanagement konzentrieren und vielleicht kurz vor Ende nochmals punkten würden. Aber wenn man die Chance bekommt in die Endzone zu laufen, dann läuft man eben dort hin. Nochmal weitere sieben Punkte für die Hausherren, die nun mit 21:13 führten.

Die Gäste hatten nun nochmal ihrerseits die Gelegenheit einen Drive zu spielen und zu punkten. Aber es dauerte etwas zu lang und kurz vor Schluss war die Feldposition auch nicht die beste. Ein Touchdown und eine 2pt-Conversion? Durchaus möglich, aber der letzte Lauf wurde von der Verteidigung aufgehalten und so gab es keine Punkte mehr für die Gäste. Das Spiel war vorbei und Wiesbaden konnte jubeln. Der Klassenerhalt war mit diesem Sieg gesichert. Die Spieler ließen ihrer Freude freien Lauf und feierten gemeinsam was das Zeug hielt. Auch auf den Rängen gab es Applaus und Jubel.

Es ist immer wieder schön ein Spiel zu sehen, dass nicht unter den Begriff „Einbahnstraßenfootball“ fällt. Da bin ich lieber weiter #footballkrank und danke beiden Mannschaften für ein tolles Spiel und den Phantoms für die sympathische offene Art.WICheers110818-5

Zurück ging es übrigens nicht mit Bus und Bahn, sondern mit einem weiteren Footballverrückten, seiner Kamera und seinem City Flitzer. Zurückgeflitzt nach Frankfurt. Danke auch hierfür.