Rezension zum Buch „American Football – Alles, was man wissen muss“ von Adrian Franke aus dem Meyer & Meyer Verlag. Das beste und informativste Buch zu dieser in Deutschland aufstrebenden Sportart

Vielen Dank zunächst an den Meyer & Meyer Verlag für das Rezensionsexemplar.AFAWMWM4

American Football – Alles, was man wissen muss“ von Adrian Franke aus dem Meyer & Meyer Verlag.

Genre: Sport und Sachbuch

Dieses Buch, das einem den Sport „American Football“ beschreibt und verständlich näherbringt, ist seit dem 22.01.2018 im Handel. Es hat insgesamt 200 Seiten, wovon ganze 37 Seiten ein Glossar mit Begriffserklärungen der Sportart sind.

Klappentext:

Jedes Jahr schauen mehr und mehr Zuschauer auch in Deutschland den Super Bowl. Aber seien wir mal ehrlich, ein Footballspiel zu verstehen, ist nicht so einfach! Oder wissen Sie, was eine „Shotgun“ oder die „Pistol“ mit Football zu tun haben?

Ziel des Buches ist es, diese und viele weitere Fragen zu beantworten und die Spielregeln zu begreifen. Erzählungen und Geschichten von Spielern gewähren zudem einen Blick hinter die Kulissen und rund um das Spiel.

Adrian Franke ist Redakteur beim online-Portal SPOX.com. Sein Kernressort ist die NFL; in den letzten drei Jahren hat er dort erfolgreich eine der größten deutschsprachigen NFL-Seiten mit einer sehr aktiven Community aufgebaut. Aktiv ist er außerdem in mehreren deutschen NFL-Podcasts genau wie auf Twitter.

Gewonnen hat mich der Autor des Buches bereits mit den ersten Sätzen der Einleitung, die genau das wiederspiegeln, was ich über Jahre gedacht habe und somit kein großes Interesse für diesen Sport aufbringen konnte.

Zitat: „Football? Nein danke. Das hat für meinen Geschmack viel zu viele Unterbrechungen, das dauert doch viel zu lange. Und überhaupt: Warum spielt nicht jeder Angriff und Verteidigung?

Wie gesagt sind es exakt diese Dinge, die auch mich über Jahre hinweg von diesem Sport ferngehalten haben. Zumindest bis August 2017.

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Adrian Franke beschreibt den Sport in diesem Buch sehr ausführlich und sehr bildlich. Damit meine ich nicht die Schaubilder der Aufstellungen, sondern tatsächlich seine Wortgewandtheit, die einem die vielen Begriffe erklärt.

Auch die Vorgehensweise das Spiel zu erklären ist sehr durchdacht. Von Grundsätzlichem, der Geschichte des Sports und seinen Ursprüngen, bis hin zur Erklärung der einzelnen Positionen und Aufstellungen als auch Taktiken in der Offensive und Defensive ist wirklich alles dabei, was das Spiel beinhaltet.

Gerade die Verbindung mit der historischen Entwicklung des Sports und anschaulichen Beispielen, sowie Zitaten von Trainern und Spielern, ist mehr als interessant.

Hinzu kommt, dass immer wieder aktuelle Beispiele für Positionen benannt werden. Damit meine ich, dass aktive Spieler, die diese Position spielen, benannt werden. Das führt sehr häufig (zumindest bei mir) zu einem „Aha!-Effekt“. Schließlich sind bestimmte Namen doch sehr geläufig. Cam Newton und Julian Edelman sind dabei nur zwei Beispiele. Beinahe für jede genauer beschriebene Position wird ein aktiver Spieler benannt – und genau das ist klasse. So bekommt man ein Bild vor Augen, das einen Spieler beinhaltet, den man bereits aus dem Fernsehen kennt.

Im Prinzip ist dieses Buch also eine Verbindung von mir (auf der Couch sitzend) und dem Fernseher, auf den ich blicke. Sozusagen die bisher noch fehlende Verbindung, um das, was im TV passiert und erzählt wird, verständlicher zu machen.

Auch der taktische Bereich, der viele Spielzüge und Formationen beinhaltet, ist sehr anschaulich und verständlich erklärt. Es sind dabei viele Dinge, die ich bereits mal gehört habe und nur schwer in Verbindung bringen konnte mit dem was ich vor mir sah.

Zwar habe ich bereits durch Madden NFL die meisten Lerneffekte zu Beginn gehabt, aber das hier ist ein Buch, das ich sicherlich noch sehr oft in den Händen halten werde. Und wenn es auch nur die hinteren Seiten des Glossars sind, das ich lesen und nachschlagen werde.

Es ist definitiv DAS Handbuch für American Football in deutscher Sprache.

Von A wie Abseits bis Z wie Zonenverteidigung ist wahrlich alles dabei, das häufig an Begrifflichkeiten fällt. Daher kann ich dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, der sich gerne einen ersten oder aber auch einen tieferen Einblick in die Materie des American Football verschaffen möchte.

Rezension zum Buch „Die schwarze Dame“ von Andreas Gruber aus dem Goldmann Verlag. Spannende Neuauflage mit einem etwas anderen aber sehr neugierigem Ermittler

Vielen Dank an dieser Stelle an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

Die schwarze Dame“ von Andreas Gruber aus dem Goldmann Verlag der Random House Verlagsgruppe.

Genre: Thriller

Erschienen ist die Neuauflage dieses Thrillers am 18.12.2017. Auf insgesamt 362 Seiten kann man Ermittler Peter Hogart dabei erleben, wie er einen verzwickten Fall löst, den er so gesehen gar nicht lösen muss. Es aber aus seiner Neugierde heraus als Versicherungsdetektiv dennoch tut. Die Bezeichnung „Thriller“ hat dieses Buch absolut verdient.

Klappentext:

Auf der Suche nach einer spurlos verschwundenen Kollegin wird der Wiener Privatermittler Peter Hogart nach Prag geschickt. Doch die Goldene Stadt zeigt sich Hogart von ihrer düstersten Seite: Mit seinen Ermittlungen sticht er in ein Wespennest und hat binnen Stunden nicht nur eine Reihe äußerst zwielichtiger Gestalten, sondern auch die gesamte Prager Kripo gegen sich aufgebracht. Nur die junge Privatdetektivin Ivona Markovic, die gerade eine Reihe bizarrer Verstümmelungsmorde untersucht, scheint auf Hogarts Seite zu stehen. Als die beiden bei einem Anschlag nur knapp dem Tod entrinnen, wird klar, dass es eine Verbindung zwischen ihren Fällen geben muss. Und dass ihnen die Zeit bis zum nächsten Mord davonläuft

Eigentlich ist Peter Hogart in Prag um einen Versicherungsbetrug aufzudecken, denn das ist sein eigentlicher Auftrag. Dabei gerät er aber unfreiwillig in eine Mordserie hinein, in die auch seine spurlos verschwundene Kollegin verwickelt ist.

Durch seine Neugierde und etwas unkonventionelle Art an den Fall heranzugehen, schliddert Peter Hogart mehr ungewollt als geplant in Dinge, die für einen Versicherungsdetektiv eigentlich ein paar Nummern zu hoch erscheinen. Aber es ist nun mal seine spezielle Art, dass er, obwohl er um die Gefahren weiß, dennoch nicht davon ablässt.

Bei alledem gerät er an die verschiedensten Personen, wovon die meisten eher dem Prager Untergrund zuzuordnen sind. Aber es gibt dann doch eine Bekanntschaft, mit der er sich in die Aufklärung der Mordserie stürzt, obgleich ihm von mehreren Seiten, bzw. eigentlich allen Seiten, nahegelegt wurde, Prag wieder zu verlassen.

Er handelt anders und irgendwie auch nachvollziehbar, wenn auch der gesunde Menschenverstand der Aufforderung wohl nachgekommen wäre. Doch was er mit seiner Bekanntschaft ermittelt ist wahrlich mehr als unerwartet.

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Die Charaktere in diesem Buch sind sehr durchdacht und wirken meiner Meinung nach sehr authentisch. Irgendwie kann man die Entscheidungen von Peter Hogart durchaus nachempfinden; aber auch jene der anderen Personen. Insgesamt hat jede Figur, die einen längeren Part in der Geschichte einnimmt, eine spezifische und sehr interessante Rolle, die durch die Umgebung und Charaktereigenschaften, sowie deren Handlungen noch interessanter werden.

Auch die Art des Schreibens und Erzählens ist angenehm. Der Schreibstil wirkt abwechslungsreich und flüssig und trotz vieler ausschweifender Beschreibungen finde ich nicht, dass es dabei zu Langeweile kommt. Dadurch kommen die oben beschriebenen Charaktere noch besser zur Geltung.

Das Ganze wird durch die immer spannender werdenden Ereignisse, welche auch so nicht vorhersehbar sind, ständig im Spannungslevel erhöht. Es gibt zwar wiederkehrende Atempausen, aber die werden insbesondere zum Ende hin rar.

Letztlich ist es für mich ein Thriller, der auch wirklich einer ist und mit dem Handlungsablauf sehr lesenswert wird. Gerade die Tatsache, dass die Hauptfigur nicht aus den Reihen der Polizei kommt und eigentlich auch nicht an der Aufklärung dieser Mordserie beteiligt sein sollte und sich dennoch einmischt, ist eine Empfehlung wert.

Rezension zum Buch „Warriors of the Underground – Rebellion“ von Aleks G. – spannende Dystopie mit Panem Elementen

Facebook Gruppen sind durchaus auch ein Weg um auf Bücher aufmerksam zu werden. Insbesondere dann, wenn diese im Selbstverlag erscheinen und kaum beworben werden können. So kam ich zu dieser interessanten Dystopie einer finsteren Zukunftsversion unserer Welt, welche mit vielen Elementen, bzw. Parallelen aus den Tributen von Panem aufwartet.

Warriors oft he Underground – Rebellion“ von Aleks G. im Selbstverlag.

Genre: Dystopie, Fantasy

Das Buch erstreckt sich über 442 Seiten und behandelt eine nicht undenkbare Version der menschlichen Zivilisation nach dem nächsten großen Weltkrieg. Es erschien bereits am 27.08.2017 im Selbstverlag. Meine Lesedauer betrug ca. 9,5 Stunden.

Der volle Name der Autorin ist Aleksandra Gvozdenovic. Für mich persönlich ist dieser jetzt nicht so schwierig, aber „Aleks G.“ dürfte für jedermann einprägsamer sein.

Klappentext:

Wenn sie Dir alles nehmen, was Du hast, kämpfe bis zum bitteren Ende – kämpfe für die Freiheit!

Rose lebt mit ihrer kleinen Schwester im Untergrund, einer Welt voller Dunkelheit und Angst, Schmerz und Leid, Kälte und Hass. Wie jeder Dreier schuftet sie hart im Untergrund, um den Einsern und Zweiern an der Oberfläche ein luxuriöses Leben zu bescheren. Doch dann geschieht etwas, was ihr Leben aufrührt, und sie entscheidet sich dazu sich den Rebellen anzuschließen, einer Gruppe von Widerstandskämpfern, die sich gegen die brutale Herrschaft der Einser auflehnen. Rose bleibt nicht mehr viel Zeit, denn die Einser verfolgen bereits einen mörderischen Plan, um ihre Untergeordneten zu noch größeren Sklaven zu machen…

Bevor ich mich der eigentlichen Thematik in diesem Buch zuwende, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass die Autorin in diesem Buch auch eigene Erlebnisse und Erfahrungen verarbeitet und niederschreibt.

Die vielen Parallelen, die an die Tribute von Panem erinnern, sind deutlich, aber passen sehr gut zu dieser Geschichte, die keinen Abklatsch darstellt, sondern eine eigene Geschichte ist. Parallelen heißen schließlich nicht, dass eine 1 zu 1 Übernahme erfolgt.

Einige dieser Parallelen sind unter anderem, dass die neue Weltordnung die Menschen in drei Bevölkerungsgruppen unterteilt. Wobei die „Einser“ alle Rechte und allen Reichtum haben, den man sich vorstellen kann, während die „Dreier“ unter der Erde leben und niedere Arbeiten gegen einen Hungerlohn verrichten müssen. Eine weitere Parallele ist die weibliche Protagonistin, die eine jüngere Schwester hat, sowie auch das Zeichen der Rebellion, welche einen weißen Vogel darstellt, den man schnell mit dem Spotttölpel assoziieren kann und natürlich die Rebellion selbst.

Die Autorin hat einen sehr normalen und einfachen Schreibstil und lässt, in Form ihrer Protagonistin, auch gerne einmal Kraftwörter im Text auftauchen. Das entspannt den engen Blocktext, der anfangs ein wenig erdrückend wirken kann. Außerdem scheint die Autorin sehr viel Wert darauf zu legen die Umwelt als auch die Emotionen ihrer Hauptfigur bestmöglich zu beschreiben. Das gelingt ihr auch sehr gut und hat mich damit auch immer wieder in meiner eigenen Gefühlswelt erreichen können. Ob es nun mitfühlen, trauern oder hassen ist, immer wieder habe ich mich genau bei diesen Gefühlen ertappt.

Die Geschichte baut sich langsam auf und man wird von Beginn an in die erdrückende und durchaus auch sehr traurige Welt der „Dreier“ eingeführt, in welcher sich Rose Dalton, unsere Hauptfigur, zurechtfinden muss. Es mag während des Lesens zwar wenig spannend wirken, erfüllt aber den Zweck ein sehr gutes Bild vom Leben der Untergrundmenschen zu bekommen. Diese sind der forschen Unterdrückung und Willkür der Übergeordneten „Einser“ ausgesetzt, welche sich immer wieder neue Regeln und Gesetze einfallen lassen, um das niedere Volk malträtieren zu können. Selbst von spontaner Folter und auch Hinrichtungen wird Gebrauch gemacht, damit die armen Menschen, die das Tageslicht nur vom Hörensagen kennen, unterjocht werden.

Nachdem Rose zu allem Unglück auch beide Elternteile verloren hat, muss sie nicht nur für sich, sondern auch für ihre jüngere Schwester sorgen. Häufig muss sie dabei alles in den Hintergrund stellen und unter widrigen Umständen arbeiten, damit sie die brüchige Hütte erhalten und ein wenig Nahrung bekommen kann.

Über einen Zufall, der ihr das Leben rettet, kommt sie in Kontakt mit den Rebellen, denen sie sich nach langer Überlegung und viel Zweifel, anschließt.

Nun hat man als Leser einen sehr genauen Eindruck über die Lebensumstände der Menschen, die im Untergrund leben müssen und kann – so ging es zumindest mir – verstehen, was die Gründe für den Aufstand, die Rebellion, sind. Ab diesem Moment beginnt auch das Spannungslevel der Geschichte immer wieder anzusteigen und abzuflachen.

Während die Rebellen ihre Pläne schmieden und diese versuchen umzusetzen, erleben sie und Rose Erfolge, Rückschläge, aber auch Verluste. Insbesondere die Gefühlswelt, die die junge Rose umgibt, wird häufig beschrieben, was meines Erachtens nach, eine sehr bildhafte Darstellung der Situationen und Emotionen bietet.

Auch das Ende dieser Geschichte ist geschickt geschrieben, denn die Situation ist gewiss noch lange nicht abgeschlossen. So muss der Leser, ob er will oder nicht, auf den zweiten Teil warten. Bis dahin darf sich der Leser durchaus darüber Gedanken machen, ob diese beschriebene Welt, nicht vielleicht schon jetzt begonnen hat.

Auf jeden Fall eine tolle Dystopie, die mir Freude bereitet hat. Ich warte nun ungeduldig auf die Fortsetzung, denn schließlich habe ich Rose in mein Herz geschlossen und möchte ihr, wenn auch nur als Leser, bei ihrem weiteren Werdegang beistehen.

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Buch-Rezension zu „Targa – Der Moment, bevor Du stirbst“

Der Penguin-Verlag hat mich mit diesem Rezensionsexemplar sehr überrascht, denn ich hatte nicht wirklich damit gerechnet, als ich es angefragt hatte. Vielen lieben Dank hierfür.

Targa – Der Moment, bevor Du stirbst“ von Barbara und Christian Schiller (B. C. Schiller) aus dem Penguin Verlag der Random House Verlagsgruppe.

Genre: Thriller

Dieser Thriller auf insgesamt 395 Seiten erschien bereits am 10.07.2017 und ist ein interessantes Werk, das ich in ca. 6 Stunden gelesen habe. Die Geschichte schließt mit einem so genannten „Cliffhanger“ ab, der eine Fortsetzung verspricht.

Klappentext:

Niemand kommt dem Bösen so nahe wie sie.

Targa Hendricks hat keine Freunde, keine Liebe, nichts zu verlieren. Doch vor allem hat sie keine Angst – und genau das macht sie so verdammt gut in ihrem Job. Denn als Undercover-Ermittlerin einer Sondereinheit des BKA ist es ihre Aufgabe, Serienkiller auf frischer Tat zu überführen, und dazu gibt es nur zwei Wege: Targa muss sich einem Mörder ausliefern – oder ihn glauben lassen, sie sei wie er.

Falk Sandman ist Hochschuldozent, charismatisch, clever und besessen von den letzten Worten Sterbender – seiner Opfer. Eines Tages trifft er eine junge Frau, die sich für seine dunkle Seite interessiert. Sie will von ihm lernen, und Sandman fasziniert ihr gefühlloses Verhalten. Zunächst ist er skeptisch, doch allmählich vertraut er ihr.

Ein tödliches Spiel beginnt. Wer wird gewinnen?“

 

Bereits im Klappentext werden beide Hauptfiguren dieses Thrillers vorgestellt. Auf der einen Seite Targa Hendricks und auf der anderen Falk Sandman, der Serienmörder. Es ist aber gar nicht so schlimm, dass wir die beiden wichtigsten Personen schon kennen, bevor das Buch überhaupt aufgeschlagen wurde.

Das Buch ist unterteilt in drei Abschnitte. Im ersten erfahren wir grundlegende Dinge über Targa, ihr Leben und was sie so besonders macht. Aber natürlich erfahren wir gleichermaßen über Falk Sandman, wie er seine Opfer findet und auswählt und was ihn bei den Morden am meisten befriedigt.

Im zweiten Teil beginnt die Undercover-Ermittlung, die beide Hauptfiguren zueinander führt. Dass dies nicht ganz ungefährlich ist, ist dabei von Beginn an klar. Dennoch ist es faszinierend zu lesen wie sich Targa das Vertrauen des Serienmörders erarbeitet und durch ihre gefühlskalte Art, die Teil von ihr ist, Teil seiner perfiden Pläne und Gelüste wird.

Der Abschluss ist natürlich der spannendste Teil und hier überschlagen sich die Ereignisse beinahe, so dass der Leser mit und sogar um Targa zittern muss.

 

Targa führt ein eher unscheinbares Leben und wohnt in einem alten VW-Bus. Die meiste Zeit davon auf einem Campingplatz in Berlin. Es gefällt ihr und sie möchte auch gar nicht anders leben. Ihr treuer Begleiter ist ein großer gehörloser Hund, der ihr überaus wichtig ist. Das erkennt auch Falk Sandman und als sich beide schon vertrauter sind, entwickeln sich sogar kleine Psychospielchen zwischen beiden.

Es gibt zu dieser Haupthandlung noch eine Nebenhandlung, die sich um einen Schwerverbrecher dreht, der in einem Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert ist. Anfangs ist es unklar, wie dieser in die Geschichte passt, jedoch gibt es eine Verbindung zu Targa. Er schafft es sogar von der Insel, auf der sich das Gefängnis befindet, zu fliehen und findet Targa.

 

Beide Autoren haben einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, der sehr schön durch die Geschichte führt. Die Kapitel sind recht kurz, was die Story schnelllebig macht und es ermöglicht, auch mal nur ein paar Seiten zu lesen, wenn die Zeit knapp ist.

Zu Beginn gibt es einen kurzen Blick in die Vergangenheit, der sich im Verlauf als Targas Tag der Geburt herausstellt. Des Weiteren sind es drei parallel verlaufende Geschichten, die bis zum Schluss zusammenkommen und zu einer werden. Der Fokus ist selbstverständlich auf Targa Hendricks und Falk Sandman gelegt, während der Inhaftierte nur ab und an auftaucht.

Die relativ kleine Schriftgröße war anfangs etwas unangenehm für mich, aber daran kann man sich schnell gewöhnen. Die Spannungselemente, die diesen Thriller ausmachen, sind recht schnell vorhanden. Diese steigern sich kontinuierlich, bis sie am Schluss den Höhepunkt erreichen.

 

Mir gefiel diese Art des Thrillers mit der ungewöhnlichen Undercover-Agentin Targa Hendricks. Schreibstil als auch Idee der Story sind so gestaltet, dass man einfach weiterlesen muss. Ich war positiv überrascht und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, denn das Ende ist ein genialer Cliffhanger.

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Buch-Rezension zu „Blutroter Sonntag“

Mein erstes offizielles Rezensionsexemplar, das man mir zukommen ließ. An dieser Stelle natürlich vielen Dank an den C. Bertelsmann Verlag aus der Random House Verlagsgruppe für dieses Rezensionsexemplar.

Blutroter Sonntag“ von Nicci French aus dem C. Bertelsmann Verlag. Der englische Originaltitel lautet „Sunday Morning Coming Down“. Übersetzt von Birgit Moosmüller.

Genre: Thriller, Krimi

Auf insgesamt 448 Seiten erstreckt sich diese spannungsgeladene Geschichte, die in sich abgeschlossen ist. Meine Lesedauer betrug ca. 10,5 Stunden. Wichtig ist zu sagen, dass dies der siebte Band um die Hauptfigur Frieda Klein ist, der aber unabhängig von den vorhergehenden Büchern gelesen werden kann. Erschienen ist es am 30.10.2017.

Übrigens ist Nicci French das Pseudonym für das Autorenehepaar Nicci Gerrard und Sean French.

Klappentext:

In dem gemütlichen Heim von Psychoanalytikerin Frieda Klein wird die Leiche eines Privatdetektivs gefunden … War Friedas Erzfeind und obskurer Beschützer Dean Reeve der Mörder? Dann überschlagen sich die Ereignisse: Jemand trachtet Frieda nach dem Leben, doch zuvor versucht er sie einzuschüchtern. Ihre Nichte Chloe, Freund Jack, der schwer krebskranke Reuben und Josefs kleiner Sohn – sie alle werden Opfer von Anschlägen. Die Polizei tappt im Dunkeln, aber Frieda ist bald klar, dass die Verbrechen nicht Reeves Handschrift tragen. Doch wer ist der Unbekannte, der ihm nacheifert?
Ein atemloser Thriller, in dem Frieda sich von ihrer verwundbaren Seite zeigt – denn es sind alle bedroht, die sie liebt…

Wenn jemand nicht unbedingt selbst lesen, sondern das Ganze lieber als Hörbuch vorgelesen bekommen möchte, kann dies bei audible tun. Dort gibt es sogar eine Hörprobe zu diesem Titel.

Wie erwähnt, lässt sich dieser Thriller, auch ohne die vorherigen Bände zu kennen, lesen. Zwar ist es sicherlich hilfreich, die Hauptfiguren in der Handlung bereits zu kennen, jedoch ist dies keine Voraussetzung, um sich schnell in dieses Buch mit ihren unterschiedlichen Figuren hineinzufinden. Diese werden optisch und charakterlich bereits zu Beginn sehr gut beschrieben, so dass es keine Unklarheiten gibt.

Die Story beginnt schon mal relativ heftig. Schließlich wird eine zu verwesen beginnende Leiche unter dem Fußboden in der Privatwohnung von Frieda Klein, der Hauptfigur, gefunden. Ab diesem Moment beginnen die Ermittlungen, insbesondere in Richtung eines gewissen Dean Reeve, der bereits in früheren Büchern für jede Menge Sorgenfalten und unruhige Nächte bei Friede Klein gesorgt hat.

In der Folge werden Freunde von Frieda entführt oder auch ins Krankenhaus geprügelt, selbst ein weiterer Mord bleibt nicht aus. Ist es erneut Dean Reeve, der sich auf diese obszöne Art und Weise in das Leben von Frieda Klein mischt, oder doch ein Nachahmungstäter? Das wird im Verlauf der Geschichte gelöst. Dabei spielen die Fähigkeiten von Frieda als Psychoanalytikerin eine entscheidende Rolle.

Der Schreibstil, bzw. die Übersetzung, ist sehr gut und flüssig, was einem das Lesen der langen Geschichte erleichtert und nicht behäbig durch das Buch führt. Das ist sehr schön gelungen.

Die einzelnen Kapitel sind recht kurz und knackig gehalten. Auf diese Weise wirkt die Geschichte auf mich schnelllebig und führt auch dazu, dass man auch mal nur ein paar Seiten lesen kann, wenn die Zeit knapp bemessen ist.

Es ist ein klarer Verlauf in der Geschichte festzustellen, die auf mehrere Schauplätze verteilt ist. So handelt natürlich der Großteil von Frieda Klein, aber auch die Polizeiarbeit, die Arbeit von Journalisten und auch das Leben der Freunde, werden in separierten Stücken abgehandelt. Dies rundet die gesamte Geschichte ab.

Auch das Spannungslevel ist prinzipiell permanent vorhanden, da immer wieder etwas Neues passiert und sich die Ermittlungen und Friedas Gedanken stets um den Fall, bzw. die Ereignisse, drehen.

Manche Ereignisse mögen zu erwarten sein, während andere unerwartet über den Leser einbrechen. Das Ende war für mich ein erwartetes Ereignis, wenngleich der Schlusspunkt mit einem sogenannten Cliffhanger gesetzt wurde, der ein weiteres, spannendes Buch versprechen sollte.

Insgesamt fand ich diesen Krimi sehr interessant, ohne die vorherigen Bücher zu kennen. Es fiel mir leicht in die Geschichte herein zu finden und die agierenden Personen vor meinem geistigen Auge zu sehen. Selbst ein leichtes Hassgefühl gegenüber einer bestimmten Person im Buch konnte ich feststellen. Gelungen und lesenswert. Wie das wohl zu Ende gehen wird…?

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Frankfurter Buchmesse – (M)eine Zusammenfassung

Einmal noch die Frankfurter Buchmesse revue passieren lassen. Das Erlebte und die erworbenen Bücher ebenfalls sortieren. Das ist nun etwas einfacher, da ich endlich auch mal wieder länger als vier oder fünf Stunden schlafen konnte. Hallo Energie, da bist Du ja wieder.

Natürlich verweise ich auch heute auf die Bildergalerie – bitte >>HIER<< klicken.

Da dies meine erste Buchmesse war, hatte ich ehrlich gesagt noch keine Vorstellung davon wie groß diese tatsächlich ist. Sicher hat der Hallenplan, den die Veranstalter der Buchmesse bereitstellen, schon eine Idee hinterlassen, jedoch sieht die Realität dann doch noch ganz anders und viel größer aus.

Deswegen bin ich im Nachhinein wirklich sehr froh darüber, dass ich an allen der fünf Tage dort sein konnte, um auch wirklich mal alles zu erkunden. Die Zeit braucht man dafür tatsächlich. Es war schließlich nicht so, dass ich nur an den Ständen der Aussteller vorbeigelaufen bin und mir „Aha“ dachte, sondern auch immer wieder gerne stehenblieb um mir die Bücher und Informationen anzusehen.

Ohne genau nachzurechnen, was auch schwierig wäre, habe ich wohl ungefähr 24 Stunden, also einen ganzen Tag, als Besucher auf der Buchmesse verbracht. Das mag schon viel klingen, ich bin mir aber sicher, dass die Aussteller natürlich noch mehr Zeit dort verbracht haben.

Apropos Aussteller. Die internationale Vielfalt an Ausstellern und Verlagen ist beeindruckend. Mit dieser Menge an Ausstellern und dementsprechend auch Ständen habe ich wirklich nicht gerechnet. Dafür ist es umso schöner, dass dies so ist.

Neben einer Vielzahl an Büchern aus allen denkbaren Genres gab es auch viele interessante Vorträge, Lesungen, Podiumsdiskussionen und auch Fernsehinterviews mit Prominenten. Aber selbst wenn man jeden Tag vor Ort sein kann ist es kaum möglich an all diesen Veranstaltungen teilzunehmen.

Schön waren für mich natürlich auch die vielen Gespräche, die ich mit Autoren, Verlagsmitarbeitern und noch anderen Menschen geführt habe. So vergeht natürlich die Zeit wie im Fluge. Oder noch schneller. So viele sympathische freundliche Menschen, die trotz all dem Messestress immer noch ein Lächeln auf den Lippen tragen. Aller Ehren wert.

Dass es am Wochenende noch voller und bunter wurde, gerade durch die vielen tollen Kostüme und Verkleidungen der Cosplayer, gab der Buchmesse noch einen zusätzlichen Charme. Auf der einen Seite wirkt es so, als würden zwei Welten aufeinanderprallen. Auf der anderen Seite sind diese beiden Welten doch miteinander verknüpft. Insbesondere das tolle Cosplay von Cira Las Vegas zum Buch Nevernight zeigte dies sehr gut.

Und das aller Wichtigste natürlich waren und sind die Bücher. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich zuletzt eine größere Menge an Büchern erworben habe. Wobei sich die Bezeichnung „größere Menge“ auf maximal fünf Bücher begrenzen würde. Doch während der Buchmesse kamen insgesamt 38 zusammen. Lesestoff für die nächsten Monate. Ich freue mich wirklich über jedes einzelne Buch und noch ein klein wenig mehr über jene, die eine Widmung oder zumindest eine Signierung des Autors haben.

Übrigens hat diese Vielzahl an Büchern dazu geführt, dass ich meine Schränke seit längerer Zeit mal wieder auf- und umgeräumt habe. Ein netter Nebeneffekt, denn nun sehen die Schränke, bzw. die Regale, viel interessanter und schöner aus.

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Frankfurter Buchmesse – 15.10.2017 (Halle 3, 6 und die Deutsche Cosplay Meisterschaft)

Der letzte Tag der Frankfurter Buchmesse 2017. Es war voll, sehr voll. Viele Besucher und Cosplayer waren an diesem Tag zur Buchmesse gekommen. Wenn ich mich nicht täusche, dann war es der Tag mit den meisten Besuchern auf der Messe.

Natürlich verweise ich auch heute auf die Bildergalerie – bitte >>HIER<< klicken.

Ziemlich müde und auf Reserve laufend machte ich mich ein letztes Mal auf den Weg zur Buchmesse. Der Andrang war groß. Insbesondere an der Sicherheitskontrolle des Haupteingangs war die Warteschlange sehr lang. Als ich diese schließlich passiert habe, ging ich schnellen Schrittes in Richtung Halle 3. Auf meinem Weg sah ich viele Cosplayer und ein paar davon habe ich auch fotografiert. Ein klasse Mercy Kostüm war der erste Blickfang, den ich auf Bild festgehalten habe.

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Mercy – Spiel: Overwatch

Allmählich verschwand auch meine Müdigkeit und so fand ich auch den Weg in meine Lieblingsmessehalle. Dort war es sehr voll. An den Ständen war überall etwas los und voran kam man nur im Schneckentempo. Aber meine Ziele an diesem Tag waren klar definiert. Ich hatte übrigens meinen kleinen Einkaufswagen mit dabei, weil ich wusste, dass ich noch ein paar Bücher erwerben wollte. Ausserdem hatte ich keine große Lust die Bücher den ganzen Tag zu tragen. Jedenfalls erreichte ich den Stand des Sternensand Verlags und war erfreut darüber, dass die Dame mit den knallroten Haaren auch wieder am Stand war. Vielleicht erinnert ihr euch? Über Facebook stellte sich nämlich heraus, dass die junge Dame ebenfalls Autorin ist. Es handelte sich um Fanny Bechert, die ebenfalls mehrere Bücher geschrieben hat, welche selbstverständlich auch zu kaufen waren.

Nachdem ich auch schon von ihr erkannt wurde, ergab sich erneut ein sehr freundliches Gespräch mit Fanny Bechert. Gespräche mit ihr sind stets freundlich und sympathisch und sie lächelt sehr viel. Und das trotz der stressigen Umgebung. Wir kamen beide zu dem Schluss, dass es gar nicht so verkehrt wäre, wenn Bilder mit Namen der Autoren ebenfalls am Stand hängen würden. So hätte ich zum Beispiel auch gewusst, dass sie Autorin ist. Nichts desto trotz nahm ich gleich ganze vier Bücher von ihr mit, die sie auch gleich signierte. Merci an die Dame mit den knallroten Haaren.

FFMBM201715 (4 von 43)
Fanny Bechert

Die Bücher „Countdown to Noah“ Band 1 und Band 2 (Band 2 im exklusiven Vorverkauf auf der Frankfurter Buchmesse)

Die Bücher „Elesztrah“ ebenfalls Band 1 und Band 2

Der einzige kleine Wehrmutstropfen am Stand des Sternensand Verlags war, dass Jasmin Romana Welsch gerade nicht vor Ort gewesen ist. Da hatte ich doch extra noch das Buch „Absolution“ von ihr dabei, um es signieren lassen zu können. Aber sie sollte nochmal an den Stand kommen.

Also später noch einmal den Stand ansteuern und hoffen, dass das Timing passt. Ich ging also weiter in Richtung des Standes von Greenlight Press. Ja, mein zweiter Lieblingsstand dieser Messe. Aber genau am Stand davor blieb ich stehen, denn mir fiel etwas ins Auge. Ein Buch mit schwarzem Cover, zwei orange leuchtenden Augen und dem Titel „The wild Hunt“. Es handelt sich um den Verlag „Papierverzierer“ aus Essen. Zwar ist mir dieser Stand vorher schon durch die sehr einschlägigen Slogans aufgefallen, zog mich aber bis dahin nicht so sehr an. Zum Glück änderte sich das spontan. Ach ja, ein Slogan ist „Wir haben den besten Stoff“. Wenn das mal nicht zu Frankfurt passt. Ehm ok, falsches Thema. Jedenfalls las ich mir durch, um was es in diesem Buch geht. Praktisch im selben Moment wurde ich von einer jungen Dame angesprochen, die nach den Genres fragte, die mich interessieren. Nun, diese sind Fantasy, Psychothriller und durchaus auch Horror. Da meinte sie nur, dass ich dann schon das richtige Buch in der Hand hielt. Wie passend, dass auch gerade der Autor des Buches M.H. Steinmetz zurück an den Stand kam. Auch er skizzierte kurz den Inhalt des Buches und nun, ein Spontankauf. Aber ich denke, dass sich dieser lohnen wird. Vielen Dank Herr Steinmetz für die Signatur des Buches.

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M.H. Steinmetz

Das Buch „The Wild Hunt

Nach dem Spontankauf, der noch meine Nerven kitzeln wird, begab ich mich einen Stand weiter. Da war ich nun bei Greenlight Press und konnte mich, wenn auch nur kurz, mit Farina De Waard unterhalten. Ich hatte mir nämlich vorgenommen an diesem Stand ein weiteres Buch zu kaufen. Aber auf Empfehlung. Nun hatte ich in den letzten Tagen bereits alle vier vorhanden Bücher von Farina De Waard erworben, so dass sie mich an ihre Autorenkollegin Luzia Pfyl verwies. Da sie bereits wusste, dass ich weder Liebes- noch Romantikromane favorisiere, gab sie mir ihr Buch mit dem Titel „Frost & Payne“ in die Hand. Eine Geschichte mit Steampunk Hintergrund. Zum Glück weiß ich was das ist, sonst hätten sich über meinem Kopf sehr viele Fragezeichen gebildet. Ich hätte durchaus das Buch aufschlagen und reinlesen können, aber mir genügte die Information, die sich auf der Rückseite befand. Sie erzählte noch kurz über den Inhalt des Buches, so wie der angedachten Fortsetzung. Also nur grob, was es mit den beiden Hauptcharakteren auf sich hat. Dies genügte mir absolut um auch dieses Buch zu kaufen. Es wurde von ihr ebenfalls signiert. Vielen lieben Dank hierfür.

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Luzia Pfyl

Das Buch „Frost & Payne – die Jagd beginnt

Schon zu diesem Zeitpunkt erwies sich die Entscheidung, dass ich das Einkaufswägelchen mitnehme, als weise Wahl. Da waren es deren Bücher schon sechs. So ging das Wandern durch Halle 3 zum nächsten Stand weiter. Auch ein eher kleinerer Stand. Aber klein heißt nicht schlecht. Am Vortag hatte ich bereits zwei interessante Bücher entdeckt, die ich an diesem Sonntag ebenfalls erwerben wollte. Es dauerte trotz des kurzen Weges einige Zeit bis ich den Stand des Frankfurter Mantikore-Verlages erreichte. Auch dort kam ich mit einer sehr freundlichen jungen Dame ins Gespräch, welches am Ende recht ausgedehnt war. Ganz beiläufig wurden auch die Bücher mit den Titeln „Opfermond“ und „Das Relikt der Fladrea“ gekauft. Wie wunderbar, dass auch beide Autoren am Stand waren und die Bücher signieren konnten. Also eigentlich war zuerst nur Dominik Schmeller am Stand, aber durch das lange Gespräch verging genügend Zeit, dass auch Elea Brandt zurück an den Stand kam. Perfekt, denn so konnte ich mir einen Weg sparen. Vielen Dank an beide Autoren für die Signatur ihrer Bücher.

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Dominik Schmeller
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Elea Brandt

Das Buch „Das Relikt der Fladrea“ von Dominik Schmeller

Das Buch „Opfermond“ von Elea Brandt

Mein nächster Weg führte mich in Halle 6 und mir ist klar, dass das, was jetzt kommt, für gespaltene Meinungen und Ansichten führt. Aber das ist auch in Ordnung. Am Stand des Verlages von L. Ron Hubbard kaufte ich die Bücher „Dianetik“ und „Dianetik – die Entwicklung einer Wissenschaft“. Mir ist seit der Buchmesse bewusst, wer dieser Mann war und dass er der Gründer von Scientology ist. Gewiss bin ich dieser Organisation eher skeptisch als offen eingestellt, aber vielleicht sind die Bücher aus wissenschaftlicher Sicht und nicht aus religiöser interessant. Zumindest wollte ich diesen beiden Büchern eine Chance einräumen.

Von Halle 6 bis zum Congress Center war es nun auch nicht mehr weit. Dort fand das Finale der Deutschen Cosplay Meisterschaft statt. Ich machte mich also mit meinem Wägelchen auf den Weg und kam auch kurz vor halb zwei im Saal Harmonie an. Sehr praktisch, denn genau zu dieser Zeit sollte es auch losgehen. Weil ich mit meinem Wägelchen nicht sonderlich weit nach unten gehen wollte, blieb ich relativ weit oben und nahm Platz.

Wenige Minuten später ging es auch tatsächlich los. Die ersten verkleideten jungen Menschen waren auf der Bühne und präsentierten die Jury als auch die beiden Moderatoren. Einer von beiden war als Luigi verkleidet während der andere entweder nicht verkleidet war oder sich dafür entschieden hatte ein Cosplay als Moderator zu machen.FFMBM201715 (13 von 43)

Es wurde erklärt, dass insgesamt 20 Starter um den Sieg und damit um den Titel „Deutscher Cosplay Meister“ 2017 antreten würden. Leider waren zwei der Startet nicht anwesend, weswegen lediglich 18 Starter, bzw. 36 Teilnehmer, am Start waren.

In diesem Jahr war es so, dass die Meisterschaft ein „Paarwettbewerb“ war, was nicht bedeutet, dass die Paare aus Männlein und Weiblein bestehen mussten.

Zwei Stunden lang hatte ich mir Zeit genommen um mir den Wettbewerb anzusehen. Der Saal war auch sehr gut mit Zuschauern gefüllt, was die Cosplayer sicherlich sehr gefreut hat.

Ich hatte keine spezielle Vorstellung davon, wie dieser Wettbewerb ablaufen würde. Irgendwie hatte ich mir vorgestellt, dass es wie bei einem Modelwettbewerb ablaufen könnte. Nach der Reihe präsentiert jeder sich, sein Kostüm und seinen gewählten Charakter und wird bewertet.

So war es dann aber nicht. Selbstverständlich kamen die Teilnehmer in ihren Kostümen heraus aber sie machten auch eine Präsentation. Ob es nun in Form eines Musicals mit Tanz oder eine kinoreife Inszenierung einer Szene aus dem Spiel / Film usw. war, konnte man sehr gut erkennen, dass sich die Paare ausgiebig auf dieses Finale vorbereitet haben. Das Nähen und Erstellen der Kleidung / Kostüme und das Einstudieren der Aufführung, so dass auch der Charakter zur Geltung kommt, ist sicherlich ein großer Zeitaufwand. Davor ziehe ich meinen Hut. Es war wirklich sehr spannend und schön, sich die Aufführungen und Interpretationen der Charaktere anzusehen. Obwohl ich gestehen muss, dass ich eigentlich keine der dargestellten Charaktere, Filme oder Spiele kannte. Abgesehen von der allerersten Aufführung, bei der es um Heidi ging. Nein, nicht Heidi Klum, sondern Heidi, Deine Welt sind die Berge…

Wirklich schade war, dass ich mir nicht die ganze Entscheidung ansehen konnte. Ich hätte schon gerne vor Ort gewusst, welcher der schönen Auftritte den Titel für sich entschieden hat. Diese Information musste ich mir dann zu Hause im Internet holen:

  1. Platz: Deutsche Cosplaymeister 2017: Linda C. und Miriam S. als Sarah und Graf von Krolock aus Tanz der Vampire
  2. Platz: Deutsche Vizemeister 2017: Sabrina G. und Christina F. als Ciel und Madame Red auf Black Butler
  3. Platz: Maria D. und Sharina K. als Pazu und Sheeta aus Das Schloss im Himmel
  4. Platz: Nadine B. und Daniel B. als Grougaloragran und Nox aus Wakfu
  5. Platz: Michella M. und Annemarie M. als Chizuru Yukimura und Toshizou Hijikata aus Hakouki Shinsengumi Kitan

Bestimmt befinden sich in meiner Galerie (hier klicken) auch Bilder von den Cosplays. Wenn auch aus der Ferne, jedoch kann man die Bilder durch Anklicken vergrößern.

Warum hatte ich nicht die Zeit, mir den Entscheid anzusehen? Nun, es war so, dass am Stand der Fischer Verlagsgruppe ein Cosplay zum Buch „Nevernight“ stattfand, welcher von 14 bis 16 Uhr auf dem Programm stand. Auch das wollte ich keinesfalls verpassen, da ich dieses Buch ebenfalls mitnehmen wollte. Nun eilte ich also vom einen Cosplay zum nächsten und war froh, dass ich die junge Dame, die das Cosplay machte, noch da war.

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Cosplayerin / Model: Cira Las Vegas

Wirklich ein tolles Outfit, das dem Buchcover sehr ähnelte. Genau deswegen finde ich die Arbeit von professionellen Cosplayern so toll. Sie versuchen wirklich exakt so auszusehen, wie die Vorlage. Cira Las Vegas hat es jedenfalls sehr gut getroffen. Respekt hierfür.

Abgesehen vom Cosplay an diesem Stand, bzw. in diesem Bereich, war es sehr voll, da auch gleichzeitig noch eine Signierstunde abgehalten wurde. Dennoch schaffte ich es eines der letzten Bücher von Nevernight zu ergattern. Doch noch ein weiteres hatte bereits Tage zuvor mein Interesse geweckt. Das Buch mit dem Titel „Scythe“. Wie ich darauf kam, möchte ich auch mal erzählen, denn es ist doch etwas ungewöhnlich gewesen.

Irgendwann in den letzten Tagen war ich auch mal auf der Toilette und habe mir, so wie es sich gehört, auch die Hände gründlich gewaschen. Zwischen den beiden Spiegeln an den Waschbecken hing ein Poster des Covers von Scythe. Dieses Cover mit dem Sensenmann darauf ist natürlich durchaus etwas, das mich anspricht. An dem Tag hatte ich dann meine Planziele etwas verworfen und mir das Buch angesehen. Nun, wie auch bei anderen Büchern, war die Rückseite mit den Inhaltsinformationen so interessant, dass dies auf meine Einkaufsliste kam.

Das Buch „Nevernight – die Prüfung“ von Jay Kristoff

Das Buch „Scythe – die Hüter des Todes“ von Neal Schusterman

Nach dem Kauf der Bücher 11 und 12 an diesem Tag, erinnerte ich mich daran, dass ich nochmal an den Stand des Sternensand Verlags gehen wollte. Vielleicht war ja nun Jasmin Romana Welsch dort.

Also wieder hinein ins Gedränge und nach ein paar Minuten schaffte ich es dann auch zum gewünschten Stand. Und tatsächlich war sie da die gue Frau Welsch. Mittlerweile war insgesamt sehr viel los an diesem Stand und ich wurde, wen wundert es nch, abermals erkannt. Für ein kurzes Gespräch hatte sie aber Zeit, was mich sehr gefreut hat. Und das Signieren des Buches „Absolution“ war natürlich nur noch Formsache. Vielen lieben Dank Frau Welsch.

So endete die Buchmesse für mich mit sehr vielen Büchern, einem wunderbaren Erlebnis und der totalen Erschöpfung. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht so viel Neues und Interessantes zu sehen. Übrigens war „Absolution“ das erste Buch, das ich auf der Buchmesse entdeckte.

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