Fraport Skyliners Dance Team vom 19.12.2018

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Platz 2 bestätigt. Heimrecht in den Playoffs. Frankfurt Universe siegt gegen die Kometen aus dem Allgäu am 09.09.2018

Seit dem letzten Heimspiel gegen die Wildkatzen aus Kirchdorf war viel passiert. Unter anderem der recht amüsierende Punktabzug bei den Frankfurtern wegen der Insolvenzgeschichte. Warum amüsierend? Nun, die abgezogenen vier Punkte taten nicht wirklich weh. Zwar gab es an diesem Spieltag für die Gäste aus Kempten die theoretische Möglichkeit noch den zweiten Platz zu erobern, aber dazu hätten sie mit 60 Punkten Differenz gewinnen müssen. Zumindest bestand diese theoretische Möglichkeit auf dem Papier.

Aber noch etwas ganz Wichtiges vorab:

Der Sponsor der Frankfurt Universe mit dem Namen „Rosbacher“ zahlt allen Dauerkarteninhabern den Eintritt für das Playoff Spiel gegen die Berlin Rebels am 23.09.2018! Das ist eine tolle Geste!

+++++ Vorher stand hier noch eine kleine Frage, die sich aber aufgelöst hat. +++++ Nach der Insolvenz gab es keine Dauerkarten im eigentlichen Sinn mehr +++++ Es sind also jene Dauerkartenbesitzer gemeint (über 700), deren Dauerkarte aufgrund der Insolvenz ihre Gültigkeit verloren hat!+++++

Frankfurt Universe Cheerleader vom 09.09.2018

Frankfurt Universe – Allgäu Comets 09.09.2018

Auch wenn es an diesem Sonntag zunächst grau und bewölkt war, wurde es ein sonnig warmer Nachmittag auf dem Gelände der PSD Bank Arena. Also perfektes Wetter für Football und vorher natürlich auch für die Cheerleader, die sich erneut mit einer schicken Darbietung auf und vor dem Truck präsentierten. Was die Mädels so alles an Klamotten und Outfits in ihren Schränken haben müssen?! Völlig irre, da kann ich nicht mithalten, ich habe nur unzählige Bandshirts, die grob gesagt, immer gleich aussehen.SFUCheers090918-1

SFUCheers090918-18An diesem Tag hatten die vielen Damen Unterstützung. Auch da passte die Kleidung hervorragend. Sogar beim Catwalk gab es die Note 1, das will mal was heißen.

Es ist aber wie immer so gewesen, dass die Zeit durch die Veranstaltung Außen rum so schnell verfliegt, dass man sich wundern muss, wo sie denn geblieben ist. Hier etwas essen, dort etwas trinken, anschließend noch den Cheerleadern bei ihrer Performance zusehen und schon kann man sich auf seinen Platz im Stadion begeben.

Für mich hieß das aber an diesem Tag auf das Feld. Kein bequemes sitzen, sondern Bilder am Spielfeldrand machen. Doch zunächst waren ein weiteres Mal die Cheerleader da, die sich in Windeseile umgezogen haben müssen um eine weitere neue Aufführung zu präsentieren. Jedes Mal finde ich es beeindruckend, dass sie immer mit etwas Neuem ankommen, das so super einstudiert ist. Den Applaus hatten sie sich, wie jedes Mal, selbstverständlich verdient.SFUCheers090918-54

Folgend lief es aber etwas anders ab, als sonst, denn viele Jugendspieler und ehrenamtliche Helfer liefen durch den bekannten Helm auf das Feld. Es waren so viele, dass das Spalierstehen bis in die Teamzone der Gäste ging. So viele Menschen, die in den verschiedensten Bereichen mit der Universe zu tun haben. Daumen hoch! Da es nun so viele waren, mussten einige die Position wechseln und es kamen die Spieler der Universe aufs Feld. Also die erste Mannschaft, die der GFL. Es waren so gesehen schon viele Spieler da, wenn auch Jugendspieler; aber Spieler der Universe. Erst im Anschluss kamen dann auch mal die Gäste auf das Feld. Es war also alles ein bisschen anders.SFUAC090918-5

Gewohnter verliefen dann der Münzwurf und der Beginn des Spiels. Die Gäste hatten, wie zu Anfang erwähnt, die theoretische Möglichkeit noch den zweiten Platz in der GFL Süd zu erobern, wenn sie die heimischen Frankfurter mit mindestens 60 Punkten mehr vom Platz fegten. Dass diese theoretische Möglichkeit kaum in der Realität umzusetzen war, zeigte bereits das erste Viertel.

Zwar gelang es den Gästen eine 7:6 Führung herauszuspielen, nachdem die Universe nur zwei erfolgreiche Field Goals produzierte, aber lange durften sie sich daran nicht erfreuen. Nun kamen die Spieler der Universe in Fahrt und setzen mit zwei Touchdowns den Spielstand auf 20:7 und im zweiten Viertel mit zwei weiteren Touchdowns sogar auf 34:7.SFUAC090918-26

Die theoretische Chance für die Gäste war also spätestens mit Ende der ersten Halbzeit ad acta gelegt. Sie taten sich schwer mit der Frankfurter Verteidigung und dem starken Laufspiel der Hausherren. Zudem landeten einige Pässe in den Händen gegnerischer Spieler.SFUAC090918-36

Das Bild des Spiels veränderte sich auch in Halbzeit zwei nicht und es wirkte auch nicht so, als würden sich beide Mannschaften auf Gedeih und Verderb bekriegen wollen. Wozu auch? Keiner wollte unnötige Verletzungen riskieren, schließlich stehen die Playoffs vor der Tür.

Doch auch so kamen beide Mannschaften im Verlauf der zweiten Hälfte zu Punkten.  Drei Mal durfte Frankfurt und ein Mal die Gäste aus Kempten. Das führte zu einem Endstand von 55:14. Ein sehr deutliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass der Zweite gegen den Dritten gespielt hat.SFUAC090918-42

Viel interessanter als das eigene Spiel, war vor allem das Ergebnis aus Braunschweig. Denn in der GFL Nord waren die Plätze 1 bis 3 noch gar nicht fix. Als das Spiel in Frankfurt schon längst vorzeitig entscheiden war, hörte ich bei den Durchsagen der Ergebnisse aus Braunschweig genau hin. Dort lief es knapp und endete ganz unerwartet mit einem 28:28. Braunschweig und Dresden konnten oder wollten nicht gewinnen. Somit blieben beide auf ihren Plätzen; Braunschweig auf 1 und Dresden auf 2 und Berlin konnte, trotz zweier Siege gegen Braunschweig, nicht über den dritten Platz hinauskommen.

Damit heißt es am 23.09.2018 um 15 Uhr: Frankfurt Universe vs. Berlin Rebels. Do or Die – siegen oder Saison vorbei. Womit sich der Kreis in meinem Bericht schließt und wir wieder am Anfang bei Rosbacher sind. +++++ Vorher stand hier noch eine kleine Frage, die sich aber aufgelöst hat. +++++ Nach der Insolvenz gab es keine Dauerkarten im eigentlichen Sinn mehr +++++ Es sind also jene Dauerkartenbesitzer gemeint (über 700), deren Dauerkarte aufgrund der Insolvenz ihre Gültigkeit verloren hat!+++++

Wenn das Greifen nach dem letzten Strohhalm funktioniert. Bericht zum Spiel der Marburg Mercenaries gegen die Stuttgart Scorpions vom 26.08.2018

Nach dem tollen Erlebnis am Samstag in Solingen ging es für Marc und mich weiter nach Marburg. Sonnenschein und bestes Footballwetter erwarteten uns nach der gut 2,5 stündigen Anreise.

Oft und gerne sind wir in Marburg, denn die Stadt, die Umgebung, die Mannschaft und eigentlich alles ist dort sehr sympathisch. Der Spielort hat eine sehr angenehme Tribüne, der für die Verhältnisse einer Erstligamannschaft in einer Randsportart sehr passend ist. Ich persönlich hoffe, dass die Sportart über die Jahre ihr Nischen Dasein etwas verlieren und noch mehr Zuschauer anlocken wird.

Bilder: Marburg Mercenaries – Stuttgart Scorpions 26.08.2018

Bilder: Marburg Mascots Cheerleader 26.08.2018

Auch Christian war schon dort und so verging sich die Zeit bis zum Einlauf beider Mannschaften recht schnell. Die Gäste aus Stuttgart schienen dabei hochmotiviert und stellten sich, wahrscheinlich eher der Motivation geschuldet als gewollt, viel zu nah an der Mitte auf, als sie es sollten. Oder wollten sie sich doch einmal in groß und nah zeigen? Selbst wir Fotografen, die schon wussten, wie die Mercenaries einlaufen und wo sie sich aufstellen würden, hatten ein wenig Platznot.

MMStSc26082018-6Zwischendurch haben noch die Cheerleader eine kleine Aufführung gezeigt, aber nur vor der Tribüne, ehe es zum Einlauf der Mercenaries kam. Mittlerweile haben die Stuttgarter dann doch etwas mehr Platz gelassen und so konnte der Einlauf der Marburger problemlos funktionieren. Für einen kurzen Moment dachte ich, dass mich Stefan Conrad (Marburgs 78) einfach mal dezent umrennen würde. Doch er sprang dann doch noch zur Seite. Auch wenn ich in dieser Situation ein wenig das Verlangen hatte, selbst zur Seite zu gehen, wurde mir schon vor Monaten gesagt: einfach stehenbleiben. Nicht bewegen, die Spieler sehen Dich und werden schon an Dir vorbeilaufen.

Nachdem ich also das Einlaufen beider Mannschaften verletzungsfrei überlebt hatte, ging es an den angestammten Platz, die Sideline, um von Dort das Spiel zu beobachten und zu fotografieren.

Die Voraussetzungen für dieses Spiel waren klar: Marburg brauchte den Sieg um im Playoff Rennen weiter ein Wörtchen mit zu reden während die Stuttgarter nach dem letzten Strohhalm greifen wollten um nicht in die Abstiegsrelegation zu müssen.

Das Spiel begann dann aber für die Hausherren mit großen Schwierigkeiten. In der Offensive wollte nicht viel zusammenlaufen. Pässe kamen nicht an und auch Raumgewinne im Laufspiel waren Mangelware. Auch die Defensive, die noch immer seit dem Spiel gegen Frankfurt auf wichtige Spieler verzichten musste, hatte Müh und Not die Angriffs Bemühungen der Gäste aufzuhalten. In der Konsequenz überraschte es nicht, dass die Gäste mit 0:7 in Front gehen konnten. Das aber tatsächlich erst mit Beginn des zweiten Viertels.

Mit dem nächsten eigenen Drive der Marburger, der relativ lange dauerte, konnte aber der Ausgleich erzielt werden. Die Freude darüber hielt nicht sehr lange, denn gegen das Passspiel hatte die Verteidigung Marburgs nicht gut ausgesehen. Es fehlte insbesondere der Körperkontakt zum gegnerischen Receiver. Fast wirkte es so, als wollte keiner einen Tackle ansetzen. So war es ein schöner Pass, der die erneute Führung der Gäste einbrachte. Doch den Extrapunkt, den haben sie genial ausgespielt. Der Holder bekommt den Ball und wirft ihn mit einer leichten Handbewegung einem Spieler zu, der fast ungehindert in die Endzone spazieren konnte. Das war sehr unerwartet und brachte den gewünschten Erfolg mit zwei weiteren Punkten zum 7:15.MMStSc26082018-30

MMStSc26082018-33Nun mussten sich die Marburger schon etwas einfallen lassen und eine Idee hatten sie mit dem Namen Hendrik Schwarz #82. Seines Zeichens Wide Receiver. Ein Pass auf ihn und ein sehr großer Raumgewinn war das Ergebnis. Ein weiterer Pass auf ihn und schon hieß es Touchdown. Er weiß, wie man Bälle vernünftig fängt und Silas Nacita weiß, wie man in die Endzone läuft. Somit kam auch Marburg zu acht Punkten und dem Ausgleich zum 15:15.

Eigentlich ein gutes Ergebnis, mit dem man in die Halbzeitpause hätte gehen können, doch die Gäste nutzten die wenig verbleibende Zeit, kamen Yard um Yard nach vorne und verwandelten ein Field Goal aus 44 Yards Entfernung. 15:18 war dann der Halbzeitstand.

Ach ja, die Stimmgabeln waren mal kerzengerade. Ein interessant ungewohntes Bild irgendwie. Abgesehen davon bestätigte sich zu diesem Zeitpunkt bereits, dass Spiele in Marburg immer spannend sind. Ich erinnere mich nur an das Spiel gegen München.

Die zweite Halbzeit begann für Marburg sehr positiv, denn zum ersten Mal konnten sie in Führung gehen. Erneut war es Hendrik Schwarz, der in der Endzone sträflich vergessen wurde und den Ball zur erstmaligen Führung festhielt.

Immer wieder schaute ich auch bei den Cheerleadern vorbei, die für Unterhaltung sorgten und schicke Hebefiguren zeigten. Ihnen kann man jedenfalls nicht den Vorwurf machen, nicht für die nötige Unterstützung zu sorgen. Leider waren sie manchmal tatsächlich die lautesten, denn häufig folgten die Zuschauer und Fans den Anfeuerungen nur sehr sporadisch.MarburgMascots260818-26

In der Folge lief beinahe gar nichts mehr für Marburg auf dem Feld zusammen. Noch im dritten Viertel stellten die Gäste ihre Führung wieder her und konnten auch das letzte Viertel einigermaßen dominieren und mit einem weiteren Touchdown und einem Field Goal auf 22:35 erhöhen. Dass sich die gezeigte schwache Defensivleistung nun auch ganz auf die Mannschaft auswirkte, zeigten die verbalen Reibereien, die es in der Marburger Teamzone gab. Unzufriedenheit machte sich vier Minuten vor Spielende breit.MMStSc26082018-45

Aber manchmal braucht es genau solche Dinge, um diese angestaute Wut und Energie erfolgreich auf das Feld zu bringen. Ein gefangener Pass und ein wunderbarer langer Lauf über das halbe Spielfeld von Andrecus Lindley #5 und da stand es nur noch 29:35. Bei noch knapp drei Minuten bis zum Ende war schon halbwegs klar, was passieren würde, und der On-Side-Kick erfolgte auch und wurde, nachdem der Ball ein leichtes Eigenleben entwickelte, von den Marburgern gesichert. Das wurde natürlich bejubelt. Für einen Moment fragte ich mich, wie man in Solingen auf diese Spielsituation reagiert hätte. Vermutlich würde das Stadion aufgrund der Stimmung einsturzgefährdet.

Marburg hatte also den Ball und musste nur noch die Uhr vernünftig managen und am Ende punkten. Nun, die Punkte wurden gemacht und die Führung übernommen. 36:35. Aber wenn man weiß, dass die eigene Defensive nicht gerade einen Sahnetag hat, dann sollte die restliche Spielzeit nicht noch rund zwei Minuten betragen.MMStSc26082018-54

Die Stuttgarter, die nun nochmal den Ball bekamen, mussten also gar nicht mehr so weit nach vorne, denn ein Field Goal hätte schon zum Sieg gereicht. Und so rächte sich das Missmanagement der Uhr für die Marburger mit einem weiteren Touchdown der Gäste, bei dem die Passverteidigung wieder nicht besonders gut aussah.MMStSc26082018-56

Den letzten Angriff des Spiels konnten die Mercenaries nicht mehr erfolgreich gestalten und mussten sich den Gästen aus Stuttgart geschlagen geben. Diese feierten das Festhalten des letzten Strohhalms so, als hätten sie den German Bowl gewonnen. Aber wer kann es ihnen verübeln?

Es wird schwer für Marburg in den letzten beiden verbleibenden spielen noch die Kurve zu kriegen und sich die Teilnahme an den Playoffs zu sichern. Zunächst kommt der schwerste Brocken der Liga nach Marburg, die Unicorns aus Schwäbisch Hall. Anschließend geht es noch nach Ingolstadt, die unter Umständen an diesem Tag noch eine theoretische Chance auf die Playoffs haben. Dies aber nur, wenn Marburg das Spiel gegen Hall und München seine beiden letzten Spiele gegen die Allgäu Comets und die Stuttgart Scorpions verliert.

Es könnte also einen sehr interessanten Showdown am letzten Spieltag um den letzten Playoff Platz geben.

Die Klingenstädter und das Derby zum letzten Heimspieltag. Bericht zum GFL 2 Nord Spiel zwischen den Solingen Paladins und den Langenfeld Longhorns vom 25.08.2018.

Was hat mich denn nach Solingen getrieben? Nun natürlich war es Football, aber auch die Heavenly Force Cheerleader haben ihren Teil dazu beigetragen, dass mich der Ort doppelt interessiert hatte.

Also war es mal an der Zeit einen weiteren Weg auf mich zu nehmen und nach Solingen zu fahren. Und ich muss sagen, dass ich sehr positiv überrascht worden bin. Aber eins nach dem anderen.

Bilder: Umgebung, Aufwärmen, EinlaufSolingen Paladins vs. Langenfeld Longhorns

Bilder: Heavenly Force Cheerleader Solingen

Die erste Aufgabe war nämlich das Ankommen in Solingen, was die Bahn mit Verspätung erledigte. Dort aber erwartete mich bereits Marc und gemeinsam ging es zur Jahnkampfbahn, dem Spielort der Paladine. Kaum dort angekommen erwartete uns eine schmucke Sportstätte, in welcher sich bereits die ersten Zuschauer versammelten.

SolingenLangenfeld-vds-1Wir sahen uns ein wenig um und fühlten uns von Beginn an sehr wohl. Das war schon ein gutes Zeichen. Direkt am Eingang war auch der Fanartikelstand, bei dem es „Ritterbrause“ in der Dose gab. Ein isotonisches Getränk mit Grapefruit und Zitronengeschmack. Auf der Dose selbst das Logo der Paladine. Sieht gut aus und schmeckt auch noch. Was es nicht alles gibt.

Den Fanartikelstand steuerte ich etwas später erneut an, denn da wurde es Zeit auch mal die Umgebung zu fotografieren. Ich kam nicht umher mir eine Kappe der Paladine zuzulegen, da diese lediglich 15 € kostete und durchaus eine solide Qualität aufwies. Aber es gab nicht nur das Getränk und die Kappe, sondern viel mehr. Praktisch alles, was das Fanherz begehrt: Vom Trikot bis hin zu einer Einkaufstasche ist alles dabei. Und die Preise sind sehr fair. Dafür mal ein Lob an dieser Stelle.

Ich unterhielt mich auch mit einem sehr freundlichen und sympathischen Verkäufer, der sich um die Fanartikel kümmerte. Er berichtete davon, dass gerade die günstigen und kleinen Fanartikel am häufigsten über die Ladentheke wanderten. Das Gespräch handelte aber nicht nur von Fanartikeln, sondern allgemein vom Football im Norden und Süden und von der Fankultur. Ein tolles Gespräch.

SolingenLangenfeld-vds-5Aber nicht nur schöne Fanartikel gab es, nein auch gutes und leckeres Essen. Selbstverständlich Burger, wie es sich bei dieser Sportart nun mal gehört. Wie gut, dass bereits jemand einen Burger hatte und eindeutig zeigte, dass sie ebenfalls von guter Qualität sind.

Langsam wärmten sich beide Mannschaften auf, während es einen kurzen Schauer gab, der keinen so wirklich zu stören schien. Die Tribüne füllte sich und auch auf der Gegenseite wurden es immer mehr Gästefans. Man konnte sehr gut erkennen, dass es ein Spiel zweier nicht weit auseinander liegenden Mannschaften war. Es werden gut und gerne, nach meinem Schätzungsgefühl und der Aussage eines langjährigen Fans, um die 1.500 Menschen da gewesen sein, die sich das Spiel ansehen wollten.

Während sich so langsam wieder die Sonne zeigte, kamen auch die Ladys auf das Spielfeld, die eine kleine Pre-Game Show zeigten, die sich wirklich sehen lassen konnte. Oder war die Sonne extra für sie wieder hervorgekommen? Fliegende Haare, ganz viele strahlend lächelnde Gesichter und viele Tanzbewegungen, die von den Zuschauern mit dem verdienten Applaus honoriert wurden.HeavenlyForce250818-8

Zeit für die Hauptakteure des Tages: die Spieler. Zunächst durften Gäste auf das Feld laufen. Natürlich jubelten die Fans aus Langenfeld ihrer Mannschaft zu, doch im Vergleich zum Einlauf der heimischen Paladine, war das ein zartes Pflänzchen, das noch wachsen muss. -> Solingen Paladins Umgebung, Aufwärmen, Einlauf 25.08.2018

Nach dem Münzwurf konnte es auch schon losgehen.

Zunächst bekamen die Solinger auch gleich den Ball. Aber beide Seiten konnten sich nicht so wirklich entscheiden, wer nun den Vorteil für sich beanspruchen wollte und so ging zu Beginn erstmal das muntere Punten auf beiden Seiten los.

So wie der Ballbesitz wechselte, wechselten sich auch die Fanlager auf beiden Seiten ab. Und das sehr lautstark. An Unterstützung von den Rängen fehlte es also auf beiden Seiten nicht.

Die Zeit verstrich daher zunächst ohne besondere Vorkommnisse. Doch dann gelang den Gästen ein sehenswerter Angriff, der beinahe zum Erfolg geführt hätte. Doch der Abwehrchef der Paladine wusste dies zu verhindern. Aber in einem weiteren Versuch war es dann doch der gewünschte Erfolg, also ein Touchdown, den die Gäste verbuchen konnten. Den Extrapunkt ließen sie sich nicht nehmen.SolingenLangenfeld25082018-13

Nun verstrich die Zeit erstmal wieder, bis das erste Viertel zu Ende war. Kurz vorher konnten sich jedoch die Paladine das Angriffsrecht sichern. Dieses nahmen sie in das zweite Viertel mit und starteten fulminant mit den ersten eigenen Punkten und dem Ausgleich zum 7:7.

Nun kamen die Klingenstädter besser in das Spiel hinein, zeigten sich defensiv und offensiv von einer hervorragenden Seite. Sie ließen erstmal keine weiteren Punkte zu und stoppten die Angriffsversuche der Gäste recht schnell. Dafür konnten sie selbst in der Offensive glänzen und sogar mit einem weiteren Touchdown nach einem schönen Pass auf 13:7 erhöhen. Den Extrapunkt konnten sie in der Situation nicht mitnehmen.SolingenLangenfeld25082018-27

Den Offensivdrang der Hausherren konnten die Gäste aus Langenfeld in dieser Phase des Spiels nicht aufhalten. Sie hatten sogar ein weiteres Mal das Nachsehen, als die Paladine auf 20:7 erhöhten. Nun schienen sich die Klingenstädter ihrer Sache sicher zu sein, aber für den Moment wohl ein wenig zu sicher, denn es dauerte nicht lange, ehe sich die Gäste wieder auf der Punktetafel eintragen konnten und auf 20:14 verkürzten.

Währenddessen machte ich von beiden Seiten des Spielfelds meine Bilder und hörte auf jeder davon die Unterstützung der jeweiligen Fans. Insbesondere vor der vollen Haupttribüne war es relativ laut, denn von dort gab es Anfeuerungen ohne Unterbrechung. Selbst die Cheerdamen tanzten nicht nur, sie sahen sich auch das Spiel an und fieberten absolut mit. Das konnte man an ihren Gesten und Gesichtsausdrücken immer wieder gut erkennen.HeavenlyForce250818-28

Ich habe aber auch in einem Gespräch mit einem langjährigen Paladin Fan erfahren, dass die Stimmung nicht nur bei einem Derby so gut ist. Bei jedem Spiel wird die Mannschaft euphorisch unterstützt und die Spieler dankten es häufig mit Applaus in Richtung der Fans. Ein tolles Bild, eine tolle Stimmung. In Solingen weiß man also sehr gut, wie man American Football zelebriert.

Im dritten Viertel waren es die Solinger, die ihre Punktzahl erneut erhöhen konnten. Leider ein weiteres Mal ohne den Zusatzpunkt, denn der Football knallte an den Pfosten der Stimmgabel. 26:14

SolingenLangenfeld25082018-40Aber in einem Derby lässt man sich auch davon nicht unterkriegen und so erkämpften sich die Gäste aus Langenfeld im letzten Viertel die nächsten Punkte und es stand 26:21.

Mittlerweile wurde es dunkler und erneut begann es zu regnen. Die Lichtverhältnisse eigneten sich kaum noch zum Fotografieren und so suchten Marc und ich einen Platz auf der Tribüne um nicht durchgenässt zu werden.

Kurz zuvor hatte ich aber noch das Vergnügen mit dem bereits angesprochenen langjährigen Fan der Solinger zu sprechen. Es ging dabei um die NFL, die GFL Nord und ein bisschen auch um die GFL Süd. Unter anderem auch um die Situation in Frankfurt und ich war froh, dass ich ein bisschen Licht ins Dunkel bringen konnte. Aber was nun genau in Frankfurt mit der Universe los ist, möchte ich so im Detail gar nicht sagen. Das obliegt den Verantwortlichen des Vereins. Ich möchte einfach nur zu bedenken geben, dass die Stadt Frankfurt und der FSV Frankfurt auch darin involviert sind und eigentlich alles nur im Trio funktionieren kann. So viel dazu.

Es war ein tolles Gespräch, muss ich sagen, denn die Offenheit und auch die Einfachheit des Gesprächs führten zu einer weiteren Sympathiestufe und auch dem Bewusstsein, dass Football auch in Solingen eine Familie ist, die sich über Neuzugänge freut.

Das Gespräch wurde aber immer wieder kurzfristig unterbrochen, denn die Solinger Fans wurden lauter und lauter. Eine Interception wurde so euphorisch bejubelt, dass man es durchaus mit einem Tor bei einem Fussballspiel vergleichen kann von der Lautstärke.HeavenlyForce250818-36

Liebe Solinger: es ist absolut beeindruckend gewesen, wie sehr ihr mit dem Herzen und eurer Stimme dabei seid. Ich war in diesem Jahr bei sehr vielen Footballspielen und von der Stimmung her, die ihr bei einem Spiel macht, seid ihr absolut GFL 1(!) tauglich.

Das kam natürlich auch bei der Mannschaft an, die die letzten Minuten zur Entscheidung nutzen wollte und dies auch mit einem weiteren Touchdown und einer gelungenen 2-Point-Conversion tat. 34:21 hieß es und im leichten Regen des Solinger abends konnten sich die Klingenstädter auch den zweiten Derbysieg in dieser Saison holen.

Paladine, bleibt eurer Mannschaft weiterhin so treu und ergeben und ich bin überzeugt, dass euch der Weg in die GFL 1 auch sportlich gelingen kann und wird.

Schade, dass diese Saison kein weiteres Heimspiel mehr bei euch stattfindet. Aber wir sehen uns nächste Saison ganz bestimmt wieder, denn bei euch hat es Spaß gemacht. Das Spiel war klasse und qualitativ (von beiden Seiten) auf einem hohen Niveau geführt. Dazu die sympathische Umgebung und die tolle Stimmung. Was will man mehr? Nun, vielleicht eines: dass sich andere Mannschaften und insbesondere Zuschauer / Fanlager an eurem Herzblut ein Beispiel nehmen.

Der erwartete Sieg gegen die Wildkatzen aus Kirchdorf. Bericht zum Spiel der Frankfurt Universe gegen die Kirchdorf Wildcats vom 19.08.2018

Es ist immer wieder schön an einem Wochenende, vorzugsweise einem Sonntag, zu einem Heimspiel der Universe zu gehen. Mittlerweile kann ich durchaus ein paar vorsichtige Vergleiche zu anderen Mannschaften und deren Heimspielangebote ziehen, aber bisher gab es bei noch keiner anderen Mannschaft eine so umfangreiche Aufstellung, wie es hier der Fall ist.

Versteht mich da bitte nicht falsch, denn bei Mannschaften, die in unteren Ligen spielen, ist das schlichtweg auch gar nicht in dem Umfang möglich. Willkommen ist man jedoch stets und ein Grundangebot an Verpflegung / Fanartikeln ist doch überall vorhanden.

Bilder: Frankfurt Universe Cheerleader vom 19.08.2018

Bilder: Frankfurt Universe vs. Kirchdorf Wildcats 19.08.2018

Aber ich meine durchaus auch andere GFL Mannschaften, bei denen es in der Theorie zumindest möglich wäre. Nur gibt es an manchem Standort nicht mal Cheerleader, da sie abgeschafft worden sind. (Liebe Grüße nach Schwäbisch Hall) Das finde ich persönlich sehr schade, denn gerade bei uns in Frankfurt sind sie eine sehr große Bereicherung vor und während des Spiels. Sicherlich gibt es auch noch an einer Vielzahl anderer Orte Cheerleader, aber die Masse, die die Universe Cheerleader vorweisen können, ist bisher unerreicht.

Es sind aber auch die Fans selbst, die dafür Sorge tragen, dass mehr als nur ein paar Imbissbuden herumstehen. Das Ganze ist also ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die zueinanderkommen. Ist es vielleicht genau das, was es in Frankfurt ausmacht? Unabhängig davon, dass es für den Verein eine schwierige Situation ist. Ich denke schon.

Zwar werde ich in dieser Saison noch den ein oder anderen Standort besuchen, daher ist das kein endgültiges „Urteil“ meiner persönlichen Erlebnisse und Wahrnehmungen, aber es dürfte schwierig werden, einen vergleichbaren Standort zu finden.

Das Gefühl unter Gleichgesinnten zu sein, die diesen Sport genauso lieben und sich von der selbst herbeigeführten schwierigen Lage des Vereins nicht davon abbringen lassen herzukommen, ist einfach ein schönes. Hier duftet es nach Würstchen und Burgern, dort sammeln sich Menschen um zu fachsimpeln und für das Auge sind die Cheerleader auch dabei, strahlen mit der Sonne um die Wette und geben freudig Autogramme oder tanzen auf, bzw. vor einem polnischen LKW Anhänger.SFUCheers190818-17

Es passt so wunderbar zusammen. Und dann wird einem bewusst, dass sich die Saison bald dem Ende nähert und nur noch ein reguläres Heimspiel auf dem Plan steht, ehe die Playoffs beginnen. Sehr wahrscheinlich gibt es da noch ein Heimspiel für Frankfurt. Also mindestens eines. Maximal zwei, wenn es zu Überraschungen kommen sollte. Da wird einem klar, dass man bald wieder sehr lange warten muss, bis es wieder losgehen wird. Ein Grund mehr solche Spieltage zu genießen.

Während die Zeit verstrich, konnte ich mir auch beide Mannschaften beim Aufwärmprogramm ansehen. Dabei fragte ich mich, ob alle Spieler aus Kirchdorf „Tom“ heißen. Eine kleine gedankliche Anspielung an das Logo des Vereins. (Welches ich übrigens bis zur nächsten Saison ändern würde, denn das wäre mir persönlich ein zu heißes Eisen, wenn ich an gewisse Rechteinhaber und solche Späße denke.) Ein guter Zeichner oder Photoshopkünstler bekommt da sicherlich etwas Tolles hin, das weniger nach bekanntem Cartoon aussieht. Bei der Ideensuche hilft es auch bei Google einmal „Wildcats Football“ in der Bildersuche einzugeben. Aber bitte kein „copy & paste“ veranstalten.

SFUCheers190818-20Nun ging es aber für mich auch langsam auf meinen Tribünenplatz, um mich ausbreiten zu können. Laptop, Kamera, E-Zigarette – was man eben so braucht.

Kaum waren ein paar Minuten vergangen, stand da ein Cheerleader auf dem Feld. Mit Mikrofon. Aber der Kleidung nach zu urteilen, war es eindeutig ein Cheerleader. Jedenfalls kamen anschließend die Massen an Cheerleaderdamen aufs Feld und zeigten wieder einmal eine tolle Pre-Game Show. Sie sind schon wirklich faszinierend aber kein Freiwild, das möchte auch mal gesagt sein.SFUCheers190818-53

Kaum war dies vorbei, kamen schon die Gäste aus Kirchdorf auf das Feld. Ganz wie gewohnt unter dem Applaus der Zuschauer. Im Anschluss natürlich die Mannschaft der Universe, für die die vielen Cheerleader Spalier standen.

Ich wünsche mir übrigens mal, dass zum Einlauf der Mannschaft, besser gesagt kurz davor, ein Song von Motörhead eingespielt wird. Titel „The Game“. Wenn dann noch ein großer muskulöser Mann (also nicht ich – aber ich wüsste da eine Person, die bestimmt jemanden kennt, auf den das Aussehen wohl passen könnte) auf das Feld kommen würde im Stil von Wrestler „Triple H“, dann wäre ich sowas von abgedreht glücklich, das könntet ihr euch gar nicht vorstellen.

Aber vor 1.409 Zuschauern (mit den ganzen Cheerleadern dazugerechnet bestimmt knapp 2.000) ging das Spiel auch mal los. Die Wildkatzen aus Kirchdorf durften zuerst einige Versuche wagen, die ersten Punkte zu erzielen. Aber es lief nicht so gut und das bedeutete sogar die erste Auszeit des Spiels, nach nicht einmal 90 Sekunden. Diese brachte auch nicht das gewünschte Ergebnis und so wurde gepuntet.

Die Frankfurter machten es ihrerseits etwas besser, kamen aber nicht an den wachen Kirchdorfern vorbei und mussten mit einem Field Goal Versuch abschließen, der erfolgreich die ersten Punkte auf die Anzeigetafel brachte. 3:0.FU-KW190818-17

Auch der zweite Angriffsversuch der Gäste blieb erfolglos, dafür zeigten sich die Hausherren nun zu Beginn des zweiten Viertels offensiv stärker und kamen zum ersten Touchdown durch Timothy Thomas, dem ein erfolgreicher Zusatzpunkt folgte. 10:0.FU-KW190818-23

Die folgenden Minuten wurden interessant. Zunächst war da der Kick Return von Kirchdorf, der erst in der Endzone Frankfurts endete. Ein toller Lauf, aber doch keine Punkte, weil da ein Block in den Rücken gesehen wurde. Schade für die Gäste, denn der Lauf hätte sich Punkte verdient. Stattdessen mussten sie von sehr weit hinten starten. Aber dieser Angriff endete mit einem Punt.FU-KW190818-25

Doch auch die Frankfurter kamen bei ihrem Angriff nicht über ein Field Goal Versuch hinaus, der aber knapp an der Stimmgabel vorbeiging. Zwischendurch zeigten sich beide Mannschaften auf einem Level in Sachen Fehlstarts.

Also wieder Kirchdorf. Doch bei einem Snap, der völlig in die Hose ging, verliert der Quarterback den Ball – Fumble! Der Ball wird von einem Frankfurter aufgenommen, der einfach in die Endzone spazieren kann. Eigentlich Punkte, wenn die Schiedsrichter nicht abgepfiffen hätten. Was genau da passiert war, dass man abpfeifen musste, war mir nicht ersichtlich. Aus meiner Position von der Tribüne und durch den Zoom meiner Kamera habe ich absolut nichts erkennen können, das ein Abpfeifen gerechtfertigt hätte. Und wenn der Frankfurter Spieler doch schon auf dem Boden gewesen sein sollte, dann wäre der Ballbesitz bei Frankfurt gewesen. Aber statt Punkte oder zumindest Ballbesitz, durfte Kirchdorf punten.FU-KW190818-33

Aus meiner Sicht eine überdeutliche Fehlentscheidung, die noch nicht mal Diskussionen zulässt. Sicher ist das alles für Schiedsrichter kein einfacher Job, aber in dieser Situation…

Nun gut, dann anders, dachte sich wohl auch Justin Rodney. Er bekam den Ball, lief an allen Gegenspielern vorbei, ließ sich nicht aufhalten und spazierte bis in die Endzone. Da waren sie dann doch die Punkte. Und weil es so ein toller Tag und viel Platz in der Endzone war, gab es als Zugabe noch einen Salto von ihm. Sah echt gut aus, aber bitte nicht bei sowas verletzen. Der Zusatzpunkt war Formsache.FU-KW190818-35

Viel passierte in der ersten Halbzeit nicht mehr. Nur der Spielausschluss von Jhonattan Silva Gomez für ein Targeting, das ich nicht als solches gesehen zu haben meine, war leider noch hinzunehmen.

Halbzeitpause. Und es duftete von überall nach leckerem Essen. Und auf dem Feld war eine der Cheerdamen zu sehen, die einen kurzen Beitrag für ihre Social-Media-Kanäle aufgenommen hat.SFUCheers190818-84

Das Spiel ging nur wenige Momente später weiter. Es dauerte auch nicht lange, ehe sich Timothy Thomas ein weiteres Mal in die Punkteliste des Tages eintragen lassen konnte. Freistehend fing er einen Pass und konnte in die Endzone gehen. Wahrscheinlich hätte er unterwegs noch Zeit für ein Instagram Live Video gehabt, oder sowas. Der Zusatzpunkt war auch dieses Mal perfekt.FU-KW190818-45

Für Kirchdorf lief es weiterhin eher mäßig. Der nächste Drive endete erneut mit einem Punt, der sogar von Fernando Lowery bis in die Endzone zurückgebracht werden konnte, aber auch dieser Return konnte nicht gewertet werden, denn es gab einen Block in den Rücken. Eine ähnliche Situation gab es in diesem Spiel schon einmal. Da war es Kirchdorfs Return, der aufgrund eines Blocks in den Rücken, nicht gewertet werden konnte.FU-KW190818-48

Es wurde im Anschluss auf beiden Seiten gepuntet, bis Frankfurt wieder im Ballbesitz war und erneut für Punkte sorgen konnte. Justin Rodney war es, der seinen zweiten Touchdown des Tages erlaufen konnte. Zwar gab es noch Flaggen auf dem Feld, die aber keine Änderung am Ausgang des Spielzuges bewirkten.

Folgend blieb Kirchdorfs Angriffsversuch erneut hängen und den Puntversuch nahmen sie mit in das letzte Viertel. Doch es wurde kein Punt, denn dieser war ein Fake und der Punter versuchte den Überraschungsmoment auszunutzen. Doch so überraschend, wie es erhofft wurde, war es nicht und die Frankfurter Verteidiger stoppten ihn sehr schnell.

Doch trotz der guten Feldposition gab es kein Vorwärtskommen für Sonny „PS4“ Weishaupt und auch der Field Goal Versuch war nicht erfolgreich. Man überließ unverrichteter Dinge erneut den Gästen den Ball, die sich aber selbst in Schwierigkeiten brachten und den Ballbesitz aufgrund eines Ballverlustes (Fumble) abgeben mussten.

Dieses Mal ließen sich die Frankfurter aber nicht die Butter vom Brot nehmen und Mister „Running Back to Back“ Andreas Betza tankte sich in die Endzone für einen weiteren Touchdown, dem ein erfolgreicher Extrapunkt folgte.FU-KW190818-64

Da stand es dann schon 38:0. Das Spiel war schon länger entschieden und man konnte auch sehen, dass sich doch ein gewisser Schlendrian in die Spielweise Frankfurts eingeschlichen hatte. Nicht mehr tun als unbedingt nötig. Und das bekam dann auch Sonny zu spüren, der mehrere Male eingesackt wurde. Da ließ man den Kirchdorfer Verteidigern zu viel Spielraum.

So kam Kirchdorf dann doch nochmal zum Ballbesitz und konnte sich einen Touchdown für die Ehre sichern. Dafür sorgte Clemens Erlsbacher nur wenige Sekunden vor Schluss und nach einer Auszeit, die für den 4. Versuch genommen wurde. Der Extrapunkt wurde genutzt und so kam es zum Endstand von 38:7.FU-KW190818-70

Die Punkte seien den Gästen aus Kirchdorf gegönnt, so ist es nicht. Schade ist nur, dass man die beste Verteidigung der Liga nun nicht mehr in Frankfurt, sondern in Braunschweig vorfindet.

Schluss; Ende und eine Runde abklatschen. Währenddessen habe ich noch ein wenig mit Michael gesprochen, der übrigens ein ausgebildeter Weißkopf, also Schiedsrichter, ist. Wenn also mal jemand einen guten Schiedsrichter braucht, den kann man nehmen!

Football in Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden. Die Phantome sichern sich in einem spannenden Spiel den Klassenerhalt. Bericht zum Spiel der Wiesbaden Phantoms gegen die Straubing Spiders vom 11.08.2018

Wenn man footballverrückt ist, dann kommt man viel herum. An diesem Samstag führten mich meine Wege nach Wiesbaden in das Europaviertel zu den Wiesbaden Phantoms. Doch nicht alleine, denn Christian Roth (https://american-sports.info/) war mit dabei. Da er genauso footballverrückt ist und sozusagen „Football Daddy“ ist, hatte er auch eine Idee für ein neues Hashtag, den wir alle durchaus nutzen und verbreiten können. #footballkrank – darf genutzt und verbreitet werden. Muss sogar verbreitet werden!

Wiesbaden Umgebung und Einlauf 11.08.2018

Wiesbaden Cheerleader „Phantastics“ 11.08.2018

Wiesbaden Phantoms vs. Straubing Spiders 11.08.2018

Aber zurück zum Eigentlichen, denn Wiesbaden ist aus Frankfurt recht gut zu erreichen und wir waren auch schnell vor Ort. An und für sich etwas zu früh, aber das hatte auch seinen Vorteil, denn wir konnten uns knappe drei Viertel des U17 Spiels zwischen den Wiesbadenern und den Rodgau Pioneers ansehen.

Das war durchaus schon ein sehr ansehnliches und gutes Spiel, bei dem die Gäste aus Rodgau bis zur Pause mit 20:7 in Führung gingen. Nach der Pause schafften es die Phantome sogar das Spiel zu drehen und lagen zwischenzeitlich mit 21:20 in Front. Doch die Mannschaft, die erst seit wenigen Wochen aufgestellt ist, musste sich am Ende dennoch geschlagen geben. Und zwar mit 21:32. Die Gäste, die von ihren Cheerleadern unterstützt wurden, hatten am Ende doch das erfahrenere Händchen, das ihnen in diesem Spiel zum Sieg verhalf. Dennoch zeigten die Wiesbadener eine gute Leistung, auf der man aufbauen kann.

Abgesehen davon, dass wir direkt mit Football empfangen wurden, ist es in Wiesbaden, wie auch an anderen Orten ein familiäres und freundliches Miteinander. Man wird offen empfangen und ist im Prinzip direkt mittendrin und dabei. So langsam sollte mich das eigentlich nicht mehr überraschen, aber das passiert dann doch immer wieder. Dafür ist es jedes Mal umso schöner und, so geht es zumindest mir, man fühlt sich auch in einer fremden Umgebung ganz wohl. Das ist nicht unwichtig, wie ich finde.

WIUmgebEinl110818-4Auch in Wiesbaden wird man mit Leckereien versorgt. Sei es mit Burgern, die man sich selbst belegen kann, Würsten, Kuchen, Eis, Süßigkeiten oder auch Backwaren. Verhungern und verdursten wird keiner und die schicke kleine Tribüne ist für die derzeitige Liga auch in Ordnung. Fanartikel der Phantoms, aber auch viele der NFL Teams, sind vorhanden. Der Footballfan wird also rundum versorgt.

Aber viel Zeit für Exkursionen durch das eigentlich für Baseball vorgesehene Stadiönchen war nicht, denn das Spiel zwischen der GFL 2 Mannschaft der Phantoms und den Straubing Spiders war, mehr oder weniger, direkt im Anschluss an das Spiel der Junioren. Von den Junioren mussten sich dann noch ganz schnell umziehen, denn sie waren als Chaincrew vorgesehen. Der Beginn des Spiels verschob sich dadurch um, wie lange eigentlich genau? Auf die Uhr habe ich nicht geschaut, aber der Einlauf der Heimmannschaft begann ca. um 17:20 Uhr.WIUmgebEinl110818-12

Irgendwann waren dann auch mal alle vervollständigt und das Spiel konnte beginnen. Es begann vor allem für die Gäste sehr gut, denn sie konnten mit dem ersten Drive des Spiels direkt für Punkte sorgen und einen Touchdown generieren. Zwar ohne den Extrapunkt, aber die erste Führung ging an die Gäste aus Straubing mit 6:0.

Bereits mit dem Gegenzug war zu erkennen, dass sich beide Teams fortwährend egalisieren konnten und die Angriffsrechte immer wiederabgegeben werden mussten. Beide Mannschaften waren gut aufeinander eingestellt und so war es nicht verwunderlich, dass es dauern sollte, bis die nächsten Punkte auf die Anzeigetafel kommen konnten. Es war schon das zweite Viertel, als die Hausherren die Endzone für einen Touchdown und die ersten eigenen Punkte erreichten. Aber den Extrapunkt konnten sie machen und damit nicht nur ausgleichen, sondern mit 7:6 in Führung gehen.

Das Spiel blieb auch über die Halbzeit hinaus recht eng. Lauf- und Passspiele wurden auf beiden Seiten gemischt, doch häufig endete der Drive ohne große Raumgewinne, aber dafür mit der Ballabgabe an den Gegner. Selten war es hierbei ein Punt, denn sehr oft wurde auch der vierte Versuch ausgespielt.WPStSp11082018-29

Im dritten Viertel konnten die Gäste aufgrund mehrerer Strafen gegen Wiesbaden und einem guten Laufspiel sehr nahe an die Endzone herankommen und dies auch ausnutzen. Erneut gingen die Gäste in Führung und konnten dieses Mal den Extrapunkt auch mitnehmen. 7:13 hieß es, als es in das letzte Viertel ging.WPStSp11082018-43

Es blieb auch weiterhin ein enges Spiel mit schönen Aktionen auf beiden Seiten. Ob es nun ein Quarterback selbst war, der gelaufen ist, oder ein schöner Pass in die Tiefe, es war alles dabei. Die Wiesbadener zeigten durchaus, dass sie unbedingt nochmal punkten wollen. Die Körpersprache war eindeutig. Es folgte ein schöner Pass auf #86 (dieser Spieler ist leider in keinem Roster aufgeführt – ein Phantom?) und dieser ließ sich nicht aufhalten und fiel zum nächsten Touchdown für die Wiesbadener in die Endzone. Erneut konnte auch der Extrapunkt mitgenommen werden. So waren nun die Gäste wieder im Zugzwang, die mit 13:14 zurücklagen.WPStSp11082018-53

Aber der Drive, der aufgrund eines neben das Spielfeld beförderten Kicks etwas weiter vorne beginnen konnte, verebbte erneut. Die Verteidigung der Hausherren blieb auf der Höhe und konnte dafür sorgen, dass sie selbst ihre Offensive aufs Feld brachten.

Diese hatte nun alles selbst in der Hand. Es wurde fast nur noch gelaufen und Yard um Yard gut gemacht. Es reichte stets für neue First Downs, was die Zeit gnadenlos runterlaufen ließ. In diesem Moment dachte ich, dass sich die Wiesbadener auf das Zeitmanagement konzentrieren und vielleicht kurz vor Ende nochmals punkten würden. Aber wenn man die Chance bekommt in die Endzone zu laufen, dann läuft man eben dort hin. Nochmal weitere sieben Punkte für die Hausherren, die nun mit 21:13 führten.

Die Gäste hatten nun nochmal ihrerseits die Gelegenheit einen Drive zu spielen und zu punkten. Aber es dauerte etwas zu lang und kurz vor Schluss war die Feldposition auch nicht die beste. Ein Touchdown und eine 2pt-Conversion? Durchaus möglich, aber der letzte Lauf wurde von der Verteidigung aufgehalten und so gab es keine Punkte mehr für die Gäste. Das Spiel war vorbei und Wiesbaden konnte jubeln. Der Klassenerhalt war mit diesem Sieg gesichert. Die Spieler ließen ihrer Freude freien Lauf und feierten gemeinsam was das Zeug hielt. Auch auf den Rängen gab es Applaus und Jubel.

Es ist immer wieder schön ein Spiel zu sehen, dass nicht unter den Begriff „Einbahnstraßenfootball“ fällt. Da bin ich lieber weiter #footballkrank und danke beiden Mannschaften für ein tolles Spiel und den Phantoms für die sympathische offene Art.WICheers110818-5

Zurück ging es übrigens nicht mit Bus und Bahn, sondern mit einem weiteren Footballverrückten, seiner Kamera und seinem City Flitzer. Zurückgeflitzt nach Frankfurt. Danke auch hierfür.

Ein knappes Ding zwischen der Frankfurter Universe und dem amtierenden deutschen Meister aus Schwäbisch Hall. Hitze und Spannung – mein Bericht zum Spiel vom 05.08.2018

Wieder ein heißer Tag, wieder ein Footballspiel. Es war zwar nicht ganz so heiß, wie noch einen Tag zuvor in Mannheim, aber alles über 30 Grad ist für mich Hitze. Aber so ein Spiel darf man sich nicht entgehen lassen, denn es war DAS Spiel der GFL Süd. Die beiden Top Teams trafen aufeinander. Wen interessiert da noch das Wetter, wenn es um Platz 1 in der Gruppe geht?

Direkt zu den Bildern:

Universe Cheerleader 05.08.2018

Frankfurt Universe vs. Schwäbisch Hall Unicorns 05.08.2018

Aber zuerst hieß es ankommen und die gewohnte Begrüßungsorgie abhalten. Mittlerweile, nach einem Jahr, kennt man doch mehr Leute, als man glaubt. Immer die gleichen Nasen. Aber es gibt dann doch immer wieder etwas Neues, auch wenn man meinen könnte, dass dies gar nicht möglich ist.

Zunächst fiel mir eine Person auf, neben der ich bereits am Vortag in Mannheim häufiger stand. Ebenfalls auch mal kurz „Hallo“ sagen und feststellen, dass es sich um einen Spieler der Unicorns handelt. Leider konnte ich ihn nirgendwo im Roster der Unicorns finden, deswegen weiß ich einfach nicht, wer er ist. Die Nummer, die er mir nannte, passt laut Roster auch nicht. Vielleicht löst sich dieses Rätsel noch mit der Zeit auf.

Das war aber noch nicht alles, was vor dem Spiel passierte. An diesem Spieltag war ich früh genug zugegen, um mir auch die Show der Cheerleader anzusehen, die wirklich toll aussah. Aufführung und Mädels natürlich gleichermaßen. Es ist schon bemerkenswert, dass sie für jedes Spiel etwas Neues auf Lager haben. „Standard“ gibt es nur an der Sideline, aber selbst da sind ihre einstudierten Choreos sehr abwechslungsreich.SFUCheers050818-9

In diesem Beitrag steht Cheerleaderin Sonja stellvertretend für die große Truppe, die die Universe Cheerleader sind. Wie viele sind es eigentlich mittlerweile? Um die 50? Wenn mal wirklich alle da wären, käme das wahrscheinlich hin. Jedenfalls ist Sonja keine der jüngsten der Damen und ihr tatsächliches Alter hätte ich auch nie erraten, nicht mal im Ansatz geschätzt. Nein, ich verrate es nicht, selber erfragen (was man als Gentleman aber nicht macht). Dass sie in den Fokus rückt, hat eine kleine Vorgeschichte. Es ging dabei um Bilder und das Dasein einer Cheerleaderin, nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht noch den ein oder anderen Schminktipp von ihr für mich, aber das vertiefen wir mal nicht.

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Sonja

Sonja, wie auch alle anderen Damen, haben an Spieltagen natürlich viel zu tun. Vom Styling bis hin zur Autogrammstunde über eine kleine Aufführung und dem Bereitstehen für Bilder mit großen und kleinen Fans, muss alles untergebracht werden. Und dabei beginnt ein Spieltag für die Damen sehr früh, so zumindest mein Informationsstand.

Aber trotz der relativ wenigen Zeit, sind die Damen zumeist guter Laune und freuen sich, dass ihnen auch außerhalb der Tanzaktivität viel Aufmerksamkeit zu Teil wird. Ich persönlich meine, dass das Lächeln, was alle beim Schreiben der Autogramme zeigen, nicht gespielt ist. Und wenn gerade kein allzu großer Andrang herrscht, kann man auch mit ihnen ein paar nette Worte wechseln. Das kurze Gespräch über Frisuren, Styling, Make-Up, sowie dies und jenes war schon sehr angenehm und bestätigte meinen Eindruck, den ich von ihr hatte: sympathisch, freundlich und offen.

Dann gab es noch ein kleines Highlight, denn bisher hatte ich noch keine einzige Autogrammkarte der Damen. Bis jetzt. Natürlich war nun jene von Sonja die allererste Cheerleader Autogrammkarte meines Lebens. Fantastisch! Aber auch von Astrik, Anna, Vinni und Anja ließ ich mir welche geben.

Man könnte wohl jetzt behaupten, dass ich mir nur jene meiner persönlichen „Favoritinnen“ habe geben lassen, aber nein. Alle Mädels sind toll. Aber auf der anderen Seite möchte man(n) auch nicht zu aufdringlich wirken. Ich bin doch schließlich schüchtern.

Erkennt man anhand der Autogrammkarten, welche der Damen meinen Blog (PadmanPL) kennt?Autogrammkarten-1

Anschließend war ich dann auch mal auf meinem Plätzchen und habe mich eingerichtet. Schön im Schatten auf der Tribüne. Von dort aus konnte ich mir dann die Pre Game Show der Massen an Cheerleadern ansehen, denn nicht nur die Universe Cheerleader und die Stunt Cheerleader waren zugegen, es gab auch Gastdamen, wenn man so sagen möchte, aus Wölfersheim. Die Red Angels Cheerleader wurden integriert und es sah, auch aus der Ferne, wirklich toll aus.SFUCheers050818-27

Normalerweise geht es im Anschluss direkt weiter mit der Vorstellung und dem Einlauf der Gäste, aber an diesem Tag war noch so viel Betrieb an der Tageskasse, dass der Spielstart um 15 Minuten nach hinten verlegt wurde. Insgesamt kamen 3.017 Zuschauer zu diesem Spitzenspiel und darunter auch sehr viele Fans aus Schwäbisch Hall. Das ist doch eher etwas selten, dass mehr als nur eine Handvoll Gäste für ein Spiel mitreisen.

Es gab zwischendurch noch eine interessante Information, die der Stadionsprecher erzählte. Die Spieler verlieren an einem Tag mit solchen hohen Temperaturen bis zu sechs Liter Flüssigkeit und dabei ist es unter dem Helm gut und gerne auch mal bis zu 80 Grad(!) heiß. Hirn Medium sage ich da mal.

Dann ging es aber auch mal los und das Spiel konnte beginnen. Der erste Frankfurter Drive endete tatsächlich mit einem Touchdown. Timothy Thomas konnte den Ball auf der rechten Seite fangen und in die Endzone bringen. Doch der Zusatzpunkt wurde vergeben, da die Haller Verteidigung blocken konnte.SFUSHU05082018-17

In der Folge sah man, dass sich beide Mannschaften sehr gut aufeinander eingestellt haben und insbesondere das Laufspiel unterbinden konnten. Wenn es dann mal doch klappte, ging es aber nicht weit. Das galt für beide Seiten.

Insbesondere die Defense der Universe zeigte sich hellwach und ließ auch Pässe nicht ankommen. Ein hoher Kraftaufwand, der sich bis dahin aber lohnte. Doch wieder gab es, wie zuletzt beim Eurobowl, ganz unnötige Strafen bei eigenem Ballbesitz. Dies hatte in der ersten Hälfte des Spiels zwar keine Folgen, aber anstelle von möglichen Punkten endete dieser Drive mit einem Punt.SFUSHU05082018-31

Etwas später, bereits im zweiten Viertel, gab es die Chance für einen Touchdown, dem eine Interception vorausging. Doch es gelang der Offensive nicht den Ball in die Endzone zu bringen und das bei nur einem Yard bis in selbige. Es ging sogar zurück, denn Halls defensive ließ sich davon nicht beeindrucken. So kam es, dass es nur für ein Field Goal zur 9:0 Pausenführung reichte.

Bis hier hin kamen die Gäste kaum zur Geltung und hatten noch keine Lösung für die überragend geführte Verteidigungsarbeit der Hausherren.

Doch in der zweiten Hälfte wendete sich das Blatt völlig. Entweder hatte die erste Halbzeit zu viel Kraft bei den Frankfurtern gekostet oder die Trainer der Gäste hatten sehr gut analysiert und ihr Spiel umgestellt.

Es waren gerade einmal 1:15 im dritten Viertel gespielt, als die Haller mit einem sehr guten Pass auf den freistehenden Jannis Fiedler zum Touchdown kamen. Da war die Defensive aus Frankfurt nicht mehr auf der Höhe und konnten die Punkte nicht verhindern. Schnell stand es 9:7 und das Spiel wurde nun so richtig spannend.SFUSHU05082018-47

Durch einen weiteren individuellen Fehler auf Frankfurter Seite, mussten sie den Ball aus der eigenen Endzone heraus punten, was für die Gäste ein gefundenes Fressen war. Schwupps standen sie wieder nahe an der Endzone, doch mehr als ein Field Goal sprang nicht dabei heraus. 9:10 war nun der Spielstand. Die Gäste hatten das Spiel gedreht und nun Oberwasser.

Mit weiteren Punts verlief das Spiel bis in das vierte Viertel. Ein verunglückter Punt brachte die Gäste erneut kurz vor die Endzone. Nun wurde es taktisch und es gab viele Auszeiten. Die Gäste wollten das Spiel nun entscheiden, aber kamen nicht zum erhofften Touchdown. Auch der erneute Versuch eines Field Goals schlug fehl. Es blieb beim 9:10 aus Frankfurter Sicht, die nun ihre Offensive zum Laufen bringen mussten, wollte man nochmal punkten.

Aber auch dieser Angriff wurde sehr gut verteidigt, sodass wieder einmal ein Punt herhalten musste. Die Zeit lief dabei gnadenlos herunter und ich fragte mich, ob der vergebene Extrapunkt nun zum Zünglein an der Waage werden sollte. Dieser eine Punkt.SFUSHU05082018-53

Gerade einmal 66 Sekunden vor Spielende bekamen die Frankfurter den Ball für einen weiteren Drive, welchen sie aber fast aus der eigenen Endzone heraus beginnen mussten. Dies lief aber mehr als unglücklich ab, denn die Gäste aus Schwäbisch Hall verteidigten so druckvoll, dass es zu einer Safety und zwei weiteren Punkten für sie kam. 9:12 und Frankfurt musste auch noch den Ball abgeben.

Dass der Meister die letzten Sekunden herunterlaufen ließ, war reine Formsache. Und so gewannen sie dieses denkbar knappe Spiel mit 12:9. Dabei wird das Geheimnis für diesen Sieg in der Kabinenansprache zur zweiten Halbzeit zu finden gewesen sein.

Wieder war es ein Spiel auf Augenhöhe mit dem schlechteren Ausgang für die Universe. Es sind immer noch die Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen. Viel fehlt nicht mehr und noch ist genügend Zeit, dieses letzte Bisschen aus der Mannschaft heraus zu kitzeln.