Wrestling mit Story und Hintergrund und einem altbewährten Gameplay – WWE 2K19 für die PS4 gespielt und für gut befunden

Es wurde viel darüber berichtet und die lange Zeit des Wartens ist schließlich vorbei. Mit der Digital Deluxe Edition konnte man schon am Freitag, dem 05.10.2018, loslegen und sich vom Spiel einnehmen lassen.

Auch ich konnte es mir nicht nehmen lassen und musste sofort loslegen und war als erstes von der wesentlich angenehmeren Menüführung überrascht. Die Menüleiste oben mit den Infos und weiterführenden Auswahlmöglichkeiten im Hauptanzeigebereich sind einfach angenehm und überschaubar.

Wer nun eher bewegte Bilder sehen möchte, statt zu lesen, der kann sich auch dieses Video von mir ansehen, in dem die wichtigsten Spielmodi angespielt und von mir ein wenig kommentiert werden.

Exhibition:

In der Basis für ein schnelles Spiel gibt es natürlich auch dieses Mal die Exhibition. Von normalen Kämpfen bis hin zu speziellen Fights ist eigentlich alles dabei, was auch in der Realität verfügbar ist. Einzelmatches, Tag Team Matches, Handicap Matches aber auch ein Turnier ist möglich.

 

2K Türme:

En neuer Modus ist „2K Türme“. Im oberen Video habe ich diesen Modus angespielt. Der Modus ist durchaus interessant, denn die Schwierigkeitsstufen sind vorgegeben. Ein „Turm“ beinhaltet eine Serie an Gegnern und somit auch an Matches, die man spielen muss. Teilweise gibt es bestimmte Vorgaben, die man erreichen muss, was dem Showcase Prinzip in gewisser Weise ähnelt.

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Dazu gibt es unterschiedliche Typen der Türme. Einfachere Türme kann man einfach so spielen, die Bedingung erfüllen, eine Pause machen und später wieder weiterspielen. Bei Gauntlet Türmen ist das so nicht möglich. Diese müssen in einer Serie am Stück gespielt werden. Verliert man dabei, wird der Turm zurückgesetzt. Dabei ist die Schwierigkeit vor allem darin zu finden, dass die Gesundheit nicht zurückgesetzt wird. Man muss also schon gut spielen, damit man nicht permanent im roten Bereich ist.

Der Million Dollar Turm ist wohl das beste Beispiel hierfür. Ein Turm, 15 Gegner, keine Erholung und ein sofortiges Zurücksetzen bei einer Niederlage. Die Spielschwierigkeit ist dabei „Legendär“. Wer sich das also zutraut und meistert, der hat gewiss sehr gute Chancen bei der anstehenden Million Dollar Challenge. Wer sich darüber noch einmal informieren möchte, klickt hier > Infos zur Million Dollar Challenge

 

Showcase:

Endlich ist der Showcase Modus wieder da. Im letzten WWE 2K war dieser nicht da und das war nicht so toll, denn meines Erachtens ist das ein fantastischer Modus, der einem die Karrieren bestimmter Wrestler näherbringt und entscheidende Momente neu oder nochmals durchleben lässt.

In diesem Jahr dürfen wir wichtige Passagen in der WWE Karriere des Wrestlers „Daniel Bryan“ nachspielen. Dabei muss man während der Matches spezielle Aufgaben erfüllen, die entweder spezielle Moves voraussetzen oder an Bedingungen geknüpft sind.

Erfüllt man diese, so kann man Arenen, Wrestler und mehr freischalten.

Wirklich schön hierbei ist, dass Daniel Bryan selbst etwas zu den Matches erzählt. Man bekommt also einen sehr guten und interessanten Einblick aus erster Hand. Auch die Szenen in den Matches, die man nicht selbst spielen kann, sind durchaus sehenswert.

Viele erinnern sich bestimmt an die Szenen, die man zu sehen bekommt und nachspielt. Ich persönlich finde es wirklich toll, dass der Modus wieder da ist und einen, wenn nicht sogar den, charismatischsten Wrestler ins Rampenlicht rückt.

 

Mein Spieler:

Es ist der Karriere Modus in diesem Spiel. Dieser beinhaltet eine interessante Story, die nicht in der WWE und auch nicht bei NXT beginnt, sondern in einer kleinen Indie Liga. Praktisch so, wie jede andere Karriere eben auch beginnt.

Das mühsame Raufarbeiten ist in der Story Line wirklich gut dargestellt und diese ist auch sehr gut gescripted. Es fiel mir teilweise wirklich schwer auf Pause zu drücken, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Nun gut, ich mag Storys, die durchdacht sind – und das ist hier der Fall.

Im Hauptmenü der Karriere hat man wahrlich viele Möglichkeiten. Es bedeutet gleichermaßen, dass der Karrieremodus eine Tiefe hat, die so noch nicht vorhanden war.

Natürlich sind da die Kapitel der Karriere, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt (ich weiß noch nicht wie viele Kapitel es sind) gespielt werden, ehe es dann wohl anschließend etwas freier zugeht – ohne Script. Aber auch das Onlinespiel in Form einer „Road to Glory“ ist möglich. Zudem gibt es auch hier die Türme, in welchen man sich Belohnungen erspielen kann. Diese sind Tokens, die man auch für das Abschließen der Kapitel erhält. Von diesen gibt es zwei Sorten und mit beiden lassen sich Beutepacks öffnen. In diesen bekommt man Moves, Taunts, Kleidung usw.

Gleichermaßen bedeutet es, dass einem zu Beginn nicht sonderlich viele Individualisierungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, da man diese freischalten muss. Glück spielt hierbei eine nicht unwesentliche Rolle, denn spezielle Moves direkt kaufen, das gibt es wohl nicht. Zumindest konnte ich das nicht finden.

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Stärker werden ist natürlich auch ein Punkt, den man unbedingt in Angriff nehmen sollte. Dabei stehen einem im „Spieler-Baum“ mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

Der eigentliche und fürs Erste wichtigste Baum ist der „Mein Spieler Baum“. Hier werden die Attribute in Sachen Angriff, Verteidigung und Körper verbessert. Ein langer Weg steht einem hierbei bevor, wenn man es ganz nach oben schaffen will. Und das meine ich in dem Fall nicht nur sprichwörtlich.

Ergänzend gibt es noch den Unterstil Baum. In diesem kann man sich für einen der angebotenen Unterstile entscheiden und seinen Wrestler auch im Kampfstil individualisieren. Ähnliches gilt für den Überladen-Baum. Hierbei schaltet man die Punkte über die beiden vorherigen Bäume frei, welche dann anschließend, je nach Geschmack und Vorliebe, verteilt werden können.

 

Gameplay und Fazit:

Es gibt noch ein paar weitere Modi und Dinge, die man in der Karriere tun kann, aber den Kern habe ich beschrieben und möchte nicht viel zu viel in diese Review reinpacken.

Das Gameplay ist altbekannt und hat sich meines Empfindens nach nicht großartig verändert. Die Vielzahl an Moves, die man mit einem Wrestler angehen kann, ist wirklich großartig und man muss sich teilweise erst das Moveset inklusive der Bedienung durchlesen, ehe man dieses umsetzen kann.

Was mir persönlich aber immer wieder negativ auffällt sind die Reversals. Hier blicke ich noch nicht wirklich durch oder ich bin einfach zu doof dafür. Jedenfalls sind diese immer wieder der Punkt, an dem ich mich endlos aufregen könnte. Während manche Gegner praktisch alles kontern, steht meinem manchmal nicht einmal die Möglichkeit dafür offen. Oder aber ich habe das Gefühl, dass der Reversal gut war, weil weder zu früh oder zu spät dabeisteht und dann doch keiner dabei rauskommt. Ob da noch etwas Seitens der Steuerung im Argen liegt oder dies stets meine Fehler sind – ich weiß es nicht, ganz ehrlich; bin aber überzeugt, dass da noch das ein oder andere nicht ganz rund laufen kann.

 

Alles in Allem bin ich äußerst zufrieden mit dem Spiel. Es macht Spaß und das auch auf lange Sicht. Die Einzüge sind authentisch, abgesehen von den Luftschlangenhaaren, aber die vergisst man während eines Matches wieder. Gerade die gelungene Story im Karrierebereich kann einen im Spiel halten, schon allein wegen der Neugierde danach, wie es da wohl weitergeht.

Gewiss hat das Onlinespiel auch für viele einen Reiz; für mich weniger. Letztlich ist das aber eine Entscheidung, die man selbst treffen kann, welche Modis man spielen möchte oder eben nicht. Insgesamt hat sich das Spiel vom Gesamteindruck her aber verbessert. So viele Wrestler, so viele Individualisierungsmöglichkeiten und so wenig Zeit alles bis ins kleinste Detail auszunutzen.

Und genau so muss es sein – das Spiel macht Spaß und Laune und bietet dem Gelegenheits- als auch Ausdauerzocker genügend Räume.

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*News* WWE 2K19 Showcase-Trailer – Erlebe den Werdegang von Daniel Bryan nach

2K hat einen neuen Trailer zu 2K Showcase veröffentlicht, dem handlungsbasierten Kampagnen-Modus in WWE 2K19 zu Ehren der legendären Karriere des WWE-Superstars Daniel Bryan.

Es gibt Videos mit historischem WWE-Material mit Daniel Bryans Kommentaren dazu – sie vermitteln den Kontext und den Hintergrund zu den Matches, die die Spieler anschließend im Modus spielen. In „The Return of Daniel Bryan“ erlebt man die epischsten Herausforderungen der Karriere und die Highlights, die ihn zu einem heute so beliebten Superstar gemacht haben, neu.

Weitere Details gibt es im Trailer:

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*NEWS* WWE 2K19 – Der Showcase Modus kommt zurück und präsentiert Daniel Bryans Werdegang

Daniel Bryan (Bryan Danielson (* 22. Mai 1981 in Aberdeen, Washington) ist einer der charismatischsten WWE Superstars überhaupt. Sein „Yes Movement“ ist weltweit bekannt und auch hier in Deutschland skandierten die Fans bei den Shows im Frühjahr lautstark das „Yes“ zu Daniel Bryan.

Umso schöner ist es, dass sich die Macher von 2K dazu entschieden haben, ihn bei der Rückkehr des Showcase Modus in den Mittelpunkt zu stellen.

Der offizielle Trailer von 2K:

2K Showcase, ist ein handlungsbasierter Kampagnen-Modus zu Ehren von Daniel Bryans legendärer Karriere. Hier kann man die epischsten Momente, die Highlights und die Herausforderungen aus Daniel Bryans Karriere nacherleben, die ihn zu dem WWE-Superstar gemacht haben, der er heute ist.

Im „Return of Daniel Bryan“-Showcase gibt es Vignetten mit historischem WWE-Material. Dazu vermittelt Daniel Bryan mit seinen eigenen Worten den Kontext und den Hintergrund zu den Matches, die die Spieler anschließend spielen, damit sie die Widrigkeiten richtig spüren können, denen sich Daniel Bryan bei jedem Schritt seiner WWE-Karriere gegenübersah. In 11 zielbasierten, legendären Matches und einem „Überraschungs“-Match kämpft man als Variationen von Daniel Bryan um seinen Traum und darum, historische Arenen, Superstars, Outfits und Championships freizuschalten.

WWE Live – mit dem Smackdown Kader in der König Pilsener Arena in Oberhausen – 10.05.2018

Die Showstars der Wrestling Liga „WWE“ waren erneut in Deutschland für ein paar Shows. Dieses Mal wollte ich jedoch nicht erst am dritten oder vierten Tag zu einer Show gehen, sondern direkt am ersten Tag. Dieses hat durchaus seine Gründe, wie ich es bei meinem letzten Besuch in Mannheim bereits erleben durfte. Dort war die Show mehr eine Comedy-Veranstaltung als eine Wrestling Bühne.

Es sei den Akteuren aber verziehen, denn ihr Programm sieht prinzipiell an vier Tagen das gleiche Match Setup vor, was in der Kürze der Zeit sicherlich auch Langeweile bei den Wrestlern hervorruft.

Dennoch freute ich mich schon sehr auf diesen Tag und den Smackdown Kader, denn die Ankündigungen waren durchaus interessant.

Kaum in Oberhausen angekommen, traf ich einen guten Freund und gemeinsam begaben wir uns auf den Weg zur König Pilsener Arena, in welcher das Event stattfand.

Wir und viele andere Menschen mussten einige Zeit vor dem Eingang warten, bis der Einlass losging. Nach den üblichen Sicherheitskontrollen fanden wir schnell den Weg zu unseren Plätzen im Oberrang und sahen uns die interessanten Einspieler auf dem Videobildschirm beim Entrance an. Dort gab es einige Top 10 zu bewundern, auf die ich hier aber nicht näher eingehe.

Der Oberrang ist zwar schön steil und man kann auch gut auf den Ring schauen, dennoch empfehle ich, dass man sich einen Platz im Unterrang gönnen sollte, wenn man die Superstars besser sehen möchte. Von ganz oben ist das schon ein wenig schwierig. Das ist übrigens auch der Grund, warum es von mir nur das Titelbild zu diesem Beitrag gibt. Die Aufnahmen aus der Ferne sind einfach nicht besonders gut.

Die Preise für ein Menü waren erstaunlich hoch. Für 11,50 € hätte es einen Burger und Pommes mit Getränk gegeben. So entschied ich mich dem Haribostand einen Besuch abzustatten und ein paar der verschiedenen Leckereien mit an den Platz zu nehmen.

Nach gut 45 Minuten war es dann so weit: der Wrestling Abend konnte beginnen.

3 Way Tag Team Title Match: The New Day vs. The Usos vs. the Bludgeon Brothers

Zunächst kamen the New Day in den Ring und ließen sich gehörig feiern. Dass sie in Deutschland sehr beliebt sind, konnte man durchaus an den Reaktionen der Zuschauer entnehmen. Ihnen folgten die Usos, die trotz ihres Imagewechsels ebenfalls einen hohen Grad an Beliebtheit erfahren durften. Weniger beliebt sind die derzeitigen Titelträger „The Bludgeon Brothers“.

Das Match begann mit einigen Spielereien zwischen the New Day und den Usos, die sich auch gerne mit ein paar lustigen Aktionen im Ring zeigten. Dies honorierten die Zuschauer mit Applaus. Die Bludgeon Brothers hielten sich jedoch erst vornehm zurück und spielten dann sozusagen die Partycrasher und räumten den Ring auf. An ihrer Überlegenheit ließen sie auch im Verlaufe des Matches keinerlei Zweifel. Auch dann nicht, als die Usos oder the New Day mit guten Aktionen gegen die Bludgeon Brothers konterten. Letztlich verteidigten sie ihre Titel erfolgreich und gingen mehr unter Buh Rufen in den Backstage Bereich zurück.

Sin Cara vs. Shelton Benjamin

Der Auftakt war gelungen und es folgten Sin Cara und Shelton Benjamin. Es war zu Beginn ein eher langsam geführtes Match, in dem sich Sin Cara mit seiner Beweglichkeit zeigte und dafür Applaus vom Publikum erhielt. Während Shelton „nur“ mit einem mittelmäßigen Purzelbaum dagegenhalten konnte. Jedoch gab es auch hierfür Applaus. Das Match wurde in der Folge schneller und auch technischer, wobei deutlich wurde, dass es sich hierbei um eine Begegnung zwischen Technik und Kraft handelte. Sin Cara, der Techniker, der sich häufig mit seinen eingesprungenen Manövern zu wehren musste, konnte jedoch nicht jede kraftvolle Aktion von Benjamin abwehren, was am Ende auch den Sieg für Benjamin einbrachte. Dennoch gab es Applaus für beide und insbesondere Sin Cara bekam einen Extra Applaus.

Naomi / Becky Lynch / Asuka vs. The Iconics (Billie Kay & Peyton Royce) / Lana

Es folgten gleich sechs Damen, die in einem Tag Team Match gegeneinander antraten. Während insbesondere Becky Lynch und Asuka sehr viel Zuspruch vom Publikum erhielten, glänzten die Iconics in ihrer Rolle als eher böses Duo mit einem lauten Mundwerk sehr gut. Sie hatten sich auf Becky Lynch eingeschossen und machten daraus keinen Hehl. Beim Einlauf von Lana schien das Publikum ein wenig gespalten. Es gab einige Jubler aber auch das Gegenteil war zu vernehmen.

Im Ring selbst präsentierten sich alle Damen von einer sehr guten Seite. Technische Aktionen, schmutzige Aktionen, Sprünge und auch Aufgabegriffe waren an der Tagesordnung. Das Momentum wechselte hierbei oft und es entwickelte sich insgesamt ein sehr ansehnlicher Kampf, der mit der Aufgabe Lanas endete, die sich in einem Aufgabegriff Asukas befand. Die drei Siegerinnen ließen sich ausgiebig feiern.

Tag Team Match: The Miz & Big Cass vs. “Perfect Ten” Tye Dillinger & Daniel Bryan

Während The Miz einen eher unspektakulären Einlauf hatte, wurde bei Big Cass gebuht was das Zeug hielt. Seine Vorgeschichte hallt ihm auch in Deutschland noch nach. Es folgte Tye Dillinger, der vom Publikum schon freundlicher begrüßt wurde, ehe die Halle mit dem Entrance von Daniel Bryan den Siedepunkt in Sachen Stimmung erreichte. Fast jeder Anwesende jubelte, applaudierte und riss die Arme mit dem bekannten „Yes“ in die Höhe. Es war schon eine Art Gänsehautgefühl, das sich in diesem Moment einschlich. Die Jubelstürme für Daniel Bryan ließen kaum nach. Er selbst musste praktisch für Ruhe sorgen, nahm das Momentum aber für seinen Tag Team Partner noch einmal auf und aus der „Yes“ Bewegung wurde nun die „Ten“ Bewegung. Weiterhin machten alle mit. Es war, meines Erachtens, das absolute Highlight des Abends, ohne dass bisher gekämpft wurde. Es dauerte auch ein wenig bis der Kampf begann. The Miz und Daniel Bryan standen sich gegenüber. Aber begonnen haben Big Cass und Daniel Bryan, da es Miz vorzog, erst einmal in Ruhe zuzusehen.

Übrigens weigerte sich The Miz davor noch in den Ring zu steigen, bis Daniel Bryan ihm die Seile aufhielt, damit er besser hindurch in den Ring kommen konnte.

In diesem Match gab es wechselnde Höhen und Tiefen. Das Momentum wechselte oft und daraus ergab sich ein sehr interessanter Kampf, bei dem insbesondere Daniel Bryan immer wieder für ein neues Aufkochen der Stimmung sorgen konnte. Mal hatte Tye Dillinger die Oberhand gegen Miz, Mal Big Cass gegen Tye Dillinger und am Ende war es Daniel Bryan, der Big Cass mit seinem Yes-Lock zur Aufgabe zwang. Die Partystimmung ebbte nicht ab und Daniel Bryan wurde weiter gefeiert, als gäbe es kein Morgen mehr. Kurz darauf war erstmal Pause. Diese Dauerte ca. 15 bis 20 Minuten. Diese Zeit konnte ich wunderbar nutzen, um ein wenig zu dampfen und angenehme frische Luft zu schnappen.

United States Champion Titel Match: Jeff Hady vs. Rusev mit Aiden English

Nach der Pause ging es direkt weiter mit Aiden English, der in seiner bekannten Art Rusev ankündigte. Es ist interessant zu beobachten, dass Rusev im Laufe der Zeit immer mehr an Beliebtheit hinzugewinnt. Doch gegen die Jubelstürme für Jeff Hardy, war es dann doch nicht angekommen. Rusev war es auch, der zu Beginn das Heft in die Hand nahm und nur selten von Jeff Hardys Kontern aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Doch dann ging es schnell und Jeff Hardy zeigte seine tollen Sprung- und Flugkünste, bis auch die Swanton Bomb saß und er das Match erfolgreich für sich beenden konnte. Somit blieb auch dieser Titel bei seinem Träger.

Smackdown Womens Champion Titel Match: Carmella vs. Charlotte

Bei diesen beiden Damen waren die Sympathien von Beginn an klar verteilt: Charlotte bekam Applaus und die Fans schienen sich sehr auf sie zu freuen. Beinahe bedächtig still ging es hingegen bei Carmellas Entrance zu, den sie dennoch zelebrierte.

Der Beginn des Matches war schon recht amüsant. Eine weglaufende und schreiende Carmella, die eindeutig vor Charlotte flüchten wollte. Dennoch trafen sich beide im Ring und Carmella ging in die Offensive. Dies aber nur von kurzer Dauer, denn Charlotte konterte und zeigte stets, wer im Ring das Sagen hat. Jedoch blieben ihre Versuche den Figure 4 Leg Lock anzusetzen, erfolglos, da sich Carmella stets gut herauswinden konnte. Zwar zeigten die Aktionen von Charlotte mehr Wirkung, doch zum Schluss konnte Carmella den Vorteil der Ecke für sich nutzen und Charlotte, kopfüber in der Ringecke hängend, bearbeiten. Dabei ignorierte sie das Anzählen des Ringrichters und machte einfach weiter. Dies führte zur Disqualifikation von Carmella, was automatisch den Sieg von Charlotte bedeutete. Doch der Titel wechselt bei diesem Ausgang nicht. Carmella behielt ihn trotz Niederlage.

6 Man Tag Team Match: Shinsuke Nakamura & The Bar vs. AJ Styles & Luke Gallows & Karl Anderson

Der Main Event des Abends. Das vermutlich interessanteste und spektakulärste Match, das auf der Karte stand, wurde spontan geändert. Aus einem Titelmatch zwischen Shinsuke Nakamura und AJ Styles wurde ein 6 Mann Tag Team Match.

Lag das an der verbliebenen Zeit, die noch zur Verfügung stand? Lag es möglicherweise an den negativen Kritiken, die es zum Titelmatch zwischen Shinsuke und AJ bei Backlash gab? Ich persönlich weiß es nicht und war, wie auch viele andere Zuschauer, von dieser Ansetzung irritiert. Auf die Irritation folgte, bei mir zumindest, ein wenig Enttäuschung. Natürlich hätte ich gerne das angekündigte Tam Team Match zwischen The Bar und Luke Gallows und Karl Anderson als solches gerne gesehen, aber auch das Titelmatch zwischen Shinsuke und AJ hätte ich gerne gesehen. (Auch wenn klar ist, dass bei einer Houseshow keine gewollten Titelwechsel erfolgen).

Für einen Main Event war das Match in dieser Konstellation etwas zu schwach. Das ist meine subjektive Meinung zum Gesehenen. Zwar war es amüsant Herrn Sheamus in Lederhosen kämpfen zu sehen, doch die Qualität war im Verhältnis zum Match mit Daniel Bryan etc. deutlich darunter. Und ich meine wirklich nur die Qualität des Matches an sich. An die Stimmung konnte selbst der Main Event absolut nicht herankommen.

Es waren insbesondere die nominellen Tag Teams, die im Ring standen oder gegen Shinsuke oder AJ antraten. Ein direktes Aufeinandertreffen von Shinsuke und AJ war nur von kurzer Dauer und wurde eher von Shinsuke gemieden. Das fand ich besonders schade. Zwar konnten Cesaro, Sheamus, Luke und Karl gute Aktionen abliefern und auch damit ein wenig an Stimmung erzeugen, doch der Funke sprang erst gegen Ende des Matches über, als in kurzer Abfolge alle Teilnehmer des Matches im Ring waren und sich gegenseitig wieder hinausbeförderten. Dann war es AJ, der mit einem phenomenal Forearm gegen Sheamus die Entscheidung herbeiführte.

Insgesamt war es aber ein guter Wrestling Abend. Besser als beim letzten Mal, aber lange nicht der beste Abend, den ich bisher erleben durfte. Da ist also noch Luft nach oben. Was ich persönlich nicht so ganz verstehe, ist die Änderung des Main Events, der dadurch meines Erachtens an Qualität verloren hatte. Durch die Änderung hätten sie auch den Main Event mit dem Match um Daniel Bryan besetzen können. Das wäre ein besseres und deutlich genialeres Finale geworden. So wurde der Matchplan bis zur Pause sehr gut umgesetzt, ließ aber danach qualitativ doch sehr nach.

Meine Rangliste der Matches, sortiert nach deren Qualität und Stimmung. Selbstverständlich kann dies jeder, der dabei war, anders beurteilen. Aber so war mein persönlicher Eindruck.

  1. The Miz & Big Cass vs. “Perfect 10” Tye Dillinger & Daniel Bryan
  2. Naomi / Becky Lynch / Asuka vs. The Iconics & Lana
  3. The New Day vs-. The Usos vs. The Bludgeon Brothers
  4. Rusev vs. Jeff Hardy
  5. Shinsuke Nakamura & The Bar vs. AJ Styles & Luke Gallows & Karl Anderson
  6. Sin Cara vs. Shelton Benjamin
  7. Charlotte vs. Carmella

Im November wird die WWE wieder in Deutschland sein. Zwei Termine in Köln und Frankfurt, am 7. Und 8. November, wurden dabei verkündet.